1516/17: News: Was Musiker suchen, finden sie häufig nicht. Aber was suchen Musiker?

Wir gründen eine Gruppe auf Facebook und bewerben in anderen Gruppen dort die neue Gruppe für ihre Reinheit und Klarheit. Da kommentiert ein Jazzgitarrist aus Berlin diese Information und sagt: Wozu? Das gibt es doch schon zuhauf? Ja, aber nicht mit der gebotenen Klarheit. Der Jazzgitarrist weiß es besser und postet fünfzehn, zwanzig Kommentare mit Links zu Gruppen, die diesbezüglich bereits existieren. Und der Autor denkt: Siehste, und genau deswegen braucht es eine neue Gruppe. Und zwar gegen das beliebige Verteilen von Links, die nicht zum Vorhaben der neuen Gruppe passen: Nämlich nicht ein Sammelsurium von Beliebigkeiten zu sein, sondern eine ganz klar fokussierte Gruppe. Tor, Tor, Eigentor!

Die Älteren kennen das noch, diese kryptischen Abkürzungen: War es Riebe’s Fachblatt (Musik)? MuSuGru, GruSuMu: Musiker sucht Gruppe. Gruppe sucht Musiker. Inzwischen leben wir alle im digitalen Patriarchat des Ungelesenen. Too much information. Darf’s ein bisserl weniger sein?`

Genau: Es soll die richtige Information sein. Es gibt viele Gruppen und Foren. Es gibt Chaoten, die beherrschen scheinbar das Chaos und zeigen Internetlinks. Der Link sagt: Ich hab keine Lust zu reden, aber schau mal dort. Ich habe den Durchblick. Alle reden überall mit. Nur nicht zum Thema. Ein Manko ist die mangelhafte Konzentration: Suche ich gezielt einen Musiker, so ist das ziemlich mühsam geworden. Dabei haben sich die Möglichkeiten verhundertfacht. Für alles gibt es einen Thread. Nur wo?

Diese Lücke zielgerichteten Auffindens von benötigten Mitmusikern, auf dem Level Face To Face, nur zwischen zwei Musikern und zwischendrin ist gar nichts, versucht eine neue Spezialistengruppe:Sessionpool auf Facebook zu schließen. Sie ist streng überwacht von Admins, alle Beiträge müssen durch human filter und was nicht reinpasst, wird gelöscht. Der Aufbau der Suchanzeigen lehnt sich an ein Zweckmäßigkeitsmuster (klickst Du?) an. Natürlich kann sich das noch ändern. Wir machen noch Erfahrungen. Eine aber ist ganz ohne jeden Zweifel: Viele solche Suchanzeigen sind ein Trauerspiel unklarer Formulierung und nicht wenige werfen mehr Fragen auf als Antworten zu geben. Eine neue digitale Müdigkeit schlich sich ein: Bei einer schlechten Anzeige hat man schon keine Lust, erst mühselig zu antworten und Fragen zu stellen. Und dann antwortet der Typ nicht.

Nein, die Wahrheit sieht nämlich so aus:
Man kann tatsächlich bereits wirksam vieles wegfiltern, das einem so angeboten wird und es gleich als Bullshit verschlagworten. Nur die Besten werden auch zusammenfinden. Hoffentlich sehr viel leichter wird das in der Gruppe. Du kannst gern beitreten, wenn Du Bedarf hast, einen Musiker zu finden. Wir wollen genau das supporten. Wenn Du mehr Informationen brauchst, was man falsch machen kann, kannst Du auf dieser Website über Die Wunderbare Welt der Musiker-Kleinanzeigen einiges finden. Versprochen.

Weiterführend

* Die Spezialistengruppe:Sessionpool: Musiker suchen Musiker, sonst nichts
* Schlechtgemachte Suchanzeigen: Frag die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf Facebook
* Dito wie vor: Artikelsammlung zum beschriebenen Thema Wunderbarer Musikeranzeigen

1167/15: GruSuMu: Gruppe sucht Mitmusiker, Tipps´n Tricks, Namedropping, Networking und „socialising“

Header Wunderbare Welt der Kleinanzeigen

„Bei einer unserer Fahrten mit Feeling B hatten Schneider, Flake und ich schon den neuen Bandnamen. Wir hatten den an die Wand von unserem Robur LO geschrieben: Rammstein Flugschau. Doof, wie wir waren, schrieben wir Rammstein gleich mit zwei M, weil wir nicht wussten, dass der Ort Ramstein nur ein M hat. Wir haben uns erstmal aus Quatsch so genannt, aber der Name blieb kleben wie ein Spitzname, den man nicht gut findet. Wir schafften es nicht mehr, den loszuwerden. Rammstein wollten wir eigentlich nicht heißen, das war uns zu festgelegt. Wir haben noch gesucht: Milch oder Erde oder Mutter, aber der Name war schon durch.“ – Paul Landers, Rammstein-Bandmitglied über den Bandnamen

Der „Weiße Ritter“ und nicht „Der Ritter der Kokosnuss“

Der Weiße Ritter: Das ist eigentlich ein Begriff aus der Wirtschaft.

Auf Musik angewendet, bedeutet er (für mich) folgendes:

Du suchst einen Musiker. Nicht per Anzeige, sondern auf der Basis „guter Empfehlungen“.
Du kennst Leute.

Auch wichtige.

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1034/14: Die Wunderbare Welt der Musiker-Kleinanzeigen: Erfahrungen aus der Zwischenwelt

Header Wunderbare Welt der Kleinanzeigen

Meine Fresse, eine schwierige Geburt.

Schlagzeuger sucht standhafte Persönlichkeiten für verfestigte, gut funktionierende Bandstruktur. Ernsthaftigkeit, ein gewisses Quantum Erfolg in der Probearbeit und dergleichen sind wichtig.

Und nun melden sich Hinz und Kunz. Aber auch Müller-Lüdenscheid und Herr von Bodelschwingh, all ihre Namen sind frei erfunden. Ich tauche ein im Kontakttunnel mit vollkommen unbekannten Menschen, deren Erwartungen ich treffen kann. Oder die ich enttäusche, indem ich ihnen ihre Zeit stehle, für nicht erfüllbare Erwartungen.

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854/13: Wunderbare Welt der Musiker-Kleinanzeigen: Anonymus schlägt zurück

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Der Berichterstatter sucht additiv nach Musikern für ein Bandprojekt ‚under construction‘. Interessant: Nachdem das Stichwort ‚Kleinanzeigen‘ oft bereits zu schrägen Anzeigentexten führt (wir berichteten), ergeben nun weitere Stöbereien auch regelrecht ‚menschliche Abgründe‘. Ein Versteckpeter verschweigt nahezu jede persönliche Information. Im Verlauf des Telefonkontakts verweigert er auch jede Offenbarung, was ihn als Musiker adeln könnte zum gemeinschaftlichen Gruppenpiez mit anfassen.

Die Erkenntnis, die muss ich notieren.

Er inseriert sympathisierend. Es menschelt. Will andere Gleichgesinnte finden, quatschen und sehen, wo sind Übereinstimmungen? Er sagt in der Anzeige, er hält nicht viel von facebook. Na und? Emails wechseln. Schau doch bitte mal meine Anzeige an und melde dich bei Interesse. Sein Name Paul ist geändert. Täterschutz.

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844/13: Proberaum: Interessantes „maklerfreies“ Angebot für Musiker in Berlin-Tempelhof via facebook

Icon Proberaum

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Wer möchte, aber hat noch nicht. Einen coolen Wohnungsproberaum in Sicht. So wie z.B. dieses Angebot hier, Zitat:

Ich möchte Euch eine preiswerte Wohnung am Flughafen Tempelhof (Burgherrenstraße) vorstellen. Sie hat 2, 5 Zimmer mit 62 qm im Erdgeschoß sowie zusätzlich einen 20 qm großen Keller mit schallisoliertem Studio (gut geeignet für Musiker). Das Untergeschoß ist über eine Treppe vom Wohnzimmer aus zu erreichen. Einbauküche ist vorhanden. Bad mit Badewanne und Duschstange. Das kleine Zimmer liegt nach hinten raus, die größeren Zimmer vorne zur (ruhigen) Straße. Die Wohnung ist ab September oder Oktober frei und kostet ca. 480 Euro kalt/Monat. Das Haus ist ein Altbau und und in recht gutem Zustand. Die Vermietung erfolgt OHNE Makler, sondern direkt vom Eigentümer. Kennt Ihr jemanden, der Interesse hätte? Bitte PN an: Joseph Ridder or Roimata Templeton

via Skip Reinhart,  facebook (Ihr braucht dazu einen facebook-Account)

Sehr gutes Angebot. Allerdings nicht nach den Regularien des Wohnraumvermittlungsgesetzes, sondern maklerfrei und ohne jede „Bestechungsprovision“. Musiker helfen Musikern. So ist es. Come clear, folks!

814/14: Positionen: Von welchen, die umzogen, das Musizieren zu verwirklichen. Ins Umland? Oder ganz woanders hin?

icon Positionen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Der Berliner Musiker hat´s gar nicht mal so leicht. Das Angebot an Mitmusikern ist überschaubar unüberschaubar und was die wenigsten wissen: (Zu) Viele denkbare Mitmusiker sind Brote der Beliebigkeit. Wo aber sind die Originale? Krass formuliert?

Muss auch nicht richtig sein. Ist Wurscht, bitte jetzt nicht an jedem Wort festbeißen. Es geht ums System und gerade nicht um „kleinliches Lesen“ und Nachweisen von Detailfehlern im gewollt Subjektiven.

Die Konzertveranstalter in Berlin erst. Nicht wenige sind echte Ausnahmetalente menschlicher Unberechenbarkeit. Narzisstisch, selbstverliebt, trunken von der eigenen Bedeutungsschwere terrorisieren sie auftrittswillige Musiker, die ihnen zum Munde reden, um Gigs zu bekommen.

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801/13: Musiker-Anzeigen: Der große Elchtest – „Musiker-Board“ gibt neuen Anzeigenteil frei

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Musiker sucht blaue Schlümpfe, um Vadda Abraham endlich Konkurrenz zu machen, wir gründen „Die lustigen Konkubinen“ und stechen die Biene Maja aus, autsch. (Anzeigentextentwurf für eine Musiker-Kleinanzeige)

Mal ganz abgesehen davon, dass eine Vielzahl veröffentlichter Musiker-Kleinanzeigen auch textlich schlicht unbrauchbar ist: Wo findet man Mitmusiker für das neue Bandprojekt? Vermutlich mit Kleinanzeigen eher nicht. Oder man hält die Klappe, schaltet den Kopf aus und sagt sich: Ich geh hin, wohin ich gehen soll, alles andere klärt sich eh am Ort selbst. Richtig: Musiker zu finden ist nämlich eine persönliche Sache, die irgendwie umgekehrt proportional verläuft zum online Kleinanzeigen lesen. Diese Website hier, also diese hier, hat jedenfalls schon viele, nicht gerade wenige Kleinanzeigen verrissen. Zu schlecht getextet, danebengegriffen in den Formulierungen und so weiter und so fort.

Neu ist jetzt das Angebot von Musiker-Board.de (am Ende verlinkt), Kleinanzeigen zu schalten. Das haben wir mal getan und ein bisschen auf der Website herumgespielt. Hier der Erfahrungsbericht.

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788/13: Kleinanzeigen: Die wunderbare Welt der Kleinanzeigen bringt großartige Überraschungen hervor, so wie diese #Kleinanzeige

Header Wunderbare Welt der Kleinanzeigen

Lange in Vergessenheit geraten: Dem Musikervolk aufs Maul geschaut….wer hier wen verhaut! Großer Spaßfaktor und Zeilen, die mehr über den Verfasser aussagen, als über das, was er sucht. Und umgekehrt. Wie jetzt? Zwei Anzeigen verdienen Erwähnung. #Die wunderbare Welt der Kleinanzeigen

Immer wieder stellt man fest: Es ist wirklich ein Fehler, die Kleinanzeigen von Musikern aus aller Welt nicht regelmäßig sorgsam durchzukämmen. Denn es sind Perlen darunter zu finden, die man nie gefunden hätte, wenn nicht….ja, wenn man nicht regelmäßig die „wunderbare Welt der Kleinanzeigen“ durchkämmt.

Jemand sucht Rockgitarristen für Songs. Und was er oder sie schreibt, verdient Aufmerksamkeit. Wir rezitieren hier und den Urheber werden wir aber nicht namentlich nennen und die Anzeige selbst auch nicht verlinken. Doch drüber nachdenken können wir. Es ist Sonntag, Zeit zum Nachdenken.

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476/11: Kleinanzeigen: Die Menschen bauen viele Zäune auf, die man dann erst wieder niederreißen muss!

Wer auf Kleinanzeigen antwortet, dem kann theoretisch alles passieren. Komplette Anfänger können dich kontakten oder gewiefte, begnadete Könner. Deswegen gilt es herauszufinden, mit wem du es eigentlich zu tun hast? Ist das ein fortgeschrittener Teamplayer, der super spielt oder hast du es mit einem autokratischen Führer zu tun, der dich lediglich benutzen will, musikalisch aber keine Einmischung erlaubt? Oder weiß derjenige nicht einmal, wo er wirklich steht? Besonders bescheuert ist ein zu schriftlicher, alles verkomplifizierender Frage, Antwort, Frage-Kontakt via Email, der zu nichts als Worten führt und zwischen den Zeilen ergibt sich nichts anderes als Abneigung, Entfremdung und trennende Worte. Musik spricht für sich selbst: auch ohne viel verbales Trallala. Allerdings muss man dann auch Audiomaterial vorweisen….

Natürlich kann ich schief liegen, aber es stört mich. Was wir tun, wenn wir nach Musikern für ein neues Projekt suchen, das sind unheimlich viele Worte. Doch Daliah Lavi, die alte Dame des deutschen Schlagers sang doch schon: „Worte zerstören, wie sie nicht hingehören“. Es war ihre Art, Liebe zu zeigen. Meine Art, Liebe zu zeigen, ist betreffend das Musizieren inzwischen immer wieder grenzgängerisch. Ich unterscheide nur noch zwischen guten und schlechten Musikern. Erst wenn diese Barriere überwunden ist, befasse ich mich näher mit weiteren Fragen, wie z.B. Stilfragen. Stilfragen per Email oder am Telefon aufzuwerfen, ist unklug. Es reicht zu erfahren, ob jemand sein Instrument beherrscht.

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466/11: Kleinanzeigen: Erkenne, was für ein Typ Musiker du bist!

Was für ein Typ Musiker bist du eigentlich? Ein Mitspieler? Dann lass dich bezahlen. Du machst einen Job. Wenn du das Geld wert bist, musst du dich bezahlen lassen. Dann spielst du ohne inneres Zutun in einer Sache mit, die dir gegeben wird. Wenn nicht, sieht die Sache allerdings anders aus. Wenn du dich als „Musiker“ begreifst, willst du Musik machen. Dann muss die Aufgabe nicht darin bestehen, etwas nach strengen Vorgaben mitzuspielen. Dann hör dir eine Idee an und sag, ob sie dir entspricht? Ob du damit etwas anfangen kannst. Ist das der Fall, schlage etwas vor. Siehe, was passiert. Gefällt der Vorschlag? Oder ein anderer? Wird akzeptiert, was du vorschlägst? Entsteht ein gemeinsames Vielfaches? Gut, wenn ja.

Wer kompetent ist, kann Kompetenzen teilen und schaut, was passiert. Wer Kontrolle ausübt und Freiheiten beschränkt, ist nicht kompetent. Oder schätzt den Mitmusiker nicht. Finde heraus, was für ein Typ Musiker du bist. Das allein ist zunächst wichtig.

461/11: Kleinanzeigen: Auf den Stücken ist ein Copyright, also lass sie bitte niemanden hören!

Die weltgrößten Plattenfirmen zittern vor ein paar jungen Deutschen. Die hacken sich in die Rechner berühmter Musiker und deren Manager, stellen unveröffentlichte Lieder von Lady Gaga oder Shakira ins Netz. Zwei wurden erwischt, die anderen machen weiter. (Star Wars, Musikindustrie, Jürgen Dahlkamp, Der Spiegel, 24.01.11, Link unten)

Sie sucht einen Schlagzeuger, ich bin einer. Na klar, das kann ick!

Das ist mein Moment, ich melde mich. 

Selbstverständlich will ich etwas vorhören. Damit wir uns nicht vergeblich treffen, also umsonst, will ich wissen, auf welcher Stufe eigener musikalischer Fertigkeiten ich sie abholen kann. Von welchem Bahnhof? Oder ist der Zug ein Schnellzug, der längst an mir vorbeigeprescht….? Ihre Antwort kommt rasch.

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450/11: Kritik: Auf der Suche nach Musikern kein Problem, überall T-Shirts zu erwerben!

Na dann lasst uns mal den Frühling einläuten und den letzten Rest Glühwein aus den Regalen wegtrinken. Demnächst folgen noch mehr Infos Rund um Berserker die es in sich haben werden… So long und Stay Brutal, Stay Frühlingsgefühle…  (Gruß & Hinweis auf der Website von Berserker Berlin, abgefragt am 19.02.11)

Ne, jetzt mal ehrlich. Auf der Suche nach neuen Musikern triffst du in der bunten Welt der Kleinanzeigen (wir berichteten!) zunehmend auf textile Grundsatzfragen, die mit der Musik selbst nicht mehr viel zu tun haben:

  • Gibt es unter „Fanartikel“ auch scharlachrote Schals mit Pepitafütterung?
  • Muss man eine ähnliche Figur wie der Gitarrist der Band besitzen oder ist etwas dicker besser?
  • Was ist, wenn meine Tatoos dann noch zu sehen sind? Stimmt es, dass Tatoofarbe krebserregend ist?

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447/11: Kleinanzeigen: Das Ding mit der langjährigen Erfahrung kann schnell falsch verstanden…

Tja, das hatte ich gerade gelesen und war ins Grübeln gekommen, folgende Frage:

Hey, aber nich alle mitschunkeln, bitte nur jeder Zweite! (Otto Waalkes in den Siebzigern bei „Everybody schnippi but me“)

Im übrigen: Würde ich gern in einer Band spielen, die sich „schuggerblues“ oder so ähnlich nennt? Ich finde, in einer Namensgebung für eine Musikband muss man nicht unbedingt „Diddlemäuschen“, Bierdeckel oder Tante Präkuleit verarbeiten. Man kann den Blues ja auch zuhause lassen und stattdessen frech, nassforsch und etwas übertriebenermaßen an die Namensgebung gehen.

Eine Namensnennung ist auch immer ein Stück Selbstbild. Am Ende verendet man im schuggerblues? Oh Gott. „Ich war schon ganz meschugger!“, würde ich irgendwann zu meinen Enkeln sagen! Ich kann ja schlecht schreiben: Hey, cool, ich spiel bei euch mit, aber den Namen müsst Ihr schon abändern, sonst ist´s Essig! Scheiß-Demokratie: Es gilt das Mehrheitsprinzip. Ich müsste mich beugen! Niemals! Oder? Also: Lieber nicht bewerben, wenn der Name Programm…..ich bin lieber still!

Allerdings: Schon eine Anzeige weiter nennt sich die Band „the huuts and friends„, okay, ich hab vermutlich den Witz dabei nicht verstanden! Vielleicht ist es ein interner Witz. Ich gehe jetzt fest davon aus, man muss hier mal so eine Art Workshop öffentlich feilbieten: „How to name a band“ oder -noch besser- „how to not name a band“ (gutes Englisch, oder?).

446/11: Kleinanzeigen: Die Selbstbeschreibung des Tages

Die Bassgitarre wird von Peter Winter (* Name geändert) gespielt. Sein Bassspiel zeichnet sich durch häufige Slap- und Funkeinlagen aus. Die große Kunst in dem Bassspiel liegt jedoch darin, in einer drei Mann Combo den treibenden Bass nicht zu verlieren. Dieses meistern die drei …..Bandname…. jedoch perfekt. Die Songs sind sehr treibend und größtenteils sogar tanzbar. Das Schlagzeug wird seit 01/2009 von Mario Bumsbass (* Name geändert) besetzt. Sein Stil sind treibende Rhythmen, die häufig über die großen Standtoms realisiert werden. In den Drumparts werden häufig Doublebasseinlagen gespielt, die den Schlagzeugsound noch treibender und aggressiver machen. Das Schlagzeugspiel nimmt Anleihen an den großen Bands der 70 Jahre, wie Kiss, Led Zeppelin, Deep Purple.  Nach bisher sechs Jahren hat die Band leider nicht mehr als 20 Vorstellungen gespielt, was aber an der Tatsache liegt, dass sich kein passender Schlagzeuger finden ließ, der denselben musikalischen Anspruch wie der Rest der Band hatte. Nach langem Rumprobieren wurde dann jedoch der jetzige Drummer gefunden und spielt seitdem das Set.“ (aus einem myspace-Profil der inzwischen aufgelösten Band)

431/11: Kleinanzeigen: Die Kleinanzeige des Tages beinhaltet eine versehentliche Stilblüte…

Diese Bemerkung konnte ich mir heute bei facebook nicht verkneifen.

Screenshot @facebook: Über eine Kleinanzeige

Screenshot @facebook: Über eine Kleinanzeige

Der Band allerdings wünsche ich viel Glück, dass sie einen Schlagzeuger findet. Aber jetzt mal ehrlich: myspace lässt sich wirklich kaum noch vernünftig benützen!

430/11: Kleinanzeigen: Eine Querprüfung der auflaufenden Sonderangebote, Schnäppchen und Realita!

Wisst Ihr, was ein „Hümmelchen“ ist? Eine leise klingende Sackpfeife, kein Dudelsack (Quelle: hier) – Aus einem Anzeigentext: „Du solltest zwischen 25 und 45 sein und dich mit eigenen Ideen einbringen können. Unser Bandraum ist beim S und U-Bahnhof Westhafen.“ (Sängerin gesucht, Sinnfrage: Was ist, wenn sie 47 ist? K.O.-Kriterium?)

Nein, das Angebot ist wieder mannigfaltig. Es tummeln sich unglaublich viele Leute herum. Interessant: Immer wieder, wenn ich selbst die Anzeigen durchstöbere, treffe ich auf alte Bekannte! Sind diese Leute einfach „Dauerbrenner“ in puncto Kleinanzeigen, wo sie sich herumtummeln, oder sind sie gerade wie ich selbst erneut auf der Suche nach „Musikermenschenmaterial“, aber brauchbarem?

Angenehm fällt mir sofort das Klezmer-Quartett „Ale Brider“ aus Berlin-Steglitz auf. Sie suchen für ihre tolle Musik Auftrittsgelegenheiten und das gebe ich gern weiter. Schaut doch mal auf den myspace-Account der „Brüder“, ich kann jiddisch nicht, vermute aber, es soll „alle Brüder“ bedeuten? Vielleicht bekomme ich irgendwann ePost und man sagt es mir. Ich will nicht doof sterben. Hier der Link: myspace-Profil – Spitzenklasse aber ist das folgende…

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414/11: Musikeranzeigen: Die Kleinanzeige des Tages ist mega-hammermäßig-cool! Oder?

Diese Anzeige ist heute die Anzeige des Tages, ohne Zweifel, lest selbst:

Hallo, ich suche für ein Casting ca. Ende März, zwei Frauen, mit denen ich sozusagen eine Gruppe aufbauen möchte. Da ich in Berlin wohne, darf es nicht davon weiter weg sein, höchstens Brandenburg. Bevor kein Erfolg da ist, ist meist auch kein Geld da. Trotzdem möchte ich dafür schon Geld zahlen, darüber muss man reden. es ist POP, aber nicht flach, Klavier, mit zwei Sängerinnen und mir. Dankeschön an die, die sich mutig gemeldet haben. Aber bitte nur Frauen mit Mumm, keine Pflaumen ohne Pepp. (und nochwas, ein bißchen geil müsst ihr schon aussehen, das soll ins Fernsehen gehen und da muss man schon ein bißchen nach was aussehen).“

Und? Sonst alles klar, Leute?

405/11: Kleinanzeigen: Die Anzeigenformulierung des Tages!

Die Musikrichtung kann unter der ehemaligen Seite www.myspace/abgeändert eingesehen werden. (Kleinanzeigentext, Quelle: ebay Kleinanzeigen)

Fragen, die ich mir notiert habe dazu

  1. Wie schaut man eigentlich „unter eine Website“?
  2. Wie kann man auf einer ehemaligen Website nachsehen? Ist sie noch archiviert?
  3. Muss man Musikrichtungen einsehen? Oder hört man sie sich besser an? Bzw. was passiert, wenn man die Musikrichtung nicht einsieht?

Wenn er anruft, bin ich gewappnet. Ich habe ihm allerdings keine Email geschrieben, sie kann unter der ehemaligen Kleinanzeige von ihm eingesehen werden.

402/11: Kleinanzeigen: Die wunderbare Welt der Kleinanzeigen und alles, was so anliegt derzeit!

Die hier bedienbaren Hyperlinks verfallen, wenn die inserierten Anzeigen wegfallen. Insofern hat dieser Artikel ein Verfalldatum, das sich aus mehreren anderen zusammensetzt.

Ich begebe mich guerillatechnisch in die wunderbare Welt der Musiker-Kleinanzeigen. Das habe ich früher bereits ausgiebig getan und davon immer wieder berichtet. Wie viele saugute Witze haben sich allein aus dem Studium der Kleinanzeigen ergeben. Und auch Ernsthaftes. Einen Bassisten fand ich letztes Jahr via Kleinanzeige, der ist wirklich gut, und ich habe mit ihm inzwischen vielfach gespielt und halte ihn für einen Großartigen. Basstechnisch gesehen.

Ansonsten habe ich ein Vorurteil, das heißt: Die Guten inserieren eher nicht. Wer inseriert, sucht via Wort und nicht via Tat. Ob das stimmt? Eine verallgemeinernde Erkenntnis darüber habe ich nicht und ich will auch nicht pauschalisieren. Was ich heute so bei den Kleinanzeigen gesehen habe, da mal ein kurzer Ausflug hin in die Ödnis der Getexteten.

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209/10: SängerIn gesucht? Ein Erfahrungsbericht aus der Berliner Musikszene

Nein, ohne Quatsch: Die Aktion SängerIn gesucht? via blackbirds.tv ist inhaltlich abgelaufen. Alle älteren Beiträge diesbezüglich wurden daher markiert, wie Hunde etwas markieren, dem sie größere Aufmerksamkeit widmeten. Die Artikel tragen jetzt folgendes Banner:

Banner Artikel abgelaufen

Es ist jetzt die richtige Zeit für einen rückwärts gerichteten, festen Blick. Sich in Gedanken noch einmal bei den vielen Sängern und Sängerinnen zu bedanken, die sich voller Emphase an uns wandten und uns ihr sängerisches Können unter Beweis stellten. Dank auch an diejenigen, die nicht gekommen sind, obwohl wir stets korrekt verabredet waren.

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108/10: Kleinanzeigen: Sie ist Gothic Model und sie würde es gern mit dir machen….

Ausriss (Screenshot) einer Kleinanzeige

Ein gutes Angebot. Fotografen aufgepasst: Sie würde es gern mit dir machen! Dort bitte direkt melden bei Bedarf. Entsprechende Anfragen an uns werden nicht weitergeleitet…

107/10: SängerIn gesucht? Es wird eine dritte Meinung eingeholt, von Außenstehenden

Ich habe von Musik wenig Ahnung, kann gerade mal Noten lesen und probiere mich am Blasen auf meinem Horn.“ (Freundin Susi Sorglos auf meine Frage per Email hin, ob sie sich bestimmte Aufnahmen anhören würde und mir ihre Meinung zu einem von uns angetesteten Sänger sagen würde)
Diese einleitende Bemerkung auf das nun Folgende allerdings führt in die Irre. Denn unsere Freundin analysiert nun vortrefflich und genau so, wie wir es uns gewünscht haben.

93/10: Kleinanzeigen: Leute, die Mucke machen, Leute, die geil aussehen…so richtig charismatisch!

ich bin eine großartige sau, auf mich ist verlass, ich singe euch die geilsten sachen herbei wenn ihr dem flow zeit und raum lasst. außerdem hab ich stil und sehe auch noch verflucht gut aus dabei.“ (Zitat aus einer Kleinanzeige)

Auf die hier angehängte Kleinanzeige hatten wir lieber nicht geantwortet. Sie war ein bisschen verwirrend formuliert. Allerdings: Er sieht geil aus, singt die geilsten Sachen und sieht auch noch verflucht gut aus dabei. Ein Foto war nicht mit hochgeladen: das wäre möglich gewesen.

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89/10: Kleinanzeigen: Sie sah, kam nicht und siegte auch nicht, sie verlor…

Die Sache war geritzt: sie hatte sich auf eine Kleinanzeige hin gemeldet, sie hat das Zeugs gehört, das wir ihr per Internetlink zugeschickt haben. Und nun ist sie heute, am Mittwochabend, mit uns verabredet gewesen. Das war’s. Sie ist nicht gekommen.

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87/10: SängerIn gesucht? – Es ist Luft in den Wolken, und genug Platz zum Singen (Teil 4)

Die vielleicht größte Kleinanzeige der Welt: SängerIn gesucht? Eine Fortsetzungsgeschichte in bislang vier Teilen!

Die Sache mit der SängerIn-Suche via Internetz kommt jetzt richtig in Schwung. Schon sind die ersten Meldungen von Sängern und Sängerinnen da und ob diese auch vielversprechend sind? Who knows. Jedenfalls macht das Mut. Wir sind auf dem richtigen Weg Richtung Euphoria. Gestern Abend hat dieser „scheiß gute“ Götz Alsmann (das ist der mit der NoGo-Frisur aus Münster, Fernsehmoderator, Pianist, Multiinstrumentalist) illustre Gäste im ZDF begrüßt. Er ist schon ein kleines musikalisches Weltwunder, dieser Götz Alsmann und beeindruckt einen immer wieder.

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83/10: Kleinanzeigen: SängerIn gesucht? No problem, aber über wat soll man denn singen? (Teil 3)

Plädoyer für ein freies, xtraordinäres Spiel der Kräfte!

In Teil 1 (Beitrag 79/10) und Teil 2 (Beitrag 80/10) -beide heute veröffentlicht- hatten wir bereits deutlich zu machen versucht, worüber Männlein und Weiblein singen sollen können, wenn sie nur könnten wollten. Aus der erlesenen Kammer des musikalischen Schreckens erreichte uns ein weiterer Beitrag der „fantastischen Vier“, die rumgejammt haben und sich nichts sehnlicher wünschen, als eine/n ernstzunehmende(n) Sänger(in). Oder auch zwei, die sich „Bälle zuwerfen“, sich ergänzen usw….

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80/10: Kleinanzeigen: SängerIn gesucht? – Do da Funk…and do da riddim (Teil 2)

Während Soundbeispiel 1 (Beitrag 79/10) eher von der etwas ruhigen Fraktion ist, ist in Beispiel Nr. 2 eine gewisse Portion Funk herauszuhören, und das noch nicht mal zu knapp. Wer hier jetzt das erste Mal auf dieser Website oder schlicht nur diesen Artikel gelesen hat, ahnt: Es gibt eine Vorgeschichte. Siehe dazu unter „Weiterführend“ am Ende dieses Beitrags.  Hört selbst und überlegt, ob ihr selbst so jemand seid, der einer derart „krassen“ Soundkulisse etwas entgegen zu setzen hätte oder sie sogar zu ganz neuen Ufern führen könnte?

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79/10: Kleinanzeigen: SängerIn gesucht? Ein schwieriges Unterfangen…bisweilen richtig ätzend (Teil 1)

Ich hab im Moment echt viel zu tun. Ich melde mich später!“ (aus einer Email einer Sängerin)

Ach ja, seufz. Das ist echt ätzend. blackbirds.tv hatte ja schon vor dem großen Website-Relaunch (der Anfang Januar stattfand) von der „wunderbaren Welt der Kleinanzeigen“ ausgiebig berichtet. Gab viele Fans dieser Reihe, die aus voller Brust zustimmen mochten. Wer Kleinanzeigen liest, kriegt krauses Haar, ein Grund, warum eine alte Release (Ausgabe) der famous, xtraordinary blackbirds.tv (eine Coverband mit anarchischem Zuschnitt) stets mit schwarzen Kunsthaar-Afroperücken auftrat.

Nicht alle allerdings: Wenn’s zu heiß war bei einem Auftritt, trennte sich die Spreu vom Weizen. Olaf, Schlagzeuger von Second Live, kann da zitiert werden: „Auf der Bühne erkennt man die wahren Steher“, sagt er und meint diejenigen, die bei jedem Wetter die Perücke konsequent tragen. Die Perücke tragen, das ist ein Statement, ein Bekenntnis. Sänger und Sängerinnen zu suchen: ein Scheißjob! Ehrlich. Doch jetzt gibt es eine Lösung, die das Ergebnis konsequenten Nachdenkens ist. Und Erfahrungen geschuldet ist, von denen wir weiter unten berichten. Zuerst einmal zum Kern dieses Beitrags.

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