1643/18: Video: „In meinem Leben“ – performed von Nena

Plattenhülle von "Rette mich" - NENA

Plattenhülle von „Rette mich“ – NENA (1984)


Nena – In meinem Leben (live)

„Man wird nicht alt, weil man eine gewisse Anzahl Jahr gelebt hat, man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt.“ (Nena)

In meinem Leben
Bin ich oft geflogen
Bin ich tief gefallen
Und manchmal auch ertrunken
Ich hab gewonnen
Und ich hab verloren
Und ich bin gestorben
Und wieder neu geboren
Ich hab gegeben
Und ich hab genommen
Und wir haben uns gefunden
Und wir sind so weit gekommen
Ich bin mir nah
Und immer wieder fremd
Das hat was von Alleinsein
Und das mich keiner kennt
Ich will nicht arm sein
Und Geld macht mich nicht reich
Manchmal ist Leben schwer
Und meistens finde ich’s leicht
Ich hab geweint
Und ich hab gelacht
Und endlich rausgefunden
Was mich schöner macht
Ich hab getrunken
Und ich hab geraucht
Und ich hab meine Kräfte
Komplett aufgebraucht
Und wenn ich wieder
Auf die Beine komme
Ist immer wieder Leben
Ist immer wieder Sonne
Und hier bist du hältst meine Hand und lachst
Weil du mich besser kennst als ich
Ich bin verliebt in dich
Mein Leben will
Ich mir nicht vorstellen ohne dich
In meinem Leben
Bin ich oft geflogen
Ich hab auch schon gelogen
Und dich und mich betrogen
Ich flog hinauf zum Himmel
Ich hab geliebt und war davon betrunken
Ich flog hinauf zum Himmel
Und bin ganz tief gesunken
Ich lass mich hängen
Und steh‘ dann wieder auf
Ich leb‘ so gesund
Und Drogen nehm‘ ich auch
Ich zähl‘ die Jahre
Und ich zähl‘ sie nicht
Ich steh‘ im Dunkeln
Und ich mag das Licht
Und hier bist du hältst meine Hand und lachst
Weil du mich besser kennst als ich
Ich bin verliebt in dich
Mein Leben will
Ich mir nicht vorstellen ohne dich
Ich liebe manche Menschen
Und manche lieben mich
Und die, die mich nicht lieben
Die vermisse ich nicht
Ich liebe meine Kinder
Und ich liebe dich
Und manchmal fühl‘ ich gar nichts
Dann fühl‘ ich nicht mal mich
Ich wünsch‘ mir Frieden
Und Gelassenheit
Ein Herz das immer warm ist
Ich bin noch nicht so weit
Und Freiheit tut mir gut
Ich tuh‘ mir manchmal weh
Ich fühl‘ mich stark auch wenn ich gerade, nicht so gerade steh
Meine Angst vorm Sterben
Verwandelt sich in Luft
Löst sich langsam auf, weil mich das Leben ruft
Und hier bist du, hältst meine Hand und lachst
Weil du mich besser kennst als ich
Ich bin verliebt in dich
Mein Leben will ich mir nicht vorstellen ohne dich
Mit dir will ich weiter und ich folge dir
Und du nimmst immer auch von mir
Ich bin verliebt in dieses Leben und
Ich bleib noch mal so lange hier
Bei dir
Ich bleib noch mal so lange hier
Bei dir
Songwriter: Nena Kerner (2009)
© Warner/Chappell Music, Inc

..

Nena ist DIE in Deutschland relevante Frau im musikalischen Zeitstrahl von 1980 bis heute.

In einem berührenden, gefühlsoffenen Moment ihres Lebens gibt sie uns diesen Song „In meinem Leben“. Und Wahnsinn, wie schön. Wie retrospektiv, wie fair. Ohne Bitternis und warum auch?,  schaut Nena auf ihr Leben zurück, auf ihre verschiedenen Männer, nicht auf alle, deucht mir, auf die Väter ihrer Kinder, auf alle wichtigen Gesichtspunkte ihres Lebens und auf ihre Musiker.

Es ist heute so ein Tag, das kann man nicht erklären. Mir ist einfach nach diesem Song. Ich muss ihn einfach einmal als Lied des Tages hier auf blackbirds.tv präsentieren. Am 24. März hat Nena Geburtstag.

Schließlich liebe ich Nena schon ganz lange. Aber Nina Hagen liebe ich noch mehr. Ätschebätsche.

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  • Die deutsche Traumfrau 😉 – und Ja, dazu müsste ich das Copyright von Jim Rakete, dem gottesgleichen deutschen Fotografen schlechthin verletzen, und deswegen kann ich das Foto nicht zeigen. Aber wenn mir Jim das eines Tages erlaubt, werde ich es nachreichen, versprochen. Ich treff ihn nur so selten, inzwischen.
  • Schüttelt den Baum – Shakin the Tree 

1642/18: Video: A Capella macht glücklich – Les Brünettes sind quasi die Töchter Mannheims, vom Jazzgesangsstudium her…

The Beatles Your Mother Should Know (gif)

Du, Bitch? – I’m A Joker, I’m A Smoker, I’m A Midnight Toker… (Steve Miller Band, The Joker) – Große Namen: Herbolzheimer, Neigel, Pellegrini, Brousset

Frauen haben ja einen Stein im Brett bei mir. Ich weiß auch nicht, warum. Wahrscheinlich, weil sie die besseren Sängerinnen sind. Ihre CD Les Brünettes – The Beatles Close Up wurde in den Abbey Road Studios in London aufgenommen. Natürlich nicht an den Mikrofonen, in die die Beatles hineingehaucht haben, wie das unten verlinkte ZDF-Kurzporträt keck behauptet. Sondern in diesem legendären Studio.

Sie beherrschen das Kazoo. Sie singen Satzgesang, fehlerfrei, frank und frei, allergrößte Melodei: Und sie gratulieren einer zu Unrecht verhassten Yoko Ono zum Geburtstag, die wie alle Beatles-Ehefrauen lebenslang viel Ungemach über sich hereinbrechen hat kommen sehen und sie haben die Fab Four auf ihre Veranstaltungsfahnen geschrieben.

Heute das Lied des Tages:

Yes, I’m A witch, Bitch! – Man muss das einfach lieben, hört mal rein.

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1641/18: Video: Ich und das Glück, Männersongs, Oden an die Frauen, zwei Sonnen und der celebrale Liebeslappen von Zirk Döllner

Seitentrenner: Interview


DIRK ZÖLLNER IM GLÜCK

Am 02.04.2017 veröffentlicht
Dirk Zöllner mal anders, ohne Bläser mit Texten von DDR-Kult-Texter Werner Karma.
Ein Gespräch mit Jürgen Jürgens.

Dirk Zöllner machte Silly Konkurrenz, aber so ist es auch nicht ganz richtig. Manche sahen es von außen so. Weil Zöllner die Brücke zu Werner Karma schlägt und sagt, dass die Gruppe Silly ohne die Texte von Karma nur halb Silly ist. Das kann all denjenigen nicht gefallen, die auch für Veränderungen stehen und welche versuchen. So wie bspw. Anna Loos, die sich jetzt mehr an Texten versucht, indem der Einfluss von Werner Karma zurückgedrängt ist.

Darüber ob das richtig oder falsch ist, kann man hier sowieso nicht urteilen. Ich persönlich finde die Band Silly auch weiterhin in hohem Maße ansehnlich und überaus anhörenswert. Aber es ist ganz unabhängig davon absolut richtig, dass die Texte von Werner Karma etwas ganz besonderes in Lyrik-Deutschland darstellen.

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1640/18: Video: Hot Patootie – performed by ‚The Fly‘

Rocky Horror Picture Show (gif)


Sven Fliege mit „Hot Patootie“ im Tischkunstkombinat Köpenick

Im TischKunstKombinat präsentiert Dirk Zöllner Sänger und Sängerinnen, die ihm irgendwo über den Weg gelaufen sind und aufhorchen ließen. Gemeinsam mit Musikern seiner Band DIE ZÖLLNER und persönlichen Freunden trifft er sich zum Essen und Trinken am heimischen Wohnzimmertisch in Berlin-Köpenick. Die Lieder der Gäste sind Grundlage einer Musiksession, die in Bild und Ton mitgeschnitten wird. Diesmal waren dabei: Der Musicaldarsteller Sven Fliege, begleitet von André Gensicke am Keyboard, Oliver Klemp am Bass, Martin Goldenbaum und Dirk Zöllner an den Gitarren, Marcus Gorstein am Cajon und Alex Spree an der Klarinette. Die Tonaufnahmen und die Mischung machte Marcel Wicher, die Bilder kommen von Johanna Bergmann und Sven Nordmann. Für Essen und Trinken sorgte wie immer Jens Schliwa.

Der äußerst dicke Eddi – seinerzeit im Original Meat Loaf, der amerikanische, Fleisch gewordene Klops – kommt mit einer äußerst dicken Wuchtbrumme, wahrscheinlich einer Harley Davidson hereingebrettert in die illustre Runde von Riff Raff, dem schrägen Hausdiener, Magenta (vor ihrer Anstellung bei der Telekom) und Frank’nFurter (Tim Curry), dem Obertransvester. Hier im Video ist es die gelbe Schwalbe aus Dirk & das Glück. Sie wird gelenkt von dem – the! – Zöllner und führe hier niemals nicht durch dicke zuckerwattewollene Wischen-Wände. Ansonsten kaum noch Winkehände, auch wird Reis nicht geworfen, wenn der Sänger auf den Tisch steigt und die Rocky-Horror-Picture-Show zelebriert. Diesen Film, wo Susan Sarandon in Unterwäsche hergenommen wird und Brad entmutigt zum Statisten degradiert wird. Im Film wird Eddi später mit einem elektrischen Küchenmesser vom Hausherr filetiert. Am Ende dieser ungewöhnlich kurzen musikalischen Geschichte hier leckt eine Magenta am deutlich schlankeren Eddi und küsst ihn. Er aber ist selig. Sie wiederum eine Zöllnerin als Vamp.

Sprache

  • Deutsch
    Muttersprache
  • Englisch
    fließend
  • Berlinerisch
    perfekt
  • Sächsisch
    sehr gut

Das Leben kann so schön sein. Barbara, die Internetikone sagt: „Das Kleben ist schön.“ Wir fügen hinzu. So ein Tabledance ist es aber auch. Fein gemacht, Sven Fliege!

Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv. Viel Spaß.

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1638/18: Nachruf: Heinz Jakob „Coco“ Schumann (* 14. Mai 1924 in Berlin; † 28. Januar 2018 ebenda) deutscher Jazzmusiker und Gitarrist

Ein kleiner Mann, der mit seiner Gitarre auf dem Sofa saß und ein Stück namens „Sauerkraut“ spielte. Auch „Sauerkraut“ hieß eigentlich nicht „Sauerkraut“, sondern „St. Louis Blues“. Darüber konnte Coco noch mit 88 Jahren lachen, wenn man bei ihm Kaffee trank und Kuchen aß. Mit 15 hatte Coco „Sauerkraut“ zum ersten Mal gespielt, im Delphi in Berlin am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Den „St. Louis Blues“ hätten sie als „Entartete Musik“ nicht spielen dürfen, es war schließlich Jazz. Für die Gestapo und die Reichsmusikkammer war „Sauerkraut“ ein deutscher Schlager.

Was lässt sich über diesen Mann noch sagen, was nicht irgendwo schon mal gestanden hätte?

Sauerkraut? Was sonst. Deutsche, spielen Jazz, Krauts eben. So waren auch noch in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts the Germans genannt worden. Sauerkraut. Heute kann es schon mal sein, dass Bands wie Kraftwerk bei den Grammy-Awards – wie jetzt aktuell 2018 – ausgezeichnet werden. Erst isst man es. Dann wird man es. Ansonsten aber, und das muss man ja beklagen, waren die Anleihen im Jazz nachge-Äff-Äff-Äfft.

So in etwa, wie ein Foxterrier bellt, wenn er Fred heißt und in Berlin wohnt bzw. lebt.

Coco Schumann – lived in Berlin in those yesterdays, here, there and everywhere – vielleicht so nen Typ wie der Django Reinhardt, hatte mehr Finger. Und wurde deutlich älter. Klar: Man kann die beiden eigentlich nicht vergleichen. Und wird auch den Hazy Osterwald nicht hinzupacken können.

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1637/18: Video: Benjamin von Stuckrad-Barre im Gespräch mit Udo Lindenberg


„Stuckrads Homestory“ | Udo Lindenberg | Sendung

In der Auftaktfolge von „Stuckrads Homestory“ trifft er Udo Lindenberg. Der Rocker empfängt in Berlin: im Olympiastadion, wo er 2015 Konzerte gibt. Das Publikum will vom ausgewiesenen Udo-Lindenberg-Fan und -Vertrauten wissen: Wessen Beine sind dünner – Karl Lagerfelds, Udo Lindenbergs oder die. Von A wie Alkohol bis Z wie Zigarre – Udo Lindenberg spricht über sein neues Buch und erklärt, warum er immer Eierlikör säuft.

Die Sendung dürfte am 16.10.2014 ausgestrahlt worden sein.

1631/17: Video: Triosence ft. Sara Gazarek – When Christmas comes around #Tageslied


Triosence ft. Sara Gazarek – When Christmas Comes Around

„When Christmas Comes Around“ ist ein von Triosence selbst geschriebener Weihnachtssong. Aufgenommen wurde er mit der amerikanischen Sängerin Sara Gazarek, die auch auf Triosence‘ neuem Album „Where Time Stands Still“ zu hören ist. „When Christmas Comes Around“ ist nicht auf dem Album enthalten und erscheint nun als Single. Auf der Single befinden sich noch drei weitere neue Songs („Only Friends“, „Only One Evening“ & „Mimi’s Postcard“). Bernhard Schüler (Piano) Ingo Senst (Bass) Stephan Emig (Drums) Sara Gazarek (Voice) Musik: Bernhard R. Schüler Ein Video von Andrea Kühne & Benjamin Viethen, ausgezeichnet mit dem Dr. Hans Hoch Medienpreis 2012 sowie dem Medienpreis der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein in der Kategorie „3D-Animation/Motion Graphics“. (Klappentext zum Video, aus dem Jahre 2010)

Nu iss ja Weihnachten vorbei. Und überhaupt: Man sagt dem Jazz inzwischen eine gewisse Zeitenlosigkeit nach. Das schärft den Blick für die wesentlichen Aufgaben, die vor uns liegen. Bis 31.12. wird die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook 25.000 Mitglieder haben, soviel ist sicher. Weihnachten wurde überstanden, und gleichwohl haben die Menschen die Früchte ihrer Süchte geerntet. Erst hat man es ausgelebt, dann haben sie ausgelebt. Leberzirrhose, hoher Blutdruck, Nikotinabusus, weswegen viele namhafte Musiker nur 65 oder weniger wurden. Wer weiß das Geheimrezept zum länger Leben der Kurden? Vögelfutter: Zubereitung eines Essens, mit dem ein Koch die Absicht ins Kalkül zieht, sie so sehr zu becircen, dass sie nun wiederum nicht anders kann. Danach. – Vogelfutter ist Pickware. Vögelfutter hingegen…

Jetzt erst können wir also bedenkenlos solche Lieder nochmals abnudeln. Ein sehr anhörbares Stück Weihnachten. Apropos Nudeln: Die Leibspeise vieler Musiker in Gruppenformationen ist wohl auch 2017 noch immer aus Erträgnisgründen Bandnudeln gewesen.

1630/17: Video: Spielman in Bad Company – The Surest Way To Die (Live im Columbia Theater, Berlin)


Spielman in Bad Company – The Surest Way To Die (Live im Columbia Theater, Berlin)

 

Am 20.12.2017 veröffentlicht
Sweet Songs For The Dying — CD: http://amzn.to/2pciYnO Sweet Songs For The Dying — Amazon.de: http://amzn.to/2qKJiX2 Sweet Songs For The Dying — iTunes: http://apple.co/2m8zu7Z Sweet Songs For The Dying — Spotify: http://spoti.fi/2q5QsJm Sweet Songs For The Dying — Deezer: http://bit.ly/2qGzvCf Im November 2017 hat unser Freund Andreas Kümmert Spielman In Bad Company als Support Act mit auf seine Tour genommen. Im Columbia Theater in Berlin haben wir dieses Video gedreht. Viel Spaß damit! Sweet Songs For The Dying! Label: contact@urbantreemusic.de Press: daniela.siemon@der-promotor.de Artwork: Arne Teubel (Die Kommune) Booking: Felix Hackmann – felix@fourartists.com Supported by: Audio Technica (Urban Tree Music / Believe Digital) Ron Spielman / Gitarre & Gesang Joh Weisgerber / Bass Uwe Breunig / Schlagzeug Werner Goldbach / Keyboards Video: Urban Tree Media Grafik: Arne Teubel von Die Kommune
Ansehen, hören, staunen.
Begreifen.

1629/17: Video: Himmel voller Geigen – Robert Gläser

Arschgeige

Arschgeige


Robert Gläser – Himmel voller Geigen (Offizielles Video)

Am 24.12.2017 veröffentlicht
It’s only Rock’nRoll!

Liebe Fans, Freunde/innen, zum Fest der Liebe, gibt es ein neues Trash Video aus dem 2018 erscheinenden neuen Album von Robert Gläser!
It’s only Rock’nRoll!
www.robertglaeser.de
Robert B bedankt sich herzlich bei:
Nino Zuunami, Dominika Diaz Alonso, Stefan Henning, Dave Anania, Thomas Wolfram, Mathias Künder, Frank Engelmann, Julia Kielpinski, Takis Mitsidis, Simon Allert, Big Joe Stolle, Jörg Weisselberg, Ryan Hoyle, Daniel Hassbecker, Jonas Fehrenberg und Marie Antoinette Berlin!

Weiterführend

* Stille Nacht, heiliger Bimmbamm: In dieser Nacht

1627/17: Video: Jeff Buckley hat den Song auch nicht besser gekonnt, aber das war viel, viel besser als von Cohen! Volle Kanne Buskohl!

Yvonne Ambrée, Quasimodo (mit Power Unit) - 03. April 2010

Yvonne Ambrée, Quasimodo (mit Power Unit) – 03. April 2010


Ape. ‚2001: A Space Odyssey‘ / Dawn of man

But you don’t really care for music, do you?
It goes like this, the fourth, the fifth
The minor fall, the major lift
The baffled king composing hallelujah

Operation Bildungslücke: Ich habe vom Daniel Cohn-Bendit nicht viel gewusst, Zeit meines Lebens, und ganz zu schweigen von Leonard Cohen.

Allenfalls was Cohen über Suzanne sang, aber das war mir zu weichspülerisch. Dann sah ich sie, im Jahre 2010, sie performte mit einer Band namens Power Unit, in der auch die großartigsten Bläser der Stadt ins Horn tuten. So stand sie vor mir, wie im obigen Foto zu sehen ist, und ich verschoss mich gelinde gesagt in ihren Unterarm. Under her arm, she got it under her skin, drauf ein Satz gepikert: „The baffled king composing halleluja.“ Es riss mich, und zwar hin. Ich habe ihr dafür einen Artikel geschrieben, der meine Erinnerungen für immer mit ihr verbindet und noch heute weiß ich, wo ich sie weltweit finden kann, wenn mir danach ist. Yvonne muss man sich in der Dimension vom Cohen denken. First they took Brooklyn, NY, but then they Take Berlin. Danke, Yvonne, das habe ich verstanden.

Danke, Yvonne, für die Erinnerungen. Früher ist sie auch mit eigenen Stücken in Deutschland viel aufgetreten, das ist viel weniger geworden, seit sie übern Teich watete: Y. walking on the water.

Einer, von dem ich auch ganz große Stücke halte, sagt man das so?, ist Max Buskohl. Das hat aber eigentlich weniger mit seinen Eltern zu tun, zu denen väterlicherseits einer der umwerfensten Gitarristen Deutschlands weltweit gehört: Carl Carlton. Der Mann ist für mich ein deutscher Inbegriff für einen undeutschen, ja kosmopolitischen musikalischen Weltbürger Deutschlands. Mit einer Dependance auf Malta. Vielleicht ein Musikmalteser?

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1626/17: Video: Lenard Streicher – Heut Nacht (Official Video)


Lenard Streicher – Heut Nacht (Official Video)

Lenard Streicher – Heut Nacht (Official Video) mit Antje Rietz Album „Rockabilly Baby“ https://www.facebook.com/lenard.strei… http://www.amazon.de/Rockabilly-Baby-…

Jahrgang 1966, in Berlin geboren.
Spielt ab dem 5. Lebensjahr Klavier und dem 12. Lebensjahr Gitarre.
Mit 13 Jahren erste Band The Creepers. Erste eigene Songs entstehen.

(Aus: Vita, Homepage Lenard Streicher, hier)

Küss mich nochmal, bevor Du gehst. Heut Nacht. – Sag mal, renovieren die jetzt etwa das Yorckschlösschen? – Wieso das denn? Das wär doch der Tod des Ambientes, oder? – Na, ich hab gelesen, die haben jetzt nen Streicher da?

Lenard Streicher hat mit Antje Rietz auf seinem Album „Rockabilly Baby“ darüber nochmal ganz anders nachgedacht.

Das Lied des Tages auf blackbirds.tv

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1625/17: Video: B3 – Shir’s Dream (Official Music Video) – Das Lied des Tages auf blackbirds.tv

Serie: B3 Live @A-Trane 06.05.16

Serie: B3 Live @A-Trane 06.05.16


B3 – Shir’s Dream (Official Music Video)

Download B3’s new album on iTunes: https://itunes.apple.com/de/album/get… Facebook: http://www.facebook.com/B3Berlin, Website: http://www.b3-berlin.com b3 is: Andreas Hommelsheim (Hammond B3, keys) Ron Spielman (voc, g) Chris Krauss (b) Lutz Halfter (dr) Film by GoodBY Production http://www.facebook.com/goodbyproduction © 2017 Blackbird Music http://www.blackbird-music.de

Sommer, Sonne, Strand. Big Big Karibik!

Pferde reiten. Shir’s Dream ist dabei der Tochter von Andreas Hommelsheim gewidmet.

Am Ende des Videos geht es zurück nach Berlin zu einem Auftritt im A-Trane.

Limitiert bis zum 22.12.17 kann man im Shop der Band drei CDs der Band erwerben für 29,95 €.

Ist denn schon Weihnachten? – Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv

Weiterführend

 

1624/17: Video: Investigatives Geheimvideo vom Making of von Anna-Marlenes Tagträumen #behindthescenes

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Anna-Marlene Tagtraum MAKING OF 2 von 5

 

Am 10.12.2017 veröffentlicht

Jeden Sonntag eine neue Folge vom Making of des Debütalbums Tagtraum
Das ganze Album gibt es hier zu hören/streamen/kaufen:
itunes: https://itunes.apple.com/de/album/tag…
Spotify: http://bit.ly/tagtraumspotify
Und für alle, die dazu gerne was in der Hand haben:
http://bit.ly/tagtraumamazon

Folgt mir hier:
https://www.facebook.com/anna.marlene…
http://anna-marlene.de/
http://www.instagram.com/kunstpop_anna_m

(Freiwillige Pflichtangaben eines höflichen Berichterstatters. Quelle: The One & Only AnnaMarlene, auf Youtube)

Wenn diese drei Kammerzofen des guten Gesangs mit Anna-Marlene an den Tagträumen der Sängerin arbeiten, kommt dabei das hier heraus.

Ein lustiges, quirliges behind the scenes, wie Tonträger entstehen. Oft hört man während des Prozesses der Musikwerdung ja gar nicht gleich, dass dabei was Großartiges herauskommt.

Stu-Stu-Studio, ohohhh! Viel Spaß.

(Danke, Ulrike Weidemüller)

1623/17: Video: Robert Gläser plaudert aus dem Nähkästchen seiner musikalischen Genesis

Banner Personen


Robert Gläser – Pressemappe virtuell

Infos & Tourdaten www.robertglaeser.de

Robert Gläser, Bassist, Songreiter, musikalischer Tausendsassa, plaudert aus dem Nähkästchen.

Er kann sich keine bessere Band wünschen.

Seine Phase bei der Münchener Autovermietung Six hat er nach 19 Jahren abgeschlossen, und das war Absicht.

Robert hat mal den besten Berliner Funkbass der Welt gespielt, auf dem Stück Rot von Die Zöllner.

1622/17: Video: Erdmöbel feat. Judith Holofernes – Von der „Hoffnungsmaschine“

This Machine Kills Fascists

This Machine Kills Fascists. (Quelle: Wikipedia, Gitarre von Woodie Guthrie Foto: 08.03.1943)

Gastbeitrag

Autor: Björn Casapietra

Etwas seltsames passiert gerade.

Bin durch Zufall auf diesen neuen Song, auf dieses Video gestoßen.

Eigentlich haben FB-Freunde von mir es gepostet um sich darüber lustig zu machen. „Fremdschämen“, „peinlich“, „wenn ZEIT-Redakteure singen“, „Gutmenschenlied“, „Lied der Dinkeldeutschen“ – all das war zu lesen.

Nun, da ist auf jedenfall was dran. Die Jungs von der Band Erdmöbel hätten ihre Pulloverauswahl bestimmt überdenken sollen.

Aber etwas anderes passiert mit mir. Nachdem ich zuerst auch so dachte, hat mich dieser Song so dermaßen in seinen Bann gezogen… ich weiß nicht, wann mir das zum letzten mal passiert ist. In den vergangenen Tagen hab ich dieses YouTube-Video unzählige Male aufgerufen. Gestern im Tourbus auf der Rückfahrt von unserem Konzert bestimmt alleine 8 mal. Und das erste was ich heute morgen nach dem Aufwachen tat, war nach diesem Video zu suchen und es anzuschauen.

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1621/17: Video: Chick Corea Trio @Tchaikovsky Hall „Spain“ 15.05.17 Moskau – Chinesen, Griechen, Spanier ….und 1.500 Moskowitzen!

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Chick Corea Trio @Tchaikovsky Hall „Spain“

Die Redewendung „Das kommt mir spanisch vor“ besagt, dass jemandem ein Sachverhalt unverständlich oder seltsam erscheint. Möglicherweise stammt sie aus der Zeit, als Karl V., der seit 1516 spanischer König war, 1519 auch deutscher Kaiser wurde. Das spanische Hofzeremoniell war bis dahin in Deutschland bzw. am deutschen Hof wenig bekannt und wurde zum Teil als unerhört empfunden. Im Simplicissimus findet sich folgender literarischer Beleg: »Bei diesem Herrn kam mir alles widerwärtig und fast spanisch vor …« Das spanische Gegenstück zu dieser Redewendung lautet »esto me suena a chino« – „das kommt mir chinesisch vor“, was aber seltener gebraucht wird als die deutsche Version. Zu finden ist auch die Variante »es como si me hablaran en chino«. Auf Englisch lautet der Spruch „That’s Greek to Me“ – „das kommt mir griechisch vor“. Allerdings meint man damit nicht, dass einem etwas eigenartig vorkommt, sondern, dass man gar nichts versteht (was eher dem deutschen „Ich versteh nur Bahnhof“ entspricht). Die englische Version stammt aus dem Mittelalter und wurde von William Shakespeare in The Tragedy of Julius Caesar verwendet: but those that understood him smiled at one another and shook their heads; but, for mine own part, it was Greek to me. (Auszug aus der Deutschen Wikipedia)

Ungespielte Bremsfreude.

Bzw. ungebremste Spielfreude.

Chick Corea bringt 1.500 Moskowitzen das orale Chorale bei. Niemandem kommt das spanisch vor. Bei der Gelegenheit räumen wir mit einem Fakebegriff auf: Bei Vegetariern handelt es sich nämlich nicht um Mooskauer, wie widerliche Fleischkäuer gern argwöhnen. Handelt es sich um Moskowitzen, so ist dies hingegen ein Kofferwort aus Moskauern und Musikerwitzen. Gute findet man übrigens hier auf facebook.

Wie man sieht, haben alle ihren Spaß. Ein Praliné der modernen Jazzmusik, hochästhetisch.

Ungeklärt indes bleibt folgendes:

Wie kommt es eigentlich den Russen vor, wenn es uns Deutschen spanisch….?

1619/17: Video: Alex Sebastian – Is it gone?

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Alex Sebastian – Is it gone

In Kooperation mit dem Pfälzer Comiczeichner Dennis Hauck, der auch für die fantastischen Sting Illustrated Comics verantwortlich war, entstand ein Comicvideo zum Thema des fortwährenden Suchens und Selbstverlierens in einer immer hektischer werdenden Welt. (schreibt Alex Sebastian hier)

Wir haben kürzlich bereits ein anderes Stück von Alex Sebastian hier veröffentlicht und dazu eine kleine Geschichte aus Übersee (Amerika) erzählt. Der Song ist wahrlich kein Whataboutism. Aber mal genauer: Was ist eigentlich ein Whataboutism? Das Wort hat seinen Ursprung in den Zeiten des Kalten Krieges und wird im Zusammenhang mit sowjetischen Paraphrasen bei der Verhandlungsführung über die wichtigsten Systemvergleiche zwischen Kommunismus und Kapitalismus bemüht. „Wenn der Papst den Syrer Assad kritisiert, könnte Assad einfach sagen: ‚Und was ist mit den pädophilen Priestern?‘ Als Oskar Lafontaine auf die Mauertoten angesprochen wurde, stellte er die Gegenfrage: ‚Was ist mit den Toten im Mittelmeer‘?“ – Und ne, nämlich nicht: Der klingt eben nicht wie Sting, Peter Gabriel oder Van Morrison, der Mann, der heißt Alex Sebastian, kommt aus München und hat eine eigene Handschrift.

Dem Narrativ über eine Liga außergewöhnlicher Gentlemen von neulich (siehe unten) fügen wir heute eine Episode vorzüglich produzierter (und gespielter) Musik hinzu. Das Stück heißt Is it gone? und der Song erscheint am 1. Dezember 2017 im gutsortierten Handel. Ischo Weihnachten?

Weiterführend

1618/17: Video: Spielman In Bad Company – I’ll Fly Away – Live im Mojo Club Hamburg


Spielman In Bad Company – I’ll Fly Away (Live im Mojo Club, Hamburg)

Im November 2017 hat unser Freund Andreas Kümmert Spielman In Bad Company als Support Act mit auf seine Tour genommen. Im Mojo Club in Hamburg haben wir dieses Video gedreht. Viel Spaß damit! Sweet Songs For The Dying! Label: contact@urbantreemusic.de Press: daniela.siemon@der-promotor.de Artwork: Arne Teubel (Die Kommune) Booking: Felix Hackmann – felix@fourartists.com Supported by: Audio Technica (Urban Tree Music / Believe Digital) Ron Spielman / Gitarre & Gesang Joh Weisgerber / Bass Uwe Breunig / Schlagzeug Werner Goldbach / Keyboards Video: Urban Tree Media Grafik: Arne Teubel von Die Kommune FOLLOW SPIELMAN IN BAD COMPANY @ FaceBook: https://www.facebook.com/spielmaninba… @ Website: http://www.sibc.band

Ohne Worte.

Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv

1617/17: Video: Wir sind eins (Sagt ihr) – Moses Pelham + Michael Patrick Kelly – Eine Zeitendefinition im #hierundjetzt


Moses Pelham mit Michael Patrick Kelly – Wir sind eins (Sagt ihr) (Band-Mix) (Official 3pTV)

„Wir sind eins (Sagt ihr) (Band-Mix)“ ist hier erhältlich: https://MosesPelham.lnk.to/WirSindEins „Herz“ ist hier erhältlich: https://MosesPelham.lnk.to/Herz Die Limited Deluxe Box von „Herz“ gibt es hier: https://MosesPelham.lnk.to/HerzBox „Moses Pelham ♥ Tour“ im April 2018 05.04.: Dortmund, FZW 06.04.: Köln, Gloria-Theater 07.04.: Berlin, Heimathafen 09.04.: Stuttgart, Im Wizemann 10.04.: Frankfurt/M., Batschkapp (ausverkauft) 12.04.: München, Technikum 13.04.: Nürnberg, Hirsch 14.04.: Dresden, Reithalle 16.04.: Frankfurt/M., Batschkapp (ausverkauft) 18.04.: Bremen, Modernes 19.04.: Hamburg, Mojo-Club 20.04.: Hannover, Capitol 26.04.: Frankfurt/M., Batschkapp 27.04.: CH-Zürich, Härterei Club

Die gute Musik wurde bereits gemacht. Sie ist und bleibt Vorbild. Was nun folgt, baut auf bereits Gewesenem auf. Nicht auf Verwesenem drauf.

Das Zentrum zur Überwindung von Einfalt, Langeweile und Ödnis ist lange schon in Frankfurt am Main, Rödelheim. Dort residiert ein Pate namens Pelham, dem einst mit Sabrina Setlur, in eigenem Namen und Ausnahmesängern wie Xavier Naidoo viele, viele Sahneschnitten gelungen, durchaus laktosefrei durchdrungen. Wer mochte nicht ihr Badewasser saufen? Du liebst mich nicht.

Die deutsche Popmusik ist 2017 in der Reflektionsphase angekommen. Sänger und Sängerinnen treffen sich jetzt bei „Sing meinen Song“, einem Fernsehformat. Hier trifft zusammen, was in unserem Kopf nicht zusammengehört, das Unvereinbare: Mittendrin sitzt der Global Buddha aus dem Zentrum der Veränderung, Moses Pelham. Die Ewiggestrigen, die Skeptiker, die die sich nicht verändern können, hadern mit dem neuen deutschen Popzustand. Und weil Lena, Paddy, Tim, Yvonne am Kamin sich räkeln, auf einem musikalischen Tigerfell. Kritiker, aufgepasst. Diese Skeptiker sollen wissen: Sing meinen Song, das ist ganz anders vom Anspruch und vom Zuschnitt her als das Dschungelfernsehen von RTL. Go down, Moses.

Jeder hat gesagt, das ginge nicht. Und dann haben sie es einfach gemacht: Für „Wir sind eins“ sind Michael Patrick Kelly und Moses Pelham, ein unvereinbares musikalisches Pärchen, in die Alpen gezogen. So wie Bushido Karel Gott zu „Für immer jung“ lud, ist es nun gang und gäbe, dass Kellyfamily-Wonneproppen und radikale Weltmusik-Kulturveränderer wie Moses Pelham gemeinsame Sache machen. Lasst uns aufbrechen, Zäune im Kopf zu clashen, lasst uns draufrechnen, dass wir all die Claims trashen. Lasst uns jetzt endlich die Musik mashen.

Und im Grund ist es ganz, ganz einfach: es gibt nur gute und schlechte Musik, der Rest ist Papperlapapp. Danke, Michael Patrick Kelly und Moses Pelham, dass Ihr Euch über Denk- und Singverbote hinwegsetzt. Genau: Das geht ganz wunderbar. Denn: Wir sind eins.

Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv.

Weiterführend

 

 

1616/17: Video: Andy Robson & Urban Fox – Get Rid of the Fear (Full Song Edit) 4K #Tageslied

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Andy Robson & Urban Fox – Get Rid of the Fear (Full Song Edit) 4K

The official music video clip of Andy Robson & Urban Fox´s atmospheric song „Get Rid of the Fear“. An independent whole production by ooRay creation. Shot in March of 2017 on Panasonic GH4/H-X025 in Cine4K. Edited & graded in Avid Media Composer Symphony. Visual effects created in Blender. Andy Robson & Urban Fox GET RID OF THE FEAR clip by Matthias Rochow ooRay creation | audiovisual design music written by Andy Robson recorded by Sebastian Kleinloh with Andy Robson (guitar,vocals) Lars Sauthoff (bass) Sebastian Müller (drums) Jonas Hauer (keys) *** additional content by courtesy of Compass GmbH @ http://www.compassgmbh.de (Andy Robson & Urban Fox concert poster, Urban Fox logo) lotsalote @ https://www.reddit.com/user/lotsalote (Default Cube movie poster)

Was Andy Robson aus Berlin hier vorlegt, hört sich sehr, sehr hörenswert an. Er hat aber auch gute Mitwirkende dafür gehabt.

What does the fox say? Schluss mit der Angst, genug davon: Das Lied des Tages auf blackbirds.tv

1615/17: Video: You’ve got to hide your Love away – Heinz + Angelo Huth #Tageslied

Nighttrain "zuhause" - vlnr: Wolfgang Fritsch, Jürgen Huth, Horst Lippok, Heinz Huth

Nighttrain „zuhause“ – vlnr: Wolfgang Fritsch, Jürgen Huth, Horst Lippok, Heinz Huth


You´ve Got To Hide Your Love Away – Cover by Angelo und Heinz Huth

Angelo Huth sagt, es sei sehr traurig, wenn Menschen wie John Lennon nicht mehr unter uns weilen. Dies veranlasse ihn, diese Musik auch weiterhin zu zelebrieren.

Angelo Huth ist der Sohn von Heinz Huth. Dessen bekanntestes Uhuhhhhuuuuh…. hatte es einst als Hallo Bimmelbahn und mit der Berliner Band Nighttrain in den Siebzigern mehr als achtsam nach chartsoben geschafft. Später fanden sich die Fragmente von Uhuhhhhuhhh…. in einem Song von Boney M. wieder, bevor sie erneut wieder in einem weltweiten Smashhit von Duckface – Barbra Streisand – erneut verwurstet wurden. Es war die Epoche der maschinengetriebenen Samples angebrochen.

Angelo und Heinz Huth haben den Beatles-Song, den eigentlich John Lennon singt, sehr schön aufgenommen. Fast hätten wir uns verschrieben: You’ve got to hide your life away, aber das wäre natürlich Unsinn. Die beiden Musiker – Vater und Sohn – haben genügend musikalische DNA, sodass niemand auf die Idee kommen müsste, dies musikalische Wirken verstecken zu sollen.

Danke, Heinz, danke Angelo. Gefällt.

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  • Heinz Huth gibt uns „Imagine

1614/17: Video: Alex Sebastian hat eine Liga außergewöhnlicher Gentlemen am Start. Über einen Woodstock ‚freak of nature‘ aus München

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Alex Sebastian: Why are you still here? [official video]

Am 27.10.2017 veröffentlicht
New song by alex sebastian, IN STORES NOW! Featuring Jerry Marotta (drums) and Tony Levin (bass).
A Walter White and Breaking Bad tribute videos created by an amazing team of enthusiasts with a very small budget! Thank you all!

So ist dieses ganze Stück Musik in der Kürze der Zeit gestrickt: Du verstehst das business und ich die Chemie guter Allianzen. Dies alles Ingredienzien eines mutmaßlichen Achtungserfolgs. Was ist denn nun das besondere Hui dieses Songs?

Es ist eine außergewöhnliche Allianz über zwei Kontinente hinweg. Auf Alex Sebastian wurde ich aufmerksam, weil ich mich via facebook und Instagram mit dem amerikanischen Schlagzeuger Jerry Marotta verfreundete. Ich kenne Jerrys Arbeit schon sehr lange. Zuallererst sicherlich seine Zusammenarbeit mit Peter Gabriel Ende der Siebziger Jahre des letzten Jahrtausends. Mir ist weiteres namedropping eher lästig, man kennt Marotta, dessen größte Marotte das Drummen ist. Daneben besitzt er ein Studio in der Nähe von Woodstock, eine ehemalige kleine Kirche.

Ähnlich muss man einen der weiteren, größten Namen des Musikbusiness aller Zeiten anfassen: Tony Levin, den ich vor Jahren mit Terry Bozzio, Pat Mastelotto und – Gott sei ihm gnädig – Allan Holdsworth in Berlin live spielen sehen durfte. Tony Levin hat auch schon mit John Lennon Platten aufgenommen. Auch hier überlasse ich das namedropping Wikipedia.

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1613/17: Video: Rainbirds – Tom Waits

Die Rainbirds on Tour, im Vorprogramm: The Doors

Die Rainbirds on Tour, im Vorprogramm: The Doors

 


Tom Waits-Rainbirds (1983)

yes i have got so much to give
and to learn what it takes to give love
i have got so much to give
and to learn what it takes honey yeah to give
i have got so much to give
and to learn what it takes, shoobidooh

Love was already there to be found – Rainbirds (1989)

Wie bringt man eine Berliner Band dazu, sich Rainbirds zu nennen? Nun: Den Songtext des Stücks aus dem Jahre 1983 halte ich geheim. Manchmal sind es nicht die Lyrics, die die Welt bewegen.

Die Antwort gibt Tom Waits 1983 mit diesem Stück gleichen Namens.

Über die Berliner Rainbirds früherer Tage erfährt der Leser hier im Suchen-Modus weiteres. Aus gegebenem Anlass das Lied des Tages auf blackbirds.tv.

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1612/17: Personen: Zu Katharina Franck – Blueprint macht glücklich. Vieles andere aber auch. Eine Werkschau.


Rainbirds. Boy On The Beach

Zum Remix, der sogenannten „rock-a-way“ Version von Boy On The Beach, der zweiten Singleauskopplung des Rainbirds-Debutalbums, sind Live-Bilder von einem Auftritt in München im Frühling 1988 geschnitten. Mit Wolfgang Glum, Beckmann, Rodrigo Gonzalez und Katharina Franck. Regie: Roman Kuhn. Produktion: ARRI Film. Erschienen 21.06.1988.

Die Berliner Band Rainbirds wurde von Katharina Franck (g, voc) angeführt. So war es immer.

Sie war und ist das Quantum unverzichtbarer Bestandteil eines europaweiten Erfolgs deutscher Musikgeschichte. Die Rainbirds waren eine absolute Ausnahmeerscheinung. Dass es mit der ersten Rainbirds-Formation von Katharina Franck mit Michael Beckmann am Bass, Wolfgang Glum an den Drums und Rodrigo González (später, Gitarre) irgendwann vorbei war, ist Geschichte. Und bedauerlich. Eins der besten, deutschen Gitarrenriffs aller Zeiten steuerte der unglaublich versierte Hamburger Gitarrenprofessor Peter Weihe für den Song ‚Blueprint‘ bei. Es braucht nur ganz kurz angespielt zu werden. Unkundigste Musikfans erkennen diesen Song am Anfang des zweiten Takts. Katharina Franck, Rainbirds? Nie gehört. (Das Riff setzt ein) Ach, doch, warte mal, klar. Peter Weihe veredelte den Song mit einem Alleinstellungsmerkmal. Der Rest ist „the voice“, die glockenhelle Stimme von Katharina Franck ist erkennbar unter Tausenden von Sängerinnen.

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1611/17: Video: Conexão Berlin – Yatra Ta (Tania Maria) – Droht ein EchoJAZZ? Anna-Lena Schnabel weiss, wie’s läuft.

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Conexão Berlin – Yatra Ta (Tania Maria)

Tino Derado: piano, Thomy Jordi: Bass, Matthias Trippner: drums, Christian Magnusson: trumpet, Andreas Weiser: percussion

Ave Maria: Musik die wie eine gut angerichtete Tomatensalsa ist.

Groove, Drive, eine lateinamerikanische Anmutung von Netzwerk, eine Connection.

Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv.

Wenden wir uns nun einem sehr ernsten Thema zu und einem Programmtipp heute auf 3sat. Es geht um die Veranstaltung für Menschen, die gerne seicht baden und dafür 70 Euro Eintritt zahlen, um neben ihrer Schwester, der Echo Jazz-Preisträgerin zu sitzen. Ist verlinkt. EchoJAZZ-Preisträger sein: Wie schön, wie toll. Und wie unglaublich mies, zeigt die Dokumentation auf 3SAT, die heute Abend läuft und nachdrücklich und hintergründig – aufwühlend – berührend die tiefen Abgründe einer vordergründig darbenden Jazzmusikszene, die 5% des Gesamtumsatzes macht und in der immer die Musiker gefickt sind, also zuletzt kommen. Anreise selbst zahlen, damit sich die Branche feiern kann, Hotelzimmer sowieso. Die Promoveranstaltung, die sich über eine Querfinanzierung über alle Teilnehmenden, die Preisträger finanziert? Brrrr…kalt isses am Hamburger Harfen.

Da kommt einem Erdbeer-Maguerita gerade recht, brrr kalt. Oder eine Tomatensalsa, um beim Thema zu bleiben, aber packt bitte ein paar Jalapenos rein. It’s so hot.

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1609/17: Lyrik: ‚Rote Nelken‘ – Von Selma Meerbaum-Eisinger – gelesen von Iris Berben – Nie wieder Nationalsozialismus!

Rote Nelken

Ich habe Angst. Es drückt auf mich das Dunkel
jeder schwülen Nacht.

Es ist so still, und mich erstickt des großen
Schweigens schwere Pracht.

Warum, warum bist du nicht da? Ich hab‘
gespielt, ich weiß – verzeih.

Ich hab‘ mit meinem Glück gespielt – es ging
entzwei – verzeih.

Es tut so weh, allein zu sein. Drum komm, ich
warte ja.

Wir lachen uns ein neues Glück, so glaub es doch
und komm zurück – es ist ja so viel Lachen da.

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1608/17: Video: „Stepping stones“ – Ittai Rosenbaum, Hugo Reydet, Tom Dayan – Und überhaupt: Macht doch mal ne Pause!

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Stepping stones – Ittai Rosenbaum, Hugo Reydet, Tom Dayan

Ittai Rosenbaum trio, Berlin Hugo Reydet – bass Tom Dayan – drums Ittai Rosenbaum – piano Composed by Ittai Rosenbaum

Wir hatten schon eins dieser gerade veröffentlichten Videos ein paar Artikel vorher. Macht nichts. Doppelt hält besser.

Onkel Fonk kommentiert auf facebook dazu: „Auch die Pause gehört zur Musik.“ Richtig: Ein paar Artikel lang Pause, denn sonst droht die Gefahr der feindlichen Jazz-Übernahme. Jazz ist nur ein Gesichtspunkt und gehört wie Rockmusik, Reggae und vieles andere mehr zum Aspekt audiophoner Verführung. Aber dann, aber dann: Dann gibt uns das Trio wieder diesen Jazz, den anzuhören dem Berichterstatter Spaß macht. Gut, die Buchhaltung beschwert sich, sie könne sich nicht auf Zahlen konzentrieren. Und hat damit bereits vollumfänglich erfasst, worum es in diesem Stück Jazzmusik nämlich geht: Um Meilensteine, Milesstones, Fragmente von Musik und allem, was zwischen zwei Noten passieren kann oder auch gezielt unterlassen wird. Dass man das Pausieren zwischen zwei Tönen spüren kann. Und nicht Soll und Haben, Storno und Belegaufzeichnungspflicht. Schnöder Mammon oder schierer Jazz, es ist dem Zuhörer geboten, sich dem Ereignis auszuliefern.

Der Berichterstatter aber findet das überhaupt nicht schlimm. Denn wer mag schon Buchhaltung? Argh.

Nein, nein, ganz fein und spirituell. Muss nicht jeder mögen. Wir schon.

Stepping stones, das Lied des Tages auf blackbirds.tv: Thank You for the music, Ittai Rosenbaum.

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1607/17: Nachruf: Joy Fleming (* 15.11.1944 Rockenhausen; † 27. 09.2017 Sinsheim-Hilsbach)


Joy Fleming – Neckarbruecken-Blues (ZDF Drehscheibe 09.03.1973)

Joy Fleming, bürgerlich Erna Liebenow geb. Raad, in erster Ehe Strube (* 15. November 1944 in Rockenhausen, Nordpfalz; † 27. September 2017 in Sinsheim-Hilsbach), war eine deutsche Jazz-, Blues- und Schlagersängerin. – Als Joy Fleming am Mittwoch in ihrem Haus starb, war sie allein zu Hause. Ihr Lebensgefährte war wie fast jeden Mittwoch in Frankreich, um dort zu unterrichten. Ihr Manager telefonierte noch kurz vor Joys Tod mit der Soul-Ikone: „Wir alberten am Telefon. Sie ließ meine Mutter lieb grüßen und regte sich noch über ihren frechen Papagei auf, der beim Telefonat ständig dazwischen kreischte.“ Nur wenig später war sie tot. „Sie ist auf der Couch friedlich eingeschlafen“, sagte Exmann Bernd Liebenow der Deutschen Presse-Agentur.  Joys Lebenspartner Bruno kam Mittwoch gegen 20 Uhr nach Hause zurück von seinem Frankreich-Aufenthalt. Da lag Joy im Wohnzimmer auf der Couch und atmete nicht. Sie war noch warm, aber Bruno fühlte bei ihr keinen Puls mehr. Er rief den Notarzt, doch der konnte nur noch Joys Tod feststellen. Ein Wiederbelebungsversuch schlug leider fehl. (Quelle: Abendzeitung)

Erinnerungen

Als ich kleiner Junge war und die Hitparade als erste veritable Musiksendung nach dem Geschmack meiner Eltern ansehen durfte, tauchte bereits Joy Fleming auf. Ein Lied kann eine Brücke sein, das sang sie auch für den Grand Prix D’Eurovision. Und eine deutsche Version des Songs „Halbblut“ (Cher). Mir fiel sehr schnell auf, dass in dieser kleinen Sängerin mehr steckte, als in den üblichen Schlagerinterpreten. Wie diese Frau sang, das war frei. Freier von allen Konventionen wohlgefälligen Gesangs.

Ein paar Jahre später gastierte Joy Fleming mit einer kleinen Band in der Berlin-Dahlemer Eierschale, damals noch am Breitenbachplatz. Ich ging hin. Mir ist vor allem noch in Erinnerung, dass sie Stevie Wonders Superstition sang. Gänsehaut. Was für ein Charisma- und Charmebolzen, eine Menschenfängerin. Nicht auf der großen, breiten Ebene des Mainstreams. Sie kam, nahm einen gefangen und lies einen nicht mehr los. Unvergessliche Frau, große Sängerin, eine unvergleichliche Stimme. Hochtalentiert. Wunderbar.

Ich habe Joy Fleming gleich nach ihrem Lied, das sie für mich sang, nie wieder vergessen. Mein Nachruf fällt eher persönlich aus: Ich werde sie immer in meinem Herzen tragen. Selbstredend.

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