1865/19 #Würdigung Hat Udo Lindenberg das zweite Bundesverdienstkreuz wirklich verdient?

Zu Recht hat Udo Lindenberg das Bundesverdienstkreuz zum zweiten Male erhalten, für seine Verdienste um die deutsch-deutsche Einheit. Bundespräsident Steinmeier erklärte dazu wörtlich: Hinterm Horizont geht’s weiter.

Mir selbst wird warm ums Herz und ich freue mich aufrichtig oder vielleicht werde ich alt und sentimentaler, aber das macht nichts. Wenn jetzt anders als bspw. in den Siebziger Jahren Rockmusiker einen solchen Status erreichen, dann auch weil Musiker jahrzehntelang um Worte, Lyrics, Texte und Anliegen gerungen haben, die heute in ähnlicher Weise nicht mehr vorhanden sind. Denn die Weiden der guten Texte sind schon länger abgegrast und Musik ist jetzt komplett als Markt etabliert. Es geht nur noch um Pattern, Loops, geistlose, lärmende Attitüde, Auffallen – niemand kann leugnen, dass die Texte inzwischen Banalitätsstatus bekommen haben. Natürlich von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.

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1840/19: Medienspiegel: Im Braunschweigerkiez in Neukölln

Man in the Mirror #TTT #Tulipstagram 26.05.18

Man in the Mirror #TTT #Tulipstagram 26.05.18 (Größere Ansicht: Aufs Bild klicken)

Vorn links tagt der Skatclub von 1958, als Skat eine Rolle spielte.

„Reiz mich nicht.“ So hieß es. Heute ist es eher „Hetz mich nicht.“ Oder „Ätz jetzt nicht.“ – Zwischenzeitlich haben viele Smartapps, mit denen man gegen sich selbst spielen kann. Alles, um sich zu vergessen.

Vor dem Haus hat alles, was wir über Berlins Bezirk Neukölln in Erinnerung haben, immer noch seine Berechtigung. Oder heute wieder!

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1839/19: Filmempfehlung: Gundermann von Andreas Dresen

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Die Seilschaft „Keine Zeit mehr“ (Bayerischer Filmpreis 2019)

Gerald Angerer hat Gundermann geschaut.
28. Juli um 16:49

Filmempfehlung (läuft auf #Netflix)
Gerhard #Gundermann — Kommunist, Liedermacher, Idealist, Baggerfahrer, wollte „was bewegen“, von der Stasi instrumentalisiert u ausgebeutet. Ein unrühmliches Drama.

Tolles Skript, toller Cast, tolle Umsetzung.
Und #AlexanderScheer in der Hauptrolle, großartig.

Der berührende Film von #AndreasDresen legt den Finger in die Wunde, offenbart anhand der Hauptfigur die zerstörende Perfidität der DDR-Spitzel-Kultur. Was für ein bewegendes Porträt.

Starke Schlussszene: Das Outing, nach der Wende auf einer Konzert-Bühne: „Leute, ich muss euch was sagen. Ich hab mich mit der DDR eingelassen.“ Sein Publikum hat es ihm nachgesehen.
Gundi starb mit 43 an einem Schlaganfall. Am Tag der Sommersonnenwende.

(Text: Gerald Angerer, mit herzlichem Dank, Gerald)

Das hatte mich neugierig gemacht. Ich berichte wie folgt aus eigenem Erleben viel weiter:

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