1758/18: Personen: Zum 66. Geburtstag von Lüül – Von H.P. Daniels (Gastbeitrag) #Reissue (Original: 30.11.18)

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H.P. Daniels

H.P. Daniels

Heute, am 30. November 2018, ist der Berliner Musiker Lüül 66 Jahre alt geworden.
Und schon ist man wieder geneigt, auf den alten, ausgelutschten Spruch zurückzugreifen:
“Kinder, wie die Zeit vergeht …”

Hatten Lüül und ich uns nicht gerade noch an der Wurstbude der Taxihalte Trautenau getroffen? – Jahrzehnte her.

Und hatte ich nicht gerade erst ein kleines Porträt über Lüül für den tip geschrieben? – Das liegt zwölf Jahre zurück.

Haben wir nicht kürzlich erst Lüüls Sechzigsten ganz groß in der Wabe gefeiert? – Auch schon wieder sechs Jahre her.
Und die große Sause zu Lüüls Fünfundsechzigstem im Ballhaus Berlin? – Schon wieder ein Jahr vergangen …

Doch trotz der schnellen Jahre ist Lüül niemals stehen geblieben.

Auch im letzten Jahr war er ständig in Bewegung, ständig unterwegs … als Banjospieler der 17 Hippies … und in eigener Sache: Mit seinem neuen Album Fremdenzimmer oder mit Lesungen aus seiner Autobiografie: “ … und ich folge meiner Spur” … oder dem Buch über seine einstige musikalische Partnerin und Lebensgefährtin: “Nico — Im Schatten der Mondgöttin.”

Heute, zu seinem Sechsundsechzigsten, wünsche ich Lüül alles Gute, und erlaube mir, das oben erwähnte Porträt für das tip Magazin (Februar 2006) noch einmal zu veröffentlichen.
Wenn sich seitdem auch manches verändert hat (Lüüls Eltern sind im Jahr 2009 gestorben, Edgar Froese von Tangerine Dream 2015 … und Lüül wohnt schon lange nicht mehr in Kreuzberg) … so ist er doch eigentlich immer der Alte geblieben … voller Energie und voller ständig sprühender neuer Ideen …

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1756/18: Video: Bitter Sweet – The Bryan Ferry Orchestra – Eine Bandbreite von Schwermut über niedlichen Charleston bis hin zur romantischen Ballade

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

Bitter Sweet · The Bryan Ferry Orchestra Babylon Berlin ℗ 2017 X Filme Creative Pool Entertainment GmbH under exclusive license to BMG Rights Management GmbH Clarinet, Saxophone: Alan Barnes Vocals: Bobbie Gordon Piano, Producer: Colin Good Viola: Emma Owens Violin: Emma Parker Trumpet: Enrico Tomasso Percussion: Frank Ricotti Trombone: Ian Bateman Drums: John Sutton Accordion: Karen Street Cello: Katy Cox Violin: Lucy Wilkins Trombone: Malcolm Earle-Smith Tuba: Marc Easner Violin: Marina Moore Banjo, Guitar: Martin Wheatley Mixing Engineer: Rhett Davies Producer: Rhett Davies Clarinet, Saxophone: Richard White Clarinet, Saxophone: Robert Fowler Viola: Sarah Chapman Mixing Engineer: Simon Willey Double Bass: Tom Wheatley Violin: Victoria Sutherland Orchestral Arranger: Colin Good Composer: The Bryan Ferry Orchestra

Hart an der Grenze des Erträglichen ist all jene Pestilenz und Verderbtheit, vermutlich, die in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Schabernack spielte mit der großstädtischen Boheme jener Zeit. Sie war anders, als wir sie heute als digitale Boheme kennen, aus den unzähligen Kneipen und Cafés, wo die Menschen deren Daseinsberechtigung allein aus dem Breitbandnetz des WLANs herleiten. Der digitalen Ödnis bleichgesichtiger Internetmuggel entgegen setzen sollte man die röhrenden Zwanziger Jahre von Heinrich Zille, dem biedermännschen Beobachter: In Miezkasernen Muschis von Haushälterinnen kraulen, solange sie uns ihre Katze leihen, und im Innenhof wachsbleiche Kinderchen, oh kommet. Es ist bald Weihnachten. Irgendwo bellt ein Kettenhund. Auf dem Trottoir beklaut uns ein Jungspund. Wo ist nur die Anständigkeit abgeblieben? – Lola ist mit einem Müllmann verheiratet und singt: „My Baby just kehrs for me“ ♪♫♪ Zu Asche, zu Staub.

Phil Manzanera hat als Gitarrist von Roxy Music ausgedient und sich als Produzent der Berliner Band Poems for Laila mit dem Album I Shot The Moon einen Namen gemacht, aber am besten ist noch das Plattencover, das den Sänger der Band nackt im blauen Licht zeigt. Nein, das heißt nicht „Ich schieß Dich zum Mond!“ – Was haben die Weiber mit den Fingern geschnalzt. Babylon und Mysterium Berlin, Nähe Rotes Rathaus und Bryan Ferry taucht im Moka Efti auf und versucht sein süßes Haschen nach dem Wind. Das Lied des Tages ist der Song Bitter Sweet vom Bryan Ferry Orchestra. Und das nur noch für wenige Stunden bis Mitternacht. Es ist die Zeit dafür.

Ja, ich weiß, es war ne geile Zeit.

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1754/18: Video: Titel, Thesen, Temperamente (TTT)-Beitrag über Alice Phoebe Lou

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Alice Phoebe Lou (Screenworx)

ttt – titel thesen temperamente vom 11. November 2018 Ihre Stimme hat Alice Phoebe Lou mehr Erfolg gebracht, als sie zu träumen wagte. Bis heute hat sie bei keinem Label unterschrieben. Mainstream und kommerzieller Pop interessieren sie nicht. Bild: alicephoebelou.com Bericht: Katja Deiss

Ich muss gestehen, dass ich ihr vollkommen verfallen bin, indem ich an ihren Lippen hänge, ihrem Wesen nachsehe und interessiert auf Stärkste bin, immer wenn ich auch nur andeutungsweise ihren Namen höre. Im obigen Bericht kommt zum Ausdruck, dass irgend ein Verrückter ihr nachstellt. Sie kämpft vor Gericht. Wenn ich wüsste, wer es ist, würde er damit sofort aufhören. Versprochen. Alice Phoebe Lou ist für mich kein Mensch, wie er im Buch steht. Sie ist wirklich in jeder Hinsicht ungewöhnlich, ja außergewöhnlich. In Alice Phoebe Lou ist ihre ganz eigene Musik. Eine ganz und gar feengleiche Erscheinung.

Schönen Sonntag mit Alice Phoebe Lou. Danke für die Musik, und toi toi toi für alles Weitere. Lass Dich bloß nicht vereinnahmen, von der Musikindustrie.

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* Alice Phoebe Lou in der NDR Kultur Session

1753/18: Personen: To The Honor Of Freddie – Freddie Mercury starb am 24.11.1991 – Never the great Pretender.

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Am 16.11.2018 veröffentlicht
Queen Rehearsing We Are The Champions In The Studio
Queen in the studio rehearsing the News Of The World Album
Quite an insightful look at the band playing.
Brian May playing the solo and Freddie Mercury At The Piano And Sound desk mixing tracks.

He had a vision and he was driven by it.

Freddie Mercury starb 1991 und ging als einer der größten Rocksänger aller Zeiten in die Geschichte ein. Im September 2011 wurde das Lied von einem Team von Wissenschaftlern aus London zum „eingängigsten Popsong aller Zeiten“ gekürt. Dazu wurden mehrere Tausend Probanden beobachtet.

Wenigstens das. Donald Trump durfte den Song nicht benutzen: Brian May (g., Queen) untersagte ihm das.

Er fehlt. Freddie – never the great Pretender! Post mortem: Chapeau.

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1752/18: Personen: Roger Radatz, Drummer, Ehrengast im Yorckschlösschen

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Yorckschlösschen Logo

Yorckschlösschen Logo

Roger Radatz, Drummer, Ehrengast im Yorckschlösschen Berlin-Kreuzberg


22.11.2018 @Yorckschlösschen Berlin Kreuzberg

Roger Radatz (Schlagzeuger, Kapellmeister, New Orleans-Kenner) – 23.11.18 – Olaf Dähmlow, Inhaber vom Yorckschlösschen, Berlin, schreibt über Roger: „Kraft meines Amtes ernenne ich hiermit Roger Radatz zum Ehrengast. Dies bedeutet frei essen und trinken sowie freies Geleit auf Lebenszeit. Gewürdigt wird er für seine herausragenden Verdienste um erstklassige Musik und Entertainment im Yorckschlösschen und prägenden Einfluss auf meine Programmarbeit, seit ca. fünfunddreißig Jahren. Ich bin mit diesen Würdigungen sehr sparsam. Ehrengäste für ähnliche und andere besonderen Verdienste sind bisher: Jürgen Grage, Peter Blaar, Wolfgang Rügner, Rudy Stevenson, Wim Wenders und Ruprecht Polenz. – Olaf Dähmlow“ #Tulipstagram #TTT #tripletT #Pictuality #Yorckschlösschen #Berlin #Kreuzberg #RettetdieLivemusik #rogerradatz #drumsmakewumms

Du kommst rein, an der Tür vorn rechts auf der Bühne, hinter Geländertraljen (hölzerne Wurzeln, Vollpfosten, die die Bühne absperren gegen Mädchen, die ihre Unterwäsche auf die Bühne werfen würden) sitzt Roger Radatz im Move und groovt im Tempo verblichener Zeiten auf einem schönen Sakkae-Schlagzeug im Beatles-Blueoyster-Finish und grüßt freundlich: „Mensch, Tommy!“ Und wippt und wuppt und die Band, die hier zur Session im Stile New Orleans musiziert, wippt und wuppt mit Roger R., Drummer. Heiliger Bürstenbinder.

Gut, nun ist er raus aus dem Geschehen. Gerade noch saß er auf der Bühne. Olaf Dähmlow weiß: „Es gibt nicht viele Musiker, die das richtige Tempo haben, also erwischen. Viele spielen zu schnell. Die Dinge müssen sich entwickeln können. Artikulieren.“ Wir vertiefen das nicht weiter in dieser Nacht von Donnerstag zum Black Friday, einem Shopping-Kaufrausch weltweit sondergleichen. Dähmlow entschuldigt sich, er müsse nur schnell das Kartoffelwasser abgießen, während wir mit Roger Radatz im Sauerstoffzelt zur Straße hin sitzen und ein paar Worte andere ergeben. Jürgen Grage hat ein tolles Buch geschrieben, hören wir und lassen uns von ihm eins mit Widmung geben. Roger hatte das Tempo, halten wir nochmal fest und auf der Bühne war ebenfalls alles Roger. Auch die Frau mit dem Banjo und – Ihr werdet es nicht glauben – Carlos Santana. Doch das ist eine andere Geschichte, die bereits erzählt ist. Die Sache ist unten gelinkt.

Alle waren an dem Abend sehr glücklich, auch Olaf Dähmlow, der dem Erschienenen, Roger Radatz, zum Erscheinen sehr dankte. Wie wir selbst. Alles Roger, noch ein langes Leben, der Herr, und Liebesgrüße aus der Schreibstube.

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* Sensation: Wie Carlos Santana das Yorckschlösschen von hinten und vorne nahm
* Pssst: Es war alles Roger in der Nacht von Donnerstag zu Freitag im Yorckschlösschen
* Kreuzberger Chronik: Was man über Jürgen Grage, den Seemann, wissen müsste

1747/18: Personen: Wie aus einem ungarischen Husaren ein pornöser Gitarrenbauer wurde – Vom Unterschied von Fiesta und Siesta!

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I shot the Moon (Mercury Records, Release 28.02.1994) Poems For Laila

I shot the Moon (Mercury Records, Release 28.02.1994) Poems For Laila

Poems for Laila – Mexican Fiesta, taken from the album „I shot the moon“, Photos: tour sept. 1995, feat.: Nikolai Tomas, Wiebke Wiedeck, Haymo Doerk, Christian Podratzky, Phillipe Kayser

Ehrlich gesagt weiß ich es nicht wirklich. Denn ich begleitete seine ungarischen Wege nicht sonderlich aufmerksam. Doch er war immer da. Omnipräsent. Nikolai Tomas

Ich weiß noch, dass Roma Casley die Band betreute und sich ausbat, im Proberaum nicht zu rauchen. Nichtraucher, das war wichtig.

Zum Proberaum-Untermietvertrag ist es damals nicht gekommen. Abgesprungen. So wie die Cigarettes from outer space längst Geschichte sind. Verlinkt. Keine linke Geschichte.

Die Poems for Laila haben mal das allerbeste Berliner Nachkriegsalbum aller Zeiten fabriziert: I shot the Moon. Oder war es nur Nachkriegsdeutschlands bestes Westberliner Album? Phil Manzanera hatte seine Finger dran und den Berlinern beim Produzieren geholfen. Alter, produzier misch net.

Wir hören Mexican Fiesta von eben diesem Album. Falls Ihr es irgendwo findet: jetzt kann ich es ja sagen. Man muss es haben. Wirklich ganz dringend.

Heute und hier im Jahre 2018 ist jener große Barista ungarisch-europäischer Popmusik auch als Gitarrenbauer unterwegs. Seine Gitarren im Stil der Fender Telecaster und in anderen Stilen werden von ausgesuchten Läden gehandelt, Hardware zum Hingucken. So wie beispielsweise die Porncaster, eigentlich Bondagecaster, von der ich ein Bild ergattert und verlinkt habe. Seid verdattert und singt, Freunde! Mexican Fiesta! Halleluja, heißer Hobel. Nobel Hobel.

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1746/18: News: Vom Haschen nach dem Wind und dem mokanten Kaffeegeruch im Moka Efti in Berlin! Ganz ausgezeichnete Musiker!

icon NEWS news

Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. (Prediger, 2,17) Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit! (Prediger 12,1)

Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. (Prediger, 2,17) Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit! (Prediger 12,1)


(Das Stück Black Coffee, auf- und nicht abgeführt von The Xtraordinary Jazzbirds – Jazzvögeln –  widmen wir Nikko Weidemann und Mario Kamien.)

Sie bekommen das Vertrauen der Regisseure Tom Tykwer, Henk Handloetgen und Achim von Borries, vom Blues und Klavier-Ragtime über Chansons bis zur opulenten Big Band Charleston-Nummer alle Arten von Stücken zu komponieren. Besonders im Titelsong “Zu Asche, Zu Staub” soll es aber eher um ein lebendiges, auf heute übertragbares Gefühl gehen als um historische Genauigkeit. Weidemann, seit den 80er Jahren verwurzelt in der internationalen musikalischen Subkultur, und Kamien, der sich als Teil des Duos dZihan & Kamien in den 90er Jahren einen Namen machte, bekommen den Auftrag, nicht nur die Musik zu produzieren sondern auch Musiker sowohl für den Filmdreh als auch für die Soundtrack-Aufnahmen zu casten. Zusammen mit Sebastian Borkowski stellen sie das MOKA EFTI ORCHESTRA zusammen. (Begründung zum Preis, Link unten)

Tom Waits hat es gesungen: Clap Hands. Just another cup of coffee in the dust. So wie das heutige Lied des Tages: Black Coffee. Moka Efti. 🙂

Julius Meinl hat in Wien Kaffeehauskultur geschrieben. Roland Meinl hat in Gutenstetten in Oberfranken weltweite Musikinstrumentengeschichte geschrieben. Es hat fast an jedem Becken angefasst: Das Moka Efti in Berlin wuchs aus einer generösen Zeit und verschwand in vollkommener Bedeutungslosigkeit. Pola Roy, der Schlagzeuger der 2012 stillgelegten Band Wir sind Helden hat einen Instagram-Account und teilt seine Fotos, Polaroyts, farbig, mit Gott, mit mir und der Welt. Denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit (Prediger 12,1), so lange es nicht zu spät ist. Ich habe es getan um eine erste gebrauchte Stereoanlage geschenkt zu bekommen zur Affirmation. Pardon, Konfirmation.

Gesegnet mit Einfluss und künstlerischem Ausdruck ist in diesen Tagen der Musiker Nikko Weidemann und sein Konsortium der ungespülten Bremsfreude, pardon seiner Komparserie ungebremster Spielfreude, einem Kammerkemenatenorchester (sprich: Orchesta! mit weichem „chhh“), dem ein Schattenakt der Verbindung von Gegenwart und Ursehnsucht vollkommener Zügellosigkeit in den Sexbunkern jener Roaring Twenties gelang, der in der Filmserie Babylon Berlin Höhepunkt an Höhepunkt reiht. Der Gebrauch des Wortes „Serie“ hat etwas Anrüchiges, ist zu billig und trifft die Heldenmoritat auf Bert Brecht & Co. nicht. Kein Zweifel: Jene 16 Dreh- und Angelpunktbücher waren aufgeschrieben in berauschendem Sütterlin für eine Räuber-Jenny namens Liv Lisa Fries und ihrem köllschen Companhero Volker Bruch. Unaussprechlichst dient Severija Janušauskaitė dem Film als Maitresse de la Comtesse in diesem Festival della Noche.

Herzlichen Glückwunsch, Nikko Weidemann & Mario Kamien. Der Preis ist mehr als verdient. Auch wenn wir mit österreichischen Fluglinienbesitzern und vormaligen „Formel Eins“-Helden (im Fernsehen Peter Illmann, am Nürburgring Niki – nicht Nikko – Lauda) keine gemeinsame Sache machen: Die Laudatio fiel einseitig aus und wie es für diese Zeit der Weimarer Republik so tüpisch war, parteiisch. Der Listen to Berlin 2018 Award für Nikko Weidemann und Mario Kamien ist praktisch schon eine Vorstufe zum Bundesverdienstkreuz für eine ganze Bande äußerst gewissenloser Hitfabrikanten. Zu Asche, zu Staub! Setzen.

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1740/18: Nachruf: Ingo Insterburg eigentlich Ingo Wetzker (* 6. April 1934 in Insterburg in Ostpreußen; † 27. Oktober 2018 in Berlin)


Raucherhusten Blues – Insterburg & Co

Ich liebte ein Mädchen in Lichterfelde,
die lebte zu lange von meinem Gelde,
ich liebte ein Mädchen in Jungfernheide,
wir liebten uns täglich alle beide!
Ich liebte ein Mädchen in Grunewald,
bei der war immer die Bude kalt.
Ich liebte ein Mädchen in Wannsee,
die konnt‘ kein‘ nackten Mann sehn.
Ich liebte ein Mädchen in Wedding,
die wollte immer nur Petting.
Ich liebte ein Mädchen in Tempelhof,
die war sehr lieb, doch ’n bisschen doof.
Ich liebte ein Mädchen in Neukölln,
die wollte es niemals im Hell’n.
Ich liebte ein Mädchen in Heiligensee,
da gabs zwischendurch Gebäck und Tee.
Ich liebte ein Mädchen in Spandau,
von der war immer der Mann blau.
Ich liebte ein Mädchen in Tegel,
die hatte Ohren wie Segel.
Ich liebte ein Mädchen in Tiergarten,
da musste ich immer bis vier warten.
Ich liebte ein Mädchen in Charlottenburg,
die liebte Ingo Insterburg.

Doch dann wurd‘ es ihm in Berlin zu klein, drum zog er in ganz Deutschland ein: 1973 hatte das noch grenzüberschreitenden Charakter. Während Ostberlin unerwähnt blieb, trieb sich Anarcho-Ingo in ganz DDR-Deutschland herum, in Meißen tat sie ihm die Hose zerreißen. Es war eine gesamtdeutsche Freude. Er liebte die Mädchen, aber sie nicht ihn, hieß die Botschaft, im Video unten präsentiert sie passenderweise Manfred Sexauer. Die Happy Aua der Schlüpfrigkeit

In gewisser Weise hat sich Humor inzwischen internationalisiert.

Wir sollen über die Sachen lachen, die anderswo produziert werden. Global Players of Humor produzieren ganze Serien mit xbeliebigem Humor. Richtig beliebig ist er geworden. Der Humor. Dafür gibt es auch Gagschreiber. Die vorn an der Bühne stehen und auftragsgemäße Witze erzählen, sind eben witzige Storyteller.

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1734/18: Profi Profi – Die Berliner Band CAT im Porträt #HIStory 1980

C.A.T. waren eine der wenigen Funk Rock Bands der 80er in Berlin. In diesem Beitrag ging es zunächst um eine Deutsch-Lyrikerin und ihren Wunsch in Berlin eine Deutschrock-Band zu gründen. Letztlich wurde es aber ein Beitrag fast nur über C.A.T. und so sieht auch dieser Zusammenschnitt aus. (Ulf Fischbeck über das Video)

Mutter, der Mann mit den Drums ist tot. Michael „Mikel“ John Winter wurde 2018 zu Grabe getragen. Wir berichteten hier umfänglich. Jetzt hat Ulf Fischbeck (früher Büro Fischbeck, Berliner Bass Ballett) wertvolle historische Quellen aufgetan und die Archive geöffnet.

In der Art nachrichtendienstlicher Geheimdienste öffnet Fischbeck die Konsortien verfügbarer Drummer und Drummerinnen, zeigt Unterrichtssituationen (Zähl doch mal eins, zwei, drei…) und outet auf kongeniale Art und Weise, was es 1980 in West-Berlin hieß, Musiker sein zu wollen. Karriere kann kommen. Eventuell. Und falls nicht: Auch egal. Hauptsache, Musik machen. Wir sehen viele von früher, die wir von früher kennen. So, Onkel Tommy hat uns jetzt eine Geschichte erzählt. Den Rest übernimmt dieser wunderbare Film von Anno Zwirn.

Thank You, Ulf, for this pixology magnifique…

1718/18: Video: Diego Piñera – Un Urugaia a Berlin – Schwer fassbare Schönheit, Duo mit Gästen – Fangt jetzt bitte nicht an zu schunken! #BbTV

Sebastian Schunke & Diego Pinera - Elusive Beauty (2018)

Sebastian Schunke & Diego Pinera – Elusive Beauty (2018)

Diego Piñera (© Foto: Gregor Hohenberg, genehmigt)

Diego Piñera (© Foto: Gregor Hohenberg, genehmigt)


Sebastian Schunke / Diego Pinera “ Elusive Beauty“ Preview

Sebastian Schunke – piano, compositions Diego Pinera – drums, percussion guest appearance: Boram Lie – Cello Benjamin Weidekamp – bass clarinet Yodfat Miron – viola

Ich bin der Sucher für das Schöne und Gute, und ist es auch teils sehr schwer zu fassen. Doch da ist es schon.
„Diesmal wollte ich das Duo. Da geht einfach alles.“

Sagt Sebastian Schunke.

Gemeinsam mit Diego Piñera treibt er die Oddmeter bis an und über die Grenze des zauberhaft Geahnten. Hört selbst mal rein. ♪♫♪

So ist auch der Titel leicht zu merken, aber schwer fassbar: Elusive Beauty.

Die Sache groovt in schrägem Accelerando-Oddmeter. Irgendwas mit Fachbegriffen. 🙂

Denkt bitte auch an Aretha. Sie ist und bleibt.

1715/18: Positionen: Support Your musical hereos – Vom Shoppen im Internet via itunes #DiegoPinera #ArtistoftheDay

Tonträgerkäufe - Support Your Musician Hereos

Tonträgerkäufe – Support Your Musician Hereos

Ich brauche derzeit aus gesundheitlichen Gründen den gelegentlichen Walk around the Acres (den Lauf um die Morgen Land im Sinne eines metrischen Landmaßes, wer es nicht weiß) und habe dazu auf einem Smartphone einer unbekannten amerikanischen Firma mit einem Apfel als Firmenlogo aus San Cupertino die Weißen in den Ohren stecken, mit denen ich dazu ungefähr eine Tonträgerlänge Musik hören kann. Im ersten Lauf verwendete ich die Musik des Nesin Howhannesijinn-Trios des finnischen Berliner Bassisten gleichen Namens mit dem Titel Sonore. Beim zweiten Lauf verwendete ich Musik von Wolfgang Haffner von der CD Kind Of Spain. Auf der Suche nach guten Überlegungen, wie es wohl weiter gehen kann, kam das Klein- oder das Großhirn des Berichterstatters auf Diego Pinera.

Sieht man sich die Musikszene weltweit an, kann man schon ins Grübeln kommen. Es ist ein bisschen ähnlich mit dem Verfall des Einzelhandels. Wie im Handel ist in der Musik das Modell Verdrängung am Start. Der große Mainstream ist noch am Laufen. Interessantes drängt kaum noch nach. Aber nicht, weil es das nicht gibt. Sondern weil man es nicht mehr hören kann. Überall ist Lärm, zu viel Lärm. Höchste Zeit also, den Mainstream ein bisschen abzuschalten und auf seltsame Geräusche zu achten, also seltenere, dafür wundersame. Das Kofferwort „seltsam“. Verwunderlich.

Oder zum Bewundern. So einer ist auch der Schlagzeuger Diego Pinera aus Uruguay, der seit geraumer Zeit in Berlin lebt und arbeitet.

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1693/18: Video: Nina Simone und das Jahr 1976


NINA SIMONE on DAVID BOWIE, JANIS JOPLIN and singing STARS( Live at Montreux, 1976)

Simply one of the best video on youtube!! If you like it, buy the DVD Nina Simone live at Montreux 1976! The great Nina (1933-2003) here plays a song composed by her, the music is superb, sad, it says about her, the loneliness, the stars, Janis Joplin, Billie Holliday.

Die ersten 2.30 Minuten sind es schon wert, angesehen zu werden. Sie sagen viel über die Künstlerin aus. Danach können wir uns Richtung Cindy aus Haifa wenden, wieder ablenken und daran denken, dass der ESC gestern Abend von Israel gewonnen wurde. Gut, der Song ist mir nicht so eingängig, aber das muss ja auch nicht. Ich freue mich trotzdem für Israel.

Der Rest des Videos hier oben ist die klassische Nina Simon. Wie sie einem zu Herzen geht, diese spröde, einzigartige Sängerin.

Die, die man unter Hunderten erkennt. Die sich David Bowie herauszieht oder Janis Joplin. Aber doch sie selbst ist. Und bleibt.

Wunderbar.

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1692/18: Video: Die Hamburger Incantatem haben sich „Das Leben“ vorgenommen. Es ist das Leben, das man leben will. The Yellow from the Egg.

Das Gelbe vom Ei #DasGelbeVomEi - http://blackbirds.tv - Berlin fletscht seine Szene


Incantatem – Das Leben (7hard/7us)

Incantatem, Heavy Folk-Rock / Folk-Metal aus Hamburg, mit ihrer Singleauskopplung „Das Leben“ aus ihrem Debütalbum „Animus et Anima“ – seit 09.03.2018 überall im Handel erhältlich!

Wenn ich es nicht bereits gelesen hätte: Es gibt Musikrichtungen, da wird der Kombinationsgeist doch beansprucht. Heavy Folkrock zum Beispiel. Oder Folk-Metal. Das Album „Animus et Anima“ der Band Incantatem erschien am 09.03.2018 http://amzn.to/2FiaXGI oder https://apple.co/2I64gcB 

Die Band hat vordergründig eine hammerharte Attitüde. Wir überlassen dem Besucher dieser Website das Urteil. Die Texte sind tiefgründigst, das Zusammenspiel ist energetisch, enervierend. Wir stellen uns eine Fokussierung auf sinnvolle Lebensziele vor, und die Band ist dazu ein Entwurf, was man darin am liebsten macht. Wenn wir uns in das Machwerk der Hamburger versenken. Es ist ihr Leben, das sie leben wollen. Na, bitte schön. Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv: Das Leben.

Berühmt ist die Aktionskünstlerin Barbara. Praxistipp: Tut Euch zusammen, Incantatem mit Barbara, klebt weltweit Konzertplakate und schreibt drunter: „Das Kleben ist schön.“ – Incantatem – moderner Folkmetal mit Dudelsack und Cello aus Hamburg. Unbedingt tiefer reinhören.

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1685/18: Hitlertag: In der Spezialistengruppe Musikerwitze trieb Axel sein Unwesen noch heute – Des Wahnsinns fette Beute #einFeiertag

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(Aufs Bild klicken)

(Aufs Bild klicken) Mit freundlicher Genehmigung von Arghxsel (2018) #verlinkt


Walter Moers, Thomas Pigor – Ich hock in meinem Bonker (Video)

Ah, yeah, ha, ha
Ah, yeah
Ich komm‘ umsonst in den Club, denn ich bin Adolf Hitler
Seitenscheitel-Swag, ja, ich bin ein Hipster
Häng‘ grad im Ritz mit Karl Lagerfeld rum
Wer mich disst, ist entartete Kunst
Check mein Sextape, Gina Lisa von hinten – bam
Von mir gibt’s nur schwarz-weiß Fotos – Instagram
Ich bin im P1, bade in Kristall
Denn ich bin Adolf Hitler
„Oh mein Gott, das ist er“, „Nein“
„Doch, doch! Ich schwöre, das ist er“
„Der sieht ihm übelst ähnlich“
„Oh mein Gott, er guckt rüber“
„Ey, er guckt hier rüber! Er guckt hier rüber“
„Eh, oh mein Gott“
„Oh mein Gott, er hat dich angelächelt, ich hab’s genau gesehen“
Ja, ich bin’s, ich bin Adolf Hitler
„Guck mal, ey, was macht er denn im 2BE Club?“
„Im Fernsehen sieht er immer größer aus“
„Vielleicht treffen wir ihn Backstage“
„Oh mein Gott, lass ihn antanzen“, „Nein“
„Traust du dich?“, „Na klar“
Ich koch‘ auch nur mit Wasser, ich bin Adolf Hitler
Der Starfrisör kämmt die Spinnenweben aus mein’m Hitler-Bart (Swag)
Damit ich schick ausseh‘ nach 70 Jahren Mittagsschlaf
Ich leg‘ ’ne Hakenkreuz-Line aus purem Speed
Hitler! Ich ziehe was, was du nicht ziehst
Baby, du weißt, wenn ich mit meinem Finger schnipse
Stehst du plus zwei auf Schindlers Liste, yeah, scurr
Mädchen, ich bin es wirklich
Nach der Party sieht der Club aus wie Dresden ’45
Guck, wie ich den Porsche mit Menschenblut volltanke
Die deutsche Antwort auf die Playboy Mansion? Wolfsschanze
I got bitches suckin‘ on my lollipop
Ich werde angebetet – Nazi-Gott
Wer fährt im neuesten Ferrari vor?
Snapback, Jacke aus dem Army-Store
Sonnenbrille, Ray Ban, Schal, Dior
Buttoned up, tatted up
Adolf Hitler
Tanz den Adolf Hitler, hey
Tanz den Adolf Hitler
Tanz, tanz den Adolf Hitler, hey
Tanz den Adolf Hitler
Tanz, tanz den Adolf Hitler
Ein deutscher Bad Boy
Ein deutscher Bad Boy
Nummer Eins, Parteimitgliedsnumber
Der erste Österreicher auf dem Spiegel-Cover
Bis eben war die Party das letzte wie dieses Einhorn
Alle wollen gehen, doch plötzlich fliege ich durch das Zeittor
Ladys finden meinen Quadrat-Bart perfekt
Sie lieben Adolf Hitler, nenn‘ es AH-Effekt
Denn die Jeans sind so eng, dass man sieht, was ich denk‘
Spann‘ die Muskeln an und die Knöpfe fliegen vom Hemd
Deine Großeltern kennen mich – frag sie, wer ich bin
Und jetzt hätt‘ ich gern ’ne Nase wie die Sphinx
Judenfrage? Gute Frage! Yeah, yeah, yeah, yeah
Hm, nächste Frage
Wer fährt im neuesten Ferrari vor?
Snapback, Jacke aus dem Army-Store
Sonnenbrille, Ray Ban, Schal, Dior
Buttoned up, tatted up
Adolf Hitler
Tanz den Adolf Hitler, hey
Tanz den Adolf Hitler
Tanz, tanz den Adolf Hitler, hey
Tanz den Adolf Hitler
Tanz, tanz den Adolf Hitler
Ein deutscher Bad Boy
Adolf Hitler
Tanz den Adolf Hitler
Tanz, tanz den Adolf Hitler, hey
Tanz den Adolf Hitler
Tanz, tanz den Adolf Hitler
Ein deutscher Bad Boy
Ein deutscher Bad Boy
Ich stehe auf der Liste, ich bin Adolf Hitler
Guck mal nochmal nach! „Adolf Hitler“
Songwriter: Berkan Akbiyik / Maxim Druener / Tarek Ebene / Nico Seyfried / Kevin Thomas / Gerrit Wessendorf
Songtext von Ich bin Adolf Hitler © Budde Music Publishing GmbH

Berlin, 30 April 1945 – Im Führerbunker brennt noch Licht. Ain’t no sunshine when he’s gone. Wir ziehen dieser Tage vorbei an den gelben Feldern in der deutschen Countryside, hier entsteht schönster Battle Raps, ölige Schmiere fürs Wortgerenkel und -gerichte, da muss doch was  zusammen reimen…

Adolf H. aus Braunau trifft eine wegweisende, auch später von vielen als richtig gepriesene Entscheidung: Er bringt sich um. Dass der Tag kein deutscher Nationalfeiertag geworden ist verwundert. Ein freier Firetag: Burn, baby burn, der Führer verbrannte im Erdloch mit Eva. Und im Grunde genommen ist die ganze Sache so hundsmiserabel, dass sie sich für Spott und Gags nicht eignet, ehrlich gesagt. Der deutsche Michel, als Prinzipienreiter, lässt nur wenige Ausnahmen zu und bleibt ansonsten hart und unnachgiebig: Der deutsche Führer ist kein Humorobjekt.

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1680/18: Update: Was wurde aus unserem Artikel 1652/18, indem es um #Crowdfunding für Bene Aperdannier und Lily Dahab ging?

Alder? Ick dreh dorsch! Abba richdick...

Alder? Ick dreh dorsch! Abba richdick…

Tourtermine 2018/19

24. Mai Berlin, A-Trane
25. Mai Berlin, A-Trane 
26. Mai Berlin, A-Trane
07. Juni Kaunas (LIT), Babtynas-Žemaitkiemis
08. Juni Vilnius (LIT), St.Catherine´s Church
09. Juni Palanga (LIT), Ramybe Club
12. Juni Hamburg, Stage Club
13. Juni Schwerin, Speicher
19. Juli Halle, Cultoursommer
20. Juli Straubing, Rivertone Festival
18. Oktober Kleinmachnow, KultRaum
19. Oktober Bad Homburg, Speicher
27. Oktober Dessau, Marienkirche
23. November Kassel, Theaterstübchen
24. November Dresden, Jazztage
07. Dezember Heidenheim, Duale Hochschule
19. Januar 2019 Minden, Jazzclub

Kurzgefasst: Das Crowdfunding-Ziel wurde erreicht. Besser: übertroffen.

Beide gehen jetzt auch auf Tournee, übrigens. Die Termine stehen oben. Bestens.

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1679/18: Nachruf: Michael-John „Bonzo“ Winter ist Jammen mit Prince, John-Henry Bonham, Jimi ist beim Regenbogen und überhaupt – Big as Funk!


BIG as FUNK -Reach the Sky (2015)

BIG as FUNK waren 2015: Sylvie (Vocals) Ines (Gitarre/Vocals) Udo (Gitarre/Recording) Mikel (Drums & More) DeeJay (Bass) Kamil (Saxophon) Sebastian (Posaune) Wilfried (Trompete)

Wir sind mit unseren Gedanken bei den Angehörigen und Freunden und der Frau von Mikel-John Bonzo Winter, Berlin, Schlagzeuger, dem unsere allerbesten Wünsche bei den letzten lebensbedrohlichen Operationen nicht ausgereicht haben. Mikel ist fortgegangen. Liebe, Respekt, Trauer und Mitgefühl.

Engste Freunde von MJ Winter teilen heute Morgen sichtbar via Facebook mit, dass Mikel es nicht geschafft hat.

Auch unsere besten Wünsche, Stoßgebete in den Rock’n-Roll-Heaven habe nichts genützt. Der Rock’n Roll hat sich diesen Schlagzeuger geholt. EmWe, wie er von engen Freunden genannt wurde, has „reached the sky“ – aus diesem Anlass ist der Song Reach The Sky“ von Big As Funk das Lied des Tages auf blackbirds.tv – Wir verneigen uns vor dem Verstorbenen.

Ruhe in Frieden, Mikel.

Eine Tulpe

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1652/18: Crowdfunding: Bene Aperdannier und Lily Dahab, Empanada, Saragossa und Salvador Dominech y Dalí

Fotoserie "A Crowd Of People Stood & Stared"

Fotoserie „A Crowd Of People Stood & Stared“


Selbstauslöser 08: Jazz mit Bene Aperdannier (via Spreeblick)

Fotothema: „A crowd of people stood & stared, they’d seen his face before.“ (A Day In A Life – The Beatles)

Bene Aperdannier ist Jazzmusiker, lebt in Berlin, aber hat hinreichend überall zu tun. Z.B. bei The Voice Of Germany. Oder anderswo. Ich kenne ihn auch als Keyboarder der Berlin-New Yorkerin Jocelyn B. Smith und habe ihn mehrfach in dieser Rolle beklatscht. Nicht als Klatschtante, etwa auf eins und drei, erstens weil Jazzer ohnehin umgekehrt klatschen. Also anders als Reggae-Fans. Ich schweife ab.

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1645/18: Geburtstag: Mark Eins (* 8. März 1956 in Flensburg), deutscher Musiker, Maler und Schauspieler.


DIN A Testbild – Get Started

Mark Eins, gebürtig Mark Christiansen wurde aus einem Flensburger Waisenheim adoptiert als Edmund Brummer (* 8. März 1956 in Flensburg) ist ein deutscher Musiker, Maler und Schauspieler.

blackbirds.tv gratuliert Mark Eins, dem einzigen Berliner, der wie Flensburger ploppt. Apropos: Großartiger Geburtstag, am Weltfrauentag! I’ve got the Power. Schimären vom Ewiggestrigen: Das Politbüro hat inzwischen abgedankt und die Band Kraftklub ausen Osten (Karl-Marx-Stadt) jubiliert: Keine Nacht für Niemand, Chemie, Chemie ya Chemie ya, Chemie yeah – Und er ist immer noch da und wartet nur auf Dich. In Berlin macht Mark Eins sein Ding, egal ob’s die anderen wagen…

Gesundheit, Glück in der Liebe und Musik, Musik. Alles neu. Und was macht der Eingefleischte (Stichwort: Flesh for Fantasy) heute? Richtig: Er sucht den Weltfrauentag der Kannibalen in Zivil im Berliner Tempodrom auf. Aber das macht er nur, wenn er eine sie ist. Zelebriert das Weib!

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1612/17: Personen: Zu Katharina Franck – Blueprint macht glücklich. Vieles andere aber auch. Eine Werkschau.


Rainbirds. Boy On The Beach

Zum Remix, der sogenannten „rock-a-way“ Version von Boy On The Beach, der zweiten Singleauskopplung des Rainbirds-Debutalbums, sind Live-Bilder von einem Auftritt in München im Frühling 1988 geschnitten. Mit Wolfgang Glum, Beckmann, Rodrigo Gonzalez und Katharina Franck. Regie: Roman Kuhn. Produktion: ARRI Film. Erschienen 21.06.1988.

Die Berliner Band Rainbirds wurde von Katharina Franck (g, voc) angeführt. So war es immer.

Sie war und ist das Quantum unverzichtbarer Bestandteil eines europaweiten Erfolgs deutscher Musikgeschichte. Die Rainbirds waren eine absolute Ausnahmeerscheinung. Dass es mit der ersten Rainbirds-Formation von Katharina Franck mit Michael Beckmann am Bass, Wolfgang Glum an den Drums und Rodrigo González (später, Gitarre) irgendwann vorbei war, ist Geschichte. Und bedauerlich. Eins der besten, deutschen Gitarrenriffs aller Zeiten steuerte der unglaublich versierte Hamburger Gitarrenprofessor Peter Weihe für den Song ‚Blueprint‘ bei. Es braucht nur ganz kurz angespielt zu werden. Unkundigste Musikfans erkennen diesen Song am Anfang des zweiten Takts. Katharina Franck, Rainbirds? Nie gehört. (Das Riff setzt ein) Ach, doch, warte mal, klar. Peter Weihe veredelte den Song mit einem Alleinstellungsmerkmal. Der Rest ist „the voice“, die glockenhelle Stimme von Katharina Franck ist erkennbar unter Tausenden von Sängerinnen.

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1605/17: Video: Benni Freibott Trio ‚Who I Am‘ – Thunderweather! Das Ding läuft…

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BENNI FREIBOTT TRIO plays WHO I AM – live in the studio

BENNI FREIBOTT – Kind Of Invisible: AMAZON: http://hyperurl.co/KOI_AZN ITUNES: http://hyperurl.co/KOI_ITNS GOOGLE: http://hyperurl.co/KOI_GGLE Facebook: – BENNI FREIBOTT TRIO: https://facebook.com/BenniFreibottTrio – Benni Freibott: https://facebook.com/BenniFreibott – Andrew „The Bullet“ Lauer: https://facebook.com/AndrewTheBulletL… – Tommy Fischer: https://facebook.com/tommy.fischer – Hendrik Holnäck: https://facebook.com/IAMOPTEC – OP-TEC Entertainment: https://facebook.com/OPTECENT BOOKING & CONTACT: http://www.op-tec.de // info@op-tec.de

Ein glockenheller Klang, ein gutgehendes Timbre, hat dieser kleine, dicke Mann namens Benni Freibott. Für das „dicke“ entschuldige ich mich auch gleich. Aber es gehört für mich dazu, Ross und Reiter zu nennen, wenn ich das Musikgeschehen kommentiere. Nein, ich bekomme einfach immer wieder gern Gänsehaut, wenn mich saugute Musik anmacht. Das ganze Trio weiß genau, was es tut, die Musik kann sich schöpferisch entfalten, sie entlädt sich orgiastisch.

Für mich ein absoluter Ausnahmemusiker: Benni Freibott.

Begleitet von zwei kongenialen Mitmusikern an den Drums (Tommy Fischer) und am Bass (Andrew Lauer).

Großer Stil, sich mit Musik zu befassen. Zu Herzen gehend.

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1590/17: Trends: Der wichtigste Mann von Kreuzberg wacht über die „Good Vibes“ aus der Raummitte heraus

In anderen Clubs ist es der Türsteher. Im Yorckschloss ist es ein Iron Man, der in der gedachten Raummitte steht. Anders als anderswo wacht der nicht über den Einlass nur bestimmter Gäste (Stichwort: Gesichtskontrolle), sondern über den Groove. Der Guardian Of The Groove ist eine künstlerische Ikone und inzwischen ein Wahrzeichen im Schloss der Schlösser. Im Yorckschlösschen. Schlecht ist nur, wenn wie Chicago singt, der Groove Guardian verlustig ginge eines Tages: If You leave me now… ♪♫♪

Ich war längere Zeit nicht im Yorckschlösschen.

Mich wehte ein Zeitfenster dorthin. Der Mann, mit dem ich mich treffen wollte, um in Kreuzberg herumzuflanieren, hatte keine Zeit.

Also besaß ich welche davon. Fasste den Entschluss, mal wieder ins Schlösschen zu gehen.

Jemand anderes, den ich wegen dieser Idee noch anrief, um ihn hinzu zu rufen, war gerade erst umgezogen und fand die Idee auch nicht wegweisend. Also so wie ich.

So stieß ich unangekündigt ins Yorckschlösschen und traf letztlich alte Bekannte. Auf der Bühne die Band Nat’s Corner, ein Zusammenschluss von am selben Musikgeschmack vereinigten Jazzmusikern um Andreas Gäbel (G) herum. Gesang Siri Svegler, Piano Stefan Brandenburg, Bass Randy Scott. Gut besucht war es. Natürlich muss ich auch schon aus Gründen der Correctness beim Vorsteher des Ladenlokals vorsprechen und so kam ich mit Olaf Dähmlow ein weiteres Mal ins Quatschen. Es großer Ausflug, ein weites Feld.

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1583/17: Video: Die negative Rolle der Beatmusik #HIStory


Erich Honecker zur Beatmusik in der DDR

Über eine lange Zeit hat DT-64 in seinem Musikprogramm einseitig die Beatmusik propagiert. Hinzu kam, dass es im Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend eine fehlerhafte Beurteilung der Beatmusik gab. Sie wurde als musikalischer Ausdruck des Zeitalters der technischen Revolution entdeckt. Dabei wurde übersehen, dass der Gegner diese Art Musik ausnutzt um durch Übersteigerung der Beatrhythmen, Jugendliche zu Exzessen aufzuputschen. Der schädliche Einfluss solcher Musik auf das Denken und Handeln von Jugendlichen, wurde grob unterschätzt. Niemand in unserem Staate hat etwas gegen eine gepflegte Beatmusik. Sie kann jedoch nicht als die alleinige und hauptsächliche Form der Tanzmusik betrachtet werden.

Mit klarem aufklärerischen Fokus berichtet diese Website weiterhin unbeugsam über wichtige Entwicklungen in der Populärmusik. Aber auch zu geschichtlich bedeutsamen Gesichtspunkten derselben: Soweit zur Geschichte der vormalige Genosse Erich H. (Saarland, Dachdeckergeselle) dies hier ausgeführt hat, sollten wir es in Erinnerung behalten. Denn: Gesagt ist gesagt.

Ich mag sie immer noch ganz gern: Diese Musik des Yeah, Yeah, Yeah

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* Walter Ulbricht und die Musik des Yeah Yeah Yeah

1577/17: Video: Gentleman – MTV Unplugged

 


Gentleman MTV Unplugged Full

Im Grunde genommen würde ich meine Entdeckung lieber Gentle Giant nennen. Aber das ist schon anderweitig besetzt.

Ich habe mir eine Folge Sing meinen Song angesehen. Alle haben mich genervt. Schau dir das mal an. Ich bin kein Reiter und habe von Pferden keine Ahnung, aber ich tat wie b fohlen. Da wiehert das Canasta und die Szene fallen einem aus dem Gesicht.

Besonders dieser Herr namens Otto aus Köln fiel mir Ungläubigen unglaublich aus dem staunenden Gesicht. Ich begann mich zu interessieren, von dem ich vorher nie gehört hatte. Ich habe wirklich große Ohren, bin seit den Siebziger Jahren Otto-Fan. Dass gegen Ende des gezeigten MTV-Unplugged Konzerts ein Sohn von Gott aus der BMW-Zentrale in Kingston auf der Bühne zusätzlich erscheint, hat was. Bass erstaunt zu sein verdient im Reggae keine Besonderheit. Der Drops ist gelutscht: Campino singt als Dritter mit, beim „Redemption Song“ – Ich liebe Bob Marley wirklich, habe ihn in der Berliner Waldbühne 1980 noch himself gesehen. Bevor er zu Jah ritt, im Miami verstarb, brachte er die letzten Wochen umme Ecke meiner Großeltern (Bad Wiessee, Tegernsee) zu.

Die BMW-Zentrale in Kingston von Bob Marley & the Wailers ist hier angesprochen. Der hingeschiedene Bundeskohl hat blühende Landschaften versprochen: Die deutsche Reggae-Musikerbase steht dem Vernehmen nach in Leipzig. Mein lieber Herr Gentleman: Ich bin tief beeindruckt. Dankbar bin ich. Sehr dankbar. Ein Fan mehr.

Als Gentleman im Geiste verlinke ich weiterführend…

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1571/17: Video: Eddy Kante, Ex-Bodyguard von Udo Lindenberg #Gespräch #WDR


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