1564/17: Trends: Vom Sterben der Instrumente – und dem Kampf dagegen heute Abend im Artenschutztheater


295/13: Grosse Musiker: Marko Djordjevic (New York), ‚A Serbian in New York‘ #BDW 2013

Heute Abend treffen um 22 Uhr zwei in Berlin lebende Musiker an Bass und Gitarre, die das Spielen in Echtzeit noch nicht verlernt haben, auf den in New York lebenden serbischen Schlagzeuger Marko Djordjevic. Deren Zusammenspiel ist mehr als atemberaubend, nein fulminant. Das Video habe ich 2013 im August auf einer Veranstaltung von Dirk Erchingers Drumtrainer Berlin selbst aufgenommen und es zeigt in bester Stadtguerrilla-Manier, wie man ungebremste Spielfreude einfängt: Wackelig, pixelig und Spaß machend. Das Artenschutztheater ist unten verlinkt. Viel Spaß.

Instrumente sind eben heutzutage nicht mehr solche, wie wir sie früher definierten, mit Handsatzkunde und Tritoptrallala, Ausdruck, Fingerfertigkeit. Heutzutage sind Instrumente eher Tools, bedienbar auf einem digitalen Reißbrett (nicht Reisbett). Man programmiert, stöpselt und pitched und überlässt dem Computer die Ausführung. Sehr gern mit Random. Man lässt sich auch sehr gern etwas aus der fertigen Library anbieten. Da gab’s doch mal was von Jimi Hendrix, das sie so gut nachgebaut haben bei Virtual Guitarist? Das nehm ich mal und mixe es mit Kurt Cobains Art, Akustikgitarre zu spielen, aus dem Unplugged von MTV.

Das habe ich heute auf Facebook in die Spezialistengruppe:Musikerwitze als Kommentar geschrieben. Zu einem Artikel online, den ich gern nachfolgend verlinke und der besonderen Aufmerksamkeit der Leser empfehle. Und schaltet heute Abend mal die Plugins ab und das Smartphone: Es gibt atemberaubendes Zusammenspiel: Eine Menage A Trois von drei wunderbaren Könnern ihres Instruments.

Weiterführend

1411/16: Rechtsprechung: Zum Bundesverfassungsgericht, Moses Pelham + Kraftwerk – Urteil 31. Mai 16 – 1 BvR 1585/13 #Sampling

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Steht der künstlerischen Entfaltungsfreiheit ein Eingriff in das Tonträgerherstellerrecht gegenüber, der die Verwertungsmöglichkeiten nur geringfügig beschränkt, können die Verwertungsinteressen des Tonträgerherstellers zugunsten der Freiheit der künstlerischen Auseinandersetzung zurückzutreten haben. Dies hat das Bundesverfassungsgerichts mit heute verkündetem Urteil entschieden. Er hat damit einer Verfassungsbeschwerde stattgegeben, die sich gegen die Feststellung wendete, dass die Übernahme einer zweisekündigen Rhythmussequenz aus der Tonspur des Musikstücks „Metall auf Metall“ der Band „Kraftwerk“ in den Titel „Nur mir“ im Wege des sogenannten Sampling einen Eingriff in das Tonträgerherstellerrecht darstelle, der nicht durch das Recht auf freie Benutzung (§ 24 Abs. 1 UrhG) gerechtfertigt sei. Das vom Bundesgerichtshof für die Anwendbarkeit des § 24 Abs. 1 UrhG auf Eingriffe in das Tonträgerherstellerrecht eingeführte zusätzliche Kriterium der fehlenden gleichwertigen Nachspielbarkeit der übernommenen Sequenz ist nicht geeignet, einen verhältnismäßigen Ausgleich zwischen dem Interesse an einer ungehinderten künstlerischen Fortentwicklung und den Eigentumsinteressen der Tonträgerproduzenten herzustellen.

Letztlich ist vielverbreitet moderner Journalismus, auch wie er in Blogs betrieben wird, Sampling. Die zeitgenössische, sekundenhafte Wiedergabe von vorgekautem Tobak. Bzw. vorgeschnupftem. Der nur geringfügig veränderte Einleitungssatz dieses Artikels ist ein Zitat aus einer Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts heute morgen. Der Musiker Moses Pelham hat gegenüber der Düsseldorfer Band Kraftwerk (nicht Kraftclub) obsiegt. Das Urteil wird Bedeutung haben für die gesamte Branche. Die BGH-Richter hatten zuvor entschieden, dass ein fremder Beat – und sei er noch so kurz – nur dann einfach kopiert werden darf, wenn er nicht gleichwertig nachgespielt werden kann. Für die kurze Zeit von vier Jahren hätten also äußerst gute Schlagzeuger mit weitreichenden Instrumentenkenntnissen einen klaren beruflichen Vorsprung gehabt, weil der BGH das Nachspielen extrem guter, bisweilen schwieriger Beats für prioritär hielt. Die BVG-Entscheidung schiebt da einen Riegel vor. Nachaffen, also Drummer, die erfolgsverwöhnte Beats hammerhart exakt nachzimmern, haben heute morgen einen Auftragsstopp bekommen. Schade für Drummer wie Jan „Stix“ Pfennig oder Ralf Gustke bzw. Felix Lehrmann, die für gute, gekonnte Grooves und „Groove wie Sau“ in diesem Genre herausragend stehen.

Heute nehmen wir das Bundesverfassungsgericht zur Kenntnis und sampleln das juristische Substrat. Schon morgen wird weiter abgekupfert: Wie im obigen Journalismus ist Musik heutzutage vielfach und verallgemeinernd mit oder ohne Bedauern feststellend, ein Sampling des bereits Gewesenen. So richtig originale Musik täte vielfach besser. Allerdings ist es auch nicht die Aufgabe des tulipanischen Berichterstatters aus Schwarzvogelstan, die allgemeine Verbesserung von Musik zu fordern, indem jedes Sampling unterlassen werde. Nein, es sind auch viele gute Musikstückchen, Tortenstückchen der Popmusikindustrie durchs Gerühr und Gequirle mit Sampling-Apparaten herausgekommen.

Wohl bekomms. Wir bleiben auf Beobachtungskurs. Ein Foto, für das wir keine Nutzungsrechte besitzen, ist heute in der Spezialistengruppe:Musikerrwitze auf facebook aufgetaucht und trägt eventuell durchaus die Bezeichnung „Das Foto des Tages“, doch schaut selbst….

Weiterführend
Gelinkt: Die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichs im kompletten Wortlaut
Empfohlen: Dokumentarfilmer antwortet Niggemeier auf einen Schmierenjournalismusvorwurf zum Thema Xavier Naidoo #Lesetipps

Die Messer wetzen (gif)

1386/16: Trends: Geht es den Bach runter mit der Musikmesse Frankfurt? Verschaukelt die Messe ihre Besucher?

trendbarometer

Schaukeln (gif)

Willkommen in der Gemeinschaft! from Uwe Hassbecker on Vimeo.

Die Musikmesse für Percussion dieses Jahr ist so interessant, wie einen Stick den ganzen Tag zu lutschen. Ich glaube, da ist mehr Inhalt… – José Cortijo, Prof. für Percussion, über die Musikmesse Frankfurt (via facebook)

Niemand hat die Absicht, einen Trend herbeizuschreiben. Wirklich rein zufällig fasste Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker die Stimmung zusammen, als er im Studio über die Gesamtsituation nachdachte. Sehr gelungen.

Doch es ist unüberhörbar. Galt die Messe über Jahrzehnte als wichtiger melting point der Musikinstrumentenindustrie, sind immer mehr Musiker und Instrumentenhändler von der Messe enttäuscht und wenden sich von ihr ab. Zu hohe Standplatzmieten, ein immer beliebiges in Zeiten digitaler Weltumbrüche austauschbares 19″-Equipment, das keine sonderlich großen Präsentationsflächen mehr benötigt („Das geht doch auch über Internet.“) und der Rückzug großer Traditionsmarken (Stichwort: Sonor veranstaltet inzwischen eine eigene Hausmesse). Es sieht alles andere als gut aus für die Frankfurter Musikmesse. Zitat eines kundigen Messebesuchers: „Bin auf dem Rückweg von der Musikmesse. Die Schlagzeugausstellung ist derweil leider deutlich geschrumpft.“

Stirbt jetzt erst der ECHO oder wird gegen den TONIO ausgetauscht und müssen künftig alle anstatt nach Frankfurt/Main nach Anaheim, California, zur NAMM fahren, aber das wäre in der Tat aufwändiger bis hin zum Erbrechen der gesamtem Musikindustrie. Quo vadis, Musikmesse Frankfurt? – Im Unterschied zur NAMM sei die Musikmesse eine Veranstaltung von Organisatoren, die heute auch mal eine Musikmesse machen, aber schon morgen Autos, Boote und Tulpen aus Amsterdam messetechnisch bewerben.

Die Stimmen aus dem messemusikalischen Untergrund wurden via facebook als erkennbarer Trend zur Haltung eingefangen und in persönlichen Kontakten bestätigt. Klar wird: Man nützt auch gern die Zeit, um endlich einmal ausgiebig schaukeln zu gehen.

 

1385/16: News: Die Gegenveranstaltung, die den Echo überflüssig macht? Oder ihn überlebt? It´s Time for A #Tonio

icon NEWS news

Presseecho - Medienecho

Beat Gottwald (Manager und Musikunternehmer, Inhaber von Beat The Rich, Landstreicher Booking, Check Your Head und Krasser Stoff)
Mark Löscher (General Manager bei der Hörstmann Unternehmensgruppe, u.a. INTRO, FESTIVALGUIDE und Festivals wie MELT! und SPLASH! )
Anne Haffmanns (Geschäftsführerin und Labelmanagerin Domino Recording Company Deutschland GmbH)
Willy Ehmann (Senior Vice President Sony Music / Domestic Division GSA)
Götz Gottschalk (Manager und Musikunternehmer, Inhaber & Gesellschafter von NESOLA, Premium Blend, Jackmode und Merchstore
Eric Landmann (Aufsichtsrat Zentralrat Mitte: Events, Markenkommunikation; Gastronom; Management bei Landmann-Dohm GbR, u.a. Beatsteaks)
Daniel Fiedler (ZDF, Leitung Kultur Berlin)
Stephan Velten (Inhaber und Geschäftsführer Check Your Head, Musik-PR; Management Beat The Rich)
Torsten Groß (freier Kulturjournalist, Autor und Producer Arte Tracks, Autor)

(Vorstand des Vereins, Zusammensetzung)

Die zunehmende Zahl der Kritiker am deutschen ECHO wird stärker und formiert sich. Zuviel Küsschen, Küsschen, Heitschi dei und Wir haben uns alle lieb-Gestus, aber keine Innovation und echte Förderung guter, bester Musik. Das Vorhaben ist edel, die Idee aber schwierig umzusetzen. Wir gehen auf Beobachtung und bleiben gespannt.

Praktisch zeitgleich zum gestrigen Echo erscheint heute die erste Stellungnahme, die auf einen großen ganzen Plan hinweist. Der Echo, an sich sei eine gute Sache gewesen, doch er habe sich überlebt. Einen neuen, echten Jurypreis für herausragende Leistungen möchten sie zimmern, die Initiatoren des TONIO. Praktisch seit heute wird auf den Plan auch offiziell hingewiesen. Der TONIO wird erstmals im Herbst 2016 verliehen. Man darf gespannt bleiben.

Wir verlinken die neue Website: hier entlang bitte

1221/15: Lied des Tages: Griechischer Grexit, europäische Union und „Lass mich, ich muss Wein.“

_icon.Tageslied

Udo.Juergens

Udo Jürgens mit dem Johann-Strauss-Orchester Frankfurt (Frankfurter Sinfoniker) unter Leitung von Günther Gräf, dem Orchester Pepe Lienhard und dem Studio Chor Frankfurt unter der Leitung von Alexander Muchin bei einem HR-Live-Mittschnitt des Konzertes beim Hessentag 1998 in Erbach.

Sein Tot ist hier beklagt worden in einem Nachruf.

Eine opulente, andersartige Version des berühmtesten deutschen Liedes „pro Greece“ (und damit nicht #Grexit), einer der absoluten deutschen Gastarbeiter-Evergreens, den jeder kennt.

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1170/15: Positionen: Der Musikinstrumentenmarkt verändert sich massiv: und was bleibt, was wird?

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Ich habe weder Betriebswirtschaft noch Marketing studiert, sondern bin gelernter Feingerätemechaniker. Die Musik ist aber mein Leben und das verbringe ich seit meinem 12. Lebensjahr in der Firma Thomann. Mein Vater hat mir früh die Leitung des Unternehmens übertragen und mir den wertvollen Tipp mit auf den Weg gegeben, immer auf die Kunden zu hören und von ihnen zu lernen. (Hans Thomann, Vorstellung, hier)

Im Grunde ist das Rennen entschieden. Die Sache ist gelaufen.

Gewonnen haben für einen Zeitraum von zehn, zwanzig Jahren die großen Onlineversender.

Das boomende Geschäft mit dem Onlinehandel macht die Menschen nicht insgesamt glücklicher, sondern dümmer und flacher. Schreiende Schuhkäufer (Zalando) gelten als großartige werbewirksame Ikonen. Man kann nur hoffen, dass Musiker anders sind. Den Versuch, uns zu perfekten Schuhkäufern im übertragenen Sinne zu machen, erleben wir bereits. Dafür gibt es jetzt sensationelle „Bundles“. Wow.  Aber wirklich große Erlebnisse im Einzelhandel sind dafür nahezu weggebrochen: Von Haptik kann niemand mehr sprechen. Das Einkaufserlebnis, in einem gutsortierten, angenehm duftenden Laden zu gehen, Dinge anzufassen und zu „begreifen“, ob wir etwas wirklich benötigen, ist dem Flatscreen gewichen. Zweidimensional gehen wir einkaufen. Per Mausklick, am Schirm.

Noch sind die entscheidenden Schlachten im Netz nicht geschlagen. Google Nose: Das Riechen am Parfüm bzw. am Satz Saiten. Google Glass, das mehrdimensionale Schauen, Scannen und nötigenfalls das Verpixeln von Privatsquäre, all das steckt noch in den Kinderschuhen. In der Zwischenzeit sind diejenigen groß und fett geworden, die zur richtigen Zeit den richtigen Riecher hatten.

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1080/14: Trends: Der Montag im allumfassenden Überblick – Tokio Hotel, Unheilig, todo-Listen und Musikerwitze

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Die Nachricht kam via Twitter:

Schlug ein wie eine Bombe. Was war? Zuvor war über twitter zu lesen:

Derartige Nachrichten sind nicht frei von Interpretationsspielräumen. Dass der Graf beschlossen haben könnte, Tokio Hotel aufzulösen, wurde bereits in der Spezialistengruppe: Musikerwitze (Mitglied Gracia, dafür Chapeau!) gemutmaßt. Überhaupt: Den Tag richtig organisieren, dafür ein todo-Liste aufstellen.

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909/14: Lesezeichen: Eine Deutschlandkarte des Musikgeschmacks zeigt, wo man was hört…

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Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #Alan Parsons

Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #Alan Parsons

Der deutsche Musikgeschmack nach Spotify (Quelle: Die Zeit, verlinkt)

Der deutsche Musikgeschmack nach Spotify (Quelle: Die Zeit, verlinkt)

Doof an Lesezeichen ist, dass sie den Leser sogleich wieder in die Weiten des Internets weiter empfehlen. Warum das alles? Genau: Selbstlosigkeit im Interesse der Sache an sich. So ist es. – Bleibt noch Zeit für eine kritische Nachfrage: Sind die Daten, die Spotify angesichts eigener Hörerzahlen erhebt, überhaupt repräsentativ? Oder fallen nicht viele Menschen durch dieses Raster des beliebigen Musikgeschmacks, weil sie schlicht nicht auf „flatrate-„-Saufen irgendwelcher Musikbibliotheken stehen und ihre Musik lieber konventionell erwerben?

Wir fragen uns ja alle: Wo ist nur die Zeit geblieben? – Spotify sagts: Beim flatrate-Musikhören. Und Die Zeit weiß Bescheid und visualisiert das ganze. Die Schöpfungstiefe dessen bleibt uns noch verborgen, die Idee hingegen loben wir durchaus. Allerdings bleibt unbeantwortet, inwiefern Otto Waalkes in Leer musikalisch relevant ist? Denn er wohnt als „Friesenjung hinterm Deich“. Ohohh! – Auch Ernst Mosch und Helene Fischer tauchen nicht auf? Nanu nana na….♪♫♪ pfeif!

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689/12: Trendbarometer: Wohin wandert das Uhrheberrecht? Und ist es nicht ohnehin bewölkt über unseren Köpfen?

The Rotten Recordings - performed by Tommy Tulip & Soundcloud
The Rotten Recordings – performed by Tommy Tulip & Soundcloud

Diese ganze Urheberrechtsdebatte treibt schon skurrile Blüten. Aktuell lässt ein Musiker seine Auftrittsvideos „post embeddem“ (nach deren Einbindung auf einer weiteren, der hiesigen Website) löschen, weil er im Nachhinein glaubt, dabei schlecht weggekommen zu sein. Dabei war er gut weggekommen. Ein tiefer künstlerischer, ja laienhafter Anfänger-Fehler, wie sich noch herausstellen wird. Man biegt sich die „verdammte Presse“ nicht zurecht und degradiert sie zu Handlangern des Marketings. Denn das Imperium kann auch zurückschlagen, no doubt! Getroffen ist die Redaktionsehre!

Vielleicht sind wir alle schon meschugge oder wenigstens ein bisschen „plem plem“, oder wie man so sagt. Wenn man was sagt. Bzw. was zu sagen hat. So genau weiß das niemand. Ich habe jetzt schon eine Weile Soundcloud am Start und ich finde „das Gerät“ haptisch, visuell und bedienungsmäßig sehr gut gemacht. Ähnlich wie ein Großbauer kann ich nun meine persönliche Landluft-Wolke (neudeutsch: Cloud) über mir wabern lassen. Oder über anderen. Auf den Gedanken, dass wer eine Cloud betreibt, auch klaut, komme ich erst nach stärkerem Nachdenken. Dies allerdings ist gewiss: Qualität ist immer das Ergebnis angestrengten Nachdenkens. So wie bei Lorenz Meyer, Großmeister des Sheng Fui, Wohnsitz: im Herbst in Peking und sonst auch.

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673/12: Trendbarometer: Alle Parameter stehen auf „Go“ – Plan B reformiert sich selbst!


Plan B (Berlin) – Grab it! 2012 (via Youtube)

Coming back for more: Plan B aus Berlin, zum ersten Mal seit 18 Jahren wieder live auf der Bühne: 6. Juni 2012 — Hamburg, Molotow – 7. Juni 2012 — Berlin, Lido – Hier die neue Version von „Grab it!“, aufgenommen im April 2012 in den Berliner Trixx-Studios von Klaus Knapp, wo die Band damals auch ihre allerersten Demos erstellt hat. Der Song ist als legaler und kostenfreier Download unter http://soundcloud.com/plan-b-berlin/grab-it-2012 erhältlich und wird später auch bei iTunes, Spotify usw. zu finden sein. Stay tuned: http://fb.com/planb.berlin – Twitter: @_plan_b_ http://planb-berlin.com

Und binnen weniger Tage 4.000 Klicks. Das muss erst mal jemand nachmachen. Ganz schön tricky: Sie arbeiten mit Trixx, Plan B! Rubbel die Katz: Plan B gibt´s jetzt mit Bläsersatz. Haha….

Man darf gespannt bleiben. Im Grunde würden wir diese neue, alte Band gern auf dem einzigen und wahren Sommerfestival des Konzertsommers 2012 sehen. Was? Genau: Das Festival heißt Greenville Musik Festival und findet am 27.07. – 30.07.2012 vor den Toren von Berlin, im schönen Paaren statt. Der Konzertteaser unsererseits ist hier verlinkt. Übrigens: Karten kann man schon kaufen!

 (EP)

 

611/11: Gigs, Preview: Heute findet der erste Musiker-Stammtisch im Yorkschlösschen statt

 Veranstaltungstipp des Monats

 

Ist ein Musiker-Stammtisch ein „Gig“ und dies hier davon ein „Preview“? Na klar, was denn sonst? Musiker haben gern große Auftritte. Und ein Besuch beim ersten der künftig regelmäßig stattfindenden Stammtische im Yorckschlösschen, das kann man so ein bisschen wie ein „warm up“ zum nächsten Riesengig auffassen! Also da hin! 

Neu aufgelegt hat Olaf Dähmlow vom Yorkschlösschen die Idee vom Musiker-Stammtisch zu regelmäßigen Zeiten und an wiederkehrenden Terminloops (wow, musikalisch ausgedrückt vom Feinsten). Also, das wäre dann der erste Montag im Monat. Womit wir auch schon bei der allerersten Ausnahme hiervon sind: Diesmal ist das allererste Mal und gleich wird die Sinnkette gebrochen: am ersten Montag war dazu keine Zeit. Doch jetzt, also heute.

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606/11: Trendbarometer: Im Quasimodo ist die Hölle los! #Quasimodo Live Jam

Das ist eine erfreuliche Rückkoppelung aus dem Quasimodo an der Kantstr. in Berlin-Charlottenburg. Wir hatten intensiv versucht, darüber zu informieren, wie die Parameter der „Live Jam“ genannten Veranstaltung seit der Sommerpause erfolgreich umgestrickt wurden.  Heute Abend sind bei der Live-Session über 300 Leute, es ist also „rappelvoll“. Genau so wünscht man sich diese relevante Veranstaltung von „freestyle“-Open Source-Musik. Weiter so. Der Ursprungsartikel ist verlinkt.

Ob jetzt die Programm-Verantwortlichen im Quasimodo eine Art Tisch- und Stehplatzreservierung durchführen müssen? Ach Quatsch. Das ist nicht OpenSource, das ist „open house“ und „da groove is in da house, yeah!“ – Geht doch mal dahin.

(EP)

576/11: Lied des Tages: „I am alive“ – Roompilots – Sei dabei beim Voting auf starfm.de!

Es ist kein Geheimnis und obwohl ich jetzt grien: Crille spielt Klampfe im Soundgestalt-Team. Es macht schon mal „rippel“, „tschiep“ und „krawerppp!, die Gitarre des Herrn heißt Duesenberg!“ #Tommy Tulips Rüttelreime 

Im Grunde genommen gibt es die Roompilots aus Berlin schon länger als Aviation („Aviation is the design, development, production, operation, and use of aircraft, „especially heavier-than-air aircraft“. Aviation is derived from avis, the Latin word for bird.“ – aus wikipedia) und wer „Angst vorm Fliegen“ hat, weiß schon warum! Dass dieses gänzlich grundlos ist, ist allerdings inzwischen allgemein bekannt geworden. Denn die Roompilots wiegen schwerer als Luft, especially!

Denn nicht nur traten die Herren schon hier und da auf, wie z.B. auch im Tropical Island, aber auch auf diversen Open Airs. Aktuell geht es um eine weitere Wurst namens Harley Davidson. Wer diese Motorräder schätzt, weiß auch, was Nichtliebhaber über diese Mopeds „unken“. Die einen sagen, das sind so Bikes, mit denen Verbrecher, Rocker und tätowierte Spinner herumfahren. Die Anderen sagen, das sei nur was für gut verdienende Architekten, Rechtsanwälte und Steuerberater. Die übrigens selbst tätowiert sein können. Wer könne sich schließlich eine Harley Davidson leisten? Nun, damit sind wir beim Image und das soll sich ändern. Dabei könnt Ihr jetzt mithelfen.

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505/11: Trendbarometer: Der Eurovision Song Contest (ESC) und das Käseigel-Prinzip!

Lege ich auf meiner Geburtstagsparty ein Stück Käse hin, bleibt es liegen. Schneide ich es in Würfel, wird alles aufgegessen. Obwohl der Käse genau der gleiche ist. Bequemlichkeit erklärt’s zum Teil. Aber nicht nur das: An sich weiß im Wellness-Zeitalter jeder, dass größere Mengen cholesterinhaltiger Lebensmittel am späten Abend nicht gerade gesund sind. Doch die Grenze zwischen „dick werden“ und „nicht dick werden“ verschwimmt mit den offerierten Häppchen. Einer solchen Salamitaktik des Schrittchen-für-Schrittchen halten auch gute Vorsätze kaum stand. (Süddeutsche Zeitung, Jetzt, hier)

Im Prinzip ist der Käseigel aber auch und vor allem Ausdruck unserer deutschen Partykultur, mit Basis in den Mittfünfzigern, geschätzt. Noch immer gilt der Käseigel, auch für heute Abend. Verbindet man das deutsche Partyprinzip mit rechtfertigenden Anlässen wie Fußball-WM oder eben ESC (jetzt: 2011), dann gilt der zuvor sorgsam gesteckte Käseigel zugleich auch als Prinzip Hoffnung. Denn gut Ding will Vorausplanung haben. Nie vorher war ein so schlechter Musik-Wettbewerb, wie der ESC Anlass zu so viel Vorfreude wie jetzt. Denn Lena Meyer-Landrut hatte ihn aus der „schlechtesten Ecke denkbarer Musik“ herausgeholt und 2010 den Preis nach Deutschland geholt.

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504/11: Trendbarometer: Der Trend geht eindeutig in Richtung Gemüse, Fleisch, Holz, Metall ist out!

Worldwide one of a kind, the Vegetable Orchestra performs on instruments made of fresh vegetables. The utilization of various ever refined vegetable instruments creates a musically and aesthetically unique sound universe. The Vegetable Orchestra was founded in 1998. Based in Vienna, the Vegetable Orchestra plays concerts in all over the world. #Selbstdarstellung des Vegetable Orchestra auf Website, Link unten

Eingekauft wird zur Probenvorbereitung nicht mehr bei just-music, Thomann & Konsorten. Denn denen fehlt die lebensmittelrechtliche Erfahrung, ihnen fehlt es an Frischhaltemöglichkeiten, Einlagerung und Kühl-know-how. Was die Frauen und Männer dieses Orchesters bespielen, um Musik darzubieten, stammt vom Wochenmarkt. Das Gemüse wird vorher ordentlich selektiert, braune und Quetschstellen sind verpönt. Ob die Klassifizierung „Bio“ erforderlich ist, haben sie nicht verraten. Aber sie können Takte halten, wenn sie auf Kürbissen, Salatköpfen, Gurkenhöhlen und Möhren und sogar Paprikaschoten herumpräkeln, drauf blasen oder sie schlicht schütteln. Damit unterscheiden sie sich schon vom talentlosen Percussionisten. Der Weg ist das Ziel und die Vorbereitung ist fürs Gelingen entscheidend.

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502/11: Trendbarometer: Wer war denn nun die beste Ostrockband? #Meinungssplitter

Als geborener DDR-Bürger geht mir diese ganze Ost-Tümelei ziemlichauf den Geist. Heute tun alle so, als wenn sie in ihrem Leben nie etwas anderes als Ost-Rock gehört hätten.Sie trinken natürlich nur das Bier von hier. Lesen nur unsere Ost-Super-Illu und die Ost-Indianerfilme mit dem Pierre Brice des Osten waren eh die… Besten. Ist doch alles ein ausgemachter Humbuck, den der blöde Ossi auch noch freiwillig schluckt und sich zum gesamtdeutschen Deppen macht. Leute ! Wo bleibt Euer Selbstvertrauen? Wie war es denn wirklich! Hast Du damals mit Deiner Band im Ansatz mal einen DDR-Titel gespielt , haben sie Dich bei den Dorfmuggen glatt rausgeprügelt, wenn Du nicht zum tausendsten Mal die Stones oder CCR gespielt hast…… Bitte nicht falsch verstehen. Ich achte die ehemaligen DDR-Kollegen und bin mit vielen auch befreundet.Es gab vergleichsweise mit den Krautrock-Nummern musikalisch viel Gutes in DDR. Wenn sich eine Band wie beispielsweise Silly nicht auf den alten Lorbeeren ausruht und sich trotzdem treu bleibt, hat das meine größte Hochachtung.

Meint zu solchen Umfragen Bodo Spliteser und es ist selbsterklärend. Es ist eine Meinung. Jemand hatte ihn das gefragt.

481/11: Prognosen: Wo liegt genau die Zukunft der guten Musik? Eine Prognose! Die Basis Edo Zanki!

Banner Gesagt ist gesagt!

Die Zukunft guter Musik ist unverzerrt und reinen Klanges. Das bedeutet kein Verbot von Verzerrungen und röhrigem Rauschen, von Spitzen und Falsett. Doch das kann nur die Ausnahme sein, die Steigerungsform. Im Grunde genommen ist gute Musik unverzerrt, klar und reinen Klanges. Diese Art Musik setzt sich durch, auf Dauer. #Morgengedanken

Ohne Worte. Mehr habe ich heute nicht zu sagen. Ach ja, noch das: Danke, Alex, für den Hinweis auf Edo Zanki´s Song „Ein neuer Tag“. Wow.

280/10: Trendbarometer: Quasimodo gibt in Kürze ein iPhone-App frei, dann gibt’s Termine aufs iPhone

Der Unterschied zwischen früher und heute? Na, ganz einfach. Anfang der 80-er spielten alle quasi Midi. Heute sind wir wieder ein Stück weiter, vielleicht auch ein Stück zurück in die Vergangenheit. Jetzt wird wieder „quasi Modo gespielt, also live, handgemacht, quasimodal“! Verstescht? Wenn nicht, is egal, kannste kieken gehen: ins Quasimodo Berlin!

Die gute alte Mahalia Jackson, sie hätte „gospelant“ verkündet: „Oh, in the Name of Jesus! There´s an App at the fu*k*ng itunes-Store.“ Beim Quasimodo fällt die Ankündigung knapper aus. Man will das eventuelle Livepublikum „befriedigen“. Wann und wo auch immer, sollen sich Zauderer und Zögerer und vor allem auch Fans einen (Termin) runterholen können: das iPhone-App wird es kostenlos geben. Das ganze Programm steht dann jederzeit überall zur Verfügung und Karten soll man darüber auch buchen können. Gute Sache! Weiter so! Bitte Bescheid geben, wenn der download fertig ist.

270/10: Trendbarometer: Was dem einen der Mausklick, ist dem anderen sein Salär. #Gema-Recht

Ein Klick auf www.gema.de offenbart heute folgendes Echo:

(soeben probiert)

Was ist da los? Wir wollten uns erkundigen, was aus dem Rechtsstreit mit Youtube geworden ist. Das Problem liegt auf der Watchliste von blackbirds.tv. Nichts. Ist die GEMA sprachlos geworden? Mitnichten. Sie hat auch ein Blog, das man hier erreichen kann. Dort steht:

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259/10: Linktipp: Mieter machen in Aushängen gegen die Seventies mobil! Es droht ein Disco Inferno!


September – Earth, Wind & Fire (via Youtube)

 Trendbarometer: Was Disco Inferno Berlin angeht, geht der Trend zum Zweitkonzert.

Das kennt man ja vom Sarrazenen, dem ehemaligen Finanzsenator von Berlin: mit Minderheiten grollen und diese für gentechnisch verblödet erklären. Ähnlich ist die „Anschreibe“ eines Hausbewohners als Aushang zu verstehen, der einen Mitbewohner seines Hauses -unpassend- per Aushang auffordert, die Siebziger-Jahre-Kollektion nicht mehr so laut zu hören, das sei sein bekannter schlechter Musikgeschmack.

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214/10: Trendbarometer: Der 26.06.2010 ist für Berliner ein schwieriger Tag: praktische Orgahilfen!

blackbirds.tv hat die Terminlage in den kommenden Wochen sorgfältig analysiert und sieht Problemtrends lange im Vorhinein! Eine solche Problemlage entsteht am Samstag, den 26.06.2010 für den gewöhnlichen Berliner Kulturlüstling. Deshalb hier der Hinweis und zugleich praktische Hilfe.

Wer das Konzert des Oberkreuzberger Nasenflötenorchesters um 21 Uhr in Berlin-Neukölln (siehe Konzerthinweise) nicht verpassen möchte, aber gleichzeitig Disco Inferno Berlin unverzichtbar findet, der buche bereits jetzt die Karten für das Quasimodo im Vorverkauf. Erfahrungsgemäß geht es dort um 22:30 Uhr los und die schillernde Diskolokomotive prustet los. Beide Konzerte sind hier aus Fairnessgründen rechtzeitig angekündigt.

Ein Grund für blackbirds.tv, den Oberkreuzberger Nasenflöten Kollegialität, Achtung und Pünktlichkeit ins Gesangs- bzw. Flötenbuch zu schreiben: Fangen die Oberkreuzberger Nasenflöten pünktlich an, kann der discosüchtige Tanz- und Hoppelbär sich gut eine Zeitstunde bei Bier und Nasenflöten vergnügen, um dann Richtung Quasimodo aufzubrechen. Guter Tipp, oder?

207/10: Direktimport: Aus Peru erreichen uns „Galletas de Coca y Avena“ – Kekse aus Kokablättern

Testergebnis der Redaktion: Geschmacklich ausgewogen, mit leicht grasig hervortretender Note, sind die Kekse eine gute Alternative zum üblichen Junkfood auftretender Rockmusiker vor und wahlweise auch nach Gigs.

Es ist Zeit, endlich mit diesen ganzen dämlichen Vorurteilen gegen Rockmusiker Schluss zu machen. Längst ist die Zeit vorbei, als Musiker noch regelmäßig harte, mittelharte und weiche Drogen konsumierten. Den gesellschaftspolitischen Diskurs hat Dave Kobrehel aus der Schweiz ins Rollen gebracht. Das Netzrauschen stieg merklich an, es erschienen überall Berichte darüber, dass Musiker weniger Drogen nehmen als bislang angenommen. Auch wir hatten darüber berichtet.

Aus aktuellem Anlass wenden wir uns heute dem Thema Fitness und Appetizing, Catering und Keksing wieder zu: besitzt doch das Essen vor und nach dem Gig für jeden durchschnittlichen Musiker einen äußerst wichtigen Stellenwert. Paul McCartney, beispielsweise, ist dafür bekannt, dass es in seiner „Fresshöhle“ zugeht wie in einem Ashram. Grundsätzlich darf dort nicht einmal Leder getragen werden, weder an Schuhen, noch Gürtel, kurz: nichts Tierisches. Dafür aber tierisch leckere Leckereien aus aller Herren Länder, soweit sie nur eins erfüllen: Sie müssen den strengen Codes der veganen Küche entsprechen. Na bitte. blackbirds.tv kann heute in dieselbe Kerbe hauen und tut es auch.

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164/10: Trendbarometer: Die Geschichte der längeren Bandnamen ist alt, ganz schön alt….

Bandreinkarnation dieser Tage in Berlin:

The famous, xtraordinary blackbirds.tv feat. Rian Es on the Humble Pie of Apple Cheese Cake (ungefährer Bandname in Planung)

Paul McCartney (wer?) hat das mal so erzählt. Der George Harrison (wer?) hielt sich 1967 kiffend und sinnierend in Frisco (San Francisco) auf in der Bay. Das war eine wilde Zeit. Aha. Überall schossen an der Westküste der Staaten so neue Bands aus dem Nichts, mit merkwürdigen Namen. Ein solcher merkwürdiger Langname war beispielsweise: „Big Brother & The Holding Company“ und erst durch Hinzufügung des damals noch keineswegs gebräuchlichen „feat.“ (für: featuring) einer Sängerin namens Janis Joplin bekam die Sache einen tieferen Sinn. Todd Wagner, Gitarrist aus Berlin, hatte eine diesem Trend ganz und gar gegenläufige Aufgabe: Er „featurte“ ein Projekt, das auf die Losung „Band ohne Namen“ hört, als Gitarrist.

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117/10: Trends: Die Sängersuche gestaltet sich vielschichtig und direkt aus dem Leben gegriffen!

Wie findet man eine gute Sängerin oder einen guten Sänger? Man haut auf die Kacke, auf Deutsch gesagt. Das haben wir schon getan.  Irgendwie auch frech. Sachen ins Internet gestellt, damit man sich das anhören kann, was wir machen, was wir machen wollen. In welche Richtung das geht.

Worum es überhaupt bei der Suche nach Sängern geht? Um das Vermeiden von purer Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

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116/10: Netzfundstück: Heavy Metal für biertrinkende Verlierer, Schweineblut und Guttenbergs Haargel

Es ist noch nicht so lange her, da galt Heavy Metal als das schmuddelige Kellerkind im Musikgeschäft. Mal abgesehen von Konsens-Krachmachern wie Guns N’Roses oder AC/DC, zu denen heute auch Freiherren wie Karl-Theodor zu Guttenberg ihren adeligen Gel-Kopf schütteln, genossen die Schwermetaller den zweifelhaften Ruf, Soundtracklieferanten für biertrinkende Verlierer zu sein. Dabei ging und geht ein wenig unter, dass der Beinhart-Rock zuverlässig Millionenumsätze macht und eines der wenigen krisenresistenten Musikgenres ist. Das sollte Selbstbewusstsein schaffen. Doch vielen Heavy-Metal-Bands reicht es nicht mehr, sich auf der Bühne mit Schweineblut zu übergießen und die Verstärker auf den „Taub“-Modus hochzudrehen – sie wähnen sich in anderen künstlerischen Sphären. So wie Tobias Sammet aus Fulda, der mit seinem Musikprojekt Avantasia eine mehrteilige Metal-Oper komponierte. Das Ganze klingt, als hätte man Richard Wagner Speed gegeben und eine E-Gitarre in die Hand gedrückt. Wir geben uns da lieber konservativ, folgen musikalisch dem Freiherrn und bevorzugen den guten alten „Highway To Hell“.

Schreibt der Stern hier und unterlegt seine eigenen Gedanken mit einer Bilderserie dazu, wobei sich der Stern dann durchaus in allen weiteren Musikgefilden schreibend einen Eigenüberblick verschafft. Amüsant.