1797/19: Linktipp: Zur Zivilcourage eines italienischen Restaurants in Berlin (Mitte) löscht Yelp die Benutzerrezensionen

Informator (Fotos 1925) Görlitzer Bahnhof Berlin (Quelle: Internet) - http://www.blackbirds.tv - Berlin fletscht seine Szene #TTT

Informator (Fotos 1925) Görlitzer Bahnhof Berlin (Quelle: Internet) – http://www.blackbirds.tv – Berlin fletscht seine Szene #TTT

Nein, nein, ganz ehrlich, Hand aufs Herz.

Wir haben das ja alles bereits vorausgesehen.

Und unsere Benutzerrezension eines couragierten Italieners in Berlin (Mitte) vorsorglich hier gespiegelt.

Und der amerikanische Zeitgeist und Yelp, das früher Qype hieß und gut war, jetzt aber Yelp heißt und uns unfreiwillig an die Beatles erinnert:

Yelp, I need somebody ♪♫♪♫, ich erspare weiteren Scheiß. Alles Wichtige ist verlinkt.

Weiterführend

* Wie Yelp den amerikanischen Schaum lebt
* Wie Berlin (Mitte) seine Gastrogäste gezielt auslädt

1789/19: Social Media: Usererfahrung mit Clickbait-Werbung bei #Facebook – Und unser Leiden an Bequemlichkeitsverblödung

Es ist Clickbait. Es ist Fake: Denn es behauptet, es ist Focus (Zeitschrift). Ist es aber nicht. Es blendet auf der Website viele Logos von bekannten Unternehmen ein. Dann nimmt es Prominente (Boris Becker) und erzählt „True Lies“ (Wahre Lügen). Es ist durch und durch falsch. Es darf nicht, weil es bezahlt wird, als Werbung eingeblendet werden. Denn es wirbt für falsche, nicht existente Produkte. Es schädigt Menschen, die zu dumm sind und alles glauben, was im Internet steht. Facebook: Denkt nach. Es ist falsch, derartige Werbetreibende zu unterstützen. Facebook erlaubt zum Beispiel auch keine Nacktheit. Andererseits existieren Hunderttausende bis Millionen Pornoprofile. Wie geht das? Funktionieren Eure Inhaltsfilter nicht? Oder bezahlen die dafür, dass sie uns Usern Freundeanfragen schicken dürfen. Ich hab noch diese Fragen. Deswegen antworte ich ausführlicher und nenne es meine Nutzererfahrung. Es ist und bleibt falsch und ist unglaubwürdig und es richtet großen Schaden bei der Usererfahrung von Facebook-Usern an, die dies für Doppelmoral halten können. Danke. Ich bin fertig.

Facebook lässt uns eingeblendete Werbung sehen, die wir beanstanden. Das ist der Fall. Die Firma, die sich für die Zeitschrift Focus ausgibt, aber nicht Focus ist, steht in unserem Fokus: Üble Haufen Lügner (was nicht dasselbe ist). Gehen Facebook wie in anderen Fällen wieder die elektronischen Pferde durch? Sie haben den Fall geprüft und teilen nun mit, dass die beanstandete Werbung nicht gegen die Facebook-Regeln verstößt.

Wenn das stimmt, stimmen die Facebook-Regeln nicht. Denn du sollst nicht lügen, steht in der Bibel.

Gerade macht ein lesenswertes Begrifferaten im Internet netzweit Schlachtzeilen. Es geht die Kunde um von der netzweiten Verblödung durch soziale Netzwerke, die asozial sind, weil sie Zombies gebären, die frei von jeder Empathie sind und die sich nicht zu schade sind, jeden Dreck anzuklicken. Der dazu gehörige Artikel ist verlinkt. Wir sagen nur: Kein Wunder. Wir können  uns auf das, was wir sehen, häufig nicht mehr verlassen. Dazu trägt in wesentlichen Anteilen Facebook bei, weil Facebook nicht begreiflich handelt, also nachvollziehbar. Also gerecht, mit Rede und dazu passender Widerrede.

Das Ergebnis ist die innere Kündigung, die Kapitulation vor dem System. „Es hat ja doch keinen Sinn, etwas zu sagen.“ und „Die da oben machen doch sowieso, was sie wollen.“ Dabei stimmt das gar nicht, wie wir eindrücklich wissen: Die Mitarbeiter, die für Facebook derlei bearbeiten, sind arme Schlucker. Häufig psychisch krank und in tiefsten Konflikten mit sich selbst.

Nein, schöne neue Welt geht wirklich anders. Es sieht jetzt alles nur menschlicher aus. Am Klimafakt hat das alles nichts geändert. Und Julian Assange ist gefangen genommen worden.

Ansicht Fensterdialog im Beschwerdedialog von Facebook

Userkommentar zu Clickbait-Werbung auf #Facebook #UserExperience #Beschwerdemanagement

Userkommentar zu Clickbait-Werbung auf #Facebook #UserExperience #Beschwerdemanagement

 

Weiterführend

* Deutsche leiden an Bequemlichkeitsverblödung (via Focus)

1782/19: Lyrik: Zu traurig ist’s, um wahr zu sein – Ich bin die Nacht.

Kerze #Trauer

Kerze #Trauer


hörbuch: Selma Meerbaum-Eisinger „ich bin in Sehnsucht eingehüllt“

Gedichte von Selma Meerbaum Eisinger
00:00 Regen
01:16 Lied
02:25 Träume
05:25 Du, weißt Du
07:55 Rote Nelken
12.25 Ich bin die Nacht
17:28 Poem
23:00 Märchen
25:00 müdes Lied
26:08 Tragik
Mirjam Heller: Sprecherin Klaus Burger: Musik Matthias Schneider-Hollek: Flöte Frank Hertweck: Regie Ausschnitte aus einer CD-Produktion aus dem Jahr 2002

 

Selma Meerbaum-Eisinger
Poem

Die Bäume sind von weichem Lichte übergossen,
im Winde zitternd glitzert jedes Blatt.
Der Himmel, seidig-blau und glatt,
ist wie ein Tropfen Tau vom Morgenwind vergossen.
Die Tannen sind in sanfte Röte eingeschlossen
und beugen sich vor seiner Majestät, dem Wind.
Hinter den Pappeln blickt der Mond aufs Kind,
das ihm den Gruß schon zugelächelt hat.

Im Winde sind die Büsche wunderbar:
bald sind sie Silber und bald leuchtend grün
und bald wie Mondschein auf lichtblondem Haar
und dann, als würden sie aufs neue blühn.

Ich möchte leben.
Schau, das Leben ist so bunt.
Es sind so viele schöne Bälle drin.
Und viele Lippen warten, lachen, glühn
und tuen ihre Freude kund.
Sieh nur die Straße, wie sie steigt:
so breit und hell, als warte sie auf mich.
Und ferne, irgendwo, da schluchzt und geigt
die Sehnsucht, die sich zieht durch mich und dich.
Der Wind rauscht rufend durch den Wald,
er sagt mir, daß das Leben singt.
Die Luft ist leise, zart und kalt,
die ferne Pappel winkt und winkt.

Ich möchte leben.
Ich möchte lachen und Lasten heben
und möchte kämpfen und lieben und hassen
und möchte den Himmel mit Händen fassen
und möchte frei sein und atmen und schrein.
Ich will nicht sterben. Nein!
Nein.
Das Leben ist rot,
Das Leben ist mein.
Mein und dein.
Mein.

Warum brüllen die Kanonen?
Warum stirbt das Leben
für glitzernde Kronen?

Dort ist der Mond.
Er ist da.
Nah.
Ganz nah.
Ich muß warten.
Worauf?
Hauf um Hauf
sterben sie.
Stehn nie auf.
Nie und nie.
Ich will leben.
Bruder, du auch.
Atemhauch
geht von meinem und deinem Mund.
Das Leben ist bunt.
Du willst mich töten.
Weshalb?
Aus tausend Flöten
weint Wald.

Der Mond ist lichtes Silber im Blau.
Die Pappeln sind grau.
Und Wind braust mich an.
Die Straße ist hell.
Dann…
Sie kommen dann
und würgen mich.
Mich und dich
tot.
Das Leben ist rot,
braust und lacht.
Über Nacht
bin ich
tot.

Ein Schatten von einem Baum
geistert über den Mond.
Man sieht ihn kaum.
Ein Baum.
Ein
Baum.
Ein Leben
kann Schatten werfen
über den
Mond.
Ein
Leben.
Hauf um Hauf
sterben sie.
Stehn nie auf.
Nie
und
nie.

(1941)

Ich möchte derjenigen gedenken, die an unheilbaren Krankheiten leiden und die sich zu früh von uns verabschieden, wie bspw. durch Krebs (Andreas Hähle) oder Parkinson (Mario Naumann – 17.03.1964 in Wolfen/Bitterfeld – gestorben: 27.04.19). Zugleich möchte ich für das Geschenk von Gesundheit danken. Ich stelle für die früh gegangenen Menschen dies Licht auf und weine um ihren Verlust.

Gedenkt mit mir ihrer schönen Seelen und lasst ihnen unsere Herzenswärme da. Off topic zum Websitethema für diesen einen, kurzen Moment. In Trauer und im Mitgefühl für Andreas und Mario, nur zwei von vielen.

Der Tod von Andreas Hähle wurde hier mit Nachruf begangen. Mario Naumann, Jahrgang 1964, früher Schlagzeuger, lebte und litt seit Jahren unter Parkinson. Sein Tod wurde heute Morgen via Facebook mitgeteilt. Über das Leben und das Werkschaffen von Selma Meerbaum-Eisinger ist hier, aber auch internetweit genügend zu recherchieren, wen es interessiert.

Ich gedenke Andreas und Mario mit Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger. Ich kenne kaum bessere. Und sie starb sehr, sehr jung. Arbeitet Euch bei Interesse ein.

In Trauer. In Dankbarkeit.