1738/18: Lied des Tages: The Escalatorz: Back On The Road (1989)

… unreleased demo by The Escalatorz from 1989:
H.P. Daniels (Voc., guit.)
Andreas Römer (guit.)
Hans Wallbaum (dr.)
Jürgen Bleckwehl (bg)
Chris Ashburn (as)
Danny Dziuk (p)
Skip Reinhard (tp)

Sänger + Gitarrist H.P. Daniels kennen viele in Berlin und im Speckgürtel Berlins, in Restdeutschland, als großen Writer, als Autor, der gute Geschichten schreibt, vom Rock’n Roll des Lebens. Einmal hat er vor B.B. King gekniet, als hätte der Lucille vor dem Bauch. Als Bibi noch lebte und zu einem Konzertbesuch in Berlin war, hat Hape ihn interviewt. Davon gibt es ein Foto. Auch sonst ist „Hape“, wie er von einigen genannt wird, ein Stück Berliner Rock’n Roll-Geschichte. Dies hier ist ein Webschmuckfundstück ohne Schmauchspuren und wer es ihm entnehmen mag, kann Geschichte denken und verstehen. Wer sich was traut. Großartig.

Die Besetzung der Band mit lauter alten, namhaften Recken der Berliner Musikszene entfaltet ihren Zauber sondergleichen. Alle Namen sind verschlagwortet, trotz DSGVO, und ihre Zugehörigkeit aber nicht. Wer die Namen gugelt, kriegt Antworten. Noch so’n Spruch und ich gugele Deinen Namen, Freund.

Viel Spaß dabei, „Back On The Road“ aus dem Maueröffnungsjahr 1989 ist heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv – Wie hatte damals Erich Honnecker gesagt? „Eines Tages wird die Lage im Internet escalatotieren und wir werden eine Kultur- und Roggnroll-Revoluzzion kriegen.“ (Im saarländischen Dachdeckerjargon). Das mit dem Yeah Yeah Yeah hatte schon der Genosse Ulbricht für abwegig erklärt. Erich H., Visionär des Internets, sollte recht behalten. Heute kommt die Band im Internet zu Ähren. Rettet die Roggenernte! Dies Ding geht jetzt viral. Freunde?

 

1737/18: Lied des Tages: Nach John Cages kongenialem 4’33 legt eine Berliner Band jetzt nach und veröffentlicht 4’34

Es ist das Ereignis dieses Tages.

John Cage: 4’33
„Wherever we are,
what we hear is mostly noise.
When we ignore it,
it disturbs us.
When we listen to it,
we find it fascinating.“

With their masterpiece 4’34 the Berlin based extremely genius Band Vinÿl published the original follow attack answer to John Cages Masterpiece 4’33 – as more as one try to answer with questions of 21st century. Recorded in proberaum-stundenweise.de-Studios at Warschauer Str. – Trust me, I am an engineer.

Aus der Veröffentlichung 4’34 hier die Originalaufnahmen aus dem Proberaum in der Warschauer Str. in Friedrichshain.

Hammer, oder?

Ihr versteht den Anspruch? Von dieser Band wird man noch hören.

Auf Facebook gibt es eine Spezialistengruppe für und mit Musikerwitzen. Dieser Gruppe ist dieser Artikel gewidmet.

Weiterführend

1715/18: Positionen: Support Your musical hereos – Vom Shoppen im Internet via itunes #DiegoPinera #ArtistoftheDay

Tonträgerkäufe - Support Your Musician Hereos

Tonträgerkäufe – Support Your Musician Hereos

Ich brauche derzeit aus gesundheitlichen Gründen den gelegentlichen Walk around the Acres (den Lauf um die Morgen Land im Sinne eines metrischen Landmaßes, wer es nicht weiß) und habe dazu auf einem Smartphone einer unbekannten amerikanischen Firma mit einem Apfel als Firmenlogo aus San Cupertino die Weißen in den Ohren stecken, mit denen ich dazu ungefähr eine Tonträgerlänge Musik hören kann. Im ersten Lauf verwendete ich die Musik des Nesin Howhannesijinn-Trios des finnischen Berliner Bassisten gleichen Namens mit dem Titel Sonore. Beim zweiten Lauf verwendete ich Musik von Wolfgang Haffner von der CD Kind Of Spain. Auf der Suche nach guten Überlegungen, wie es wohl weiter gehen kann, kam das Klein- oder das Großhirn des Berichterstatters auf Diego Pinera.

Sieht man sich die Musikszene weltweit an, kann man schon ins Grübeln kommen. Es ist ein bisschen ähnlich mit dem Verfall des Einzelhandels. Wie im Handel ist in der Musik das Modell Verdrängung am Start. Der große Mainstream ist noch am Laufen. Interessantes drängt kaum noch nach. Aber nicht, weil es das nicht gibt. Sondern weil man es nicht mehr hören kann. Überall ist Lärm, zu viel Lärm. Höchste Zeit also, den Mainstream ein bisschen abzuschalten und auf seltsame Geräusche zu achten, also seltenere, dafür wundersame. Das Kofferwort „seltsam“. Verwunderlich.

Oder zum Bewundern. So einer ist auch der Schlagzeuger Diego Pinera aus Uruguay, der seit geraumer Zeit in Berlin lebt und arbeitet.

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