1750/19: Positionen: Quo vadis Deutschland?

Maria Steuer - Zwischen Betonstelen! (Foto: Maria Steuer, Privatarchiv)

Maria Steuer – Zwischen Betonstelen! (Foto: Maria Steuer, Privatarchiv)

Wir wissen doch alle nicht so genau, wohin es geht mit Deutschland in den nächsten Jahren. Irgendwo hin. Irgendwann. Apropos Stelen: Deutschland trollt sich und stiehlt sich fort. Verdünnisiert sich. Wir gehen ein Stück des Weges. Links und rechts Beton. Stelen.

Errichter und Betreffende des Holocaust sagen über dessen Gedenkmal, bei zu vielen Menschen sei der Kontext des Denkmals im Zeitpunkt ihres Besuchs nicht sauber genug. Es fehle dieses kontemplative Element, Leute wüssten und spürten, wofür es steht. Für Erinnerung. Dass sich derartiges nicht wiederholen soll. Häufig entstehen hier Sammmelsurien eines Besucherdurcheinanders ohne jede Vorbereitung und Spiritualität, wie sie dieser Ort aber verlangt. Wie benimmt man sich richtig?

Nein, das Holocaust-Denkmal ist Opfern gewidmet und was Menschen gegen die Erinnerungs- und Projektionsfläche einzuwenden haben: Sie war wichtig zu schaffen, sie hat feste Verbindung zur Gegenwart und wer immer sie in redlicher Absicht und der Absicht entsprechend durchquert, ist Gleichnisträger der drängenden Frage: Quo vadis, Deutschland?

Nie wieder Braunau. Verstrahltes Deutschland.
Auf die Sozis gehört hätten haben müssen: Selbst in Neuseeland (Christchurch) ist Braunau nicht zu überhören.

Nie wieder.

Die eingeblendete Playlist betrifft die Carpenters und ist insbesondere Karen Carpenter gewidmet, die 1983 im Alter von 32 Jahren starb. Auf arte.tv ist dieser Tage bis zum 06.04.19 eine sehenswerte Doku über Karen Carpenter zu sehen.

Weiterführend

* Too Young To Die: Arte.TV Doku über das Leben von Karen Carpenter

1740/19: Positionen: Wenn Du mal nach Sarasota (Florida) fliegst, grüß mir den Jürgen – It’s me not sausage! It’s not the Wurst talk!

Jürgen Wochniks Currywurst - Gastrorezension (Screenshot)

Jürgen Wochniks Currywurst – Gastrorezension (Screenshot)

Curry-Jürgens Repertoire: Ab und an kommt Sherman Noir, der alte Spandauer Edelhippe. Oder Hippie? Na egal, Highway Surfer No. 1: In den Ardennen von Süd-Nordamerika, quasi im Speckgürtel Berlins, liegt der frühere Bundesstaat der USA Florida. Hierhin hat es vor vielen Jahren Jürgen Wochnik verschlagen, einen Berliner Musiker von früher. Wir berichteten: Nicht.

Inzwischen hat Jürgen Wochnik nicht nur einen eigenen Radiopodcast namens Curry Up Show. Er eröffnete unlängst eine richtige Curry- und Frittenbude mit german Kartoffelsalat, richtiger Currywurst und Pommes bunt, weiß, rot. Hier eine Bewertung des Ladengeschäfts.

Wochnik ist erfolgreich: Er plant bereits die nächste Frittenbude. Ihr wisst ja: Frau Wirtin hat nen Satelitten, der kreist ihr ständig um die Fritten.

Besucht doch den Jürgen mal, wenn Ihr in Florida weilt und dann grüßt ihn mit einem dreifachen Tommy alaaf.

So geht Nettworking.

Was?

Weiterführend

1771/18: Video: Der Unterschied zwischen historischen und hysterischen Volksliedern am Beispiel von Andreas Gabalier

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Am Schauplatz: Der Elvis der Alpen – das Phänomen Andreas Gabalier

Einmal im obigen Beitrag verspricht sich Andreas Gabalier versehentlich und redet vom hysterischen Volkslied. Heute haben wir da 115.413 Aufrufe per 27.12.18.

Und trifft damit versehentlich genau ins Schwarze: Wie sie sich alle über ihn hergemacht haben.

Der Beitrag ist leise, nachdenklich, er hinterfragt, ist intim und menschlich anständig. Ich mag den Beitrag und empfehle ihn.

Ich mag auch den Erfolg von Andreas Gabalier und viele seiner Einstellungen. Über vieles konnte ich mit dem Kopf nicken. Doch das sei jedem selbst überlassen, den Nickfaktor. Über Gabaliers Zuschauern im Stadion ist eine Schicht von einem Meter Frieden aufgestapelt, sagt seine Mutter über Konzerte von ihm, und der Frieden diesbezüglich ist unsichtbar.

Ist schon ein Besonderer. Gelle?