1877/19 #Positionen Gedanken an Deutschland

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The Wall - Die Mauer (gif)

Um den 09. November 2019 möchte ich persönlich zwei Gesichtspunkten Erinnerung geben und sie würdigen.

Erstens dem redlich gemeinten Versuch, nach einem durch und durch widerwärtigen Terrorregime im Anschluss an die Kapitulation Deutschlands am 08. Mai 1945 in einem Teil von Deutschland ein bis dahin undenkbares Experiment zu wagen, ein “besseres Deutschland” zu schaffen. Ich habe als Westberliner, Jahrgang 1962, erst im Verlaufe meines Lebens besser kennengelernt, dass es dazu Anlass gab. Dieses tausendjährige Reich durfte sich ein weiteres Mal auf gar keinen Fall wiederholen. Eine große Rolle spielte dabei für mich persönlich der DEFA-Spielfilm “Einer trage des Anderen Last”, der auf preisgekrönte Art und Weise diese Geschichte aus zwei Blickwinkeln versucht zu erzählen. Humorvoll, großartig und gekonnt treffen der Jungkommunist und der Pastor aufeinander und rasieren sich in der Lungenheilanstalt Beelitz, die Internationale singend und einen kirchlichen Choral. Besser konnte man zu jener Zeit vor der Wende nicht versuchen zu erinnern, dass es ein redlicher Versuch war, etwas besser machen zu wollen. Dieser Film ist leider inzwischen in Vergessenheit geraten.

Das die Regierung bildende Regime im Nachkriegsdeutschland hat allerdings allzu sehr den Verlockungen von Macht und Mitteln gehuldigt und erinnerte so später in seinen ganzen, teils durch und durch totalitären Strukturen an die Fabel “Farm der Tiere” von Georg Orwell, einem britischen Kommunisten, der im spanischen Bürgerkrieg gekämpft hatte. Ähnlich wie in “1984” nahm Orwell kongenial die Ausbildung totalitärer Machstrukturen aufs Korn und beschrieb die Bildung von Partei- und Glaubensapparaten auf eine nicht zu widerlegende Art und Weise. Auch das hat mich persönlich zutiefst berührt und geprägt. Ich selbst hatte funktionierende, proaktive Bande in die damalige DDR und suchte stets das Zusammensein mit deutschen Brüdern und Schwestern, um diese widernatürliche Teilung Deutschlands zu überwinden. Ich will diesen Aspekt nicht zu lang machen. Kurz gesagt war 1989 der tote Punkt dieses sozialistischen Experiments gekommen. Ich sag das als Wessi ohne zu jubilieren und zu sagen: “Siehste?” Sondern nüchterner.

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1875/19 #Trends Die meistverkauften Artists (Musik) von 1969 bis 2019 als Gebrauchsgrafik #Nivea #Niveau #TTT #Tulipstagram


Best-Selling Music Artists 1969 – 2019

Als die empfehlenswerte Facebook-Website plattentests.de neulich fragte:
Was ist Dein Lieblingssong von Pink Floyd?

antwortete ich ohne sonderlich überlegen zu müssen:
The Dark Side Of The Moon.

Die Begründung ist einfach: Es gibt keinen Sinn, nur eins der mehreren Fragmente dieses Albums (wir berichteten hier) zu hören und selektiv an diese Frage ranzugehen. Das ganze Konzeptalbum ist ein Meilenstein der Musikgeschichte und gehört zu den best ever verkauften Alben aller Zeiten und hat Jahrzehnte lang Chartplätze ganz oben gehalten. Immer wieder kommen Phasen zusammen, in denen das Album wieder neu entdeckt wird.

Als ich diese Fachfrage an die Spezialistengruppe Musikerwitze auf Facebook weitergab, kommentierte eins der Mitglieder dort:
Das ist das mit Abstand schlechteste Album von Pink Floyd.

Ich gewann die Ansicht, dass es sich mit so jemandem nicht lohnt zu discotearen. Also weinte ich der ausgebliebenen Befassung infolge Unterlassung keine musikalischen Tränen nach und schritt zur Tagesordnung. Links liegen lassen, solche Boliden ihrer Einfältigkeit. Wie kann man nur sowas sagen? Das zeugt weder von besonderer Individualität, noch von wahrem Pioniergeist, geschweige denn von einer vorzeigbaren, eigenen Lebensleistung des Kritikers. Musst Du erstmal schaffen: So ein Album der Welt zur Verfügung zu stellen, auf das nachfolgende Generationen immer wieder zurückkommen und worauf man als sozialisierter Mensch kaum verzichten kann, es wenigstens genauer zu kennen, um überhaupt mitreden zu können.

Wer wie ich die Musikgeschichte fokussiert im Blick hat, der freut sich über informierte, harte Fakten, wie sie das obige Video hier zur Verfügung stellt.

Viel Spaß damit.

Soziale Netzwerke wie Facebook machen mich inzwischen schnell aggressiv: Weil jeder irgendeinen Scheiß in die Welt setzen kann, wie schlechtes Karma. Ach, wären doch die Menschen ein Wohlgefallen in Deutschland 2019. Weiterführender Gedanke ist angehängt.

Weiterführend

* Nivea und Niveau, Deutschland und die Welt

1867/19 #Positionen Fahnenneid und Fahneneid, Völkerfreundschaft, weltoffen & gastfreundlich – „Wir fahn fahn fahn auf der Autobahn“ ♪♫♪

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18.10.19 #Fahneneid #Fahnenneid #Völkerfreundschaft #TTT #Tulipstagram

18.10.19 #Fahneneid #Fahnenneid #Völkerfreundschaft #TTT #Tulipstagram

„Wir fahn fahn fahn auf der Autobahn“ ♪♫♪ – Bei den Nazis hatten Flaggen als Fahnen Bürgerstatus und wurden zu offiziellen Anlässen stets pflichtgemäß aus dem Fenster gehängt. Auf diese Weise stach ins Auge, wer sich daran nicht beteiligte: Offensichtlich. In selber zumindest sehr ähnlicher Weise verfuhr man in der DDR. Es ist zwar schlecht miteinander zu vergleichen, aber die Gesinnung vor die Fassade zu hängen, hat eben Tradition. Lange war das nun Gott sei Dank vorbei. Die Deutschen waren fahnenflüchtig. Müde vom Gesinnung zeigen und frönten nun dem Kapitalismus wie nichts anderem.

Es wieder so weit: Waren Bekenntnisfahnen viele Jahre verpönt, weil man ihre stigmatisierende, einengende Wirkung eher unangenehm erinnerte, hängen jetzt Blaubraune gern Fähnchen in den Wind. Ach wäre es doch der weiße Brandenburger Adler auf weißem Grund. Doch es stehen drei Buchstaben drauf, auf dem blassblauen Tuch im Wind. Wenigstens bei Windstille kommt die Omnipotenz der schlaffen Blauen deutlich zum Tragen: Da steht nichts wie ne Eins. Blassblau schlabbert das Fähnchen nackt im Wind. Dort labbert es lau im Gehöft, Grundstücksmitte, auf dem brandenburgischen Bauernhof. Bei denen macht es Piep. Oder?

In der Ostprignitz haben verwegene Brandenburger Hasardeure die blassbläulichen, braun gemeinten Fahnen der neuen Nationalen sportlich genommen. Jetzt hängt wie in Kleinbonum im kleinen Dorf der Unbeugsamen an den Gartenzäunen die Beflaggung: „Weltoffen & gastfreundlich“ heißt es nun: „Es kann so einfach sein.“

Na bitte, geht doch.

Völker, schwingt jetzt die Fahnen. Das ist nicht das letzte Gefecht. ♪♫♪♫♪

Tri tra trulla la: Da gucken die Blauen aus der Wäsche.

Wie man in die Ostprignitz kommt? Na: „Fahn fahn fahn auf der Autobahn“ ♪♫♪

Bleibt wachsam, Ihr Koniferen.