1793/19: Nachruf: Keith Charles Flint (17. September 1969 – 4. März 2019) #TheProdigy

Kerze #Trauer

Kerze #Trauer

Keith Charles Flint ist ein englischer Sänger, Musiker und Tänzer. Bekannt wurde er vor allem als Sänger und Tänzer der Band The Prodigy. Flint spielte Vocals auf den beiden ersten Singles von The Prodigy’s – „Firestarter“ und „Breathe“ -, die 1996 veröffentlicht wurden.

Ruhe in Frieden, Keith Flint.

1791/19: Statistik: Ich schreib alles mit

Ein Leben lang, was heißt das schon? Wie Wasser läuft die Zeit davon. Und hier die Antwort läuft mit dir. Und nur die Fragen bleiben mir. Die Website schreibt alles mit und loggt und trackt und ganz ehrlich: Nie hab ich Zeit, derlei überhaupt auch nur anzusehen. Alle Jubeljahre gucke ich in Tools und rätsele, was auf dieser Website passiert. Denn eigentlich ist sie nur ein Tool zum Wegschreien von Sachen, die mich interessieren. Andere beispielsweise ertrage ich nicht. Deswegen schreibe ich alles mit. Alltäglich sei der Wahnsinn.

Die Statistik hab ich mir angesehen. Alle Jubeljahre Flieder: Sie wird mitgeloggt seit 2014 ein paar Tools herein kamen, wie Schnee von gestern. A Flock Of Seagulls. High in the Sky.  Ich liste kurz die meistgelesenen Artikel auf, interessehalber.

  1. Video: Martin Grubinger spielte perkussive Traumkadenzen – 59.212 Abrufe
  2. Essentials: Was Udo Lindenberg über Drogen sagt – 37.939 Abrufe
  3. Nachruf: Der deutsche Schlagersänger Bernd Clüver starb … – 28.036 Abrufe
  4. Positionen: Gibt es ein Comeback der gif-Dateien – 23.103 Abrufe
  5. Notizen aus der Provinz: Was Christopher sagt – 20.009 Abrufe
  6. CD Review: Silly veröffentlichte „Alles Rot“ – 19.388 Abrufe
  7. Nachruf: Erinnerungen an Pete W. Bender – 16.115 Abrufe
  8. Leseempfehlung: Was Dur und Moll, und was Musiker auf ihrem Klo – 15.605 Abrufe
  9. Video: Phil Spector, Max Buskohl, A Chord & das Tapetenkleister … – 14.960 Abrufe
  10. Trends: Die beste Background-Sängerin Deutschlands heißt… – 13.986 Abrufe

Das Blatt hat sich gewendet. Der früher meistgelesene namens „Die beste Background-Sängerin Deutschlands heißt….(wie heißt sie denn?) wurde überrollt von Martin Grubingers Traumkadenzen und Udo Lindenbergs kompletter Jahrhundertbeständigkeit – Durch all die schweren Zeiten. Er lässt sich bei MTV Unplugged 2 gerade grenzenlos gut von Svenson Suite des Berliner Filmemachers und Spreeblick-Johnnys Bruder Sven – Oh, Svennie! (The Big Light) – früher: Trouble is) begleiten. Wie schön. Da sind Sentimente drin, die wie Sedimente am Elbgrund mit ihrem Schlamm sein hadern.

Mir persönlich ist der zu frühe, plötzliche Tod des Pete Wyoming Bender am nächsten und bewegt mein Herz noch heute, wenn ich an Pete denke. Ich habe diesen Mann geliebt, wie man sein Schicksal spürt und gibt. Oder so ähnlich.

Wer von Euch sich genauer für diese Top Ten der meistgelesenen Artikel hier interessiert, reüssiert mit dem Suchen-Fenster am Knopf und dem so genannten Tab Browsing. Man sucht etwas und das Suchergebnis öffnet man in einem neuen Tab. So entstand er ja der Begriff: Tabletts. Ist fast so was wie die Ikettes, nur nicht so heiß. Bleibt dran.

Ein Leben lang, was heißt das schon? Wie Wasser läuft die Zeit davon.

1786/19: Nachruf: Bruno Ganz (* 22. März 1941 in Zürich, † 16. Februar 2019 ebenda) – powered by Ganz & Roses

Kerze #Trauer

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Wings of Desire – Little Person

Dem Schauspieler Bruno Ganz kann man Verdientheit um Berlin nachsagen. Wie sich in Wort, Tat und Bild recherchieren lässt. So nimmt es nicht Wunder, wenn diese musikalische Website ein kurzes Abschiedsrequiem aus Worten komponiert, sich an Bruno ganz und gar wendet und Liebe und Zuneigung auf den Hingeschiedenen regnen lässt. Auch wenn der Tod zu erwarten ist: Es lässt uns tief getroffen zurück. Liebe, Licht, ewiges Leben, Bruno Ganz. Ein lautes Wehklagen, ein Chapeau.

Mitten aus dem geteilten Berlin der Nachkriegsjahre trifft schwarzweiß ein Gros ohnefarbener Bilder ein. Farbfernsehen, Schrei der Moderne und man brauchte Willy Brandt, um es anzuschalten, auf der Funkausstellung prähistorischen Datums unter dem Funkturm, Berliner Messehallen. Hätte Brandt gewusst, dass das Privatfernsehen anrichtet, er hätte den Schalter niemals umgelegt. Brandt hatte Geschmack.  Erst war jetzt alles bonbonfarben, aber dann. Wim leitete die Wenders ein, noch fünf, sechs Jahre vor der Wende in Deutschland halb und halb – die Likörfabrik Mampe wurde abgewickelt und dass alles besser werden würde, erschien uns nicht gänzlich unmöglich. Der Himmel über Berlin ist seit den Achtziger Jahren cinematografisch verfilmt. Es wurde alles besser, mit der Zeit. Wir bekamen den Bruno präsentiert und nach und nach kochte er uns gar. Ganz und gar.

Jahre zuvor hatte Bruno Ganz bereits Unsterblichkeit erlangt, als Jonathan Harker in Werner Herzogs Nosferatu-Verfilmung, mit Klaus Kinski, dem Töchterschänder mit  Erdbeermund, dem Fitzcarraldo der kompletten Unberechenbarkeit. Bruno Ganz wusste daher halbwegs in scheinfriedlicher Koexistenz mit einem Monster nebeneinander her zu spielen. Niemand wusste Genaueres. Die Welt ist längst banalisierter: Dem Fitzcarraldo wurde der Hut gegeben. Wir hören jetzt Radio Fritz.

Genauer als Kinskis Leben war bekannt, was der österreichische Gefreite Adolf H. aus Braunau für ein Bösewicht war, den Bruno Ganz viel später überzeugend wie kein Anderer gab. Es war der Anfang vom Ende, vom Untergang. Es war das Ende vom Anfang, eine solche Person zu spielen, wie es überhaupt keinerlei Grenzen zu geben schien für diesen Schweizer Bruno Ganz aus Zürich. Er war feinfühlig, süffisant, leise, fast lauernd, ein großer Schelm, dem man das Schelm sein aber erst anmerkte, wenn man in der Lage war, lange genug darüber nachzudenken. Er konnte alles schauspielern, er ließ nichts meistern, selbst war der Meister. Er, der Dreh- und Angelpunkt jeder Szenerie, der Grund, genauer hinzuschauen, alles um uns herum zu vergessen und weg zu drängen und sich ganz und gar  filmischen Handlungssträngen hinzugeben.

Mein Engel, Bruno. Ich werde Dich vermissen.
Ich geb sie nur her zu ganz besonderen Anlässen: Ich stelle Dir diese schwarze Tulpe hin.
Ich geh weinen.

Schwarze Tulpe - The black tulip. To The Honor of...

Schwarze Tulpe – The black tulip. To The Honor of…

Weiterführend
* Bruno Ganz – 1941 bis 2019 (Ehrenbanner)
* U2 – Stay
* Nick Cave – Cassiels Song
* Dirty Three feat. Nick Cave – Sea above, Sky below
* Nick Cave: Null ist auch nur eine Nummer
* Anderer Thread: Zum Wirken und Leben von John Lennon