Mo`Blow - Quasimodo - 12.06.10

1298/15: Positionen: Die Berliner Band Mo‘ Blow löst sich 2016 auf, zuvor wird nochmal abgefeiert. Ganz oder gar nicht! #Statement

icon Positionen

MoBlow_Cover

Felix Falk, Tobias Fleischer - Mo´Blow Quasimodo

Felix Falk, Tobias Fleischer – Mo´Blow Quasimodo

These guys gave us some excellent blowjobs. Sie hatten aber auch den pinkfarbensten Kaugummi ever und damit machte man nunmal schöne Blasen. Doch keine Angst: Nur weil eine Band sich auflöst, bereits von einer ins Stocken geratenen Jazzblase zu sprechen, ist unbegründet. Paff.

Mo‘ Blow erklärt auf seiner Website am 14.12.2015, warum die Band sich 2016 auflösen wird, kurz gesagt: Ganz oder gar nicht. Wir veröffentlichen den kompletten Wortlaut auf dieser Website. Zitat:

Berlin, 14. Dezember 2015

Liebe Freunde,

mit unserem neuen Live-Album und einer großen Tour in 2016 wollen wir uns von Euch verabschieden.

Wir schauen auf über 10 Jahre Bandgeschichte mit über 300 Konzerten in mehr als 20 Ländern überall auf der Welt zurück. Wir haben 50 Songs geschrieben, noch mehr wieder verworfen, 4 Alben aufgenommen, Fotos gemacht, Videos gedreht und Interviews gegeben, mit rund 50 grandiosen und inspirierenden Gastmusikerinnen und Gastmusikern gespielt, Workshops und Kinderkonzerte veranstaltet, zahlreiche Weltumrundungen an Tour-Kilometern hinter uns gebracht und uns über zahlreiche Preise und gewonnene Wettbewerbe gefreut.

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1295/15: Nachruf: Michael Clifton, Schlagzeuger, sexy Bodydrummer, Berlin († 11.12.15)

Kerze (animiert)

Michael.Clifton_Drummer


Michael Clifton at the Wintergarten Berlin – Dirty Dancing Drums

Der Drummer Michael Clifton ist heute Morgen von uns gegangen. Ruhe in Frieden. – Johannes Kersthold (hier) hat es heute auf facebook mitgeteilt.

Zuletzt gab es diese facebook-Seite für eine Unterstützung. Auf dieser Seite wurde Geld gesammelt. Lungenkrebs, der bereits auf die Leber übergegriffen habe, meldeten seine Freunde.

„Our dearest friend, greatest crazy drummer and sex body-drummer Michael Clifton has a very bad kind of cancer. This brave boy survived a very dangerous lung surgery but he got told that the cancer is now in the liver. Doctors gave him up, but all alternative doctors see good chances for him to heal, cause this man is extraordinary strong in every way. Please donate for him to pay good an trustfull medicine, medical care and a proper diet.“ (Evi Leupold hier)

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1262/15: Nachruf: Helmut Schmidt , (* 23. Dezember 1918 in Hamburg; † 10. November 2015) – Musiker, Politiker, Charakter

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Disco! Inga Und Wolf – Gute Nacht Freunde

Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt (Barry Ryan): „Lange Zeit war Schmidt jetzt krank. Jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank. Er konnte sich für das Leben welche nehmen, so tat er es auch fürs Sterben. Schmidt war seit langem Mitherausgeber der Zeit.“ (aus einem Nachruf für Helmut Schmidt, hier)

Den Song hat Reinhard Mey geschrieben, Inga und Wolf haben ihn ebenfalls aufgeführt und wurden damit ziemlich bekannt. Ist lange her. Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette und ein letztes Glas im Stehen.

Helmut Schmidt ist tot. Ein Stück deutsche Geschichte, einer der klügsten deutschen Köpfe der letzten fünfzig bis neunzig Jahre, für viele nach wie vor einer der ganz wenigen anfassbar wahrheitsgemäßen Politiker. Ich wünsche ihm von Herzen ein schönes Wiedersehen mit Hannelore „Loki“ und trage einen Moment tiefer Trauer in mir.

Ich habe ihn sehr verehrt. Nach einem alten, berühmt gewordenen Spiegel-Titel fühle ich: Der Lotse ist von Bord gegangen.

Farewell, Helmut. Ich rauch eine Zigarette auf dich. Und ein letztes Glas im Stehen. Das Lied des Tages, aus gegebenem Anlass. Ein alter SPIEGEL-Titel trifft es, heute.

Karl Johannes Schindler

1237/15: Nachruf: Karl Johannes Schindler ist tot. (* 10.November 1949 – † 09. September 2015)

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Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler

Er, eine ältere Generation, die noch ganz anderes erlebt hat. Ich, ein Nachgewachsener. Einiges, nicht weniges an Wachstum kann ich ihm verdanken, sein Kontakt mit mir war einer, der mir half, weiter zu wachsen, selbst wenn meine Eltern mich schon lange als ausgewachsen bezeichneten. Ich verbat mir bereits seit längerem Fragen nach meinem Wachstum von ihnen. Wachstum durch mehr Haltung und mehr innere Größe und Gelassenheit, vom bürgerlichen Mief und spießerhaften Kleingeist befreit. Großzügig zu bleiben und, wo einem das fehlt, es zu erlernen.

Karl Johannes Schindler hat mir manchmal den von mir hochgeschätzten Gastautor gegeben. U.a. hier auf dieser Website. Nun ist er tot: Krebs. Gott bewahre.

Ein Raubein, ein Charakter, ein Sturkopf, ein absolutes Original: Ein ganz unverwechselbarer Mensch.

Er liebte die Frauen und die Frauen liebten ihn. Er liebte seine Tochter Saskia über alles und sie liebt ihn. Gottgleiche, tiefe, innige Verbindung.

Viele lieben ihn, manche mochten ihn nicht. Er wies Menschen auch zurecht und intervenierte, gab ihnen Schranken sich zu benehmen, aber nie unbegründet, launisch oder cholerisch. Zu stark, der Typ, zu sehr Ecken und Kanten. Oder vielleicht gerade deswegen: Coole Sau. Meinerseits tiefster Respekt vor einem Mann, der ein menschlicher Gigant war. Liebenswürdig, aufmerksamster Zuhörer, Schalk im Nacken, nachdenklich, wenn es sein musste nachbohrend und hart recherchierend, aber dann klar im Urteil, in der Bewertung und äußerst lesenswert. Witzig, eloquent. Dranbleibend. Nachvollziehbare Gedankenkette. Er hatte seine, eine Herkunft.

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1234/15: Nachruf: Max Greger (* 2. April 1926 in München; † 15. August 2015 ebenda)

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Zwei Namen hatte er da nur vermerkt: James Last und Max Greger. Gott war von beiden Orchesterchefs dermaßen begeistert, dass er sich dachte: Der James hat den Menschen schon genug Freude gebracht, jetzt soll er mich mal unterhalten. Und so geschah es, am 9. Juli 2015. Dass Gott nur 36 Tage danach mit Max Greger den zweiten deutschen Weltklasse-Bandleader zu sich rief, hat nichts mit göttlicher Ordnungsliebe zu tun. Sondern mit Menschenliebe. (aus „BILD“, ungewohnt nonchalant textend, mein Chapeau!)

Sie sind alle elende Spießer. Spießer sind sie, Spießer bleiben sie, durch die Bank weg. Die spießbürgerlichen Spießgesellen sitzen in allen gesellschaftlichen Schichten, wenn man von solchen überhaupt sprechen kann. Durch die bundesdeutsche Gesellschaft gehen viele Risse. Zufälle: Dieser Artikel trägt die Nummer 1234. Wir schreiben den Monat 08/15. Es wirkt alles so beliebig. Aber ist es das?

Es sind die Bankangestellten mit dem gestrengen Dresscode zur Arbeit. Die Polizeibeamten, die finden, dass in Deutschland Recht und Gesetz nichts mehr gelten. Die Punks, die vor dem U-Bahnhof stehen, No Future brüllen und meinen, sie wären was Besseres. Die Musiker, die glauben, weil sie erst zu einem bestimmten, etwas späteren „Zeitpunk“ zur Welt gekommen sind, hätten sie die musikalische Weisheit mit Löffeln gefressen. Sie könnten Kohl-Wähler sein, denn von ihm kommt dieses Sujet von der Gnade der späten Geburt. Pfui Deibel.

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1216/15: Nachruf: James Roy Horner (* 14. August 1953 Los Angeles; † 22. Juni 2015 im Los Padres National Forest, Kalifornien)

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Heute #LiedDesTages: Soundtrack „AVATAR“ – Der Film

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„Wir haben eine bewundernswerte Person mit einem riesigen Herzen und beispiellos viel Talent verloren. Er starb, während er das tat, was er liebte.“ James Horners Assistentin Sylvia Patrycja auf ihrer facebook-Seite

Ein Schlag in die Magengrube der Feinfühligen. James Horner ist tot.

Ein Flugzeugabsturz im National Forest von Kalifornien. Ja, Fliegen ist gefährlich. Erica Jong wusste es, meinte es aber anders: „Angst vorm Fliegen“. Wir machten 1986 ca. das „Angst vorm Wiegen“ (Audio hier) draus, meine Deutschrockband „MOK“, die wir so nannten, weil zwischen den Initialen von Minimaler Konsens ein grafisches Quadrat (Bild hier) reingezeichnet war. Mit der Zeit verschmolz das M mit dem K und zwischen beiden blieb nur das Planquadrat. Unkundige lasen nunmehr MOK, so wurde aus dem Ansinnen, mit dem minimalen Konsens aller Beteiligten Musik zu machen, schließlich das Kofferwort MOK etwas gar nicht Existentes, das es bis dahin noch niemals gegeben hatte.

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1214/15: Nachruf: Randolph Denard Ornette Coleman (* 9. März 1930 Fort Worth, Texas; † 11. Juni 2015 New York City)

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Ornette Coleman Trio Performing The Soundtrack (1966) [DVD quality]

Ich kann gar nicht so viel schreiben, wie sich dieser Tage anbietet. Erinnern wir uns an Miles Davis: Er mochte sie nicht, diese Tintenpisser. Spielte mit abgewandtem Gesicht und pflegte gern zu sagen, er rede nicht gern über seine Musik, denn die Musik, die rede für sich selbst. Da irrte Mister Davis wahrlich nicht.

Anstatt vieler Worte ein kurzer Film über Ornette Coleman.

Tja, es hagelt Todesnachrichten in diesen Tagen.

Nachrufe schreiben: Ein ambitioniertes Projekt.

1213/15: Nachruf: Hans ‚James‘ Last (* 17. April 1929 in Bremen; † 9. Juni 2015 in Florida, USA)

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„Wir müssen alle atmen, und wenn man dies bei den Streichern übersieht, leiert die Musik dahin, dann fehlt der Nerv, die Intensität. Ich lasse die Unterstimmen über den eigentlichen Notenwert hinwegklingen, überhängend sozusagen, so dass über der Melodie noch eine Harmonie liegt, die sich dann etwa in den Bässen fortsetzt. Daraus ergibt sich ein Nachhallklang, der nicht aus der Raumakustik entsteht, sondern schon in der Partitur notiert ist: Eben das ist charakteristisch für den Last-Sound und macht unsere Streicher unverwechselbar.“
Hans ‚James‘ Last, in „Mein Leben“

Wir machen uns Gedanken darüber, wie man den Bassisten (Sting) zum heimlichen Bandleader macht? Es gibt keine Zufälle. James Last, Bassist, ist und war Bandleader. Ein ganz Großer! Erfolgreich wie kaum ein anderer, prägte er eine ganze Musikgattung, die man „Happy Sound“ nennen könnte. Die Doofen Olli Dittrich und Wigald Boning hätten es „Melodien für Melonen“ genannt.

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1196/15: Nachruf: B.B. King (* 16. September 1925 in Itta Bena, Mississippi; † 14. Mai 2015 in Las Vegas, Nevada)

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B.B.King Lucille

Wer besaß schon die Unverfrorenheit, seine Gitarre Lucille zu nennen und ihr Liebeslieder zu widmen? B.B. King

Picasso soll gesagt haben: „Trinkt auf mich, trinkt auf meine Gesundheit. Ihr wißt, ich kann jetzt nicht mehr trinken.“ Aus dieser Zeitungsmeldung macht Paul McCartney einen Song (Picasso’s last words) und beeindruckte damit Dustin Hoffmann und Paul Newmann während eines Urlaubs in der Karibik, heißt es. B.B. Kings vermutlich vorletzte Worte sind auf der Website des Grandmasters of Blues knapp gefasst: „“I am in home hospice care at my residence in Las Vegas.Thanks to all for your well wishes and prayers.” B.B. King

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1192/15: Nachruf: Errol Brown – MBE (* 12.11.1943 † 06.05.2015)

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Errol Brown_MBE (* 12.11.1943 † 06.05.2015)

(aufs Bild klicken)


Hot Chocolate – No Doubt About It 1980

If someone tells you there’s no other form of life
And you believe in that too.
I’m gonna tell you ‚bout the other night
I swear that it’s true.
A cloud of white and green and flying ships I’ve never seen
Came into my view.
Was I frighted
was I scared
Was I thrown into confusion.
As they glided down so silently

It wasn’t an illusion.
Oh no. No doubt about it.
Oh no. No doubt about it.

1154/15: Nachruf: Demis Roussos ist tot. Darauf Retsina + Kalamatas in der Taverna Karagiosis, Klausener Platz, Berlin

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Demis.Roussos_Banner

Rain and tears are the same,
But in the sun
You’ve got to play the game.
When you cry in winter time,
You can pretend
It’s nothing but the rain.

Viele kannten ihn als den Griechen mit der Schmuse- und Schmachtstimme. Dabei wurde er in Alexandria, Ägypten, 1946 geboren. „Goodbye My Love, Goodbye“ war einer jener Schlager, die Roussos in seiner Karriere 2.0 aufführte, weswegen er von vielen verehrt und für einige auch unsterblich wurde. Bis zuletzt trat er regelmäßig auf.

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1152/15: Nachruf: Edgar Froese ist tot

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Tangerine Dream – Bent Cold Sidewalk (1978)

‚Es gibt keinen Tod, nur einen Wechsel unserer kosmischen Adresse.‘ (Edgar Froese, früher)

Siebzig ist ja heute gar kein Alter.

Dass Musiker nicht so alt werden, üblicherweise, hängt vielleicht auch mit ihrem unsteten Lebenswandel zusammen. Edgar Froese, einer von mehreren Mitbegründern der Berliner Elektronikband „Tangerine Dream“, hat wirklich die ganze Welt gesehen. Der ist rumgekommen, wie wenige andere es mit Musik schaffen. Der Jazzmusiker George Shearing wurde älter, 91 Jahre alt. Zu seinem Achtzigsten sagte er ein Konzert ihm zu Ehren sich selbst wie folgt an: „Ich habe 300 Songs geschrieben. 299 davon genossen eine holprige Fahrt zwischen relativer Unbekanntheit bis Vergessen. Hier ist der andere“ (30.11.1999, Carnegie Hall) – Shearing hat den Jazzklassiker „Lullaby Of Birdland“ geschrieben.

Edgar Froese erschien uns wenig humorvoll zeitlebens. Zumindest haben wir ihn nicht als großen Komiker in Erinnerung, sondern als squärisches Irgendwas, zwischen irgendwelchen Nebeln des Trauens. Erste Räucherkerzen, das Jugendzimmer in Stanniol tapeziert, überall liegt Flokati herum, die Wände schwarz gestrichen. Eine Lichtorgel mit 3 Lampen, und eine großartige, erste Stereoanlage: „Bent Cold Sidewalk“ (Cyclone).

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1139/14: Nachruf: Udo Jürgens ist tot

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Udo.Juergens

Wenn viele sterben, ist das der Lauf der Dinge, den wir nicht ändern können. Nicht ändern werden. Wenn einige wenige sterben, so zerreißt es einem das Herz in der Brust und man merkt, dass einem ein Stück des eigenen Lebens fortgerissen wird. Das gilt für den großen Herrn Bockelmann, der sich als Junge die Ohren hat anlegen lassen und dann einer der größten europäischen Musiker wurde. Einen Moment der Hochachtung!

Gerade in letzter Zeit haben wir hier (ausnahmsweise) über Udo Jürgens geschrieben. Er wurde am 30. September 2014 genau 80 Jahre alt.

Nun ist Udo Jürgens tot. Noch ist die Nachrichtenlage dünn: Er soll bei einem Spaziergang gestorben sein. Wir wünschten ihm „Sterben ohne Leiden“.

Schmerzlich. Er wird fehlen.

Über ihn geschrieben haben

1099/14: Nachruf: … zum Tod von Jack Bruce … statt eines Nachrufs … (Von H.P. Daniels, Gastbeitrag)

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Jack.Bruce_Remember

I´m so glad, I´m so glad, I´m glad I`m glad I´m glad!

Von: H.P. Daniels (Gastbeitrag)

Jack Bruce ist tot. Was für eine traurige Nachricht. Als ich am 25. Oktober 2014 über das schnelle Internet von diesem Tod am selben Tag erfuhr, dachte ich natürlich sofort an das letzte Konzert, in dem ich den grandiosen Musiker als Bassisten, Komponisten, Sänger und Mundharmonikaspieler zum letzten Mal auf der Bühne gesehen habe: das Reunion-Konzert von Cream in der Londoner Royal Albert Hall im Mai 2005.

Obwohl mir natürlich klar ist, dass Jack Bruce noch viel mehr war als der einstige Bassist von Cream, hier nun statt eines Nachrufs noch einmal meine Eindrücke von der Cream-Reunion 2006:

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1093/14: Nachruf: Peter Radszuhn starb unerwartet mit 60

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„Peter Radszuhn stand von der ersten Sendestunde an für die Musik bei Radioeins. Die Liebe zur Musik gehörte zu seinem Wesenskern; sie trieb ihn an, und er hat unzählige Hörerinnen und Hörer dafür begeistert. Er war ein stilbildender Musikjournalist, bestens vernetzt und hoch anerkannt in der Musikszene. Wir vermissen einen ganz besonderen Kollegen.“ (Dagmar Reim, Intendantin des RBB mit eigenen Worten)

Eigentlich ist nie die rechte Zeit zum Nachrufe schreiben. Manchmal muss man sich die Zeit dafür nehmen. Ob man will oder nicht. Der Grund:

Wir erfahren, dass der Berliner Musiker, Journalist und allseits gut bekannte Peter Radszuhn (geboren 1954) im Alter von nur 60 Jahren überraschend verstorben ist. Der war ein ganz besonderer: Ein Widergeist, ein harter Hund, einer, der nie mit seiner durchaus dezidierten Meinung hinterm Berg hielt. Der viel für die Musikszene in Berlin getan hat, einige von Rang und Namen entdeckt hat. Mit eigenem „Tempo“.

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1056/14: Nachruf: Eberhard Sengpiel ist am 29.08.14 verstorben

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Eine Schlager-LP dauerte damals normalerweise etwa eine Woche. Die Herangehensweise von Udo Lindenberg war aber, an den Titeln noch während der Aufnahmen zu basteln und zum Teil Texte über Nacht komplett zu ändern. Dafür wollte er Zeit haben und diese wollte ihm die Teldec nicht gewähren. (Interview mit Eberhard Sengpiel, verlinkt)

Der Tonmeister  und UDK-Lehrer Eberhard Sengpiel ist verstorben. Er ist in seiner Branche ein Riese gewesen, wohlbekannt und mit einem weltweiten Renommee.

Der vielfältig prämierte Toningenieur, der mit einer illustren Schar bekannter Musiker zusammengearbeitet hat, ist am 29.08.14 verstorben. Er hinterlässt bei vielen seines Fachs jede Menge guter, warmer Gedanken und wird als unermüdlicher Sucher nach dem „heiligen Gral“ der Tonaufnahme wertgeschätzt. Wie viel Arbeit damit verbunden ist, macht eine auch nach seiner eigenen Einschätzung durchaus etwas chaotische Website deutlich. Diese findest Du hier.

Nein, das Design der Homepage ist sicherlich ein „Unikat“, ganz wie Eberhard Sengpiel offenbar eins war.

 

1051/14: Nachruf: Michael Wahler aka „Käptn Suurbier“ (1962-2014) – Von H.P. Daniels

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„Danke, H.p.! Wenn ich mal dran bin, wünsche ich mir auch einen Nachruf von Dir!“ (Norbert Hähnel aka „Der Wahre Heino“ auf facebook in der Gruppe „Die Suuhrbiers“ zur Veröffentlichung des Nachrufs)

Er war „Käptn Suurbier“. Sein Verhalten verbuchte man unter „Punk“

Fußball oder Rock ’n‘ Roll – als die einzigen Wege um rauszukommen? Aus Enge und Beklemmung. So jedenfalls wird es manchmal gesagt. Von einer bestimmten Art von Romantikern, wie auch Michael Wahler einer war. Fußball und Rock ’n‘ Roll als Ausweg aus unglücklichen Verhältnissen. Frust und Ängste wegballern. Rausballern.

Michael Wahler war ein guter Fußballer und ein hübscher Junge. Sportlich, drahtig, wendig, schnell. Er stammte aus wohlhabenden Verhältnissen. Vater Wahler, der „Herr Doktor“, hatte eine erfolgreiche Firma für Fahrzeugbau, die Familie lebte nobel im gediegenen Frohnau – gleich um die Ecke von Reinhard Mey, den Micha verehrte, dessen Lieder er mochte. Micha ging aufs Gymnasium in Hermsdorf, machte Abitur. An Geld hat es nicht gefehlt. An etwas anderem vielleicht. Wärme? Liebe? Anerkennung?

Der patriarchalische und jähzornige „Herr Doktor“, der Rilke und Mörike schätzte, schrieb in seinen ruhigen Momenten selber Gedichte und sorgte sich um das Fortkommen seiner Söhne. Auf seine eigene strenge unerbittliche Weise, wie das ein Patriarch so tut. Er hätte seine Jungens gerne in seine Firma eingebunden, zu seinen Nachfolgern gemacht. Aber die waren ja mehr dem Künstlerischen zugeneigt. Wie er mit dem jovialen Unterton einer gewissen Anerkennung, aber auch ein wenig resigniert konstatierte.

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1043/14: Nachruf: Johnny Winter ist tot – „True to the Blues“

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Johnny Winter (1970) im dänischen Fernsehen: „Be Careful With A Fool“

Michael Kroeher auf facebook: „Ein Musikerkollege spielt die Gitarre, die Johnny vor Jahrzehnten in Hamburg tatsächlich beim whiskeydurchtränkten Karten- und Würfelspielen versetzt hat.“ (zum Ableben von Johnny Winter)

Ich fuhr kürzlich Richtung Neuruppin. An den Laternenmasten prangten lauter Vergangenheitsgrößen. CITY wolle hier spielen, hieß es, vermutlich nicht „Am Fenster“. Aber das natürlich auch. Pflicht. Dirk Michaelis, der als er fortging, Neuruppin nicht vergaß. Edle Vorhaben, Territorien, wo hin man geht, weil man sich kennt. Das Ostrocksujet funktioniert auch in Brandenburg. Zwischen all den Laternenwimpeln mit Konzertankündigungen stieß trotzig ein ganz Großer aus dieser Reihe: Es hieß, Johnny Winter werde in Neuruppin am 15.11.14 spielen, das Konzert ist u.a. hier angekündigt.

Daraus wird nichts. „Weißt Du eigentlich, wer Johnny Winter ist?“ und mein Sohn (13) so „Nö!“, vermutlich nervte es ihn. Einer von zweien, die wir früher „Die Albinos“ nannten, mit seinem Bruder Edgar war Johnny für uns „ein großer Musiker“ und obwohl blond einer, der mächtig was drauf hatte. Johnny, Woodstock-Legende. Ich hatte ein paar Sachen von ihm gesehen, so alte Rockpalast-Auftritte und anderswo, wo er erst kürzlich spielte. Er wirkte am Ende reichlich gebrochen gesundheitlich, spielte längere Passagen von Konzerten nur noch sitzend auf einem Stuhl.

Dem Blues hatte er immer nur genützt. Johnny war immer eine bluesige Puseratze aus Amerika, eins der ganz wenigen Originale. Heute verneigen wir uns vor einem Großen der Rock- und Bluesmusik und halten einen Moment inne, um ihm zu gedenken. Goodbye, Johnny. Und nimm bei Gott doch die Pfeife aus dem Mund.

939/14: Lied des Tages: ‚Teenage Rebell‘ von den Suurbiers

Banner Black Sabbath - Nachruf, Aufruf, Rückruf - Berlin erinnert seine Szene!

Teenage Rebell – Die Suurbiers

Warum dies Stück?

Wer’s weiß, der weiß Bescheid. Und schweigt bzw. gedenkt.

Pop- und Rockrebellen der Achtziger Jahre wissen Bescheid. Jemand, der ihm näher stand als ich, hat einen Nachruf verfasst. Der ist verlinkt.

_link Lotse

936/14: Nachruf: Kein Nachruf für Paco de Lucia, aber eine Gedenkkerze!

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Paco de Lucia, Al di Meola, John McLaughlin (Mediterranean Sundance)

Paco de Lucía (* 21. Dezember 1947 in Algeciras, Provinz Cádiz als Francisco Sánchez Gómez; † 25. Februar 2014 in Cancún, Mexiko), war ein spanischer Gitarrist und galt als Großmeister der Flamenco-Gitarre. Er pflegte den traditionellen Flamenco und bereicherte diesen um neue Elemente, vorrangig um Klassik oder Jazz. Seine Brüder Ramón de Algeciras und Pepe de Lucía waren bzw. sind ebenfalls Flamenco-Musiker. (Deutsche Wikipedia, wie immer sofort akkurat gepflegt)

Meldungen vom 26.02. bestätigen übereinstimmend: Paco de Lucia ist tot. Das ist traurig. In stillem Gedenken für einen Großmeister des Gitarrespiels, einen wie keinen zweiten.

Der österreichische Kurier schreibt es. BBC News meldet es auch. Was lernen wir daraus: Nur weil einer begnadet Gitarre spielt, heißt das noch lange nicht, dass er auch hundealt wird. Ach nee, das wussten wir ja schon. „Friday Night In San Francisco“? Nö, Tears in Heaven vielleicht oder Vodoo Chile, neue Überarbeitung: „Spanish Caravan“ mit Jim Morrison und Jimi. Wow, gar nicht mal so schlecht.

933/14: Lied des Tages: Pete Wyoming Bender – „Ein Leben lang“

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Ich schenk mein Leben her, als ob es gar nichts wär. Ich leb, als hätte ich tausend Leben. In jedem Augenblick verschwende ich ein Stück. Wofür hab ich es hergegeben?

Irgendwann koppelt der Künstler im Ausgang seines Lebens das persönliche Erleben ab vom Fortschritt der Menschheit an sich: Ein Rückzug ins Private. In die Richtung eigener Endlichkeit begibt man sich alleine. Picassos letzte Worte sollen 1973 gewesen sein: „Trinkt auf mich, trinkt auf meine Gesundheit. Ihr wißt, ich kann nun nicht mehr trinken.“ (Picassos Last Words – Drink To Me). Gesungen hat das Paul McCartney, eine seriöse Quelle. Karlheinz Stockhausen ist als Inspirationsquelle von McCartney verbrieft („A Day In The Life“, Beatles).  McCartney war nicht so alt, als er 1973 das Album in Afrika unter Fluchtbedingungen praktisch allein aufnahm: „Band On The Run“. Tja, eben.

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932/14: Nachruf: Kralle Krawinkel, Gitarrist, Musiker

Ortsschild Großenkneten

Kerze (animiert)

TRIO – Bye bye

Mir folg’n die Wolk’n
Egal wohin ich flieh‘
Mir folg’n die Wolk’n
Ganz egal wohin ich zieh‘
Ich bin der Gott des Reg’ns
Hau ab wenn du mich siehst

(Text: Rio Reiser, Musik: Kralle Krawinkel)

Gert „Kralle“ Krawinkel, Gitarrist, Baujahr 1947, ist tot.

Bestieg einstmals das Pferd und ritt von Hamburg nach Sevilla. Geht´s noch?

War vorher und gefühlt schon immer ein großartiger Gitarrist. Ich selbst nahm ihn erst wahr, als er schon nicht mehr im wesentlichen der Gitarrist von Trio war. Da kannte ich ihn natürlich schon, aber so richtig „als Könner“ fiel er mir erst auf, als ich ein Konzert von Marius Müller-Westernhagen im Berliner Olympiastadion ansah. An den Drums damals ein weiterer Könner seines Fachs, der Berlin-Hamburger Schlagzeuger Hansi Wallbaum (u.a. Interzone, inzwischen Hamburg Blues Band)

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928/14: Nachruf: Erinnerungen an Pete Wyoming Bender – * 14. September 1943 – † 15. Februar 2014

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Jeder Tod ist anders. Beim Tod von Pete W. Bender gab es eine wirre Nachrichtenlage, die sich widersprach. Ein paar seiner Familienmitglieder aus USA wussten weniger schnell Bescheid, als es auf sozialen Netzwerken die Runde machte. Im Nachhinein ist auch das genaue Todesdatum im Moment noch Spekulation und wird wohl noch korrigiert werden müssen. Entscheidend ist: Inzwischen bestätigt sich die Nachrichtenlage. Berlin hat einen großen Musiker verloren.

Was einige so über ihn sagten. Manche taten ihn ab, „ein Schlageraffe“. Mitnichten war er einer.

Pete Wyoming Bender, Jahrgang 1943, konnte mit Worten umgehen wie kein anderer. Ein deutschsprachiger, wortgewaltiger und akzentfreier Amerikaner in Deutschland. Als wir uns letztes Jahr näher kamen, begrüßte ich ihn mit einer Umarmung und erschrak über mich selbst. Ich hatte ihn einfach so wie einen Teil meines Lebens in den Arm genommen. So vertraut war er mir, dass ich gar nicht überlegte, es war so in mir angelegt. Ein ganz alter Bekannter, Pete W. Bender. Ich glaube, er erschrak nicht minder, hatte nicht mit dieser Umarmung gerechnet. Doch ich kannte ihn schon mindestens fünftausend Jahrhunderte. Oder noch länger? Wer Pete W. Bender einmal singen gehört hatte, sollte ihn nie wieder aus seinem Kopf bekommen. Wow.

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922/14: Kein Nachruf: Pete Seeger ist tot.

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Marlene Dietrich: Sag mir, wo die Blumen sind?

Alles geht auf irgendwas zurück. Bzw. auf irgendwen.

Wer nun glaubt, Folkmusik geht auf Bob Dylan zurück, irrt. Ein riesengroßer Irrtum: Egal.

Ein schöner Nachruf, nein ein irgendwie passend erscheinender, ist verlinkt in Die Zeit. Hatte selbst keine. – Allerdings gibt’s hier noch History.TV auf Seite 2, soviel Zeit muss sein.

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873/13: Nachruf: Lou Reed ist tot

Trauerkerze

„One chord is fine.
Two chords are pushing it.
Three chords and you´re into jazz.“
(Lou Reed)

Wie aber würde man das wilde Leben finden? Ganz einfach: Geh auf blackbirds.tv, dort ins Suchfenster rechts und gib ein „wild side“. Schwupps, ist das vielleicht ein Leben? – Der amerikanische Rolling Stone meldete zuerst den Tod von Lou Reed.

Großartige Nachrufe schreiben auf Lou Reed?

Nö. Stattdessen eine ältere Aufnahme aus dem eigenen Dunstkreis. Mit der Band „Men´s Health Club Berlin“ nahmen wir 2011 diesen Song auf und mir gefiel diese Version sehr gut. Vor allem, weil sie sich nicht direkt ans Original hält und hier und da modifiziert wurde.

Ich spielte ein bisschen (sehr leise) Besen auf der Aufnahme und gab ein paar fürchterliche Backings dazu. Das war´s auch schon.

Lou Reed ist tot. He lived along this wild side. Kein Zweifel.

_link Lotse

861/13: Nachruf: Paul „Paulchen“ Kuhn ist tot

Trauerkerze

BbbB 01.2013: Paul "Paulchen" Kuhn

BbbB 01.2013: Paul „Paulchen“ Kuhn

In dem Anliegen, jemandem einen auch nur halbwegs angemessenen Nachruf zu schreiben, der ihm gerecht werden würde, muss alles Nachschauen schweigen. Denn alle schreiben voneinander ab und fassen -summa summarum- Lebenslinien zusammen, wie mainstream. Am besten erscheinen einem noch diejenigen Nachrufe, die sich an gar nichts anderem orientieren und nur der inneren, eigenen Stimme des Herzens zu folgen beabsichtigen. Die Trauer zu Gehör bringen mit wenigen, zutreffenden Worten.

Es stimmt nicht, dass immer die Besten zuerst sterben. Paul „Paulchen“ Kuhn war so einer. Einer der Besten seines Genres. Und er wurde steinalt, am Ende war er fast blind. Seine letzte CD hat er mit den Musikern eingespielt, indem er ihnen auf dem Tisch, eine Klaviertastatur imitierend, die Chords und Phrases zeigte.

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859/13: Nachruf: Gedanken an Michael Scherer

Trauerkerze


Tribute for Michael Scherer

Videolink, zur Verfügung gestellt von Thorsten Scherer, dem ‚kleinen‘ Bruder von Michael und Andreas Scherer, Thorsten ist Schlagzeuger.

Michael Scherer starb am 31.08. vor zwanzig Jahren.

Micha war großartig. Ungefähr 1984 gab es im HdJ Anne Frank in Wilmersdorf einen Rockwettbewerb. Ich erinnere noch Sleepin Beauty und die Cockroaches als Teilnehmer. Ich war Mitglied der Jury.

Micha saß in einer Umbaupause auf einem großen Barhocker auf der Bühne und gab uns den Ed von Halen, sehr amtlich. Einige Zeit später besuchte ich ihn am Ku’damm, wo er mit seinem jüngeren Bruder Andy Scherer, einem äußerst könnerischem Schlagzeuger, Straßenmusik machte.

Michael Scherer war ein Dreh- und Angelpunkt von Menschen und zog die Aufmerksamkeit magisch auf sich. Micha war auch ‚Groupie‘ ‚Rockfan‘, war hinter jeder maßgeblichen Bühne und ließ sich mit den ganz Großen der Rockmusik ablichten. Es gibt große Fotoalben, die ihn mit allen Großen der Rockmusikgeschichte zeigen.

Ich fühl mich wohl, wenn ich an ihn denke.

Weiterführend (Update 11.09.17)

851/13: Nachruf: J.J. Cale & Leon Russell at the Paradise Studios

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JJ Cale & Leon Russell at the Paradise Studios, LA 1979 (via youtube)

Weil es John Cale gab, musste sich J.J. Cale ein Initial einverleiben, das ihn einzigartig machte. John Cale, das war Velvet Underground und J.J. Cale, das war eben nicht Velvet Underground. Sondern J.J. Cale.

In erster Linie etwas einzigartiges. Bluegrass, nuschelndes, seltsames Country-Jazz-Rock-Blues-Gemisch, das immer irgendwie lustlos klingt. Aber weltbewegend. Viele einverleibten sich seine Songs, nicht zuletzt wir selbst, wenn wir versuchten, Musik nach echter Musik klingen zu lassen. Wer hat nicht „Cocaine“ versucht so zu spielen, dass es „fucking american“ klang? Wohl kaum jemand.

Viele einverleibten sich Cocaine. Und das in allen möglichen Darreichungsformen. Wenn wir diese Musik hören, denken wir auch an Eric Clapton und sogar an die Dire Straits. Alle bekamen sie etwas ab von ihm und von seiner Art, Musik zu machen.

J.J. Cale hat die Welt so gesehen, wie wir sie früher selbst gesehen hatten. „Ich werde wohl nicht 70,“ sagte er, bis es überholt war. Dann versicherte er, 75 werde er nicht mehr. Er sollte Recht behalten. So war es. Einmal kann man irren in dieser Frage. Zweimal unmöglich.

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838/13: Linktipp: Was H.P. Daniels weiß über den kleinen Unterschied zwischen Quartier Latin und Quartier Latent

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Trauerkerze

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NINA HAGEN BAND – 1. Live Gig (Quartier Latin, Berlin | 28.2.1978) and …(via youtube)

Das Quartier Latin war mehr als nur ein Wintermärchen, damals, und als es in Wintergarten umbenannt wurde, hatte es seine Hochzeiten schon verwirkt. So z.B. die Premiere der großartigen Nina-Hagen-Band, die hier stattfand. Und nirgendwo anders. Die Chefs des Hauses waren Christa und Manfred Saß.

Im selben Haus, in dem das Stadtmagazin TIP einst saß an der Potsdamer Str. 96 in Berlin-Schöneberg, saß auch das Ehepaar Manfred „Manne“ Saß und seine Frau Christa Saß. Am 28.06.2013 veröffentlicht H.P. Daniels aktuell im Berliner Tagesspiegel einen Nachruf auf die vormalige Göttergattin Christa.

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816/13: Nachruf: Ray Manzarek ist tot

Trauerkerze

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(Grafik via facebook, mit Dank dafür)

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The Doors – When The Music’s Over (LIVE IN EUROPE 1968) (via youtube)

Please open „the doors of perception“, öffnet Eure Pforten der Wahrnehmung, ihm zu Ehren: Der Gründungs-Door Ray Manzarek, neben Jim Morrison sicherlich der zweite Wichtigste in der Band The Doors ist tot. Krebs.

The Doors und er war der Keyboarder und ganz, ganz sicher einer von zweien, die man als Spiritus rector bezeichnet. Sein Sound war kriegsentscheidend. Dazu kam Jim Morrison, der Sänger. Und das war’s auch schon. Das waren The Doors.

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