1409/16: Geburtstag: Udo Lindenberg (70), geboren am 17. Mai 1946 in Gronau (Westfalen)

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Udo Lindenberg – Durch die schweren Zeiten (offizielles Video)

Es gilt als schwierige, große Sache, Menschen Ehrungen zu erweisen oder Nachrufe auf sie zu verfassen. The German Udo, das ist ein anderer, deutlich sympathischerer Gegenentwurf zum deutschen Michel. Udo hat den Hut auf, nach wie vor, für den deutschen Michel gilt: Sein auffallendstes Attribut ist seine Schlaf- bzw. Zipfelmütze. Siehste.

Das ist ein Gerücht. Es ist ganz einfach. Du musst zur Würdigung nur bereit sein.

Udo Lindenberg wird siebzig Jahre alt. Es ist das Einfache an dieser Tatsache, dass nun niemand sich noch künstlichen bzw. künstlerischen Honig aus den schreibenden Fingern zu saugen hätte. Udo Lindenberg ist eine deutsche Legende.

Lassen wir also den Tintenpissern den Vortritt, dass sie rumorvolle Räuden auftischen und hanebüchene Halbwahrheiten. Was Udo Lindenberg betrifft, gilt das Gesetz des Highländers: Es kann nur einen geben.

Udo, danke für alles und herzlichen Glückwunsch. Mach bitte weiter so.

Dein Fan
Tommy, Tulpe

Heavy Metal Pommes Gabel

1404/16: Historie: Als Dan Lucas am 28.08.1994 mit Jürgen Jürgens die Sache mit den USA besprach

Heavy Metal Pommes Gabel

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Dan Lucas at „Hey Music on TV“ 28.08.1994 Sender Freies Berlin

Lutz Salzwedel war früher Sänger bei Passion und Karussell. Dann kam er nach West-Berlin, gründete Karo mit, eine der damals großen Hoffnungen, um später als Dan Lucas nach Amerika auszuwandern und dort einige Zeit zu leben und zu musizieren. Über diese Zeit spricht er mit Jürgen Jürgens bei Gelegenheit seines Besuchs am 28.08.1994. Eine Stimme, die man nicht vergisst, schließt blackbirds.tv damit die Lücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Wir haben über Dan Lucas auf dieser Website schon früher berichtet. Vor kurzem tauchte auf YouTube ein altes, neues Video über ihn auf, dessen Ausstrahlung unbedingt auch auf diese Website gehört. Versteht sich diese Website doch bei Bedarf auch als Geschichte bewahrende Institution.

Weiterführend
Historische Schmachtfetzen: Die Berliner Band Karo zog große Hoffnungen auf sich…
Eine Coole-Covers-Band Na klar, Helter Skelter (Süddeutschland)
Dan Lucas performed mit Helter Skelter „Wanna Be Loved“ live am 20.02.16 in Königsbrunn
Lutz Salzwedel: Als Rockstar aus der DDR geflohen

Korrektur: Die Geschichte „Als Rockstar aus der DDR geflohen“ enthält folgenden Fehler, „der Familienvater konnte im Westen unter anderem mit der Band „Meat Loaf“ und „Karo“ Erfolge feiern“. Unrichtig: Richtig ist, Lutz und die Westberliner Band Karo tourte mit Meat Loaf, Fleischklops, als Opener. Einmal spielten Karo Vorband in der Berliner Deutschlandhalle für Nena.

1392/16: Gastkommentar: Zu Prince – Und: Die Welt, die Prince schuf – ein #Roughmix

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Muse Sign o’the times legendado

Prince ist tot. Die Medien titulieren ihn als bedeutenden Popstar oder Sänger.

Was vergessen geht ist, dass er vielmehr ein Künstler war. Ein Musiker und ein ausgesprochen versierter Multiinstrumentalist, der einen Grossteil der Instrumente auf seinen Platten selbst einspielen konnte. Ein extrovertierter, unermüdlicher Liveperformer wenn auch ein zurückgezogener und medienscheuer Privatmensch. Ein innovativer Songschreiber. Einer, der mit sicherer Feder und scheinbar mühelosem Strich Stilrichtungen zusammenmalte und Neues erschuf. Ein Urheber, der sich gegen unfaire Musikverleger behauptete. Der nicht nur Statements abgab, sondern sie vorlebte, selbst wenn es den eigenen Geldbeutel schmälerte. Einfach um ein Zeichen zu setzen. Um selbst ein (Love) Symbol zu werden, nein, eines aus sich zu machen. Um neue Wege zu ergründen, wie man die Musikindustrie revolutionieren müsste und er hatte die ihm eigene Bestimmtheit, diese Pläne auch umzusetzen. Auf eigene Kosten und Verantwortung. Ein Textautor, der sprichwörtlich mit Lust am Text arbeitete. Der Lustvoll Liebesbotschaften vertonte und wusste, wie man den Funk ordentlich fi*kt und im nächsten Song die Seele streichelt oder um einen Track später den Blick auf die Schatten im Herzen zu lenken.

ER hat dies erschaffen. Er hat sich, so wie die Musikwelt ihn sehen sollte selbst und aus eigener Kraft erschaffen.

Er war kein Sänger, wie wir das heute verstehen, oder wurde in einer TV Staffel zum Popstar gevotet.

Für den Nachfolger eines Königs gäbe es den Spruch: „Der König ist tot, lang lebe der König.“ Für Prince fällt mir nichts Gebührendes ein ausser vielleicht „Danke für die Inspiration.“

Kürzlich hatte ich auf Facebook gepostet „Ich schmeiss alles hin und werde Prince.“

Nicht in diesem Leben.

(von Wolfgang Nipp, Mitglied der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook – mit herzlichem Dank dafür)

Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #Alan Parsons

1378/16: Video: Don´t let it show – Alan Parsons Project (aus: I Robot)

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THE ALAN PARSONS PROJECT – DON’T LET IT SHOW

Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #AlanParsons

Harsche Worte gegen diese Form des Islamismus und -ehrlich- niemand hat das richtige Rezept: Wie mit all dem umgehen? Etwa wie die Brüsseler Hooliganszene, die das Gedenken an die Toten stört und die Blumen zertritt? Das ist doch gerade Wasser auf die Mühlen derjenigen, die die Spaltung betreiben? Um ehrlich zu sein: Man darf durchaus ratlos sein, in diesen Tagen. Gutmensch aber ist ja das Unwort des Jahres 2015 und richtig so. Es dämonisiert die Liebenden als Täter mit einer Art verabscheuungswürdiger Realitätsfremdheit und ist daher ein Starkwort. Das Wort wird gerne wieder hervorgeholt: Mehr wie eine Spaltaxt. Nicht, um etwas zutreffend zu beschreiben. Zu stark, um zu kommunizieren, also einander zu verstehen. (aus einem Thread auf facebook, Kommentar meinerseits).

Don´t let it show, this ugly face of Radicalism.

Paul McCartney an Allen Klein

1324/16: Positionen: Rudi, der Kirchenmusiker, die Beatles, die Maccianer und Lennonisten – vom 30.01.16

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Was das wilde, bärtige Aussehen von Paul McCartney in den enden wollenden Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angeht, so hatte ich in den (späten) Siebzigern ein musikalisches Vorbild, als ich begann, Gitarre zu lernen. Rudi.

Rudi Rudolf S. war von Beruf Kirchenmusiker, Organist, Chorleiter in der ev. Kirchengemeinde Schönow (Zehlendorf, Berlin). Rudi war ein flammender Beatlesfan und sah aus wie Paul McCartney in diesem Film Let It Be, der die Beatles bei der Studioarbeit beobachtet.

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Ikonen ihrer Zeit: Jimi Hendrix und Uschi Obermaier

1313/15: Video: Von wegen Liebe: Das schönste Paar der APO (von Christa Ritter, 1989)

Ikonen ihrer Zeit: Jimi Hendrix und Uschi Obermaier


Von wegen Liebe: Das schönste Paar der APO von Christa Ritter

Veröffentlicht am 30.05.2014
Von wegen Liebe: Das schönste Paar der APO von Christa Ritter
Die Kommune I als weiblicher Teil der Studentenrevolte, die sich 1967 in schmerzhaften Encounters selbst erfand, um anschließend mit ihren Happenings zu den ersten deutschen Popstars aufzusteigen. Rainer Langhans war einer dieser Horror-Kommunarden (Springer-Presse) und verliebte sich in Uschi Obermaier. Als schönstes Paar der APO praktizierten sie ein utopisches neues Paar. Diese Doku war für den Grimme-Preis nominiert: WDR 1989

Heute stehen wir am Ende einer Entwicklung, die ihren Anfang Beginn der Sechziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts nahm. Aus dieser Entwicklung entstand, was wir heute für selbstverständlich erachten, weil wir den Rest verdrängt bzw. vergessen haben. Später, in der zweiten Hälfte der Dekade 1960, entsteht die Komune I. Man beschloss, ein Leben der „leidenschaftlich an sich selbst Interessierten“ zu versuchen. Er versucht, sich auf Frauen einen Reim zu machen: Nichts reimt sich auf Uschi. Sie hat schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht. Was dann folgt, erzählen die beiden Althippies Kunzelmann und Obermaier in einer Dokumentation aus dem Jahre 1989. Dabei galt sie, Uschi Obermaier, in der Kommune gar nicht als schön, sie galt als saublödes Huhn, zumal aus München. Wie ging das dann, als die bösen Buben aus England und Amerika kamen, Mick Jagger, Keith Richards und Jimi Hendrix standen auf dem Speiseplan der unersättlichen Uschi, aber Rainer war nicht eifersüchtig.

Es war nicht nur eine hochpolitische Zeit, sondern auch eine musikalische. Im Dunstkreis der Kommune war Musik, waren Musiker. „Weib statt Waffe“, glaubte Kunzelmann, „eine Revolution zu verraten für eine Frau, das ist immer gerechtfertigt, sonst ist es ja auch keine.“

1309/15: Video: Die Dokumentation Wingsspan – Über das Leben nach den Beatles

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Paul McCartney: documentary Wingspan

Die Dokumentation zeigt Paul McCartneys Leben nach den Beatles.

Und es hat sich beileibe ereignisreich zugetragen.

Eine Dokumentation, die ich stets im Kopf behielt. Seit ich sie das erste Mal sah…

1301/15: History: Frank Zander ist mitnichten der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, sondern eher so ein Guardian Angel

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Ur-Ur-Enkel von Frankenstein 2006 – Frank Zander

Ich bin der Ururenkel von Frankenstein
Und ich bitte um Diskretion
Denn ich richte mein Labor schon langsam ein
Auf ’ne Menschenmassenproduktion

Frank Zander nahm den Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, im Original 1974 als deutschlandweiter Hit sehr erfolgreich erschienen, 2006 noch einmal neu auf. And it was A Rammstein Tune, nearly.

Frank Kurt Zander (* 4. Februar 1942 in Berlin) war schon immer Berliner. Sein Geburtshaus steht in Neukölln.

Zander war auch immer schon Musiker, jedenfalls gefühlt. Nero Brandenburg, ex-RIAS-Radiomoderator und ebenfalls Schlagersänger (unvergessen: Mein Ding A Ling, einschl. Sendeverbot), erinnert sich.

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1245/15: History: Am 22.09.1975 wurde die Renft-Combo für „nicht mehr existierend“ erklärt

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Renft – Aussprechen des Verbotes (1975)

Crime Of The Century – Ein Album einer englischen Band namens Supertramp. In Abänderung des Jahrhundertalbums der Band nehmen wir uns vor, die Gitter hochzuheben, in wohlmeinender Erinnerung an damals und wie alles begann. Dass die DDR irgendwann unterging, war wohl seinen ernsten Anfängen der unklugen Praxis des Jahres 1975 zu verdanken. Kurze Zeit später schon begannen erste große Ausreise- und Ausbürgerungswellen, die viele bedeutende Künstler Richtung Westen spülten. Tja, falsch programmiert.

Per Anhalter durch die Galerie.

Auf Youtube hat Udo Anhalter ein klitzekleines Dokument eingestellt. Es betrifft die 40ste Wiederkehr des offiziellen Nichtexistenzabkommens der politischen Führung der Deutschen Demokratischen Republik namens DDR für die Renft-Combo.

Dass man daran erinnert wird, ist eins der vornehmen Aufgaben dieses Dokuments. Was wiederum geschieht, indem es hier eingerückt wird in die Chronologie der Website. Wer die Erinnerung ehrt, ehrt auch diese Rose. Bzw. den Namen der Rose.

1230/15: Linktipp: Was Amy Winehouse so besonders macht, erzählt die Blindgängerin mit überzeugenden Argumenten

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Ganz wichtig war es ihr, als Jazzsängerin anerkannt zu werden.
Die schönen und ganz schön traurigen Melodien nehme ich eigentlich nur wahr, wenn ihre dominante Stimme pausiert. Sie beherrscht perfekt die Kunst der musikalischen Pause.
Eine Pause genau an der richtigen Stelle, nicht zu lang und nicht zu kurz. Eben nicht zu singen oder sein Instrument nicht zu spielen, ist mindestens genauso schwierig wie das Singen oder Spielen an sich. Amy verzichtet auf Füllsel wie schubidu, lalala und yeahyeahyeah und Backgroundsänger(innen) sind mir auch nie aufgefallen. Die Blindgängerin, Auszug vom 10.08.15

Barbara Fickert ist Die Blindgängerin. Auf ihrem Blog beschreibt sie erzählerisch dicht, nachvollziehbar, leicht und luftig, aber mit Schwere ihre Erinnerungen an Amy Winehouse. Diesen Erinnerungen haben wir uns hier verschiedentlich gewidmet. Diese Perle der fortgeschrittenen, anspruchsvollen Unterhaltungskunst ist jetzt Gegenstand von vielfacher Erörterung, zuletzt in einem Film namens „Amy“, der just in die Kinos gekommen ist.

Das lesenswerte Blog Blindgängerin (blindgaengerin.com) ist verlinkt, die Filmrezension datiert auf den 10.08.15 – unbedingt lesen und hingehen und sich den Film anschauen. Wie man so sagt: Großes Kino.

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1228/15: Geschichte: „Berlin, Berlin“ – Dein Herz kennt keine Mauern

Brandt.Zwieback


John F. & Die Gropiuslerchen – Berlin, Berlin (1987)

John F. und die Gropiuslerchen war das deutsche Musik-Projekt des Produzenten Jens Tröndle und des Musiker- und Autoren-Teams Rainer Konstantin, U. W. A. Heyder (Uwe Heyder) und Conny Göckel (Konrad Göckel). Zu Berlins 750-Jahr-Feier erschien 1987 unter dem Namen John F. und die Gropiuslerchen der Titel Berlin, Berlin (… dein Herz kennt keine Mauern). Der als Geheimtipp gehandelte Rapsong war mit O-Tönen von John F. Kennedy, Willy Brandt, Walter Ulbricht und Ernst Reuter bestückt, wurde von den Berliner Radiosendern, insbesondere dem RIAS, häufig gespielt, erreichte jedoch deutschlandweit keine Chartplatzierung. Nach dem Fall der Berliner Mauer entstand Berlin, Berlin (Die Mauer ist Weg), eine der Zeit angepasste Version des Liedes mit O-Tönen von Hans-Dietrich Genscher, Walter Momper und Ost-Berliner Demonstranten. Im Dezember 1989 gelang der Sprung in die deutsche Hitparade, wo sich der Titel 9 Wochen hielt und Platz 29 erreichte.

(Quelle: Deutsche Wikipedia)

Und, ja, wer erinnert ihn nicht, den guten, alten Brandt-Zwieback?

 

1207/15: Video: Das Kai Rautenberg Trio und „Count the Lights of San Francisco“ und „Wird Herbst da draußen“ (Hildegard Knef)

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Kai Rautenberg – Count the Lights of San Francisco

Die Tauben sitzen schwer wie Steine,
der Baum im Hof verliert Gewicht,
ein alter Mann vertritt die Beine,
wird Herbst da draußen, wie ich meine,
wird Herbst da draußen, und in mir.

Zwölf Bänke stehn und sind vergessen,
ein Tulpenbeet hat nichts zu tun,
ein Sonnenstrahl grüßt sehr gemessen
den Herbst da draußen, und in mir.

Und Fenster blicken ernst, entschlossen,
als sähe keiner ‚rein noch ‚raus,
ein Pudel schüttelt sich verdrossen,
ein Unbekannter hat beschlossen,
wird Herbst da draußen, und in mir.

(Herbst da draußen, Hildegard Knef, 1999)

Angelika Milster, Hildegard Knef, Brigitte Mira, Reinhard Mey, Dieter Hallervorden und viele andere mehr verließen sich auf seine Dienste und Zuarbeit. Kai Rautenberg war Vollblutmusiker und starb am 29. Mai 2013 in der Pflegeeinrichtung NOVA VITA.

Es hieß, bis dahin habe er recht ziemlich wie ein ordentlicher Musiker gelebt und viele Kerzen von zwei Seiten angezündet. Das ist nicht verbrieft, wurde aber vernommen.

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1196/15: Nachruf: B.B. King (* 16. September 1925 in Itta Bena, Mississippi; † 14. Mai 2015 in Las Vegas, Nevada)

Trauerkerze

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B.B.King Lucille

Wer besaß schon die Unverfrorenheit, seine Gitarre Lucille zu nennen und ihr Liebeslieder zu widmen? B.B. King

Picasso soll gesagt haben: „Trinkt auf mich, trinkt auf meine Gesundheit. Ihr wißt, ich kann jetzt nicht mehr trinken.“ Aus dieser Zeitungsmeldung macht Paul McCartney einen Song (Picasso’s last words) und beeindruckte damit Dustin Hoffmann und Paul Newmann während eines Urlaubs in der Karibik, heißt es. B.B. Kings vermutlich vorletzte Worte sind auf der Website des Grandmasters of Blues knapp gefasst: „“I am in home hospice care at my residence in Las Vegas.Thanks to all for your well wishes and prayers.” B.B. King

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1184/15: Video: The Dark Side Of The Moon – performed by Dream Theater

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Dark Side Of The Moon-Dream Theater -LIVE

Dass sich Schlagzeuger kleine blaue gelartige Gallertkissen aufs Fell kleben, hat Gerüchten zum Trotz nichts mit „The Dark Side Of The Moon“ zu tun, sondern mit Sounddämpfung. Obertöne bekämpfen. Was hingegen für das Album von Pink Floyd nicht gilt: Hier sind alle Obertöne schön anzuhören. Kommen nun auch noch großartige Musiker dazu, ist´s ein Ereignis der besonderen Art, eine Art MoFi, analog der gerade kürzlich vorübergehuschten SoFi.

Der Mond: Er ist anbetungswürdig. Nicht nur für Wölfe. Das wissen wir.

Dass die amerikanische Band das legendäre Rockopus „The Dark Side Of The Moon“ live sehr originalgetreu aufgeführt hat, blieb uns bislang verborgen. Wir gehören eben nicht zu sehr zu den Prog-Rock-Fans. Der Film ist absolut sehens- und hörenswert. Hut ab, Chapeau, großartig. Spaßeshalber.

Das heutige Lied des Tages: Das ganze Album, im Original von Pink Floyd, und hier als konzertantes Erlebnis der Spitzenklasse. Weiteres über Pink Floyd hier bei Interesse…

1179/15: Tageslied: Deep Purple „April“

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Deep Purple – April (1969)

Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, am 1. April die Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte, meist spektakuläre Geschichten, Erzählungen oder Informationen hereinzulegen und so „zum Narren zu halten“. Zielpersonen sind (manchmal leichtgläubige) Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen etc. Vor Auflösung des Schwindels sagt man z. B. April, April. .. Auch bei Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendern und bisweilen auf Webseiten ist es üblich, die Leser bzw. Hörer durch glaubhaft klingende, erfundene Beiträge, in denen aber meist übertriebene Details dem aufmerksamen Rezipienten Hinweise auf den fehlenden Wahrheitsgehalt liefern, „in den April zu schicken“. #Aprilscherz #Wikipedia

Der April, der April, der weiß nicht, was er will. Zumindest scheint es so. Die Leser des gepflegt satirischen Postillon pflegen den Aprilscherz kaum: Denn dieser wäre nichts Besonderes.  Diesen 1. April widmen wir einem Schlagzeugfell. Aufgedruckt ein „Om“. Und wen´s interessiert, der gugelt nach dessen Bedeutung.

Die Geschichte des „Om“ spielt in Tibet und anderswo eine größere Rolle. Die Rolle des „Om“ in meinem Leben? Klicke auf das Foto oben und es wird ein Wunder geschehen! Om nama shiva ya! – Und das ist wahrlich kein Aprilscherz.

Im brandenburgischen Bärwalde gibt´s übrigens auch eins: aus Kräutern…

Flippt er jetzt völlig aus? – Die Antwort ist ganz einfach: April, April..

1171/15: Positionen: Jürgen Lemke, Klasse 11g, erklärt „Beat-Musik“ und „Jazz“. Von der Fröhlichkeit beim Baumwollpflücken

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Was gibt es nur in Ostfriesland? Ein volles Haus in Leer: „Der reine, ursprüngliche Beat ist Musik. Er ging aus der Jazzmusik hervor. Jazz entstand aus reiner Freude an Rhythmus und Klang, aus den echten Gefühlen der amerikanischen Neger, Schienenarbeiter, Baumwollpflücker, Mississippi-Schiffsleuten oder Hafenarbeitern in New Orleans. Jazz ist fröhliche, aber ernstzunehmende Musik.“ Jürgen Lemke, Schüler, (Zitat des Tages) – Ubbo-Emmius-Gymnasium Leer 12/1967

In den Arbeiten von Schülern muss man differenzieren zwischen dem, was Schüler Lehrern zum Munde reden, um gute Noten abzustauben. In Plattitüden, Halbwahrheiten und „aufgeschnappten Trivia“ und solchen Gesichtspunkten, die den Heranwachsenden als schon einigermaßen aufgewachsenes Früchtchen auszeichnen. Mit Haken und Ösen. Kann sein, es ist Schleppnetzfischerei. Wir kennen Jürgen Lemke nicht, wissen nicht, ob er heute auf Norderney Krabben puhlt? Das ist unwahrscheinlich, denn dafür werden sie heutzutage mit dem Flugzeug nach Marokko verfrachtet: In ein Billiglohnland. Um dann gepuhlt und frischeverpackt wieder in deutschen Landen zu glänzen, frisch auf dem Tisch.

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'We love You, Stevie' #Beyonce

1162/15: Legenden: Beyonce, Stevie Wonder und: Was früher betrifft, ist gestern heute schon morgen. #Lead des Tages

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'We love You, Stevie' #Beyonce

Früher + heute, Beispiel: Damit er steht, muss man dranfassen, dann kommt er wieder hoch. Was lange vorm Internet jeder Schuljunge bestens wusste, ist inzwischen auch digital als Allgemeinwissen weit verbreitet. Heutzutage machen’s auch Mädchen mit einer beirrend großen Sachkunde, eine Freude. Rutscht ein Post unbeachtet und unkommentiert nach unten, weil´s keine Sau interessiert, wird drangefasst, ein Like, ein Kommentar. Und schwups steht er wieder wie ´ne Eins und alle können neu überlegen. So geht ‪#‎facebook‬. Was früher betrifft, ist gestern heute schon morgen.

Gute Musik berührt. Schöne Frauen nicht: Wer wird schon von schönsten Frauen angefasst? Das ist quasi eine ganz große Ausnahme. Nein, sie sind untouchable für die meisten. Die wenigsten können sogar gut singen. Hier anstatt eines ‚Lied des Tages‘ ein führender Gedanke, der ‚Lead des Tages, er heißt: „We love You, Stevie!“

Beyonce gehört zur Kategorie Superwomen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Artig steht Little Stevie, wie er früher hieß, im Publikum und klatscht. Hier haben wir so einen magischen Moment videotisch, der einen berührt. Soul, darum geht es: Beyonce ist die neue S-Klasse. Stevie hat uns seit ca. 1968 immer wieder Musik geschenkt. Beyonce ist Jetztzeit, pinkrosanna Mashmallow der Poppmusik. Hier verbinden, verbrüdern und -schwestern sich berührte Seelen von Früher und Heute zum „Hier und Jetzt, abba richtig!“ und Mensch und Musiker gehn´ ab wie Schmidts Katze.

Weder grand old Stevie noch Beyonce Schmidt kennen dessen Katze. Nein, das ist ein pornöser Auftritt, glamourös bis ins letzte, was uns Wutbürger 2015 angeht: Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen: ‚We love You two, Stevie!‘, womit wir schon zu dritt sind! Beyonce und wir zwei beide.

1143/14: Legenden: „Sunny“ – performed by Tom Jones und Ella Fitzgerald

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Tom Jones & Ella Fitzgerald – Sunny – Live HD

Genug Weihnachtsschmarrn gehabt? Vielleicht.

Sag mal, ist das Tempo für Dich richtig? fragt Tom Jones die bildfüllende Ella F., ein Traum in Blau, und sie erwidert leicht angewidert, oder war´s aus Vorfreude?, „Na ja, für Rock´n Roll Gesang vielleicht…“, und dann machen sich die beiden über den Song her und wie!

Heute das #Lied des Tages. Verneigung vor zwei großen Sängern der Rock-, Pop- und Jazzgeschichte.

2015 kann kommen!

(Mit Dank an Frank Bowy, facebook, für den Tipp)

Hitsville U.S.A. - Detroit - (© Patrick Allen Wiggins)

1136/14: Video: Im Gespräch mit Bobbye Hall, Percussionlegende von Tamla Motown #LinerNoteLegends

_Interview

Seitentrenner: Interview


Liner Note Legends #4: Ms. Bobbye Hall [HD]

As one of the house percussionists with Motown Records in Detroit, Ms. Bobbye Hall accomplished more as a teenager than most musicians do in a lifetime. Though she largely remained uncredited due to her age, she is nevertheless present on many classic Motown tracks. After moving to Los Angeles, Bobbye remained a part of the west coast Motown sound by continuing to appear on records by Stevie Wonder and Marvin Gaye, among others. However, her presence and reputation continued to grow and she quickly became a first-call session musician for all kinds of sessions: rock, r&b, funk, singer-songwriter, movie soundtrack, commercial work, etc. Her playing can be heard on record with: Bill Withers, Bob Dylan, Pink Floyd, Joni Mitchell, Stevie Nicks, Aretha Franklin, David Byrne, The Doors, Smokey Robinson, Sarah Vaughan, and many, many more. It was a true pleasure to get to film this episode with Ms. Hall in the windy desert outside of Los Angeles.(Klappentext auf Youtube zum Video)

Sie hat mit vielen ganz Großen im Studio zusammengearbeitet, sie ist eine „living legend“.

In diesem Video erzählt sie (englisch) von ihrer großen Zeit der Zusammenarbeit.

Sie gehört zu denjenigen, über die ein anderer sehenswerter Film sagt: „Standing in the shadow of Motown„.

Sehr schön diese historische Aufnahme aus dem Jahre 1967 mit The Temptations: „Sorry Is A Sorry Word

1135/14: Video: Eineinhalb Stunden Gespräch: Prof. Udo Dahmen mit Klaus Voormann (Sendedauer: 1:23 Stunde)

_Interview

Seitentrenner: Interview


onlinelessons.tv / Popakademie „Open House“ Event: Klaus Voormann

„Die hatten einen Druck….“ (Klaus Voormann über die aufgekommenen Beatles, Anfang der Sechziger)

Klaus Voormann, Plattencoverarchitekt, bspw. von „Revolver“ von den Beatles, Bassist von Manfred Mann, Carly Simon und vielen, vielen anderen, Künstler und fälschlicherweise oft als „fünfter Beatle“ bezeichnet im Gespräch mit Prof. Udo Dahmen, Popakademie Mannheim. – Seit einiger Zeit baut Florian Alexandru-Zorn zusammen mit anderen Onlinelessons auf, dort Schlagzeugunterricht, auch andere Instrumente werden geboten. Der Markt „education“: Wachsend. – Dass Florian Alexandru-Zorn Prof. Udo Dahmen kennt, liegt auf der Hand. Denn der „Popprofessor von Mannheim“, auch Schlagzeugpapst, Mentor und Motivator, ist in der Pop- und Rockmusik wohlgelitten. Ein feinsinniger, ätherischer, netter und sehr verbindlicher Mann. Ich lernte ihn 2013 auf einer Berliner Veranstaltung „Berlin Drum Week“ in der Schlagzeugschule von Dirk Erchinger -drumtrainer Berlin- kennen. (Mehrere Artikel: hier)

Klaus Voormann ist allseits wohlbekannt und ein historischer Kotzbrocken. Das jedenfalls sagt Paul McCartney über ihn, weswegen er ihn gern hat. Das ist McCartneys Schalk im Nacken. Wir sehen ein sehr gut und auf hohem Niveau geführtes face to face-Gespräch. Wir bedanken uns herzlich bei onlinelessons.tv für dieses digitale Schätzchen. Sehr schön.

1127/14: Historie: Der Berliner Senatsrockwettbewerb, die Band „Artischock“ und die Behauptung „Die Wüste lebt“

ROCK CITY Berlin: Band "Artischock" Ausgabe 1983/84

ROCK CITY Berlin: Band „Artischock“ Ausgabe 1983/84


Berlin Rock News, Artischock Teil 1

Die Bilder sind verrauscht und im Format 4:3, und passen nicht so richtig in die neue, digitale Welt von 16:9 oder 16:10. Ansonsten kommt die Berliner Band „Artischock“ erfrischend normal rüber. Ein kurzer Ausflug in die Vergangenheit. In die Zeit, als Senator für Kulturelle Angelegenheit im Rahmen der Freie-Gruppen-Förderung hier und in „Fehlbedarfsfinanzierung“ investierte, was für ein Unwort. Bezahlt wurden Plattenproduktionen, Studiozeiten, Tourneen und „Saure Gürkchen Sans Souci“, die der junge Veranstalter Peter Schwenkow als Organisator des „1. Berliner Rocktopfs“ in der Berliner Waldbühne korrekt abrechnete.

Das Quartier Latin war latent. Systemimmanent. Eine bekannte Band wie IDEAL, macht dreimal das Kantkino (an der Kantstr. 54, Charlottenburg) voll, weiß Wolfgang Hagen, Journalist, den Titelsong „Rock´n Roll Ausverkauf“ niederzuschmettern, im obigen Video, Teil 1. „Dazu müsste doch der Verkauf erst einmal anfangen.“ Olaf (RIAS) Leitner sitzt dabei.

1. Berliner Rocktopf am 30. Juli 1980 Waldbühne

1. Berliner Rocktopf am 30. Juli 1980 Waldbühne

Alles, was da auftrat, auch. Die Berliner Band „Artischock“ war konsequent da. Achim Schmidt, Schlagzeuger, ein Apologet der wirtschaftlichen Vernunft, weiß genau abzuwägen: Als ungelernter Zahntechniker verdient er Geld, ansonsten war er als Musiker im unbezahlten Urlaub auf Tournee unterwegs, weiß der kundige Interviewer Flöhe aus dem Bauch zu fragen. Oder ist der Traum als Rockstar ausgeträumt?

Martin Deuker arbeitet(e) als Klavierstimmer und ist der Bruder einer deutschen Musiklegende, die ihr ganz alltägliches Copyright kaum zu verteidigen braucht. Denn IDEAL´s (Bassist Ulrich Deuker) Rechte werden finanziell immer noch in vernünftigen Dimensionen jährlich abgerechnet. Bruder Martin Deuker (Gitarrist bei Artischock) selbst hatte jahrelang ein eigenes Copyright. So hieß jedenfalls eine spätere Band von ihm.

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Die Geschichte des Krautrock

1122/14: Video: Krautrock Night

Die Geschichte des Krautrock

Täglich fit mit 2 g Shit… (Guru Guru, Der Elektrolurch, früher: Losungsversuche für ein besseres Leben)

Die Geschichte des Krautrock ist inzwischen verbrieft. Berichtet wurde über diese „zeitgenössische Musik“ hier des Öfteren und bei passender Gelegenheit immer wieder. Das ist auch der Grund, warum wir die Sache fortsetzen dürfen.

Vieles hat seinen Ursprung in jenen „deutschen Jahren“, die im Vergleich zu früheren die besseren Jahren waren, historisch platt betrachtet.

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1111/14: Rekord: Die Schnapszahl des Artikels, Fernet Branca, Pannach & Kunert und das Sozialgeschnatter auf facebook

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Pannach und Kunert: Fluche, Seele, Fluche Fluche (1980, erschienen 1981 auf „Fluche, Seele, fluche!“) – Musik: Sallmann/Kunert, Text: Mühsam/Pannach (nach Erich Mühsams Gedicht: „Weiter, weiter unermüdlich“)

Pannach und Kunert waren und sind meine besten Freunde. Wir hatten immer viel Spass zusammen. Im Flöz gab es spezielle Biergläser für die beiden, während sie ihr „Totenschiff“ versucht haben, zu vertonen. Legendär sind ihre „Heiliger Strohsack“ immer um Weihnachten rum. U.a. mit Manfred Maurenbrecher und so … (Susanne Lämmerhirt auf facebook)

Das ist der 1.111te-Artikel hier, eine Schnapszahl, darum geht es also. Und um „Sozialgeschnatter 2.0“: Wenn Christoph Rinnert zu einem guten Abendessen eingeladen wird, „Es gab Gänsebraten, legga“, freuen sich diejenigen gleich mit, die Christoph für einen guten Musiker und Produzenten handeln. Das ist berechtigt. Zweitens nennt man das sozial netzwerken. Aus Solidarität. Oder aus Hunger. Oder wegen beidem. Ist ja auch egal. Freiheit, Freibier & Frieden! – Damit kommen wir zum zweiten Teil dieser Sache an sich.

Aus dem „Haus Lämmerhirt“ erfahren wir, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen: Die guten Freunde und Musiker Gerulf Pannach und Christian Kunert hätten Fernet Branca gern getrunken. Das sei ihr Lieblingsgetränk gewesen. Wir halten dieses Detail fest, danken im übrigen Franz de Byl (nicht: debil!, darauf legt er Wert) fürs Flöz früher und für alles, was Franz gemacht hat und erinnern, welch wichtiges Lokal es damals in der Nassauischen Str. in Berlin-Wilmersdorf war. Tja, wer die Gastro ehrt. Darauf einen Fernet!

(Nak! Nak! Den Begriff „Sozialgeschnatter“ habe ich von Peter Jebsen aus Hamburg und finde ihn klasse.)

1099/14: Nachruf: … zum Tod von Jack Bruce … statt eines Nachrufs … (Von H.P. Daniels, Gastbeitrag)

Trauerkerze

Jack.Bruce_Remember

I´m so glad, I´m so glad, I´m glad I`m glad I´m glad!

Von: H.P. Daniels (Gastbeitrag)

Jack Bruce ist tot. Was für eine traurige Nachricht. Als ich am 25. Oktober 2014 über das schnelle Internet von diesem Tod am selben Tag erfuhr, dachte ich natürlich sofort an das letzte Konzert, in dem ich den grandiosen Musiker als Bassisten, Komponisten, Sänger und Mundharmonikaspieler zum letzten Mal auf der Bühne gesehen habe: das Reunion-Konzert von Cream in der Londoner Royal Albert Hall im Mai 2005.

Obwohl mir natürlich klar ist, dass Jack Bruce noch viel mehr war als der einstige Bassist von Cream, hier nun statt eines Nachrufs noch einmal meine Eindrücke von der Cream-Reunion 2006:

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1098/14: Zeitgeschichte: MIT DEN STONES AUF DER BÜHNE, MIT SISTER MORPHINE IN DER BREDOUILLE v. K.J. Schindler

Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler

Kommentar aus dem Off, meinerseits, zu „Yoko & die Beatles“: Paul McCartney hat immer sorgfältig dementiert, sie habe den Split verursacht. Eindeutig hob er ihre störende Omnipräsenz im Studio hervor. Ständig war sie da, saß auf dem Fußboden, mit oder bei John und Paul sagte: Oh, tschuldigung, Yoko, darf ich da mal an meinen Verstärken ran, Du weißt, ich muss jetzt was aufnehmen?“ Sie lümmelten und tümmelten. Und so fort. – War es persönliche Rücksichtnahme von Sir Paul oder Schonung aus „geschäftlichen Erwägungen“? Egal, „Beatles“ ist nicht das Thema „Rolling Stones“, wie deutlich werden wird.

(Gastbeitrag)

MIT DEN STONES AUF DER BÜHNE, MIT SISTER MORPHINE IN DER BREDOUILLE

Seit 50 Jahren macht sie nun Musik, die englische Kapelle „The Rolling Stones“. Theoretisch ungefähr ebenso lang wie ihre Kollegen „The Beatles“, die praktisch aber wesentlich früher aufgehört haben wegen einer Frau aus Japan namens Yoko Ono. Das war eigentlich die erste Bandgespielin, die kein anderer Beatle haben wollte, so dass sie John Lennon erhalten blieb. Im Gegensatz zur Band, welche nicht erhalten blieb, weil Yoko immer störte.

Jungs mussten sich in ihrer Jugend stets entscheiden zwischen den Stones und den Beatles. Oft mehrmals täglich. Je nachdem eben, was da für Mädchen gerade auf einen warteten. Und wieviele. Meist lief es aber zwischenmenschlich sicherheitshalber auf „I Feel Fine“ oder „All You Need Is Love“ hinaus. Mädchen, die „Paint It Black“ oder „Sympathy For The Devil“ mochten, räumten nämlich anschließend deine Wohnung nicht auf und verwendeten, wenn überhaupt, ganz entsetzliche Deos. Einmal hatte ich übrigens versehentlich meine Lieblings-Combo „King Crimson“ aufgelegt und war bereits bei ihrem „21st Century Schizoid Man“ wieder alleine.

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1083/14: Video: Kleine Nachtmusik von Miles Davis „So What“

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Miles Davis – „So What“ (via Vimeo)

Wenn die Sängerin auf die Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit in Sachen JAZZ sagt: „Ich komme gerade vom Jamie-Cullum-Konzert. Ich höre mir Eure Musik später an, das ist gerechter.“ – Wenn du sie für ihre sportliche Fairness und ihren klugen Weitblick plötzlich sehr wertschätzt. Das ist #Jazz (vielleicht).

Seine Bio gehört zum Besten, was ich je gelesen habe. Eine Moritaten- und Zitatensammlung erster Kajüte. – Kleine Nachtmusik.

Eins der ganz großen Stück der Weltjazzmusikgeschichtsschreibung. Eine Legende, ein „historischer Schmachtfetzen“ (Verschlagwortung hier)

1073/14: Legenden: Die 30. September-Ehrenrobe, Modell „Klagenfurt“ #Jubiläen #Linktipp

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30.September-Ehrenrobe

Mein persönliches Zitat des Tages – und danke Tia Thankyouforthemusic – Zitat. „Musiker hören sich anscheinend nicht nur selbst gern spielen, sondern lesen sich auch gern reden“ (aus: Spezialistengruppe: Musikerwitze/facebook)

Ein durch und durch politischer, niemals in übliche Schemen einzuordnender Sänger und Musiker wird 80. Von wegen „Schlageraffe“! Wer sich mit dem Wirken des Österreichers näher auseinandersetzt, staunt. Und lernt dazu.

Nur wenige deutschsprachige Musiker haben mehr Menschen berührt wie „uns Udo“. Generationenvertrag „plus“: Während wir teils noch Edward mit den Scherenhänden als Kinostar feierten, hatte Udo Jürgen Bockelmann sich die Segelohren schon längst anlegen lassen. Ein kleiner Eingriff beseitigte letzte Karrierehemmnisse.

Die angelegten Ohren blieben Schlitzohren und Joachim „Blacky“ Fuchsberger schrieb ihm lange vor Tim Bendzko, dass wenn ihm die Worte fehlen, nur noch Musik übrig bliebe. Der Mann, der seinen Bruder als Maler verehrt und sich selbst für einen „kleinen Musiker“ hält, gibt Auskunft.

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1069/14: Linktipp: Leonard Cohen: Like A Bird On Wire (Dokumentation)

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Was ist Erfolg? Erfolg ist, zu überleben. (Leonard Cohen)
Hinweis vom 27.09.2014 | 101:47 Min. | Verfügbar bis 02.10.2014 | Quelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
„Leonard Cohen, eine Ikone der Popmusik, ist 80 Jahr alt geworden. Der Film zeigt Cohens Welttournee 1972 durch 20 Städte. Das Material stammt vom berühmten Filmemacher Tony Palmer.“

ARD Mediathek: Link bis 02.10.

1067/14: Video: Es ist wieder Zeit für den Studio-Workshop! Wie man großartige Sachen aufnimmt und worauf es ankommt

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George Martin – In My Life (1998)

George Martin – In My Life (1998)
Come Together – Robin Williams & Bobby McFerrin
A Hard Day’s Night – Goldie Hawn
A Day In The Life – Jeff Beck
Here There & Everywhere – Celine Dion
Because – Vanessa Mae
I Am The Walrus – Jim Carrey
Here Comes The Sun – John Williams
Being For The Benefit Of Mr. Kite – Billy Connolly
The Pepperland Suite – George Martin
Golden Slumbers, Carry That Weight, the End – Phil Collins
Friends And Lovers – George Martin
In My Life – Sean Connery

Tja, liebe Kinder, es ist wieder Zeit für Fortbildung. On the beat oder off the beat. Straight to the form oder out of Rosenheim,  ist egal. Es geht darum, im Studio die Sachen so einzuspielen, dass sie auch Bestand haben vor dem kritischen Auge der Langzeit. Was gestern dahingeschludert wurde, ist morgen schon bedeutungslos. Was wir hier sehen, ist  ein ganz guter Eindruck. Die das für die Ewigkeit versucht haben, in Rillen zu meißeln, waren erfolgreich. So ist der Film ein Stück Workshop über ein bedeutendes Kapitel Musik.

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1060/14: Video: LOKOMOTIVE KREUZBERG – „Menschen, Mäuse & Moneten“ (April 1975)


LOKOMOTIVE KREUZBERG – „Menschen, Mäuse & Moneten“ (April 1975)


Lok Kreuzberg: Arbeitslos

Single-Veröffentlichung: 1976
Andi Brauer, Uwe Holz, Jutta Kausch, Herwig Mitteregger, Bernhard Potschka, Manfred Praeker † 2012, Kalle Scherfling