1776/19: HIStory: Jimi Hendrix gibt Autogramme und beantwortet geduldig Fragen im Januar 1969 in Köln

Jimi Hendrix (morphing) (gif)


Jimi Hendrix – Autograph Signing January 1969

Nach inzwischen 50 Jahren ist dieser Mann im kollektiven Erinnerungsvermögen der musikliebenden Welt haften geblieben. Und bei Anderen als Projektionsfläche für Vodoo, Heroin, Drogen: Zu unrecht, wie man inzwischen weiß. Jimi starb an Erbrochenem.

Als Bandsoziologe dieser Website (Bild) ist er gut eingeführt. So vernichtend waren seine Urteile hier in Stellvertreterform, dass ganze Autos im Feuer aufgingen. Seine Kritik saß, Jimi aber aß. Und trank dazu britischem Assam-Tea. Monika Dannemann hat ihn zuletzt gesehen: Ihn, diesen unvergleichlichen Gitarristen und Frauenschwarm. Electric Ladyland und viele nackte Frauen auf dem Plattencover und was die Toten Hosen daraus machten. Magst Du die Beatles? Ich hasse niemanden. Die Frage ist schon unsinnig. Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band führte Jimi schon auf, zwei Tage nachdem das Album erschienen war. Nur ein bisschen anders: Experiencer! Jimi-esquer…oder wie man das nennen soll. Mir failen die Worte. Der Rest ist Absicht.

Weiterführend

* Das Studio Dumont in Köln
* Understanding Jimi Hendrix
* The last photos of Jimi Hendrix, einen Tag bevor er starb

1765/18: Interview: Interview mit Uwe Hassbecker + Richie Barton (Silly) über die kampflose Trennung von Anna Loos #Linktipp

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Silly – Alles rot (CD, 2010)


Zu Asche, zu Staub: Kampflos (aus „Wutfänger), 2016 – Official Video

Man muss dazu sagen, dass wir in den vergangenen zwölf Jahren vor allen Dingen eine glückliche Zeit mit Anna hatten. Wir haben voneinander profitiert, sind aneinander gewachsen, haben gemeinsam tolle Alben gemacht. Es war eine wichtige Zeit für uns, ein wichtiges Kapitel unserer Bandgeschichte. Das alles ist nun in den letzten Tagen öffentlich teilweise falsch und ungerecht dargestellt und in den Schmutz gezogen worden. So haben wir es jedenfalls empfunden. (Uwe Hassbecker)

An Uwe Hassbecker (auch Haßbecker) muss man mögen. Er ist ein leiser, bewusst gebliebener, immer etwas nachdenklicher, auf jeden Fall sehr meditativer Musiker im Dienste seines Herrn, guter Musik. Alles was davon ablenkt, ist ihm suspekt. Vermutlich. Die schreibenden Kanaillen denken sich immer so Sachen aus. Ich wohl auch. Das speist sich aus jahrelanger, lautloser Beobachtung und ist mein Fazit. Vielleicht ist der noch zu spürende Größtverlust seines Lebens Schuld an allem: Sängerin Tamara Danz starb im kampflosen Hinnehmen tödlicher Krebskrankheit an der Berliner Charité. Da ist noch alles rot, bei vielen: Hingebungsvoll ist die Liebe, Liebe und lange nichts und dann auch nichts als nur Liebe, Liebe, Liebe.

Uwe sagt wenig bis gar nichts, was er nicht genau so meint. Um so mehr lässt ein Interview aufhorchen, das Silly jetzt der Mitteldeutschen Zeitung gegeben hat. Und ja, für viele Silly-Fans ist die Trennung ein zu tiefer Einschnitt ins noch rote, waidwunde Fleisch der Verletzung. Es ist bekanntlich das Gegenteil von tot. Schluss mit wilden Spekulationen über Mathilde oder Flesh for Fantasy.

Anna Loos ist ganz sicher eine ebenso starke Persönlichkeit, nur ein bisschen anders herum. Alpha und Alpha? Ach Mensch, es ist traurig, aber der Respekt gebietet es, die eingeschlagenen Wege nun zu akzeptieren. Es ist unabänderlich. Der Weihnachts-Supergau 2018 für Silly-Fans ist wahr geworden. Überall liegt gedachtes Blut herum. Alles rot.

Lasst es ruhen, Silly. Da kann noch was gehen. Sagt nicht Ja. Sagt nur, was man auch fühlen kann.

Ach noch was: Werner Karma, danke. Danke für die vielen großartigsten Texte aller Zeiten, die Du dieser Band anheim gestellt hast. Sie sind, wie Du heißt: Guter, allerbester Karma-Schinken. Lustgetrocknet. Fuck.

Weiterführend

1516/17: News: Was Musiker suchen, finden sie häufig nicht. Aber was suchen Musiker?

Wir gründen eine Gruppe auf Facebook und bewerben in anderen Gruppen dort die neue Gruppe für ihre Reinheit und Klarheit. Da kommentiert ein Jazzgitarrist aus Berlin diese Information und sagt: Wozu? Das gibt es doch schon zuhauf? Ja, aber nicht mit der gebotenen Klarheit. Der Jazzgitarrist weiß es besser und postet fünfzehn, zwanzig Kommentare mit Links zu Gruppen, die diesbezüglich bereits existieren. Und der Autor denkt: Siehste, und genau deswegen braucht es eine neue Gruppe. Und zwar gegen das beliebige Verteilen von Links, die nicht zum Vorhaben der neuen Gruppe passen: Nämlich nicht ein Sammelsurium von Beliebigkeiten zu sein, sondern eine ganz klar fokussierte Gruppe. Tor, Tor, Eigentor!

Die Älteren kennen das noch, diese kryptischen Abkürzungen: War es Riebe’s Fachblatt (Musik)? MuSuGru, GruSuMu: Musiker sucht Gruppe. Gruppe sucht Musiker. Inzwischen leben wir alle im digitalen Patriarchat des Ungelesenen. Too much information. Darf’s ein bisserl weniger sein?`

Genau: Es soll die richtige Information sein. Es gibt viele Gruppen und Foren. Es gibt Chaoten, die beherrschen scheinbar das Chaos und zeigen Internetlinks. Der Link sagt: Ich hab keine Lust zu reden, aber schau mal dort. Ich habe den Durchblick. Alle reden überall mit. Nur nicht zum Thema. Ein Manko ist die mangelhafte Konzentration: Suche ich gezielt einen Musiker, so ist das ziemlich mühsam geworden. Dabei haben sich die Möglichkeiten verhundertfacht. Für alles gibt es einen Thread. Nur wo?

Diese Lücke zielgerichteten Auffindens von benötigten Mitmusikern, auf dem Level Face To Face, nur zwischen zwei Musikern und zwischendrin ist gar nichts, versucht eine neue Spezialistengruppe:Sessionpool auf Facebook zu schließen. Sie ist streng überwacht von Admins, alle Beiträge müssen durch human filter und was nicht reinpasst, wird gelöscht. Der Aufbau der Suchanzeigen lehnt sich an ein Zweckmäßigkeitsmuster (klickst Du?) an. Natürlich kann sich das noch ändern. Wir machen noch Erfahrungen. Eine aber ist ganz ohne jeden Zweifel: Viele solche Suchanzeigen sind ein Trauerspiel unklarer Formulierung und nicht wenige werfen mehr Fragen auf als Antworten zu geben. Eine neue digitale Müdigkeit schlich sich ein: Bei einer schlechten Anzeige hat man schon keine Lust, erst mühselig zu antworten und Fragen zu stellen. Und dann antwortet der Typ nicht.

Nein, die Wahrheit sieht nämlich so aus:
Man kann tatsächlich bereits wirksam vieles wegfiltern, das einem so angeboten wird und es gleich als Bullshit verschlagworten. Nur die Besten werden auch zusammenfinden. Hoffentlich sehr viel leichter wird das in der Gruppe. Du kannst gern beitreten, wenn Du Bedarf hast, einen Musiker zu finden. Wir wollen genau das supporten. Wenn Du mehr Informationen brauchst, was man falsch machen kann, kannst Du auf dieser Website über Die Wunderbare Welt der Musiker-Kleinanzeigen einiges finden. Versprochen.

Weiterführend

* Die Spezialistengruppe:Sessionpool: Musiker suchen Musiker, sonst nichts
* Schlechtgemachte Suchanzeigen: Frag die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf Facebook
* Dito wie vor: Artikelsammlung zum beschriebenen Thema Wunderbarer Musikeranzeigen