118/10: CD Review: Silly veröffentlichte „Alles rot“ – Gratwanderung schwarz zu rot! Anna! Oh Anna!

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Bloß gut Ihr geht in die nächste Runde. Schön dass sich Qualität doch durchsetzt! (Besucher Dirk, 21.01.2010, Gästebuch Silly hier)

Die Band Silly gibt es seit 1978 und es gab viele schöne, bunte Tage, große Erfolge und internationale Beachtung. Daneben hatte die DDR-Band gute Westkontakte, beispielsweise zu dem berühmten Fotografen und Musikmanager Jim Rakete, der das Frontcover der 1986 erschienen Platte „Batallion d´Amour“ schwarz-weiß illustrierte mit einer im Stil Raketes gefertigten Schwarz-Weiß-Fotografie. Schwarz und weiß als Grundprinzip, nun minimal durchbrochen von „einem Hauch von Rot“, seht selbst.

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117/10: Trends: Die Sängersuche gestaltet sich vielschichtig und direkt aus dem Leben gegriffen!

Wie findet man eine gute Sängerin oder einen guten Sänger? Man haut auf die Kacke, auf Deutsch gesagt. Das haben wir schon getan.  Irgendwie auch frech. Sachen ins Internet gestellt, damit man sich das anhören kann, was wir machen, was wir machen wollen. In welche Richtung das geht.

Worum es überhaupt bei der Suche nach Sängern geht? Um das Vermeiden von purer Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

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116/10: Netzfundstück: Heavy Metal für biertrinkende Verlierer, Schweineblut und Guttenbergs Haargel

Es ist noch nicht so lange her, da galt Heavy Metal als das schmuddelige Kellerkind im Musikgeschäft. Mal abgesehen von Konsens-Krachmachern wie Guns N’Roses oder AC/DC, zu denen heute auch Freiherren wie Karl-Theodor zu Guttenberg ihren adeligen Gel-Kopf schütteln, genossen die Schwermetaller den zweifelhaften Ruf, Soundtracklieferanten für biertrinkende Verlierer zu sein. Dabei ging und geht ein wenig unter, dass der Beinhart-Rock zuverlässig Millionenumsätze macht und eines der wenigen krisenresistenten Musikgenres ist. Das sollte Selbstbewusstsein schaffen. Doch vielen Heavy-Metal-Bands reicht es nicht mehr, sich auf der Bühne mit Schweineblut zu übergießen und die Verstärker auf den „Taub“-Modus hochzudrehen – sie wähnen sich in anderen künstlerischen Sphären. So wie Tobias Sammet aus Fulda, der mit seinem Musikprojekt Avantasia eine mehrteilige Metal-Oper komponierte. Das Ganze klingt, als hätte man Richard Wagner Speed gegeben und eine E-Gitarre in die Hand gedrückt. Wir geben uns da lieber konservativ, folgen musikalisch dem Freiherrn und bevorzugen den guten alten „Highway To Hell“.

Schreibt der Stern hier und unterlegt seine eigenen Gedanken mit einer Bilderserie dazu, wobei sich der Stern dann durchaus in allen weiteren Musikgefilden schreibend einen Eigenüberblick verschafft. Amüsant.

113/10: Legenden: Am 26.04.2007 verstarb Frank-Jürgen „Effjot“ Krüger, Gitarrist (R.I.P.)

Westberlin kam aus dem Radio, mit Spliff, Nina Hagen und Ideal, mit SFBeat und Lord Knut, aber auch mit Lou Reed, Nick Cave und David Bowie. Ich fühl’ mich gut, ich steh’ auf Berlin!, sang Ideal, und ich sang mit, auch wenn ich nie am Bahnhof Zoo ankam wie Annette Humpe, sondern auf dem tristen Vorortbahnhof Schöneweide. (Website Berliner Freiheit, Link am Ende des Artikels)

Der Gitarrist Frank-Jürgen Krüger – genannt FJ Krüger – war in der Berliner Musikszene wohlgelitten und eigentlich sehr gut herumgekommen. Er hat viele, viele Projekte gemacht, sich an ihnen beteiligt und ihnen als Begleitmusiker oder auch als „Mann in der 1. Reihe“ seinen Stempel aufgedrückt. Erhalten geblieben sind ausgesprochen verrückte Videos, wie das der Dominas aus Berlin, die Beteiligung bei Heiner Pudelko, dem Frontmann von Interzone, und aber vor allem die stilbildende, exklusive Zusammenarbeit mit drei weiteren Ausnahmemusikern in einer Band namens IDEAL.
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111/10: Gigs, Review: Fred Wesley & the new JBs am 24.04.10 im Quasimodo – eine Nachlese

Berlin zwischen Rock’n-Roll-Realschule und Funkgymnasium

An der Treppe, die zum Quasimodo herunter führt, gibt es kein Vertun. Wer dort steht, den trifft man. Georgio und Klaus stehen an der Treppe. Georgio, das ist quasi der Mann, der das Modo erschuf. Klaus ist sein Nachfolger. Irgendein moosgrauer Rock’n-Roll-Veteran stiefelt die Treppe runter, sieht Georgio und spricht ihm seinen persönlichen Glückwunsch aus. „Eine Superband“, meint er. Allerdings: Georgio ist es nicht gewesen. Ich wende noch ein, ein Wort des Dankes an Hr. (Klaus) Spiessberger sei den Umständen angemessen, denn er hat die Funklegende Fred Wesley ins Quasimodo geholt. Ehre, wem Ehre gebührt.

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110/10: Gigs, Preview Berlin: Fred Wesley do’s the Code of Funk, live im Quasimodo am 24.04.10

Von Äpfeln und Birnen

Fred Wesley (tb)
Victor Wesley (tb)
Philip Whack (sax)
Gary Winters (tp)
Reggie Ward (g)
Peter Madsen (p, key)
Dwayne Dolphin (b)
Bruce Cox (dr) – Biblische Verführung: Was gäbe der Funkfandrummer dafür, die Apfelsorte Cox nur einmal und für einen Abend zu ersetzen?

Es ist ein Vorteil, nicht in der Bücherbranche unterwegs zu sein, wenn man Livemusik beschreibt. „The Code of Funk“, das genießt nach den Regeln der Printbranche sicherlich Titelschutz. Dahinter steckt David Garibaldi, der Drummer von „The Tower of Power„, nebenbei gesagt ein gern-Berlin-Besucher. „The Code of Funk“, sagt Garibaldi und erklärt uns „dämlichen Weißen“ aus Europa damit das Sticking eines Drummers, der Funk spielen möchte. Das kann Garibaldi, wie kaum ein anderer.

Und dann gibt es da noch die Funk Brothers, das ist ein Gespann von drei Schlagzeugern, von denen nur noch einer lebt, die die Tamla Motown-Geschichten der Temptations, des jungen Stevie Wonder und von Martha Reeves & the Vandellas schlagzeugtechnisch eingespielt haben. „It’s the rhythm in the middle of the boogie and the beat“. Und dann gibt es diesen etwas dickeren Herrn namens Fred Wesley, der eine ähnliche Rolle gespielt haben dürfte, und das für so illustre Leute wie James Brown, den Godfather of Funk.

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109/10: Proberaum: Für die einen Probierzimmer, für andere Ballettsaal und für manche Schimmelecke

Früher war das gar nicht mal so selten: ein Proberaum mit geblümten Tapeten an den Wänden, Brokatgardinentüll und Stuckgesims. Berliner Musiker kennen auch das Gegenteil von wohnzimmerähnlichem Ambiente.

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108/10: Kleinanzeigen: Sie ist Gothic Model und sie würde es gern mit dir machen….

Ausriss (Screenshot) einer Kleinanzeige

Ein gutes Angebot. Fotografen aufgepasst: Sie würde es gern mit dir machen! Dort bitte direkt melden bei Bedarf. Entsprechende Anfragen an uns werden nicht weitergeleitet…

107/10: SängerIn gesucht? Es wird eine dritte Meinung eingeholt, von Außenstehenden

Ich habe von Musik wenig Ahnung, kann gerade mal Noten lesen und probiere mich am Blasen auf meinem Horn.“ (Freundin Susi Sorglos auf meine Frage per Email hin, ob sie sich bestimmte Aufnahmen anhören würde und mir ihre Meinung zu einem von uns angetesteten Sänger sagen würde)
Diese einleitende Bemerkung auf das nun Folgende allerdings führt in die Irre. Denn unsere Freundin analysiert nun vortrefflich und genau so, wie wir es uns gewünscht haben.

106/10: Musikerwitze: Über Sessions im Allgemeinen

Treffen sich 10 Musiker, 5 wollen eine Session machen, die anderen hören zu.

Hintergrund:

Der Versuch, eine Session in wohlgeordneten Bahnen zu veranstalten. Fazit: Das klappt nur, wenn einer eine klare Ansage macht.

Weiterführend

105/10: Dunstkreis Teltow: Es ging was im Dunstkreis- Isländische Asche erfolgreich zurückgedrängt!

Dunstkreis Teltow

Dunstkreis Teltow

Wenn Ulf sogar 50 wird, während Kai erst 39 Jahre hinter sich gelassen hat, dann ist das ein Grund zum Feiern. Wieder einmal lud der Dunstkreis Teltow ein, und es kamen durchaus viele. Manche wissen zwar heute nicht mehr so genau, was sie da gemacht haben, aber einige, die haben es wohl doch noch in Erinnerung.

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101/10: Ab dem 101. Beitrag auf blackbirds.tv neu: Musikerwitze

Sagt der Sohn zu seinem Vater: „Papa, wenn ich erwachsen bin, möchte ich Musiker werden.“ Antwortet der Vater: „Beides geht auf gar keinen Fall, du musst dich entscheiden!“

Quelle: Michael Bund

Hinweis: Wenn du Musikerwitze kennst, die lustig sind und die du uns vorschlagen willst, schick sie uns zu. Die Besten werden hier veröffentlicht. Die, die wir schon überall woanders gelesen haben, eher nicht…

100/10: Update: Morgen tritt Torsten Zwingenberger auf, und es gibt brandneue Vidoes (und Vorfreude)

Soeben meldet uns das Management von Torsten Zwingenberger brandaktuell neue Videos. Wir hatten vor ein paar Tagen die Empfehlung ausgeben, das morgen im Yorckschlösschen stattfindende Konzert zu besuchen. Jetzt gibts was auf die Augen und die Ohren. Wir erlauben uns, die Videos hier kurz vorzustellen, viel Spass und den Laden morgen aufsuchen, oderAccoustic druming at it´s best…


Tico Tico – Drum Intro (via Youtube (aufgenommen am 08. April 2010 in Hamburg)

Weitere vier Videos derselben Formation und weiterführende Links:

99/10: Gigs/Preview Berlin: TM Stevens, Cindy Blackmann & Kat Dyson – Supergroup am So, 18.04.10

Screenshot TM Stevens & Cindy Blackman

Screenshot TM Stevens & Cindy Blackman

So richtig berauschend ist das zu erlangende Material über diese neue Supergroup nicht. Wahrscheinlich ist der Promocode verloren gegangen. Oder es war gar nicht nötig, diese neue Group mit dem Namen „Challenge“ anzukündigen? Die musikalische Besetzung allerdings ist erstklassig, hochrangig, exquisit:

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98/10: Karriere: Welche Methode sticht beim Karriere machen?

Gitarrist, Average 47 - hohe Authenzität

Gitarrist, Average 47 - hohe Authenzität

Es gibt zwei Möglichkeiten Karriere zu machen: Entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zur ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß.“ Danny Kaye, US-amerikanischer Schauspieler (1913 – 87)

It’s my Life! Mein Motto: Wenn DU nicht brennst, kannst Du ANDERE nicht anzünden.“ (Zitat Jürgen Stark, guter Spruch) 

Linktipp: Inspirationsquelle Jürgen Stark auf myspace

97/10: Lied des Tages: Queen Yahna zelebriert „Try Jesus“

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Queen Yahna (Quelle: Agenturhomepage)

Queen Yahna (Quelle: Agenturhomepage)

Sie ist nicht ganz die Zielgruppe von Sängerinnen, die hier tagesaktuell von uns gesucht wird. Nein, sie ist eine Funkmother und inzwischen auch eine Gospelmother, aber vor allem ist sie eins: sie ist Extraklasse! Queen Yahna ist seit mehr als 150 (!!) Jahren ein fester Bestandteil der Berliner Musikszene. Oder waren’s ein paar Jahre weniger? Egal. Auch wenn wir sie nicht jeden Tag irgendwo auftreten sehen, so läuft sie uns doch immer wieder über den Weg. Manchmal auch eiskalt über den Rücken. Hört mal! Und sei es auch nur virtuell. „Ick will ooch so ne Sängerin ham!“ (Tommy Tulip, Eigenzitat) – Sagt der alte Konsumverkäufer: „Ham wa nich“…

Die aus Philadelphia stammende Sängerin kann  wirklich gut angehört werden. Try Jesus, das ist so ein ziemlich tolles Stück. Danke  dafür und für alles, Queen Yahna. God bless You!

Weiterführend

96/10: Linktipp: Auf Impro-News.de gibt’s Neuigkeiten zu Improvisationstheater: Sing dein Gefühl!

Sing dein Gefühl

Aus ImproWiki – Improtheater – Improvisationstheater – Theatersport

Bei diesem Spiel geht es darum, dass der Moderator irgendwann während des Spieles die Szene unterbricht und zu einem der Spieler sagt: „Sing dein Gefühl!“ Der Musiker spielt daraufhin eine balladenhafte Begleitmusik, der Spieler singt von seinem Gefühl, das ihn aktuell in diesem Moment im Rahmen seiner Rolle bewegt und natürlich auch von den Umständen, die zu diesem Gefühl geführt haben, d.h., dass auch im Rahmen des Singens natürlich die Geschichte (behutsam) vorangetrieben werden kann.

Eine andere künstlerische Ausdrucksform ist Improvisationstheater. Wer sich für diese „harte Arbeit“ interessiert und in Berlin-Brandenburg umtriebig ist, dem sei ein Blick auf diese Website empfohlen. Richtig interessant auch das Improwiki, aus dem das obige Zitat stammt. Heute hier als Linktipp. Die Impro-News wurden in die Blogroll aufgenommen.

The Beatles - Let it be (1970)

94/10: Legenden: Heute vor genau 40 Jahren trennten sich die Beatles für immer…

The Beatles - Let it be (1970)

Es ist ein Gräuel, dass man das Leben eines anderen beenden kann, wenn man sein eigenes Leben nicht im Griff hat.“ (George Harrison in Pressemeldung zur Ermordung von John Lennon)

Ein vielfach und weit verbreiteter Irrtum über die Beatles lautet, dass deren letztes Album „Let It Be“ gewesen sei und dass in dem Song die Erkenntnis titelgebend gewesen sei, es nunmehr bitte schön sein zu lassen mit der gemeinsamen Musik. Richtig ist, dass das Album Let It Be das vorletzte Album der Beatles war, wenn es auch später -am 08. April 1970- erschien, als das definitiv letzte Album der Beatles: Abbey Road (Veröffentlichung: 26. September 1969).

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93/10: Kleinanzeigen: Leute, die Mucke machen, Leute, die geil aussehen…so richtig charismatisch!

ich bin eine großartige sau, auf mich ist verlass, ich singe euch die geilsten sachen herbei wenn ihr dem flow zeit und raum lasst. außerdem hab ich stil und sehe auch noch verflucht gut aus dabei.“ (Zitat aus einer Kleinanzeige)

Auf die hier angehängte Kleinanzeige hatten wir lieber nicht geantwortet. Sie war ein bisschen verwirrend formuliert. Allerdings: Er sieht geil aus, singt die geilsten Sachen und sieht auch noch verflucht gut aus dabei. Ein Foto war nicht mit hochgeladen: das wäre möglich gewesen.

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92/10: Gigs/Preview: Jocelyn B. Smith in concert 17.04.10 in der John-F.-Kennedy-Schule, Zehlendorf

Image posted by MobyPicture.com

Grosse Worte über Jocelyn B. Smith? Nicht nötig. Jeder Viele in Berlin kennen sie. Es lohnt sich auf jeden Fall, nach Zehlendorf zu fahren in die John-F.-Kennedy-Schule zu fahren.  Das dürfte „music at it´s best“ werden. Viel Spass.

– Posted using MobyPicture.com

91/10: Gigs, Preview: Ron Spielman Trio feat. Benny Greb am 08.04.10 im Quasimodo – really hot

 

Sänger, Komponist und Gitarrist Ron Spielman gehört seit Jahren zu den interessantesten Köpfen in der deutschen Rock-Szene. Er versteht es, Soul, Funk, Jazz und Blues zu einer ganz eigenen spritzigen und tanzbaren Musik zusammenzufügen. (Programmankündigung Quasimodo)

Heute im Quasimdo, und das ist wirklich was Besonderes:

  • Ron Spielman (guit., voc) – aus Berlin
  • Edward MacLean (bass) – aus Berlin
  • Benny Greb (drums) – aus Augsburg, verzogen nach Hamburg

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90/10: Gigs/Preview: Torsten „Teasy“ Zwingenberger (dr) am 17.04.10 im Yorkschlösschen – whow!

Torsten Zwingenberger

Dem Schlagzeuger Torsten „Teasy“ Zwingenberger müssen wir hier wohl nicht noch viel genauer vorstellen. Gilt er doch seit geschätzten 30 Jahren als der Jazzschlagzeuger von Berlin, bekannt vor allem für seine traditionelle Technik (Spielweise). Inzwischen ist selbst die etwas in die Jahre gekommen und auf der Suche nach neuen Ufern hat Zwingenberger ein neues Konzept für das Spielen des Schlagzeugs entwickelt: Es heißt „drumming 5.1“, womit die traditionelle Spielweise nun auch auf 5. und 6. Gliedmaßen neu übertragen wird. Nicht zu verwechseln mit Drumming 2.0,  das darin besteht, als junger Drummer hauptsächlich Youtube-Videos anzusehen, anstatt selbst zu üben 🙂

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89/10: Kleinanzeigen: Sie sah, kam nicht und siegte auch nicht, sie verlor…

Die Sache war geritzt: sie hatte sich auf eine Kleinanzeige hin gemeldet, sie hat das Zeugs gehört, das wir ihr per Internetlink zugeschickt haben. Und nun ist sie heute, am Mittwochabend, mit uns verabredet gewesen. Das war’s. Sie ist nicht gekommen.

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88/10: Gigs, Review: Im Quasimodo Berlin musizierten Terry Bozzio, Tony Levin und das war Hot Sauce!

Sitze hier im Thairestaurant Elephant, Fasanenstr., Berlin und befinde mich in bester Gesellschaft: der beste Rockbassist der Welt, Tony Levin, stärkt sich am Nachbartisch für das Konzert um 22 uhr im Quasimodo. Dass er nach Hot Sauce fragt, ist nicht verwunderlich.“ (TwitterTweet von Tommy Tulip, 06.04.2010 – 20:53 Uhr)

Ja, das Restaurant Elephant, unmittelbar gegenüber vom Quasimodo, hat auf Nachfrage „hot sauce“ zu bieten. Und so’n heißer Bassist wie Tony, dem ist die thailändische Küche in ‚european style‘ eben etwas zu ‚unheiß‘ – was die Bassgrooves allerdings angeht, benötigen diese in der Regel keine Hot Sauce  obendrauf. Viele davon sind weltberühmt geworden. Dass Terry Bozzio ‚woanders was isst‘, sagt Tony Levin mir auf meine Frage hin, und das wiederum war zu bedauern. Allerdings lautet eine goldene Regel des Paparazzi-Journalismus: Stör Künstler nie beim Essen vor dem Auftritt, das geht schief.

Gestern, am 06.04.2010 fand  ein bereits seit längerem hier angekündigtes Konzert der Meisterklasse statt. Es gaben sich die Ehre:

  • Tony Levin, Bassist
  • Terry Bozzio, Schlagzeuger
  • Allan Holdsworth
  • Pat Mastelotto

Man muss schon den Mut bewundern, den das Quasimodo mit diesem illustren Quartett von Gott begnadeten Musikern an den Tag legt. Denn was geboten wird an einem solchen Abend, das ist alles andere als „billiger mainstream“. Mit der Veranstaltung dieses Konzerts von vier Weltklassemusikern festigt das Quasimodo seinen Ruf als äußerst bedeutender Spielort in Berlin, der seinesgleichen sucht. Das Quasimodo hat im „Spielkeller“ nur einen Fehler: es ist an solchen Tagen zu klein, etwa 350 Zuschauer und der Laden ist voll. Und wie voll. Ausverkauft.  Gestern Abend.

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87/10: SängerIn gesucht? – Es ist Luft in den Wolken, und genug Platz zum Singen (Teil 4)

Die vielleicht größte Kleinanzeige der Welt: SängerIn gesucht? Eine Fortsetzungsgeschichte in bislang vier Teilen!

Die Sache mit der SängerIn-Suche via Internetz kommt jetzt richtig in Schwung. Schon sind die ersten Meldungen von Sängern und Sängerinnen da und ob diese auch vielversprechend sind? Who knows. Jedenfalls macht das Mut. Wir sind auf dem richtigen Weg Richtung Euphoria. Gestern Abend hat dieser „scheiß gute“ Götz Alsmann (das ist der mit der NoGo-Frisur aus Münster, Fernsehmoderator, Pianist, Multiinstrumentalist) illustre Gäste im ZDF begrüßt. Er ist schon ein kleines musikalisches Weltwunder, dieser Götz Alsmann und beeindruckt einen immer wieder.

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