1747/18: Personen: Wie aus einem ungarischen Husaren ein pornöser Gitarrenbauer wurde – Vom Unterschied von Fiesta und Siesta!

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I shot the Moon (Mercury Records, Release 28.02.1994) Poems For Laila

I shot the Moon (Mercury Records, Release 28.02.1994) Poems For Laila

Poems for Laila – Mexican Fiesta, taken from the album „I shot the moon“, Photos: tour sept. 1995, feat.: Nikolai Tomas, Wiebke Wiedeck, Haymo Doerk, Christian Podratzky, Phillipe Kayser

Ehrlich gesagt weiß ich es nicht wirklich. Denn ich begleitete seine ungarischen Wege nicht sonderlich aufmerksam. Doch er war immer da. Omnipräsent. Nikolai Tomas

Ich weiß noch, dass Roma Casley die Band betreute und sich ausbat, im Proberaum nicht zu rauchen. Nichtraucher, das war wichtig.

Zum Proberaum-Untermietvertrag ist es damals nicht gekommen. Abgesprungen. So wie die Cigarettes from outer space längst Geschichte sind. Verlinkt. Keine linke Geschichte.

Die Poems for Laila haben mal das allerbeste Berliner Nachkriegsalbum aller Zeiten fabriziert: I shot the Moon. Oder war es nur Nachkriegsdeutschlands bestes Westberliner Album? Phil Manzanera hatte seine Finger dran und den Berlinern beim Produzieren geholfen. Alter, produzier misch net.

Wir hören Mexican Fiesta von eben diesem Album. Falls Ihr es irgendwo findet: jetzt kann ich es ja sagen. Man muss es haben. Wirklich ganz dringend.

Heute und hier im Jahre 2018 ist jener große Barista ungarisch-europäischer Popmusik auch als Gitarrenbauer unterwegs. Seine Gitarren im Stil der Fender Telecaster und in anderen Stilen werden von ausgesuchten Läden gehandelt, Hardware zum Hingucken. So wie beispielsweise die Porncaster, eigentlich Bondagecaster, von der ich ein Bild ergattert und verlinkt habe. Seid verdattert und singt, Freunde! Mexican Fiesta! Halleluja, heißer Hobel. Nobel Hobel.

Weiterführend

1746/18: News: Vom Haschen nach dem Wind und dem mokanten Kaffeegeruch im Moka Efti in Berlin! Ganz ausgezeichnete Musiker!

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Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. (Prediger, 2,17) Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit! (Prediger 12,1)

Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. (Prediger, 2,17) Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit! (Prediger 12,1)


(Das Stück Black Coffee, auf- und nicht abgeführt von The Xtraordinary Jazzbirds – Jazzvögeln –  widmen wir Nikko Weidemann und Mario Kamien.)

Sie bekommen das Vertrauen der Regisseure Tom Tykwer, Henk Handloetgen und Achim von Borries, vom Blues und Klavier-Ragtime über Chansons bis zur opulenten Big Band Charleston-Nummer alle Arten von Stücken zu komponieren. Besonders im Titelsong “Zu Asche, Zu Staub” soll es aber eher um ein lebendiges, auf heute übertragbares Gefühl gehen als um historische Genauigkeit. Weidemann, seit den 80er Jahren verwurzelt in der internationalen musikalischen Subkultur, und Kamien, der sich als Teil des Duos dZihan & Kamien in den 90er Jahren einen Namen machte, bekommen den Auftrag, nicht nur die Musik zu produzieren sondern auch Musiker sowohl für den Filmdreh als auch für die Soundtrack-Aufnahmen zu casten. Zusammen mit Sebastian Borkowski stellen sie das MOKA EFTI ORCHESTRA zusammen. (Begründung zum Preis, Link unten)

Tom Waits hat es gesungen: Clap Hands. Just another cup of coffee in the dust. So wie das heutige Lied des Tages: Black Coffee. Moka Efti. 🙂

Julius Meinl hat in Wien Kaffeehauskultur geschrieben. Roland Meinl hat in Gutenstetten in Oberfranken weltweite Musikinstrumentengeschichte geschrieben. Es hat fast an jedem Becken angefasst: Das Moka Efti in Berlin wuchs aus einer generösen Zeit und verschwand in vollkommener Bedeutungslosigkeit. Pola Roy, der Schlagzeuger der 2012 stillgelegten Band Wir sind Helden hat einen Instagram-Account und teilt seine Fotos, Polaroyts, farbig, mit Gott, mit mir und der Welt. Denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit (Prediger 12,1), so lange es nicht zu spät ist. Ich habe es getan um eine erste gebrauchte Stereoanlage geschenkt zu bekommen zur Affirmation. Pardon, Konfirmation.

Gesegnet mit Einfluss und künstlerischem Ausdruck ist in diesen Tagen der Musiker Nikko Weidemann und sein Konsortium der ungespülten Bremsfreude, pardon seiner Komparserie ungebremster Spielfreude, einem Kammerkemenatenorchester (sprich: Orchesta! mit weichem „chhh“), dem ein Schattenakt der Verbindung von Gegenwart und Ursehnsucht vollkommener Zügellosigkeit in den Sexbunkern jener Roaring Twenties gelang, der in der Filmserie Babylon Berlin Höhepunkt an Höhepunkt reiht. Der Gebrauch des Wortes „Serie“ hat etwas Anrüchiges, ist zu billig und trifft die Heldenmoritat auf Bert Brecht & Co. nicht. Kein Zweifel: Jene 16 Dreh- und Angelpunktbücher waren aufgeschrieben in berauschendem Sütterlin für eine Räuber-Jenny namens Liv Lisa Fries und ihrem köllschen Companhero Volker Bruch. Unaussprechlichst dient Severija Janušauskaitė dem Film als Maitresse de la Comtesse in diesem Festival della Noche.

Herzlichen Glückwunsch, Nikko Weidemann & Mario Kamien. Der Preis ist mehr als verdient. Auch wenn wir mit österreichischen Fluglinienbesitzern und vormaligen „Formel Eins“-Helden (im Fernsehen Peter Illmann, am Nürburgring Niki – nicht Nikko – Lauda) keine gemeinsame Sache machen: Die Laudatio fiel einseitig aus und wie es für diese Zeit der Weimarer Republik so tüpisch war, parteiisch. Der Listen to Berlin 2018 Award für Nikko Weidemann und Mario Kamien ist praktisch schon eine Vorstufe zum Bundesverdienstkreuz für eine ganze Bande äußerst gewissenloser Hitfabrikanten. Zu Asche, zu Staub! Setzen.

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