105/10: Dunstkreis Teltow: Es ging was im Dunstkreis- Isländische Asche erfolgreich zurückgedrängt!

Dunstkreis Teltow

Dunstkreis Teltow

Wenn Ulf sogar 50 wird, während Kai erst 39 Jahre hinter sich gelassen hat, dann ist das ein Grund zum Feiern. Wieder einmal lud der Dunstkreis Teltow ein, und es kamen durchaus viele. Manche wissen zwar heute nicht mehr so genau, was sie da gemacht haben, aber einige, die haben es wohl doch noch in Erinnerung.

Einige, das waren: RAMSES, eine Band, die zum Dunstkreis Teltow gehört. Die anderen, das war die gesamte Redaktion einer Männerzeitschrift, bzw. deren Lokalredaktion. Der Men’s Health Club Berlin. Womit zwei von drei Highlights des Abends schon aufgezählt sind. Die angebotenen Musikstückchen aus dem Repertoire der beiden „Altbands“ aus der Unterwelt von Teltow waren schnell heruntergespielt. Hinterher gab’s noch eine Session, oder waren es mehrere? Nein, es waren mehrere. Entschuldigt fehlte die eine Hälfte von Second Live Berlin (bass und drums), während die andere Hälfte unentschuldigt fehlte.

Dabei geschah immerhin ein kleines Weltwunder. Der blinde Pianist und Sänger Florian wurde ans Fender Rhodes gerufen, man stellte ihm ein Mikrofon hin und schließlich stimmte eine „personenmäßig im Vorhinein abgestimmte“ Band aus Begleitmusikern mit ihm gemeinsam an. Zunächst ein lockeres Superstition (Stevie Wonder), später noch ein Papa was a rolling stone (Temptations). Ist es, blind zu sein, dass man dann immer ein besonderes anderes Talent vorweisen kann? Genug berühmte Beispiele gibt es ja: Stevie Wonder, Ray Charles. Dass Florian den Teufel in sich trägt, den musikalischen, daran besteht seit gestern kein Zweifel mehr. Eine in der Bandgründungsphase befindliche Anzahl meuternder Funk- und Rockmusiker jedenfalls, so war zu hören, wird Florian noch einmal einladen.

Bei der Gelegenheit griff  Tommy Tulip allerdings einmal hart durch: Dass ein paar Undisziplinierte immer wieder von selbst an irgendwelche Instrumente gingen, um einfach nur mitzuspielen, ist zwar eine nette Geste. Es wird aber manchmal gar nicht gewollt oder ist sogar strikt verboten. Dass nämlich Unkundige ein Experiment stören, das etwas Sinnvolles nach sich ziehen soll, ist unartiges Betragen und wurde mit Platzverweisen bestraft. Sonst wäre wohl die Session mit Florian vollkommen im Lärm von Ahnungslosen untergegangen. Einige zogen die Mundwinkel runter, vergaßen aber das fortzusetzen, als ein, zwei weitere Bier die Erinnerung weiter eintrübten.

Elke Pohl, Saxuality-Expertin

Elke Pohl, Saxuality-Expertin

Ansonsten war unsere Szeneberichterstatterin Elke später noch zugegen, die hier des Öfteren Saxophonberichte hinterlassen hat. Anja aus Wedding fehlte ebenfalls unentschuldigt, aber Tini aus Zehlendorf und allerhand andere Leute aus weiteren Stadtteilen kamen, und das ist irgendwie das Schöne: Wenn inzwischen schon gesagt werden kann, es sind immer wieder dieselben Personen da, die dem Dunstkreis die Stange halten.

Kai, Enddreißiger

Kai, Enddreißiger

Beim Barbecue im Freien, so meldete Veranstalterprofi Kai hinterher, habe es einen neuen Rekord gegeben: 12,5 Stunden Dauergrillen, aber das Fleisch war hinterher immer noch nicht alle. Die isländische Asche, über ganz Europa derzeit ein triftiger Grund, warum Schauspieler, Musiker und andere Künstler nicht pünktlich zum Pflichtprogramm erscheinen, wenn sie auf Mallorca Zwischenpause machen, wurde allerdings erfolgreich zurückgedrängt. Selten hat der Grill in Teltow dem Dunstkreis Teltow so viel Ehre gemacht, wie gestern, und, ach ja, auch heute Morgen noch. Man denkt ein bisschen wehmütig an die gludernde Lot eines Edmund Stoiber dabei.

Und zum Schluss noch aus der berühmten blackbirds.tv-Witzereihe der folgende Kurzwitz:

Treffen sich drei Musiker und ein Schlagzeuger!

2 Gedanken zu „105/10: Dunstkreis Teltow: Es ging was im Dunstkreis- Isländische Asche erfolgreich zurückgedrängt!

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