Paul McCartney an Allen Klein

1324/16: Positionen: Rudi, der Kirchenmusiker, die Beatles, die Maccianer und Lennonisten – vom 30.01.16

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Was das wilde, bärtige Aussehen von Paul McCartney in den enden wollenden Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angeht, so hatte ich in den (späten) Siebzigern ein musikalisches Vorbild, als ich begann, Gitarre zu lernen. Rudi.

Rudi Rudolf S. war von Beruf Kirchenmusiker, Organist, Chorleiter in der ev. Kirchengemeinde Schönow (Zehlendorf, Berlin). Rudi war ein flammender Beatlesfan und sah aus wie Paul McCartney in diesem Film Let It Be, der die Beatles bei der Studioarbeit beobachtet.


The Beatles – „Besame Mucho“

Die Beatles am 29.01.1969 im Apple-Studio bei den Proben zum Stück „Besame Me Mucho“, spaßenshalber.

Er konnte und beherrschte nicht nur sämtliche kleine Licks und Tricks aus sämtlichen Beatles-Songs, er konnte sämtliche Satzgesangstimmen einzeln hervorpuhlen und bei Bedarf als Hauptstimme lauter über die verbleibenden legen.

In dieser Zeit erst wurde mir die musikalische Gigantomanie des Beatles-Gesamtwerks eingehender bekannt bzw. bewusst.

Zuvor hatte ich McCartney eher als Solokünstler wahrgenommen, ausgelöst durch den James Bond-Film Leben und Sterben lassen (1973) und dessen Titelsong.

Rudi war wie allgemein üblich in jener Zeit der Maccianer. Im Unterschied zu den intellektuellen Lennonianern zog er das Werk von McCartney dem von John Lennon deutlich vor und assimilierte jede kleine Nuance im Gestus, im Duktus und jede noch so kleine Finesse von Macca. Erst mit Rudi gelang mir der vollständige Durchbruch zum heiligen Beatles-Gral.

#Erinnerungen

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