117/10: Trends: Die Sängersuche gestaltet sich vielschichtig und direkt aus dem Leben gegriffen!

Wie findet man eine gute Sängerin oder einen guten Sänger? Man haut auf die Kacke, auf Deutsch gesagt. Das haben wir schon getan.  Irgendwie auch frech. Sachen ins Internet gestellt, damit man sich das anhören kann, was wir machen, was wir machen wollen. In welche Richtung das geht.

Worum es überhaupt bei der Suche nach Sängern geht? Um das Vermeiden von purer Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

Musik, das ist eine Branche wie die der „Darstellenden Künste“. Sind auch viele Selbstdarsteller unterwegs. Blender, Träumer, Spinner, manche auch Leute, die kein realistisches Selbstbild von sich haben. Halten sich für Sänger oder Sängerin und können nicht einmal. Der Anzeigeninserateur muss also gut überlegen und so ein bisschen den Melitta-Mann geben: alle Rückmeldungen auf Anzeigen müssen durch gedachte Filtertüten gesiebt werden. Was unten raus kommt, sind bestenfalls Probentermine zum gemeinsamen Erstversuch. Noch viel besser: Probentermine ohne Sänger, die keine sind. Zeitersparnis: 100%.

Diejenigen, die den Weg zu uns finden, haben damit schon viel unter Beweis gestellt.

  • Sie können sich auf eine Anzeige hin in einer Form melden, die ergebnisorientiert ist. Damit unterscheiden sie sich von jenen, die nicht einmal das schaffen.
  • Sie haben Kommunikation so lange aufrecht erhalten, bis „ein Schuh“ draus wurde. Dazu gehörte auch, sich selbst zu präsentieren. Selbstdarstellung.
  • Videos, Audios usw. mussten angehört werden oder auch manchmal 10 Jahre alte Links zu Audios. „Ich war lange in Afrika“, sagt einer. Und verweist auf seine CD-Veröffentlichung aus dem Jahre 2001. Ist lange her.

Die bandinterne Diskussion ergibt zu einem Sänger, den wir antesteten, folgende „neben den reinen Gesangsqualitäten“ liegenden Parameter.

Unser Gitarrist meint:

Hi to all ! Also singen kann  – „He can !“
Nur irgendwie scheint er mir auf einer eigenen Wolke zu schweben. Er kennt alle, kann alles und hat alles schon gemacht – mit 23 ! Ob er sonst auch so viel kifft ? Würde meine Vermutung bestätigen: Träumer / Blender. Vielleicht tue ich ihm unrecht, aber ich habe trotz seiner Sangesqualitäten große Zweifel, ob er zu uns paßt !

Dazu meint der Percussionist ergänzend:

Ich kann mich der Meinung von *** nur anschliessen. Wir machen alle länger Musik als ER überhaupt existiert. Es hat sich seither kaum etwas verändert in der Musik, was er uns zeigen könnte. Es könnte unnütze Diskussionen geben. Er lässt nicht ausreden und hört nicht richtig zu (vernebelt). Ich möchte ihn nicht verpöhnen, aber Mr. Culio fährt auf einem anderen Gleis. Trotzdem alle Achtung, dass er als Fremdling sich vor fremden musikalisch hingibt. Ich hab auch mit *** geredet und er ist auch nicht überzeugt. Soweit, sogut.“

Die Diskussion über einen von vielen Sängern ist damit eigentlich so gut wie abgeschlossen. Er wird nicht unser Sänger werden, u.a. aus den hier genannten Gründen. Es ist schwer, Sangespersonal zu finden, das nicht nur eine ausgiebige Attitüde an den Tag legt, sondern auch gesanglich zu überzeugen weiß. Wir müssen wohl noch weiter Feldforschung betreiben. Davon geht allerdings die Welt auch nicht unter.

Weiterführend

2 Gedanken zu „117/10: Trends: Die Sängersuche gestaltet sich vielschichtig und direkt aus dem Leben gegriffen!

  1. Pingback: xdrum.eu – pimp my drumming! » 130/2010: Twitter Wochenschau am 2010-05-02

  2. Pingback: http://blackbirds.tv – Berlin fletscht seine Szene » 154/10: Session.Review: Afrikanisches, vier Griffe, Mittelamerika – von der rückwärtigen Analyse

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.