136/10: Video des Tages: Rupert’s Kitchen Orchestra – Vom polnischen und vom spanischen Abgang…

Frage des Tages: Was haben Lena Valaitis und Rupert’s Kitchen Orchestra gemeinsam? Antwort am Ende des Beitrags.

Die Berliner Funkband Rupert’s Kitchen Orchestra ist nicht nur musikalisch talentiert. Auch im Streuen von Informationen haben die Jungs (und Mädels) was auf dem Kasten. Sie lassen andere an ihrer Arbeit teilhaben, ganz so, wie es das Web 2.0 zwingend vorschreibt als Möglichkeit eröffnet. Im Übrigen sind auch immer mal Rezepttipps aus dem Küchenorchester von “Balin” zu erwarten. So sagt man. Sagt man?

Die Frage aller Fragen ist: Kann, wer sich an die Öffentlichkeit wagt, jemals ein Geheimtipp werden?  Okay, die Frage lassen wir gleich mal unbeantwortet.

Und verweisen stattdessen auf süßes, rotes Kultgetränk mit etwas bitterem Unterton im Abgang. Man trinkt es stark gekühlt mit Eiswürfeln und dem Rezensenten des nachfolgenden Videos ist aus der eigenen Kindheit dazu folgendes bekannt: man trinkt es direkt, nachdem man Frankreich Richtung Spanien verlässt, das ist da in den Bergen des Ampurdan, nicht hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen, sondern mittenmang. Spanien erkennt erkannte der geübte Spanienurlauber (und wer war nicht in Spanien seinerzeit?) an den aufgestellten lebensgroßen, schwarzen Stieren der Marke Osborne (nicht Ozzy…), der einen wilderen Abgang beim Schlucken hinterlässt.

Osborne-Stier (Quelle: Osborne-Homepage)

Osborne-Stier (Quelle: Osborne-Homepage)

Hoch in den Pyrenäen, oh oh oh oh, hat man ihn schon gesehen, oh oh oh oh (José, der Straßenmusikant – Lena Valaitis, 1975, deutscher Schlager)

Campari hingegen hinterlässt eine angenehme Kühle, die man umgangssprachlich auch “als Coolness” übersetzen kann, allerdings nicht als “blöde Coolness”, sondern als eine gutschlüpfrige. Im Gegensatz zum Campari, wie ihn Muttern Anfang der Siebziger sich mixen ließ, in den spanischen Bergen, “aber bitte mit Eis”, geben Rupert’s Kitchen Orchestra das Kultgetränk “als Instant”, will heißen: pur, unverfälscht und genau so, wie er über die Ladentheke kommt. Ob gekühlt oder handwarm, werden wir bei Gelegenheit klären.

Instant Campari (Rezeptidee: RKO)

Instant Campari (Rezeptidee: RKO)

Das Stück Instant Campari jedenfalls lässt uns träumen: von Portugal, der Algarve bei Sagres und der dort mal gewesenen Strandbar Domedario. Dort gab es Cocktails, aber auch Southern Comfort.  Anfang der Neunziger war dort weder eine Ölpest angelandet, wie jetzt im Golf von Mexico oder seinerzeit anderswo mit der Exxon Valdez. Seinerzeit gaben uns die Portugiesen zum Sonnenuntergang immer ein bisschen Miles Davis auf die Ohren. Diese langsamen, bedächtigen, melancholischen Stücke, und wir schauten gottvergessen Richtung Barausgang, im Dromedario, und hielten einen Moment inne: So müsste sich das Leben nun auf ewig anfühlen.

Währenddessen übt Rupert’s Kitchen Orchestra den Campari Instant ein, zwischen Rigips-Ständerwerk und mit Tageslichtblick auf den Innenhof: Wohnt denn da nun auch ein Philosoph? Schönes Stück, Rupert. Lad mich mal ein “uff Jesteliste”, wenn de wieder spielst, ist nen gutes Brot, die Mucke…

Okay, was ein spanischer Abgang ist, wurde jetzt geklärt. Unten gibt’s noch eine Verlinkung zum polnischen und zum französischen, dies alles im Spannungsfeld zum tschechischen Abgang. Wem ginge da keiner ab? Der Berliner Abgang, so wird nun vermutet, das wäre dann das Konzert dieser Funkband, oder?

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Instant Campari – Rupert’s Kitchen Orchestra (via Youtube)

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