140/10: Social Networking: Andreas Gäbel, Jazzgitarrist, die Beatles, Stones und die Zeitlosigkeit…

 

Musiker haben in meinen Augen sehr viel mit Ärzten zu tun – die Menschen kommen ins Konzert, um sich durch Musik behandeln zu lassen. Daß es Musik noch nicht auf Rezept gibt, ist mir schleierhaft.“ (Credo von Ernst Bier, Jazzschlagzeuger in Berlin)

Um die Welt richtig zu begreifen, muss man manchmal aufs Bild klicken, wie in diesem Fall. Dann ist es groß und lesbar.

Ronny James Dio ist tot. Dafür eine Kerze, gestiftet von der Redaktion. R.I.P. !

Erst nach dem Mausklick plustert sich der Thread auf zu einem lesbaren Buchstabengedöns, das von vorn nach hinten gelesen einen Sinn ergibt. Einen tiefen…

Andreas Gäbel ist ein sehr guter Jazzgitarrist mit Wirkungsstätte Berlin. Andreas ist umtriebig und hat in eine Vielzahl von Projekten saitenweise eingegriffen. Oder nennt man ihn besser einen „Herrscher aller Reusen“, einen Projektsteuerer? Es ist, wie es ist, und so bleibt es.

Systemvergleiche sind schon seit einiger Zeit schick und sind als feste Darstellungsform sehr gefragt. Was Andreas Gäbel anspricht, weckt solche Begehrlichkeiten in uns. Die Frage „Beatles oder Rolling Stones“ war immer so eine, ansonsten fragten wir uns „Black Sabbath oder Led Zeppelin“, wir dachten über „Sweet oder Slade“ nach, später über „Prince oder Michael Jackson“, aber gerade letzteres erschien uns  „dumm wie Bohnenstroh“, denn wir dachten, wir verstünden einfach zu viel von Musik, wie sie funktioniert, wer genial ist. Mit „Prince oder Michael Jackson“ verband sich dann schon die Frage „Sekt oder Selters“, während das zu Zeiten von „Sweet oder Slade“ noch alternativlos gen Selters (oder aromatisiertem Tee) tendierte.

Und jetzt sind alle viel, viel älter geworden, und am Musikgeschmack hat sich vieles verändert. Manches jedoch nicht. Die Helden der eigenen Vergangenheit sind Helden geblieben und trotz Meuchelmord, Alkoholexzess, Medikamentenmissbrauch oder Drogentod in bleibender Erinnerung: unsterblich. Musik hat sie unsterblich gemacht. Ihre gesammelten Audioschnitzel können wir noch heute auflegen und (vollkommen) Neues entdecken, so wie Andreas Gäbel, der „Rubber Soul“ hört.

Wer Andreas Gäbel hören will, muss seine Homepage besuchen. Der Mann kann was.

***

Weiterführend