1745/18: Linktipp: Kein Linktipp zu Spiegels gesponserten Links, warum? – Von Blindfischverkostungen, Dead Ends und Hangman, Teil 25.

Jimmy Somerville ex-Bronski-Beatle - stern.de - Interview 4.9.14 #Linktipp

Jimmy Somerville ex-Bronski-Beatle – stern.de – Interview 4.9.14 #Linktipp


Kraftklub – Das Interview zu „Keine Nacht für Niemand“ | DIFFUS

I’m starting with the man in the mirror
(Ooh!)
I’m asking him to change his ways
(Ooh!)

Es ist schwierig mit der Butter bei die Fische.

Mich interessierte die Frage, ob Jimmy Sommerville (ex-Bronski-Beatle aus Glasgow, Jahrgang 1961) noch in Berlin wohnt? Denn das hatte ich mal gerüchteweise aufgeschnappt. Schni-Schna-Schnappi schnappi schnappi schnapp. Der witzigste Straßenstrich für Straßenmusik war dem Vernehmen nach irgendwo in Berlin im Ungenannt und Jimmy kam vorbei, seinen Hund spazieren zu führen. Tell me why?

Selbst Kraftklub aus Chemnitz (nicht Kemnitz) mogelt in seinen Songs Material von Bronski Beat unter. Wenn das kein Grund wäre?

Deswegen müsste es wohl heißen: Jimmy Jimmy ja, Jimmy yeah. Nicht? Keine Nacht für Niemand! Rio, Du wirst etwig leben: Keine Macht für Niemand! Auch nicht für Spiegel Online.

I’ve been a victim of a selfish kind of love
It’s time that I realize
That there are some with no home, not a nickel to loan
Could it be really me, pretending that they’re not alone?

Na egal. Das Bezahlmodell Internet ist inzwischen eingekehrt und wir benützen jetzt gesponserte Links: Aber nicht etwa, weil die ein Titelsponsor bezahlt, damit wir sie lesen können. Gesponserte Links sind welche, die bspw. Spiegel Online an Mark Zuckerberg zahlt, Facebook, der sich damit die Taschen vollmacht und dann darf Spiegel Online seinen Content ins soziale Netz durchschieben, damit Menschen drauf klicken. Aber was passiert dann? Richtig: Man fängt einen Artikel über Herbert Grönemeyer, ein Gespräch mit ihm, an zu lesen und dann graut sich der Inhalt erfolgreich über ganz wenige Zentimeter Bildschirm nach unten hin aus bis ins unkenntlich Weiße, das zauberhaft Geahnte. Uh, ist das aber blöd.

Nun würde ich gern folgendes kommentieren und tat es auch bei Spiegel Online auf Facebook:

Man sollte diese Art der Blindfischverkostung überdenken. Es wird ein gesponserter Link angeboten. Der führt dann zu einem Text als Teaser, der ins Nirvana führt, bis man ein Bezahlangebot erst einmal quasi umsonst versucht, für 19,99 € pro Monat, die es nicht kostet. Das alles ist schlicht gesagt Schwachsinn. Ich möchte nicht behaupten, ich habe eine schlauere Lösung für diese Misere der Zeitungsindustrie. Aber für mich als Leser wäre eine gesponserte Verlinkung immer eine, die auch zugänglich ist, sonst ist sie ja keine Information. Oder ich müsste es in meinem Kopf heißen lassen: „Klicke niemals auf gesponserte Links, denn dort darfst Du quasi nichts erwarten.“ Think about that, Man in the Mirror!

Man in the Mirror: Mensch in der Spiegel-Redaktion, was erlauben Promo?

Setzen. Der Spiegel wird seinen besten Mann im selben hervorholen müssen, um eine ganz neue Richtung zu gehen, die so noch niemand gegangen ist.

Wir nennen das Prinzip, Links nur zu setzen, wo wir auch Inhalte kriegen, Klickrespekt. Im Unterschied zu Clickbait. Wer das näher erläutern haben möchte, schaut netzweit nach.

Nein, ich hab keine bessere Idee, wie man das macht, also Zeitungen neue Leser zuführt. Ich weiß nur: So nicht. Jimmy Jimmy ja, Jimmy yeah….doch das sagte ich schon oben.

Weiterführend

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