1765/18: Interview: Interview mit Uwe Hassbecker + Richie Barton (Silly) über die kampflose Trennung von Anna Loos #Linktipp

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Silly – Alles rot (CD, 2010)


Zu Asche, zu Staub: Kampflos (aus „Wutfänger), 2016 – Official Video

Man muss dazu sagen, dass wir in den vergangenen zwölf Jahren vor allen Dingen eine glückliche Zeit mit Anna hatten. Wir haben voneinander profitiert, sind aneinander gewachsen, haben gemeinsam tolle Alben gemacht. Es war eine wichtige Zeit für uns, ein wichtiges Kapitel unserer Bandgeschichte. Das alles ist nun in den letzten Tagen öffentlich teilweise falsch und ungerecht dargestellt und in den Schmutz gezogen worden. So haben wir es jedenfalls empfunden. (Uwe Hassbecker)

An Uwe Hassbecker (auch Haßbecker) muss man mögen. Er ist ein leiser, bewusst gebliebener, immer etwas nachdenklicher, auf jeden Fall sehr meditativer Musiker im Dienste seines Herrn, guter Musik. Alles was davon ablenkt, ist ihm suspekt. Vermutlich. Die schreibenden Kanaillen denken sich immer so Sachen aus. Ich wohl auch. Das speist sich aus jahrelanger, lautloser Beobachtung und ist mein Fazit. Vielleicht ist der noch zu spürende Größtverlust seines Lebens Schuld an allem: Sängerin Tamara Danz starb im kampflosen Hinnehmen tödlicher Krebskrankheit an der Berliner Charité. Da ist noch alles rot, bei vielen: Hingebungsvoll ist die Liebe, Liebe und lange nichts und dann auch nichts als nur Liebe, Liebe, Liebe.

Uwe sagt wenig bis gar nichts, was er nicht genau so meint. Um so mehr lässt ein Interview aufhorchen, das Silly jetzt der Mitteldeutschen Zeitung gegeben hat. Und ja, für viele Silly-Fans ist die Trennung ein zu tiefer Einschnitt ins noch rote, waidwunde Fleisch der Verletzung. Es ist bekanntlich das Gegenteil von tot. Schluss mit wilden Spekulationen über Mathilde oder Flesh for Fantasy.

Anna Loos ist ganz sicher eine ebenso starke Persönlichkeit, nur ein bisschen anders herum. Alpha und Alpha? Ach Mensch, es ist traurig, aber der Respekt gebietet es, die eingeschlagenen Wege nun zu akzeptieren. Es ist unabänderlich. Der Weihnachts-Supergau 2018 für Silly-Fans ist wahr geworden. Überall liegt gedachtes Blut herum. Alles rot.

Lasst es ruhen, Silly. Da kann noch was gehen. Sagt nicht Ja. Sagt nur, was man auch fühlen kann.

Ach noch was: Werner Karma, danke. Danke für die vielen großartigsten Texte aller Zeiten, die Du dieser Band anheim gestellt hast. Sie sind, wie Du heißt: Guter, allerbester Karma-Schinken. Lustgetrocknet. Fuck.

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