Gig Preview/Berlin: Twana Rhodes präsentiert ihre neue CD am 19.02.2010 im Kammermusiksaal

Twana Rhodes (Quelle: Homepage)

Twana Rhodes (Quelle: Homepage)

Vorgehört – Prädikat: hörenswert:

[audio:http://www.twana-rhodes.com/files/8112/5415/2594/03-KeepingTime.mp3]

Keeping Time (Quelle: Homepage Twana Rhodes)

Beim Komponieren ist es oft so, es gibt einen Groove, eine Melodie in meinem Kopf, die immer wieder kommt, ich singe sie nach, uaiadadadada …, ich singe weiter, nehme sie auf, wie ein Bildhauer, ich habe eine Masse Musik und schaue, was bleibt drin, was kommt raus, ich kann das stundenlang machen, wie eine Meditation, bis sich eine Form ergibt, ein Lied.“ (Twana Rhodes, Interview 2006) – gesamtes Interview hier

Ihre PR-Agentur schreibt über sie, ihre lyrischen Kompositionen gingen ins Ohr und hinterließen beim Publikum ‚heilende Wirkung‚. Sagt die Agentur. Sagen wir das auch? Nein, wir sagen es nicht, denn wir benutzen unsere eigenen Worte. Twana Rhodes, geborene US-Amerikanerin aus Oklahoma, ist nicht die Schwester von Fender Rhodes, und das fällt auch gleich auf. Im Vorgehört-Stück Keeping Time lässt sich jedenfalls ein Rhodes der Marke Fender heraushören. Die sagenhaften Klaviere gleichen Namens knarzen inzwischen nicht selten, sind in die Jahre gekommen. Ganz im Gegensatz zu Twana Rhodes. Die knarzt nicht, sondern kann singen.

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Twana Rhodes, International Jazz-Festival „Woman in Jazz“ 2009, Halle (via Youtube)

Im obigen Video an der Gitarre kein Unbekannter: Ron Spielman, selbst umtriebig in eigener Sache. Am 19.02.2010 wird Spielmann allerdings nicht die Saiten zupfen. Die Band hinter Twana Rhodes (Berlin, vocals, piano, percussion) besteht aus Jan Fabricius (Hamburg, bass), Matthias Wendl (Berlin, drums, electronics) und Eudinho Soares (Berlin, git.) und sieht „gut gemischt“ aus.

Über die zweite CD ‚Thru the Night“ schrieb Jazzdimensions.de 2005:

Jazz ist es nicht eigentlich, was die texanische Sängerin Twana Rhodes auf ihrem zweiten Album „Thru the night“ so von sich gibt. Eher eine Mischung aus Southern Rock und ein Hauch Blues. Aber sie hat eine tolle Stimme, und allein das hebt sie von der Mehrzahl der heutigen Sängerinnen ab: Da ist mehr Qualität vorhanden als bei so manchen hochgelobten Jazz-Newcomerinnen. (Quelle: hier)

Das stimmt nur zum Teil: Denn bekanntlich liegt Oklahoma nicht in Texas! Ansonsten ist die Argumentationsführung sauber, während die quälenden Stilsuchen sich über die Jahre im Nirwana verlieren, hoffentlich.  

Alles in allem empfiehlt blackbirds.tv, sich die Dame persönlich anzusehen! Wir dürfen wohl etwas Ungewöhnliches erwarten, selbst wenn unter Jazzern die Runde geht, man trete im Kammermusiksaal nicht gern auf. Ach Quatsch. Klingt doch gut, der Saal.  

Ort: Freitag, 19.2.2010, 20.00 Uhr, Philharmonie Berlin, Kammermusiksaal – Herbert-von-Karajan-Str. 1, U/S-Bahnhof Potsdamer Platz – beim Karten bestellen aber beeilen. Die Dame lässt sich gut hören!

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Preise lt. Veranstalter ARTON:

Eintrittspreise: zwischen 12 und 28,- € (nähere Infos bei Wolfram Arton hier)

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