298/10: Legenden: Google spielt heute verrückt, eine Chance? Wegen John Lennon!

Nein, keine Chance, um es gleich vorweg zu nehmen: Wenn google verrücktspielt, dann will google das und dann darfst du nicht widersprechen. Der Anlass dafür ist, dass heutzutage Wirtschaftsmilliardäre Fans eines eher links oder besser schwärmerisch orientierten, unverbesserlichen Weltverbesserers sein können. John Winston Lennon wäre heute siebzig geworden. Hätte nicht dieser Vollpfosten Chapmann den „Fänger im Roggen“ gelesen und geheime Befehle empfangen, er müsse John Lennon hinrichten. Nun teilt sich die Weltgeschichte der populären Rockmusik in Vierzig-Vierzig-Dreißig-Hammelsprünge ein: 1940 (Geburt) – 1980 (Tot) – 2010 (vorsätzlicher Googledoodle). Alle Dekaden wieder kommt ein Christuskind!

Da sind wir hier etwas einfacher gestrickt. Wir halten es -wie in Berlin eher üblich- mit einem stillen Gedenken an einen großartigen Musiker, der das Ying oder das Yang eines zweiten war und zu zweit war er besser als allein. Was für den anderen nicht minder gilt, wenn auch Yang, der Zweite, in der Zeit nach 1970 (wieder so eine messianische Zeitrechnung, die Zeit nach und vor 1970!) mehr Platten verkauft hat. Ja, Ying Lennon und Yang McCartney, niemand will es nach dem Split der Beatles im April 1970 noch mal wieder und immer aufs Neue hören.

Denken wir auch an George und freuen wir uns für Paul und Ringo und für uns, dass wenigstens die beiden letzten Überlebenden der Beatles jetzt noch unter uns weilen! George hat geraucht und das hat ihn dahin gerafft. John machte nur Musik, das tötete ihn bereits. Hat man Ringo als Musiker zu wenig ernst genommen? Und Paul? Die Beatles „in toto“ waren etwas Großartiges. Und John Lennon wäre heute noch jünger als mein Vater, würde ich mich also besser mit ihm verstehen, generationsübergreifend?

Die Frage kann ich niemals mehr beantworten.


Ringo Starr´s Geburtstagsmessage für John Lennon (via Youtube)