300/10: Register: Gestorben: Solomon Burke (21.03.1940 bis 10.10.2010) #Nachruf

Register: Gestorben - Solomon Burke 10.10.2010

Banner FotoCreditsTom Beetz, Flickr-Account (Thanks, Tom!)

Titel seiner letzten LP (2010): Nothing’s impossible!

1954 macht die Großmutter von Solomon Burke einen folgenschweren Schritt, der noch lange über den Tag hinaus Bedeutung haben sollte. Sie schenkte dem seinerzeit 14-jährigen die erste Gitarre. Fortan verstrickte sich der Junge immer tiefer in die Musik. Überhaupt ist die Stadt Philadelphia für zwei Dinge bekannt: Erstens sind eine große Reihe weltberühmt gewordener Ausnahmemusiker von dort her. Zweitens ist es ein Eldorado durchweg „schwarzer Musik“. Zu erinnern ist daher nur vorsichtig an Leute wie Barry White, die Three Degrees, oder sagen wir sicherheitshalber an eine ganze Musikrichtung: den Philly-Sound. Wir reden also nicht über das amerikanische Epos eines Bruce Springsteens, der die Streets of Philadelphia besang.


If You need me – Solomon Burke (1963) – via Youtube

Der junge Solomon Burke hatte ein Faible für das Religiöse, er sang seit früher Kindheit schon im Chor der Kirche seiner Großmutter und war dort als „Wonder Boy Preacher“ bekannt. Mit zwölf Jahren reiste er bereits als Gospelsänger umher, um viel später schließlich zum Soul- und Rhythm-and-Blues-Sänger zu werden, der in den Sechzigern den Höhepunkt seiner Popularität erlebte und Weltklassiker schuf. „Everybody Needs Somebode to Live“, „Got To Get You off My Mind“ oder „Tonight´s The Night“. Er selbst wurde nie so richtig zum weltbekannten Weltstar, zum Übervater seiner Musik, stattdessen beriefen sich viele, viele weltbekannte Menschen auf sein Werk, darunter Leute wie Mick Jagger, Rod Stewart, Tom Jones, Keith Richards und viele andere mehr.

1964 nannte man ihn den „King of Rock and Soul“, da war er noch moderat an Körpergewicht. Bis zu seinem Tod wuchs er „heldenhaft“ um ein vermutlich Mehrfaches seines seinerzeitigen Körpergewichts und als er am 10.10.2010 verstarb, hieß es in den Presseveröffentlichungen, er sei am Flughafen Amsterdam, kurz nach der Landung seiner Maschine aus Los Angeles nach Amsterdam vermutlich an einem Herzinfarkt verstorben. Er war auf dem Weg zu einem Auftritt in das Amsterdamer Paradiso, und -nomen est omen- entwischte dem holländischen Paradies gerade noch so, um ins göttliche, ins himmlische Paradies zu entschwinden. Ein schwacher Trost: Dort warten Ray Charles, Otis Redding, Sam Cooke und viele andere bereits Verblichene schon auf ihn, ihm zu Ehren ein Begrüßungskonzert abzuhalten! Das werden die Allermeisten von uns, soviel ist sicher, doch verpassen!

John Lennon und George Harrison, soviel scheint sicher, haben Ehrenplätze! Richtig: Plätze! Denn im Himmel ist die Showgeschichte so ähnlich, wie hier unten in der Sendung Top Of The Pops. Da darf der alt und etwas fülliger gewordene King sitzen bleiben und vom Thron aus die Welt retten, Everybody needs somebody! Da ist sie wieder, die gestern noch erörterte Zahl „siebzig„! Der Vater Solomon Burke hat übrigens 21 Kinder hinterlassen! Auch das eine beachtliche Lebensleistung! Seine letzte CD: Nothing’s Impossible! Alles klar? – R.I.P. – Mr. Solomon Burke!


Solomon Burke – 2003, Top Of The Pops (via Youtube)

Ein Gedanke zu „300/10: Register: Gestorben: Solomon Burke (21.03.1940 bis 10.10.2010) #Nachruf

  1. Pingback: xdrum.eu – pimp my drumming! » Twitter Wochenschau am 2010-10-17

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