331/10: Gigs, Reviews: Der „Groove-Guardian“ schaute traurig zu und am Morgen danach „Land unter“

The Shevettes-Kostbarkeit "Seize You" mit Autogrammen

The Shevettes-Kostbarkeit "Seize You" mit Autogrammen

 Banner FotoCreditsmit Dank der Redaktion dafür an Joachim Maier, Web Developer, Web Junkie, Fotograf und nach eigenem Bekunden „in the middle of A crisis called life“ – sodann „herzlich willkommen im Club“ und nach Waiblingen

„Herz, wie schreibt man das?“, fragt Joachim Maier. „So wie man’s bricht“, sagt eine ungenannte Schöne! Aber wen meint sie? Und was meinte er? Die Shevettes?

Eine der letzten Male noch räkelte er sein inzwischen müdes Haupt. Denn schon bald soll er lüstern dem Kommerz anheim gestellt werden.

Der Guardian of the Groove war 06.11.2010 noch einmal mittenmang den Gästen. Unter den Gästen jede Menge Neutronen, ungeladene Gäste, Menschen, die von weit her einströmten in die palastartigen Hallen des Grooves, um dem holden Quartett die Aufwartung zu machen, dass zu Konzertbeginn rechtzeitig geladen hatte. The Shevettes stellten ihr neues CD-Silberchen vor, es heißt „Seize You“ und wenn man nun den Berichten von Zeitzeugen glauben kann, war einiges los. Diese Werbung, dieser ganz, ganz große Bohei, der trug wohl Früchtchen („frutti“), vorausgesetzt man darf seine Zuschauer so nennen, ohne despektierlich wie beispielsweise Hugo Egon Balder zu wirken.

Guardian of the Groove (Foto: Joachim Maier)

Guardian of the Groove (Foto: Joachim Maier)

Nein, seine ganze Traurigkeit kommt in dem wirklich beeindruckenden Zeitzeugnis des jungen, behenden Fotografen Joachim Maier zum Ausdruck. Er hatte den Groovewächter von der Seite versucht anzusprechen, jedoch ohne Erfolg. Wie in einer Odysee eigener Gedanken versunken, lauschte der eiserne, jahrelange Wächter der guten Livemusik den Shevettes. Auch Joachim Maier kann es nicht anders bezeugen. Er sagt:

Ich glaube an das Leben! (facebook-Profil hier – dafür facebook-Account benötigt) – Verbrauchertipp: Wer die vollständige, gut gemachte Fotogalerie von Joachim Maier sehen will, beantrage bitte unter seinem Profil seine Freundschaft.

Ja, wir doch auch, möchten wir entgegnen und trotzdem soll der Guardian of the Groove demnächst versteigert werden.

Gut, nüchtern betrachtet:

  • Erhöht sich das Platzangebot im Yorckschlösschen, zwei Gäste mehr!
  • Ist das aber das Wesentliche?
  • Wird ein anderer „mit eiserner Härte“ darüber wachen, dass die Livemusik niemals versiegt? Wer?
The Shevettes - in der Totale Frontale

The Shevettes - in der Totale Frontale

The Shevettes, das war am Abend des 06.11.2010 um 21 Uhr im Yorckschlösschen in Berlin-Kreuzberg jedenfalls nach allem, was man hört, ein fulminanter Erfolg. Fotograf Joachim Maier sagte wörtlich über seine Fotos folgendes, wir zitieren:

Inspirierte Aufnahmen eines sehr inspirierten Konzerts der Shevettes mit verschiedenen Gastmusikern im hoffnungslos überfüllten Yorckschlösschen.

Und so sehr man auch voll beißender Kritik sein könnte, rein gedanklich, um laut und deutlich „Nein“ zu sagen zu den Auktionsplänen betreffend die adelige Lordschaft des Grooves (Foto oben), so sehr kann man doch sagen, dass eins und eins auch hier wieder zwei ergab. Montezumas Rache ließ nicht lange auf sich warten: Nachdem das Yorckschlösschen nach einer erfolgstrunkenen Nacht der Shevettes die Pforten geschlossen hatte, kam schon am nächsten Morgen die Rache. Im Hause, wo das Yorckschlösschen residiert, hatte irgendein Bärbeißiger aus den Obergeschossen wieder was ins Abflussrohr hineingestopft. Und wie heißt es doch immer so schön?

Den Letzten beißen die Hunde…..

In diesem Fall trug Olaf Dähmlow, Chef vom Yorckschlösschen, Gummistiefel, watete den lieben, langen Vormittag durchs Landunter, putzmunter, und sagte Frühstück am Morgen und Session am Abend ab. Erst muss jetzt die Kanalisation wieder in Ordnung kommen. Vielleicht ist es am Ende doch besser, wenn niemand die Absicht besäße, die vorhandenen Wächter (english: guardians) abzubauen, denn dann hat immer noch einer ein offenes Auge. Nie kann niemand wissen!

2 Gedanken zu „331/10: Gigs, Reviews: Der „Groove-Guardian“ schaute traurig zu und am Morgen danach „Land unter“

  1. Pingback: xdrum.eu – pimp my drumming! » 178/10: Twitter Wochenschau am 2010-11-14

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