335/10: Gigs: Nach der Haute folgt jetzt die „Flaute Volaute“? Harte Zeiten! Was dann, was dann…?


TRIO – Herz ist Trumpf (1983) – via Youtube

Was dann? Was dann? – Reduktion auf eine gewisse Ratlosigkeit! #große Koch- und Kulturrezepte

Harte Zeiten….vermutet zumindest „The Incredible“ Hagen Liebing im TIP-Magazin. Im Kern wie folgt und das geht nun uns an:

Seit mit CDs vermeintlich nichts mehr zu verdie­nen ist und ein verbissenes Gerangel um den Konzertmarkt eingesetzt hat, fühlt sich das Publikum zunehmend übersättigt und der Künst­ler ausgezehrt von den in immer kürzeren Abständen stattfindenden Tourneen. – Hagen Liebing, TIP-Magazin

Du rufst mich an und ich bleib‘ am Boden kleben
es hat sich ausgeschwebt mit Schweben – Herz ist Trumpf

Rockstar sein bzw. werden ist nicht mehr. Ausgesternt, keine Sterne in Athen und keine Meriten auf dem „boulevard of broken dreams“. Künstler sein bedeutet, von Luft, Lust und Liebe, andere Reihenfolge ausgeschlossen, zu leben. Die GEMA wacht über die Kleinstauftrittsorte und rechnet diese nach m² ab, bis das Äquivalent zwischen Mindestabführung an GEMA so hoch ist, dass pro m² fünf Gäste stehen müssen. Der Gewerbeaußendienst schließt den Laden dann: wegen Überfüllung. Doch keine Angst, das kann nicht passieren.

Was dann? Was dann?

Denn Hagen Liebing sagt es ja schon:
Nachdem alle ihre Songs via Netztausch kostenlos bekommen, gingen alle großen Stars „in die Manege“, auch STATUS QUO müssen jetzt wieder touren! Ist das gut? Irgendwann tritt auch im Livemarkt Sättigung ein! Ist das jetzt schon so weit? Gott sei Dank: Ein download von Livekonzerten ist nicht möglich, eine Raubkopie schlicht undenkbar.

Unbegründet die Ängste von Veranstaltern und Künstlern, heimlich mitgeschnittene Videos hielten die Leute von Livekonzerten ab. Das stimmt nicht. Livekonzerte leben von einer „Gesamtsituation“. Allerdings werden die Menschen müde, Livekonzerte zu besuchen. Und viele können sich die Topseller wie Prince, Peter Gabriel, Sting, U2 und die ganze Camarilla des Unmöglichen schlicht nicht mehr leisten!

Was dann? Was dann?

Also Ticketpreise wieder runter! So läuft das nicht. Weniger Brimborium (U2!!), weniger Größenwahn (Stadien), mehr Musik „performed by itself“, so wie Miles Davis sagte „Die Musik redet für sich selbst“, Musik, Musik, Musik …und Emotionen! Ihr könnt Hagen Liebing was schreiben, er freut sich drüber, …

Dies Thema ist äußerst vielschichtig. Ich habe hier allein schon so eine Latte, allein an Links, ….und dazu passt, was derzeit im Netz als Musikerwitz kursiert, ungefiltert, hat und schonungslos aus der Spezialistengruppe:Musikerwitze (bei facebook) herüberdiffundiert zu uns!

Ein Gedanke zu „335/10: Gigs: Nach der Haute folgt jetzt die „Flaute Volaute“? Harte Zeiten! Was dann, was dann…?

  1. Pingback: xdrum.eu – pimp my drumming! » Twitter Wochenschau am 2010-11-14

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