705/12: Linktipp: Was Franz de Byl aus Berlin mit dem Sender RBB ausficht, ist wissenswert zu lesen!

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Dort sollte mir die „Gage“ von 1.800 Mark DDR ausgehändigt werden. Mir wurde eine Art Quittung vorgelegt, die ich unterzeichnen sollte. Ich war konfrontiert mit 4 Mitarbeitern der Künstleragentur der DDR und des Rundfunks der DDR, die vermutlich alle für die Stasi tätig waren, und unterschrieb, ohne den Wisch gelesen zu haben. Dann bekam ich das „Geld“ mit dem Hinweis, dass ich es unter keinen Umständen ausführen dürfe. Nachher habe ich dieses Geld versoffen und an meine vielen Ost-Musiker-Freunde verschenkt. Der Rest landete in der Tonne am Grenzübergang Invalidenstrasse kurz vor 0.00 Uhr desselben Tages. (Franz de Byl, Link unten)

Franz de Byl ist genau das Gegenteil von „debil“, man spricht seinen Namen auch anders aus, mit diesem phonetischen „ühhhh“ in der Mitte von drei Buchstaben seines Nachnamens. Ansonsten fetzt er sich gerade in verschiedenen Instanzen mit dem Berliner RBB. Und an der Streitlage ist was dran.

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Franz de Byl & Origin – Take It All / Ugly City (via youtube)

Franz de Byl’s ORIGIN with Ingo Bischof (keys) and Michael Landmesser (drums). Live At FLÖZ Berlin 1992, recorded by Paul Stutenbäumer from ECC. The titles:
„Take It All“ (de Byl / de Byl)
„Ugly City“ (Musik: Ingo Bischof / Text: de Byl)

Es geht um die Doppelmoral, die „Häuptling Gespaltene Zunge“ anficht. Aber wer ist denn nun dieser Häuptling? Na klar, es ist Youtube. Alle anderen schauen zu und bei Bedarf liegen sich auch hier wieder einmal zwei verschiedene „Stellvertreter“ in den gesetzlich-rechtlichen Suppenhaaren. Youtube ist Dritter im nicht geschmiedeten Bunde. Viel Glück, lieber Franz de Byl. Wir haben zwar die Prozessakte vorher nicht gelesen. Für „viel Glück“ reicht uns allein schon das Querlesen der lesenswerten Ausführungen dieses Berliner Ausnahmemusikers. Chapeau!

Ärgerlich, ärgerlich: Künstler stellen Videos von sich selbst ins Netz auf Youtube. Berichterstatter und Chronisten bauen darauf Berichterstattung auf. Kultur, die lebt. Und dann kommen die Juristen und führen kleinliche, dämliche Kriege im Auftrag des Rechts. Die Berichterstattung über Kultur wird zerschlagen. Dämlicher geht´s nimmer.

Der Rest ist dieses öffentlich rechtliche Justitiar-Ding, das niemandem gefällt, weil es lebensfremd ist und mindestens so alt wie die GEMA. Es war schon schön, dass es sowas früher mal gab. Was jetzt fehlt, sind zeitgemäße Modelle…Hüstel….

(EP)

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