851/13: Nachruf: J.J. Cale & Leon Russell at the Paradise Studios

Trauerkerze

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JJ Cale & Leon Russell at the Paradise Studios, LA 1979 (via youtube)

Weil es John Cale gab, musste sich J.J. Cale ein Initial einverleiben, das ihn einzigartig machte. John Cale, das war Velvet Underground und J.J. Cale, das war eben nicht Velvet Underground. Sondern J.J. Cale.

In erster Linie etwas einzigartiges. Bluegrass, nuschelndes, seltsames Country-Jazz-Rock-Blues-Gemisch, das immer irgendwie lustlos klingt. Aber weltbewegend. Viele einverleibten sich seine Songs, nicht zuletzt wir selbst, wenn wir versuchten, Musik nach echter Musik klingen zu lassen. Wer hat nicht „Cocaine“ versucht so zu spielen, dass es „fucking american“ klang? Wohl kaum jemand.

Viele einverleibten sich Cocaine. Und das in allen möglichen Darreichungsformen. Wenn wir diese Musik hören, denken wir auch an Eric Clapton und sogar an die Dire Straits. Alle bekamen sie etwas ab von ihm und von seiner Art, Musik zu machen.

J.J. Cale hat die Welt so gesehen, wie wir sie früher selbst gesehen hatten. „Ich werde wohl nicht 70,“ sagte er, bis es überholt war. Dann versicherte er, 75 werde er nicht mehr. Er sollte Recht behalten. So war es. Einmal kann man irren in dieser Frage. Zweimal unmöglich.

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