891/13: Video: Rupert‘ s Kitchen Orchestra macht ‚Feuer‘ #Lied des Tages

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bb.Wissen 02.10 - Gefeuert!

bb.Wissen 02.10 – Gefeuert!

Die Band Rupert’s Kitchen arbeitet gerade unter Einschluss der Öffentlichkeit (!!) an ihrem neuesten Tonträger. Wir berichteten. Das Ergebnis kann virtuell gedownloadet werden. Oder es wird ‚in silber‘ gehandelt an den Edelfunkmetallbörsen der Welt, in Berlin. Gezahlt wird in harter Straßenwährung, in Euronen.

Dem Vernehmen nach gehen die Silberlinge vor allem im ‚busking‘ -Betrieb weg ‚wie geschnitten Brot‘. Erfolgreiches Marketing findet eben statt wie Guerilla-Marketing. Sie tauchen auf wie Perlentaucher an den Riffs am Erlebnisstrand Berlin, da wo die Passanten flanieren. Am Hackeschen Markt, am Potsdamer Platz oder im Mauerpark.

http://youtu.be/MkJQZXqhDWg
Rupert‘ s Kitchen Orchestra – Feuer

Dort tauchen sie spontan auf wie kleine ‚mobile units‘, im Gepäck eine Tüte ‚Funk berlinesque‘. Es ist nicht der amerikanische, schwarze Funk, sondern irgendein Mashup aus Funk, großer Gusche (Berliner Schnauze) und Rap, auf deutsch.

Wer die Band beobachtet, kann die Entwicklung sehen. Das Fluidum, die selbst erwählte Domäne der Küchenmusiker nennen wir ‚absolute Autonomie‘, und das in jeder Phase des produktiven Prozess. Dazu gehört die Arbeit am Studioprojekt. Dazu gehört aber auch das Marketing-Chichi. es geht darum, sich das Zepter des Handelns nicht aus der Hand nehmen zu lassen.

Das haben schon welche versucht. Und sind gescheitert. So wie jener ‚Klaus‘, jener imaginäre Berliner Clubchef, dem sie in ihrem gleichnamigen Song ein Memorial zimmern. Jener Klaus, der stets gern per SMS Einfluss nahm, bis zur ‚Erstickung jedes persönlichen Fortkommens. Spielt da nicht, fahrt da wieder weg. Klaus schob, stritt und führte ein rüdes Regiment, gegen die Musiker, blieb aber schuldig, die Band wie versprochen ‚ganz nach vorn zu bringen‘.

In Berlin toben viele Scharlatane und Lullabys ihr Unwesen und versuchen, Musiker zu dominieren, bzw. zu bevormunden. Die Band aber komponierte ‚Klaus‘ und zeigte damit einen audiophilen Mittelfinger: ‚Klaus, lass uns aus dem Vertrag raus..

Inzwischen hat die Band ein eigenes Studio ausgebaut und weiter daran gearbeitet, autark zu bleiben. Offenbar mit Erfolg.

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