Healthy Junkies @Wild At Heart 21.02.14

940/14: Gigs, Review: Die „Healthy Junkies“ aus London traten im „Wild At Heart“ in Kreuzberg auf. On this night I went away!

_Icon.Gigs.Review

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On the day I went away
Was all I had to say
I want to come again and stay
Smile, and that will mean I may

‚Cause I’ve seen blue skies
Through the tears in my eyes
And I realize I’m going home

Everywhere, it’s been the same
Like I’m outside in the rain
Free to try and find a game
Cards for sorrow
Cards for pain
‚Cause I’ve seen blue skies
Through the tears in my eyes
And I realize I’m going home

Dr. Franknfurter „I´m Going Home“ – Rocky Horror Picture Show

Soviel passiert. Jetzt, wo es sich nicht mehr lohnt, großartig Großenkneten abzuwarten, habe ich mir die Frage gestellt: Was dann, was dann? Wenn Herz Trumpf ist. Kralle Krawinkel ist tot, ich berichtete. Leider. Auch Familie Suurbier ist praktisch zum erliegen gekommen. Ich berichtete nicht tiefer. Tragisch. Paco de Lucia ist tot. Pete Wyoming Bender ist gegangen, für immer. Alle haben sie zwei Dinge gemeinsam: Sie lebten und jetzt sind sie tot. Und noch zwei Dinge: Sie bleiben.

21st century toy boy! I Wanna Be Your Toy!

21st century toy boy!
I Wanna Be Your Toy!

https://www.youtube.com/watch?v=rds1Gz-vNAg
Healthy Junkies – Manifesto (Official Music Video)

21st century toy boy! I Wanna Be Your Toy! #modified #modern #lyrics

Bleibt noch das „Wild At Heart“ in Berlin-Kreuzberg, über das ich noch nie berichtete. Der Grund: Ich war nie drin. Jetzt war ich da. Mit Stephan (mein Bassist), der mich auf seine persönliche Gästeliste setzte. Wir hatten vorgehabt, eine neue, noch junge hippieeske Band (oder punky?) aufzusuchen, die unter den Fittichen eines gewissen Ilia Castellanos (Manager) steht. Den kenne ich, ganz abgesehen davon, via facebook. So ist das eigentlich nämlich inzwischen: Ich kenne sie alle, ich hab sie alle gehabt und die wenigsten auf der Welt sind inzwischen nicht mit mir fest verfreundet.

Healthy Junkies (Mit Fotos von Kerstin Jasinsczak)

Healthy Junkies (Mit Fotos von Kerstin Jasinsczak)

Banner FotoCreditsVom Auftritt wurden einige sehr schöne Fotos gemacht, die ich hier gesondert verlinke. Mit Material aus diesen Fotos habe ich die obige Collage angefertigt und bedanke mich. „Healthy Junkies“ (Mit Fotos von Kerstin Jasinsczak)

https://www.youtube.com/watch?v=emiW7c1Tm6I
Healthy Junkies-20th century boy (Marc Bolan)

Nähere Freunde,. die mich genauer kennen, aber keine Lust haben, diesen ganzen irren Scheiß auch noch zu lesen, den ich poste, mutmaßen von mir als einem Berliner enfant terrible der Musikszene und vermutlich ist auch was dran. Ich habe nirgends gesetzte Geschmacksgrenzen gesehen und berichte über Schlager, Funk, Punk, Reggae, Dubstep, Riff Raff, Hip Hop, Be Bop und auch Dich: Einzige Voraussetzung ist, es gfallt mia, das Liedl. ‚S‘ Liedl‘ lohnt sich. Ihr kennt den Spruch.

So erging es mir an jenem denkwürdigen Abend, das Datum tut nichts zur Sache (es war der

Die „Healthy Junkies“ sind eine Band im Geiste alter Vorfahren. Zur Zeit in folgender Besetzung:

Guitar – Phil Honey Jones
Sing – Nina Courson
Bass – Dave Renegade
Drums – Danny ‚Bonzo‘ Fury

Das ‚Bonzo‘ habe ich selbst eingefügt. Drummerboy Danny scheint ein Bonzo-Fan zu sein. Er trägt beim Gig ein T-Shirt mit der keltischen Rune aus drei Kreisen des im September 1980 verstorbenen Ausnahmedrummers John Henry Bonham. Ist es ein Zufall der Geschichte? Das werden alle bestreiten, die es wissen. Ihren letzten Gig überhaupt bestritten Led Zeppelin in der Berliner Eissporthalle an der Jafféstr.. Es war ihr letzter Livegig ever, bevor sich der so unersetzliche John Heny Bonham die Anzahl kalter Eisgetränke setzte, die sein Ableben bewürgten. Sein Grabstein ist übrigens hier, für spielbereite Sticks ist stets ebenso gesorgt, wie für frische Kaltgetränke. Ein Fanschar macht es dem Verstorbenen auch weiterhin recht.

Healthy Junkies @Wild At Heart 21.02.14

Healthy Junkies @Wild At Heart 21.02.14

Die Gesundheitsjunkies -Healthy Junkies- ordnen ihre Musik selbst als rock´n punk glam ´n grunge ein, sie nennen Einflüsse wie: Sonic Youth, Nirvana, Hole, Killing Joke, Sex Pistols, Bauhaus, Joy Division, Siouxsie and the banshees, Iggy and the Stooges, David Bowie, T-Rex,The Pixies, Jack Kaouac, Hunter S Thompson, Charles Bukowski auf ihrer facebook-Seite.

IMG_1478_Bert.Brecht.Zitat

„Denn die einen sind im Dunkeln, und die anderen sind im Licht.
Und man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.“ (Bertold Brecht)

Richtig aber ist folgendes: Sie sind laut, sie sind knallig. Die Band fällt auf. Und sie ist „very british“. Wenn Gitarrist Phil etwas zum Publikum sagt, dann klingt es für uns ungeübte Deutsche wie Cockney Rebell, wobei Cockney ein britischer Dialekt sein soll und Steve Harley mit dieser Erwähnung wenig zu tun hat. Denn der sang „Sebastian“, ist schon länger her.

Sängerin Nina Courson ist dem Vernehmen nach Französin aus Paris, lebt aber inzwischen in London. Sie und Phil sind auf der Bühne das „optische Pärchen“, in Berlin „Paul und Klärchen“, sie beide fangen die Leute am Bühnenrand ab. Beide sind ein Genuss, ein Blickfang und „very eavy, very umble“, um es einmal komplett unverständlich auszudrücken. Sie nestelt nervös an ihrem zu schlanken Ganzkörperkondom aus hartem Schwarzleder herum, zuppelt hier und zuppelt da. Sie weckt im männlichen Betrachter sofort einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Die weitere Ausdeutung dieser Mutmaßung überlasse ich sinnvollerweise den Geschlechterforschern.

Mir hat sie saugut gefallen.

https://www.youtube.com/watch?v=SbyAZQ45uww
Nancy Sinatra – These Boots Are Made for Walkin‘

Ebenso wie Phil an der Gitarre. Ach, selbst der Bassmann Dave ist ein gutes Kerlchen und weil Drummer Danny seit meiner ersten Schreibe über ihn gleich das „Bonzo-Initial“ in sich trägt, aber natürlich bei weitem nicht vergleichbar spielt, wen wundert´s?, zünden wir jetzt gleich Räucherkerzen an, von vorigen Jahrhundertz.

Der amerikanische Traum, Frank Sinatra, seine Tochter Nancy, Phil Spectors feste Studiosessiongruppe, bekannt als die „wrecking crew“ und ein Welthit von Lee Hazlewood. „These Boots Are Made For Walkin´.“ Das waren noch Zeiten, als noch niemand auf die Idee kam, um ein gutes Musikstück zu produzieren, an einer Abrissbirne zu lutschen.“Wrecking crew“, notfalls mit halbtonartigem Runterlauf auf dem Kontrabass against „Wrecking ball“, was haben sich die Zeiten geändert?

Götterspeise

 


Healthy Junkies – These boots are made for walking – performed live „Wild At Heart“

Fast jeder geübte Leser will sich doch fortbewegen, nachdem er hier auf dieser merkwürdigen Webseite geradezu götterspeiseartige Gedanken konsumiert hat. Das findet nahezu immer zeitversetzt statt, jedenfalls jetzt noch. So lange „augemented reality“ sich nicht Bahn gebrochen hat, sind wie Feierabendpunks und genießen im Augenblick unserer künstlerischen Befruchtung Schwellenreize, wie eine Supersängerin aus Frankreich, ihren rebellischen Londoner Gitarristen und das ganz große „Chi Chi“ drum herum.

Wild im Herz? War ich gestern…

Am nächsten Morgen schon sieht alles wieder aus wie zurecht gerückt, in seine kleineren Bahnen zurückgeworfen und auf sein wesentliches reduziert. Da steht es nun, nüchtern drauf geschrieben auf die noch heruntergelassenen Fensterjalousien und insgeheim wissen wir: Die feige Sau hätte sich das nie getraut in aller Öffentlichkeit. Dazu müssen schon die Jalousien runter sein. Und dann aber nix wie weg.

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