973/14: Video: Von David Bowie und von Chris Hadfield existieren veritable Fassungen von „Space Oddity“

_icon.Tageslied

David Bowie (1969) – Space Oddity

Ich bin jetzt einmal rund um die Blechdose geschwebt.
Erstes Beobachtungsergebnis: Von jenseits des Mondes betrachtet sieht die Erde immer noch blau aus.
Langweilig hier oben. (David Bowies Weltraumerkenntnisse)

Das Lied ist ein Evergreen und wurde während der ersten Mondlandung weltweit gespielt. Das und seine Liebe zur Musik haben den kanadischen Astronauten Chris Hadfiel veranlasst, das Stück einzusingen. So vergesslich ist die Welt. Während das Original rund 9 Millionen Zugriffe zeigt, ist Hadfields Version des David Bowie-Klassikers über 22 Millionen Mal abgefragt worden.

Ins Studio gehen und sich von der Außenwelt zu verabschieden, um ein „Baby zu gebären“, dessen Erdenbürgerschaft als Zugewinn für die Menschheit gesehen werden würde, war wohl David Bowies Ansinnen, als er den Song 1969 aufnahm. Dem Astronauten Hadfield geht es als erklärtem Musikfan um die Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst. Von dem weltweiten Echo war er selbst überrascht.

Der Song hat eine weltraumrelevante, intergalaktische Methode, sich in die Gehörgänge von Musikfans reinzufressen. Dort bleibt er auch für eine Zeit, bei manchen ein Leben lang. Was macht das schon? Wie Wasser fließt die Zeit davon.

Der Altmeister Stanley Kubrik hat den Film „A Space Odyssey“ gemacht und David Bowies Fantasie beflügelt. Er erschuf Major Tom, eine viel besungene, fiktive Person aus dem Weltraumepos, einen lyrisch geprägten, weltvergessenen und einsamen Poeten, der im Weltraum herumfliegt, in einer Blechbüchse sitzend.

Abbildung "Stylophone" (Quelle: www.retrosound.de, eingebunden)

Abbildung „Stylophone“ (Quelle: www.retrosound.de, eingebunden)

Eines Montagmorgens bestiegen meine Ziggy-Frisur und ich den Schulbus, als an der nächsten Haltestelle andere Teenager einstiegen, die zur Gesamtschule wollten. Einer von ihnen rief seinen Freunden zu, dass sie sich meine Haare anschauen sollten! Ich war total aus dem Häuschen. Aber genauso schnell, wie der Stolz kam, ging er auch wieder: Einer seiner Freunde sagte, ich sähe aus wie Linda McCartney. (Steve Blame in seinen Erinnerungen über erste Frisierversuche seinerseits á la David Bowie)

David Bowie benützte die Akustikgitarre und das Stylophone, ein Art Miniatur-Keyboard, das später wieder in Vergessenheit geriet und sich nach seiner Erfindung 1967 nicht wirklich durchgesetzt hat.

Dass David Bowie Jahre in Berlin verbrachte, ist auch das Thema einer Ausstellung mit dem Namen „David Bowie in Berlin“, die am 20. Mai beginnt und bis zum 10. August 2014 im Martin-Groupius-Bau (Schreibfehler absichtlich) stattfindet. Bei Interesse kannst du hier mehr darüber erfahren…

Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin
www.gropiusbau.de

Steve Blame sagt, seine erste große Liebe sei David Bowie gewesen…

Schreibe einen Kommentar