MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

1289/15: Positionen: Meinungsnazis, Faschisten oder außerordentlich talentierte Eliten?

icon Positionen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Was ist nur mit Deutschland los derzeit? Kaum haben die Söhne Mannheims einen Song namens Nie wieder Krieg veröffentlicht, um gegen den Militäreinsatz von Deutschland in Syrien ein Zeichen zu setzen, geht es schon wieder von vorne los. Es wird heftigst ausgeteilt. Detailverliebte Hasser analysieren schon wieder am Thema vorbei. Der Judenstern und die Muslime, sie erregen große Aufmerksamkeit. Oder sind die beiden Begriffe nur Selektoren in einem widerwärtigen Spiel? Der deutsche Michel, hier Michel F. aus Frankfurt/Main schreibt einen überflüssigen Offenen Brief an Xavier Naidoo. Im Sozialnetzwerk ist die Hölle los. Menschen nehmen in geradezu stußartiger Weise Stellung und vergleichen Äpfel mit Birnen. Es sind wirklich ganz besonders durcheinander geratene Zeiten. Kaum jemand gibt sich noch Mühe.

In den öffentlich geführten Debatten in sozialen Netzwerken wie facebook ist das Pro und Contra zu einem widerwärtigen Kampf um richtige Meinungen verkommen. Es geht nicht mehr um Gemeinsamkeit, sondern um Kampf, Niedermachen und Unter- bzw. Überlegenheit. Es gibt einen zunehmenden Hassgroll armer, bedauernswert vereinsamter Menschen, die eine krankhafte Ausuferung von Gerechtigkeitssinn und Meinungsabsolutismus an den Tag legen, dass es einem ganz schwummrig wird. Dabei ist das soziale Netzwerk äußerlich sozial: Jedes Profilbild sieht annähernd gleich aus.  Auch die von vollkommen durchgeknallten Menschen. Das macht es nicht leichter.

Sehr schön lässt sich das Spiel dieser freien Radikalen austesten durch so genannte Selektoren. In der Geheimdienstsprache sind das die Schlüsselworte des geheimdienstlichen Interesses. In der öffentlich verfügbaren Bibliothek verfügbarer Meinungen sind Selektoren Begriffe, die man als Schlüsselreize beschreiben könnte. Sie reizen ihren Leser unverzüglich bis aufs Blut und allein ihre Erwähnung wird sofort niedergekämpft.

Solch ein Selektor ist beispielsweise Andreas Gabalier. Oder Helene Fischer. Heino trifft inzwischen eine Altersmilde. Sehr schön funktionieren in diesen Tagen die Selektoren Xavier Naidoo und Jürgen Todenhöfer.

Weiterlesen

636/11: Zukunft: 2012 – Scheißt zwischen die Zwischenwände Eurer Gedankenschubladen und errichtet das Weltbürgertum!

 

An allem sind die Juden schuld!
Die Juden sind an allem schuld!
Wieso, warum sind sie dran schuld?
Kind, das verstehst du nicht, sie sind dran schuld.
Und Sie mich auch! Sie sind dran schuld!
Die Juden sind, sie sind und sind dran schuld!
Und glaubst du’s nicht, sind sie dran schuld,
an allem, allem sind die Juden schuld!
Ach so!

1931 hat Friedrich Hollaender (* 1896, † 1976) das Lied geschrieben und traf damit den Nerv seiner Zeit. Er textete zur klassischen Musik der Habanera von George Bizets „Carmen“  den Text „Die Juden sind an allem schuld“. Bingo – ins Schwarze getroffen.  Seit der Jahrhundertwende 1899/1900 war die Familie aus London nach Berlin verzogen und verbrachte zunächst ihr Leben im Wesentlichen hier.

Seinerzeit hatten die Nationalsozialisten eines österreichischen Gefreiten namens Adolf Hitler beträchtlichen Zulauf. Hitler, selbst aus einfachsten, relativ ungeordneten Verhältnissen stammend, hatte sich u.a. den Ideen eines völkischen Eiferers namens Georg von Schönerer verschrieben. Sein Lebenslauf wurde im Nachhinein „getürkt“, so viel steht heute fest. Am Ende haben nicht wenige Forscher versucht nachzuweisen, dass Hitler selbst ein „Vierteljude“ gewesen war. Schlimm? Eigentlich nicht.  Aber unter diesen selbstauferlegten Ansprüchen an sich selbst?

Weiterlesen

73/10: Historie: Die Geschichte des Krautrock (BBC 4 Dokumentation) – „Die englische Sicht!“

Die Geschichte des Krautrock

Update 15.10.14: Eine Weile nicht mehr nachgesehen, datiert die Erstveröffentlichung dieses Artikels und insbesondere der verlinkten Seite mit der BBC-Dokumentation aus dem Jahre 2010. Sehr häufig angeklickt, fand das Thema offenbar Interesse. Allerdings: Immer wieder zerbomben Urheberrechtsansprüche solche Fleißarbeiten und legen im digitalen Weltkrieg Webseiten in Trümmer. Tröstlich: Davon stirbt niemand. Die Arbeit allerdings ist dahin. Das wurde heute noch einmal nachgearbeitet, denn die Seite ist wichtig. Punkt.

Das ist das Schöne an der Englischsprachigkeit: Im Gegensatz zum amerikanischen Englisch, dem ein „noodlewood between both teeths“ (Pidgeon-Englisch) anhaftet oder ein Chewinggum, handelt es sich bei dem british Englisch um weniger anarchistische Sprachfetzen. Sie sind verständlich, wer Schulenglisch genossen hat, mag vieles davon ohne Simultanübersetzer gut verstehen. Es ist ein „englischer Blick“ auf Deutschland, mit starken Tendenzen zu vereinfachen und zusammenzufassen.

Hinzu kommt:

Weiterlesen