1632/18: Positionen: Musik- und Muffins – performed by Alex Sebastian, München

Gesellschaftliche Analogien von Musik- und Muffinkonsum

Weil Millionen von Fliegen nicht irren können, gilt ja als ausgemacht: Das, was am meisten im Radio oder Fernseher gespielt wird, muss die beste Musik sein. Weil wenn sie das nicht wäre, würde sie ja nicht gespielt. Und man kennt ja schließlich zig Leute um einen rum, die den letzten Mainstream Hit auch cool finden. Nicht zuletzt, weil man Cocktailglas schwenkend auf der Afterwork Party am Stehtisch so schön mitwippen bzw. je nach Füllgrad – also … nicht dem Füllgrad des Cocktailglases, sondern dem des schwenkenden … des schwankenden Menschens – immer noch die zweizeilige Hookline mitgröhlen kann. Und weil um einen herum auch alle anderen diesen Bestseller gerade am geilsten finden und am auswendigsten dazu den Fuß rhythmisch in die richtige Richtung bewegen können.

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1619/17: Video: Alex Sebastian – Is it gone?

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Alex Sebastian – Is it gone

In Kooperation mit dem Pfälzer Comiczeichner Dennis Hauck, der auch für die fantastischen Sting Illustrated Comics verantwortlich war, entstand ein Comicvideo zum Thema des fortwährenden Suchens und Selbstverlierens in einer immer hektischer werdenden Welt. (schreibt Alex Sebastian hier)

Wir haben kürzlich bereits ein anderes Stück von Alex Sebastian hier veröffentlicht und dazu eine kleine Geschichte aus Übersee (Amerika) erzählt. Der Song ist wahrlich kein Whataboutism. Aber mal genauer: Was ist eigentlich ein Whataboutism? Das Wort hat seinen Ursprung in den Zeiten des Kalten Krieges und wird im Zusammenhang mit sowjetischen Paraphrasen bei der Verhandlungsführung über die wichtigsten Systemvergleiche zwischen Kommunismus und Kapitalismus bemüht. „Wenn der Papst den Syrer Assad kritisiert, könnte Assad einfach sagen: ‚Und was ist mit den pädophilen Priestern?‘ Als Oskar Lafontaine auf die Mauertoten angesprochen wurde, stellte er die Gegenfrage: ‚Was ist mit den Toten im Mittelmeer‘?“ – Und ne, nämlich nicht: Der klingt eben nicht wie Sting, Peter Gabriel oder Van Morrison, der Mann, der heißt Alex Sebastian, kommt aus München und hat eine eigene Handschrift.

Dem Narrativ über eine Liga außergewöhnlicher Gentlemen von neulich (siehe unten) fügen wir heute eine Episode vorzüglich produzierter (und gespielter) Musik hinzu. Das Stück heißt Is it gone? und der Song erscheint am 1. Dezember 2017 im gutsortierten Handel. Ischo Weihnachten?

Weiterführend

1614/17: Video: Alex Sebastian hat eine Liga außergewöhnlicher Gentlemen am Start. Über einen Woodstock ‚freak of nature‘ aus München

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Alex Sebastian: Why are you still here? [official video]

Am 27.10.2017 veröffentlicht
New song by alex sebastian, IN STORES NOW! Featuring Jerry Marotta (drums) and Tony Levin (bass).
A Walter White and Breaking Bad tribute videos created by an amazing team of enthusiasts with a very small budget! Thank you all!

So ist dieses ganze Stück Musik in der Kürze der Zeit gestrickt: Du verstehst das business und ich die Chemie guter Allianzen. Dies alles Ingredienzien eines mutmaßlichen Achtungserfolgs. Was ist denn nun das besondere Hui dieses Songs?

Es ist eine außergewöhnliche Allianz über zwei Kontinente hinweg. Auf Alex Sebastian wurde ich aufmerksam, weil ich mich via facebook und Instagram mit dem amerikanischen Schlagzeuger Jerry Marotta verfreundete. Ich kenne Jerrys Arbeit schon sehr lange. Zuallererst sicherlich seine Zusammenarbeit mit Peter Gabriel Ende der Siebziger Jahre des letzten Jahrtausends. Mir ist weiteres namedropping eher lästig, man kennt Marotta, dessen größte Marotte das Drummen ist. Daneben besitzt er ein Studio in der Nähe von Woodstock, eine ehemalige kleine Kirche.

Ähnlich muss man einen der weiteren, größten Namen des Musikbusiness aller Zeiten anfassen: Tony Levin, den ich vor Jahren mit Terry Bozzio, Pat Mastelotto und – Gott sei ihm gnädig – Allan Holdsworth in Berlin live spielen sehen durfte. Tony Levin hat auch schon mit John Lennon Platten aufgenommen. Auch hier überlasse ich das namedropping Wikipedia.

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