1522/17: Zitatfilter: Was Viola Kramer über den Tod von Musikern denkt…

Mit dem Tod macht man keine Witze. Das stimmt. Und ich finde diesen Trend zu den Hit-Teams regelrecht beunruhigend. Musik hat für mich völlig andere Aufgaben, Ziele, Inhalte als schnödes Geld schneiden auf der Basis „was wollen die Leute hören“. Alleine, dass die Intros immer kürzer werden… ein Hook den nächsten jagt, damit die Leute nicht zum nächsten Titel skippen… wer unter solchen Überlegungen „Musik“ macht, ist mir suspekt. Natürlich soll es auch die Tanzmusik und die Funktionsmusik geben. Aber: Musik ist vor allem Seelennahrung. Heute mehr als früher, wo die Leute noch ihre Religionen hatten. Der Tod von solchen Größen wie Bowie, Amy, Lennon usw. hat allerdings auch etwas Tröstendes in Bezug auf die eigene Zukunft, denn niemand „will“ diesen Weg gehen. Doch alle müssen. An dem Punkt sind wir ALLE gleich. Wann endlich begreifen die Menschen, dass das Leben kostbar ist und hören auf mit diesen dummen Kriegen?!? Sorgen für ausreichend Nahrung? Jagen keine Busse hoch, um die Aktienkurse zu verbessern? Die SPINNEN doch.

Vielleicht könnte mehr GUTE Musik an die Zerbrechlichkeit der Welt und des Lebens erinnern. Amy, John und all die tollen schon Dahingegangenen mahnen immer noch. Das ist ihr Vermächtnis. Dafür sei ihnen gedankt! (Viola Kramer auf facebook, Spezialistengruppe:Musikerwitze)

Im erzählten Musikerwitz geht es um eine kurze Geschichte mit einem humorigen Höhepunkt mit Bezug zum Thema Musik.

In einer Gruppe von sagen wir mehr als zwanzigtausend Mitgliedern geraten da schon mal die Begrifflichkeiten durcheinander. Gepostet wird, was das Zeug hält. Aus ganz unterschiedlichen Motiven. Die wenigsten davon erscheinen einem selbstlos. Also dem Witz zuliebe kredenzt, dargeboten als selbstloses Angebot, die Lachmuskeln zu betätigen. Hinzu kommt eine Attitüde von möglichst viel posten, um darzulegen: Seht her, ich existiere. Sehr gerne geht Gehässigkeit durch die sozialen Medien. Wie bereits die NSA zutreffend analysierte, geht es beim modernen Menschen um so genannte Selektoren: Das sind diejenigen Dinge, die wir aus dem sozialen Shitstorm rausfiltern um zu erkennen, worum es überhaupt geht. Nennen wir beispielsweise den Terminus Helene Fischer oder Andreas Gabalier, so kann sich unser wachsames Auge mit Sicherheit einrichten, alle möglichen Schimpftiraden über diese beiden Selektorenbegriffe vorzufinden. Da sind die Menschen ganz bei sich selbst: Da ist darauf Verlass wie auch auf die eigenen Rechtschreibfehler. Gehated wird vorhersehbar.

Ist es lustig, dass Amy Winehouse jetzt seit fünf Jahren clean ist? Seit ihrem Tod hat sie keine Drogen zu sich genommen, ist die dahinter liegende, einigermaßen perfide Behauptung des Stoffeanbieters, der das als Musikerwitz einreicht.

Viola Kramer hat es nach hiesiger Auffassung schön zurechtgerückt.

Die Welt ist schon verrückt. Wir werden uns noch an sie gewöhnen müssen.

Om-Halskette

1375/16: Positionen: Vom Osterfest 2016

Sonor Signature #TTT

In den überwiegenden Fällen historisch besonders verdienstvoller Menschen denken wir uns die Geburtstage wichtiger Musiker und Musikerinnen als größere Ereignisse als deren Tod.

Abgesehen von einer gewissen Ärgerlichkeit ihres Verbleichens hat die Tatsache, dass sie geboren wurden, mehr zur Wesentlichkeit dieser Persönlichkeiten beigetragen als ihr Tod.

Das gilt auch für den Club 27, wobei man diesbezüglich gar nicht genau sagen kann, wie der Nichtbeitritt dieses Personenkreises zum Club sich ausgewirkt hätte, wenn sie diesem gar nicht erst beigetreten wären, sondern weitergemacht hätten wie bisher. Das ist reine Spekulation. In diesem Sinne gedenken wir mit einem besonders ehrenden Gedenken derjenigen, die geboren wurden um zu sterben. Insbesondere auch jene, die starben, um unsterblich zu werden. Sie wurden geboren, um zu sterben.

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1334/16: Filmkritik: Bring Your daughter to the slaughter – The rise & the fall of Amy Winehouse #Kritik

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Süße, es ist bald Mitternacht
Und alle Mythen sind in der Stadt
Wahre Liebe und Lippenstift auf deinen Leinen
Ins Kissen zu beißen macht kein Geräusch
Falls dort irgend ein Leben zu erledigen ist
Bevor dein Leben dein Grab wird
Solltest du besser wissen, dass ich der eine bin
Also sperr deine Hintertür auf, lade mich ein
Darum nimm deinen närrischen Stolz, kein Rückweg
nirgendwo, kein Weg, kein Platz zum Verstecken
Bring deine Tochter, bring deine Tochter
zum Schlächter…lass sie gehen, lass sie gehen, lass sie gehen.
(Sinngem. Übersetzung eines Iron Maiden Songs)

Amy, kleines Mädchen, liebt ihren Papa über alles. Und seine Jazzplattensammlung. Große Idole, Sinatra, Fitzerald und Tony Bennett, beispielsweise. Kleines Mädchen liebt den Jazz und singt ihn auch. Begnadet, besonders, spröde, brüchig. Eine eigene innere Stimme, eine ganz besondere mit Wiederkennungswert.

Ihre Freundinnen bewundern sie. Sie bilden ein festes Band um sie, sie aber tritt immer mehr auf. Sie wird vom kleinen scheuen Mädchen zur Göre, gut im Futter, zieht sie schon bald durch die Lande.

Das erste Album liegt noch irgendwie bleiern in den Regalen, bald sind 800 Stück verkauft. Aber irgendwann später macht es Puff paff und Amy steigt auf zum Weltsuperstar Nummer 1, zur Sängerin schlechthin. Back To Black ist ein must have der Weltkultur und alle wollen sie sehen.

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1230/15: Linktipp: Was Amy Winehouse so besonders macht, erzählt die Blindgängerin mit überzeugenden Argumenten

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Ganz wichtig war es ihr, als Jazzsängerin anerkannt zu werden.
Die schönen und ganz schön traurigen Melodien nehme ich eigentlich nur wahr, wenn ihre dominante Stimme pausiert. Sie beherrscht perfekt die Kunst der musikalischen Pause.
Eine Pause genau an der richtigen Stelle, nicht zu lang und nicht zu kurz. Eben nicht zu singen oder sein Instrument nicht zu spielen, ist mindestens genauso schwierig wie das Singen oder Spielen an sich. Amy verzichtet auf Füllsel wie schubidu, lalala und yeahyeahyeah und Backgroundsänger(innen) sind mir auch nie aufgefallen. Die Blindgängerin, Auszug vom 10.08.15

Barbara Fickert ist Die Blindgängerin. Auf ihrem Blog beschreibt sie erzählerisch dicht, nachvollziehbar, leicht und luftig, aber mit Schwere ihre Erinnerungen an Amy Winehouse. Diesen Erinnerungen haben wir uns hier verschiedentlich gewidmet. Diese Perle der fortgeschrittenen, anspruchsvollen Unterhaltungskunst ist jetzt Gegenstand von vielfacher Erörterung, zuletzt in einem Film namens „Amy“, der just in die Kinos gekommen ist.

Das lesenswerte Blog Blindgängerin (blindgaengerin.com) ist verlinkt, die Filmrezension datiert auf den 10.08.15 – unbedingt lesen und hingehen und sich den Film anschauen. Wie man so sagt: Großes Kino.

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Seitentrenner: Interview

1156/15: Interview: Was Barbara über Amy Winehouse erinnert – Es geht um Glaube, Liebe und Hoffnung

_Interview

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Amy Winehouse – You Know I’m No Good (live)

Ich führte eins jener berüchtigten Kneipengespräche, die nicht enden wollen. Mit Barbara, und das Gespräch war gut. Wir sinnierten darüber, was Amy Winehouse uns bedeutet. Besser, was Barbara mit ihr verbindet. Ich ließ sie reden, versuchte immer wieder, nicht zu sehr auf Gesprächsführung zu machen, der Sache ihren Lauf zu lassen. Herausgekommen ist dabei ein schönes Gespräch mit nachdenklichem Klang. Mal ganz abgesehen von weniger nachdenklichen Hintergrundgeräuschen.

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566/11: Legenden: Nun ist es so weit: Schaurig schöne Fotos von Amy Winehouse #Linktipp

Apropos: Roy Black hat in der „Band Of Gypsies“ -beta release 2.0, nichts zu suchen, versprich mir das, Amy!  Zum Finalsatz dieses Artikels, allerdings vorweggenommen!

Wow, kaum ist Amy Winehouse „dahingeschieden“ und für immer von uns gegangen, treiben einem schaurig schöne Schwarz-Weiß-Fotos der Verblichenen, die gerade erst neulich geschossen wurden, die Tränen in die Augen. Wohlige Schauer laufen einem unweigerlich über den Rücken.

breaking news: Die Frage, ob Spiegel Online gut in Sachen Musik informiert ist, bleibt unbeantwortet. Angesichts einer Meldung, wonach die Ur-Besetzung von Black Sabbath derzeit ein neues Studioalbum aufnimmt, ist dieses zweitrangig und stört die Totenruhe der Verblichenen im „Berichtsfeld“. Denn dies Album würde, mit etwas Glück, zu Lebzeiten der Helden erscheinen! Man kann nur hoffen! (Die Meldung ist hier)

Wäre wohl nicht so gewesen, wenn Amy noch leben würde, oder?  Die Bilder sind wirklich schaurig …  – schaurig schön. Ach, Amy, grüß bitte Brian Jones und Jimi, wenn du mit ihnen über Eure Bandneugründung, die Band Of Gypsies, beta release 2.0, sprichst, und sag Ike ‚Nutbush‘ Turner, wenn er sich benimmt, Frauen nicht mehr schlägt, nur die Saiten, darf er mitmachen! Aber nur dann!

554/11: Nachruf: Amy Winehouse starb mit 27 den vorhersehbaren Heldentod! Sie hat gute Chancen auf Aufnahme in den Club!

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Amy Winehouse & Pete Doherty spielen mit kleinen Mäusen (via youtube)

Als sie ihr Album „Back to Black“ herausbrachte, ging ein Raunen durch die musikalische Welt. Die Plattenindustrie verstand infolgedessen, was man tun müsste, um Platten zu verkaufen, hier mehr als 10 Millionen: gute, einzigartige Musik zelebrieren. Wow! Sie hatte der Welt die Authentizität der Musik wiedergegeben, sie stand für den schwärzesten Soul, hatte die rauchigste Stimme und sie intonierte, wie wir nun wissen, schon seit ehedem ihren eigenen persönlichen Untergang.

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