1699/18: Video: Courtney Hadwin, 13 Jahre alt, und der hässliche Mensch von Facebookian

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Als die 13-jährige Courtney Hadwin die Fernsehstudiobühne von America’s got talent betritt, ahnt noch niemand, was gleich folgt. Eine schier unglaublich gute Performance eines jungen Mädchens, die so weit weg von allem anderen liegt, was in solchen Mainstream-Shows für üblich gehalten wird und gut geht.

Da fällt einem im Grunde genommen nur noch die Joss Stone früher Jahre ein und die ganz schemenhaft noch wiederabrufbare Amy Winehouse, schon als kleines Mädchen von Gott begnadet, ausgestattet mit dem wohl unüblichsten, wohlriechendsten Showparfüm der Welt. Auch Patrick Süskind hätte sich das nicht besser ausdenken können.
Die Fernsehshow nimmt ihren üblichen Verlauf, es gibt Goldregen, einen Buzzer, der besonderes verheißt und am Ende einen Plattenvertrag von einem der Juroren: You are the next Janis Joplin.
Courtney bricht in Tränen aus, das alles ist zu viel des Guten.

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1522/17: Zitatfilter: Was Viola Kramer über den Tod von Musikern denkt…

Mit dem Tod macht man keine Witze. Das stimmt. Und ich finde diesen Trend zu den Hit-Teams regelrecht beunruhigend. Musik hat für mich völlig andere Aufgaben, Ziele, Inhalte als schnödes Geld schneiden auf der Basis „was wollen die Leute hören“. Alleine, dass die Intros immer kürzer werden… ein Hook den nächsten jagt, damit die Leute nicht zum nächsten Titel skippen… wer unter solchen Überlegungen „Musik“ macht, ist mir suspekt. Natürlich soll es auch die Tanzmusik und die Funktionsmusik geben. Aber: Musik ist vor allem Seelennahrung. Heute mehr als früher, wo die Leute noch ihre Religionen hatten. Der Tod von solchen Größen wie Bowie, Amy, Lennon usw. hat allerdings auch etwas Tröstendes in Bezug auf die eigene Zukunft, denn niemand „will“ diesen Weg gehen. Doch alle müssen. An dem Punkt sind wir ALLE gleich. Wann endlich begreifen die Menschen, dass das Leben kostbar ist und hören auf mit diesen dummen Kriegen?!? Sorgen für ausreichend Nahrung? Jagen keine Busse hoch, um die Aktienkurse zu verbessern? Die SPINNEN doch.

Vielleicht könnte mehr GUTE Musik an die Zerbrechlichkeit der Welt und des Lebens erinnern. Amy, John und all die tollen schon Dahingegangenen mahnen immer noch. Das ist ihr Vermächtnis. Dafür sei ihnen gedankt! (Viola Kramer auf facebook, Spezialistengruppe:Musikerwitze)

Im erzählten Musikerwitz geht es um eine kurze Geschichte mit einem humorigen Höhepunkt mit Bezug zum Thema Musik.

In einer Gruppe von sagen wir mehr als zwanzigtausend Mitgliedern geraten da schon mal die Begrifflichkeiten durcheinander. Gepostet wird, was das Zeug hält. Aus ganz unterschiedlichen Motiven. Die wenigsten davon erscheinen einem selbstlos. Also dem Witz zuliebe kredenzt, dargeboten als selbstloses Angebot, die Lachmuskeln zu betätigen. Hinzu kommt eine Attitüde von möglichst viel posten, um darzulegen: Seht her, ich existiere. Sehr gerne geht Gehässigkeit durch die sozialen Medien. Wie bereits die NSA zutreffend analysierte, geht es beim modernen Menschen um so genannte Selektoren: Das sind diejenigen Dinge, die wir aus dem sozialen Shitstorm rausfiltern um zu erkennen, worum es überhaupt geht. Nennen wir beispielsweise den Terminus Helene Fischer oder Andreas Gabalier, so kann sich unser wachsames Auge mit Sicherheit einrichten, alle möglichen Schimpftiraden über diese beiden Selektorenbegriffe vorzufinden. Da sind die Menschen ganz bei sich selbst: Da ist darauf Verlass wie auch auf die eigenen Rechtschreibfehler. Gehated wird vorhersehbar.

Ist es lustig, dass Amy Winehouse jetzt seit fünf Jahren clean ist? Seit ihrem Tod hat sie keine Drogen zu sich genommen, ist die dahinter liegende, einigermaßen perfide Behauptung des Stoffeanbieters, der das als Musikerwitz einreicht.

Viola Kramer hat es nach hiesiger Auffassung schön zurechtgerückt.

Die Welt ist schon verrückt. Wir werden uns noch an sie gewöhnen müssen.

Om-Halskette

1375/16: Positionen: Vom Osterfest 2016

Sonor Signature #TTT

In den überwiegenden Fällen historisch besonders verdienstvoller Menschen denken wir uns die Geburtstage wichtiger Musiker und Musikerinnen als größere Ereignisse als deren Tod.

Abgesehen von einer gewissen Ärgerlichkeit ihres Verbleichens hat die Tatsache, dass sie geboren wurden, mehr zur Wesentlichkeit dieser Persönlichkeiten beigetragen als ihr Tod.

Das gilt auch für den Club 27, wobei man diesbezüglich gar nicht genau sagen kann, wie der Nichtbeitritt dieses Personenkreises zum Club sich ausgewirkt hätte, wenn sie diesem gar nicht erst beigetreten wären, sondern weitergemacht hätten wie bisher. Das ist reine Spekulation. In diesem Sinne gedenken wir mit einem besonders ehrenden Gedenken derjenigen, die geboren wurden um zu sterben. Insbesondere auch jene, die starben, um unsterblich zu werden. Sie wurden geboren, um zu sterben.

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