1824/19: Nachruf: Astrid North – Mein persönlicher Nachruf (Von Sven Haeusler, Berlin)

Sven Haeusler (mit Genehmigung)

Sven Haeusler (Quelle: Privatarchiv)

 

Die 90er Jahre. Ein musikalisch extrem vielseitiges Jahrzehnt. Eine Hochzeit des HipHop, Geburtsjahrzehnt des Grunge und natürlich von Techno (und Tekno, Tekkno, und Tekkkno).

Dazwischen ein Pflänzchen namens Acid Jazz und allen möglichen dazugehörigen Ausläufern, die irgendwie alle „Lounge“ waren. Die Engländer haben es (mal wieder) in der Form von Bands wie „Galliano“ und „The Band New Heavies“ vorgemacht, wie sich Trends aus den Clubs popmusikalisch aufbereiten lassen.
Wie so oft hat es nicht lange gedauert, bis diese Welle auch Deutschland erreichte und beispielsweise Formationen wie Reality Brothers oder Jazzkantine hervorbrachte und Songs wie Tag am Meer von den Fantastischen 4.

Auch 2 junge Musiker aus Hamburg und Berlin haben 1992 Gefallen an diesem weichen, sehr traditonsbewussten Sound gefunden. Zum Glück sind Bela Brauckmann und Peter Hinderthür damals bei der Komplettierung ihrer Band auf eine Berliner Sängerin gestossen, die ihrer Musik im weiteren Verlauf zur verdienten Aufmerksamkeit verhalf: Astrid North.

Ein Name, der schon vom Klang her Großes verspricht.
Nina Simone, Aretha Franklin, Astrid North.
Für mich liest sich das sehr flüssig und selbstverständlich weg.

Die Band wurde dennoch „Cultured Pearls“ getauft, schließlich handelte es sich ja nicht um ein Soloprojekt.

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1306/15: Video: Wahre Größe kommt von innen! Aretha Franklin ist eine ‚Natural Woman‘! #LiedDesTages

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Aretha Franklin (You Make Me Feel Like) A Natural Woman – Carole King – Kennedy Center Honors 2015

Um einen wirklichen Lieblingssong in sich zu spüren, müssen wir erst einmal ein Mindestmaß an Freundschaft mit uns selbst schließen: Nur wenn wir dazu bereit sind, uns selbst gut zu sein, sind wir auch in der Lage, die besten aller gehörten Noten als unseren Liebling anzuhören. Nichts, rein gar nichts, wird unser Empfinden noch stören.

Ach, könnten doch die allerbesten Songs, die jemals geschrieben werden, immer nur von den allerbesten Sängern und Sängerinnen der Welt dargeboten werden. Dann wären sie auch gleich rund und nicht eckig und verschroben. Niemand würde glauben, sie seien gar nicht das, was sie sind: Weltklasse.

Carole King gehört zweifelsohne zu denjenigen Songwritern, die Songs von solcher Güte entwarfen. Dabei ist das Schreiben wirklich einfach: Es müssen dir schlicht nur solche Ohrwürmer einfallen. Schon ist das Mindesteinkommen ein Leben lang garantiert. Davon hat Carole King einige geschrieben: Manche gar entwickelten sich zu amerikanischen Zeithymnen, wie der Song „You´ve got A friend“, den dann James Taylor interpretierte.

Dass Barack Obama Tränen seiner Rührung wegdrückt, jedenfalls, dürfen wir nicht als Durchschnitts-Amtsausübung seinerzeit missinterpretieren. Es gehört zu den Ausnahmen, dass amerikanische Präsidenten sich von Musik sonderlich beeindrucken lassen. Auf John F. Kennedy zeigten in rücksichtsvoller Berichterstattung die Kameras nicht, als Marilyn Monroe „Dear Mr. President“ für ihn hauchte.

Das Lied You Make Me Feel Like A Natural Woman in der Interpretation von Aretha Franklin, heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv. 2016, soviel ist sicher, kann jetzt kommen, wenn bereits der Anfang dieses Jahres so gelungen daher kommt.