Om-Halskette

1375/16: Positionen: Vom Osterfest 2016

Sonor Signature #TTT

In den überwiegenden Fällen historisch besonders verdienstvoller Menschen denken wir uns die Geburtstage wichtiger Musiker und Musikerinnen als größere Ereignisse als deren Tod.

Abgesehen von einer gewissen Ärgerlichkeit ihres Verbleichens hat die Tatsache, dass sie geboren wurden, mehr zur Wesentlichkeit dieser Persönlichkeiten beigetragen als ihr Tod.

Das gilt auch für den Club 27, wobei man diesbezüglich gar nicht genau sagen kann, wie der Nichtbeitritt dieses Personenkreises zum Club sich ausgewirkt hätte, wenn sie diesem gar nicht erst beigetreten wären, sondern weitergemacht hätten wie bisher. Das ist reine Spekulation. In diesem Sinne gedenken wir mit einem besonders ehrenden Gedenken derjenigen, die geboren wurden um zu sterben. Insbesondere auch jene, die starben, um unsterblich zu werden. Sie wurden geboren, um zu sterben.

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1305/15: Interview: Eins der letzten Interviews von Lemmy Kilmister, Motörhead, dass das Kulturmagazin „Aspekte“ mit ihm führte

Seitentrenner: Interview

_Interview


Interview – Lemmy Kilmister about terror in Paris and healthy drinking

Veröffentlicht am 21.11.2015
An icon of my youth, started with „Overkill“
ZDF – aspekte vom 20.11.15
Lemmy Kilmister, Frontmann von „Motörhead“, die in diesem Jahr
40. Jubiläum feiern. Ein Gespräch über gesundes Trinken, Texten
– und über den Terror der „Feiglinge“ in Paris.
20 seconds missing, sorry

Schon sichtlich angeschlagen, wird Lemmy nach den Anschlägen in Paris gefragt, ob man nach den Anschlägen in Paris nicht doch etwas verletzlicher geworden sei? Nein, sagt er.

Motörhead hätte ja schon den zweiten Tod eines ehemaligen Mitglieds der Gruppe zu beklagen, resümiert er kurz bevor er selbst abtritt. Als ein Dokument der Rock´n Roll-Zeitgeschichte ist das Interview eins seiner letzten, die öffentlich gegeben hat. Worauf einen zu trinken sicherlich nicht gänzlich abwegig wäre.

Im Dezember feiern dann viele seiner Zeitgenossen und Freunde seinen Siebzigsten und paar Tage später stirbt Lemmy Kilmister. Rock´n Roll.

Krautrockära!

1269/15: HIStory: Die Geschichte mit dem Krautrock – Amon Düül II – Between The Eyes

Sendungsbewusstsein

Krautrock_Banner


Amon Düül II – Between The Eyes / Eye-Shaking King – Live, 1970

Die Geschichte des Krautrock hat Vollendungsversuche hinter sich. Ausgehend von einer BBC-Dokumentation, die sich nicht als Selbstbeweihräucherung versteht, sondern strengen englischen Blickwinkeln folgt, wurde die Darstellung mehrfach angepasst und verändert. Immer wieder mies: Urheberrechtsansprüche verhindern bzw. zerstören solche Berichterstattung über deutsche Zeitgeschichte. Eins glasklar: Die Protagonisten des Krautrock können sich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Zu sehr waren sie schon damals nur im Hier & Jetzt. Der Gitarrist Lutz-Ludwig Kramer (Agitation Free) sagte, als es um Plattenaufnahmen im Tonstudio ging: „Ich brauche keine Konserven, ich spiele fürs Hier und jetzt.“ (Quelle: hier) – Lutz-Ludwig Kramer spielte auch in jenem Club in Paris, der seit dem vergangenen schwarzen Freitag, den 13. November als Synonym für islamistische Unfreudekultur weltweit steht: dem Bataclan am Boulevard Voltaire.

Starker Stoff, ein hippieeskes Video von 1970. Das Video anzusehen, muss man auch bereit sein. Etwas friedlicher nimmt sich Agitation Free in diesem Beitrag aus Paris 1973 aus.

Gleichermaßen nimmt sich die dargebotene Musik aus. Hier geht´s zur Sache. Amon Düül II, München, in einem Fernsehauftritt.

Hammer.