1824/19: Nachruf: Astrid North – Mein persönlicher Nachruf (Von Sven Haeusler, Berlin)

Sven Haeusler (mit Genehmigung)

Sven Haeusler (Quelle: Privatarchiv)

 

Die 90er Jahre. Ein musikalisch extrem vielseitiges Jahrzehnt. Eine Hochzeit des HipHop, Geburtsjahrzehnt des Grunge und natürlich von Techno (und Tekno, Tekkno, und Tekkkno).

Dazwischen ein Pflänzchen namens Acid Jazz und allen möglichen dazugehörigen Ausläufern, die irgendwie alle „Lounge“ waren. Die Engländer haben es (mal wieder) in der Form von Bands wie „Galliano“ und „The Band New Heavies“ vorgemacht, wie sich Trends aus den Clubs popmusikalisch aufbereiten lassen.
Wie so oft hat es nicht lange gedauert, bis diese Welle auch Deutschland erreichte und beispielsweise Formationen wie Reality Brothers oder Jazzkantine hervorbrachte und Songs wie Tag am Meer von den Fantastischen 4.

Auch 2 junge Musiker aus Hamburg und Berlin haben 1992 Gefallen an diesem weichen, sehr traditonsbewussten Sound gefunden. Zum Glück sind Bela Brauckmann und Peter Hinderthür damals bei der Komplettierung ihrer Band auf eine Berliner Sängerin gestossen, die ihrer Musik im weiteren Verlauf zur verdienten Aufmerksamkeit verhalf: Astrid North.

Ein Name, der schon vom Klang her Großes verspricht.
Nina Simone, Aretha Franklin, Astrid North.
Für mich liest sich das sehr flüssig und selbstverständlich weg.

Die Band wurde dennoch „Cultured Pearls“ getauft, schließlich handelte es sich ja nicht um ein Soloprojekt.

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338/10: Gigs, Preview: Soulounge löst sich auf, sagt zum Abschied „Servus“ – Herr! Lass Tickets regnen!

Was ist an Soulmusik denn das schöne? Doch nicht der Beat, die Östrogene….tataahhhhh! (geringfügig abgeänderte, berühmte Büttenrede von Otto Waalkes)

Es ist wieder Zeit, das Glimmern an der Frontbeleuchtung des Quasimodo wahrzunehmen. Ein Projekt namens Soulounge gibt sich die Ehre und löst sich unmittelbar im Anschluss daran auf. 2001 gegründet, 2010 begraben! Für immer und dich! Eine Lounge voll Soul, ein ganzer Arsch voller Musik, do da riddim, do da beat, oder watt? Watt? Volt? Alles bullshit. Wenn Soullounge auftreten, geht’s um großes Kino. Eine Palette großartiger Musik wird zum Abspulen gebracht, livehaftig.

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