1791/19: Statistik: Ich schreib alles mit

Ein Leben lang, was heißt das schon? Wie Wasser läuft die Zeit davon. Und hier die Antwort läuft mit dir. Und nur die Fragen bleiben mir. Die Website schreibt alles mit und loggt und trackt und ganz ehrlich: Nie hab ich Zeit, derlei überhaupt auch nur anzusehen. Alle Jubeljahre gucke ich in Tools und rätsele, was auf dieser Website passiert. Denn eigentlich ist sie nur ein Tool zum Wegschreien von Sachen, die mich interessieren. Andere beispielsweise ertrage ich nicht. Deswegen schreibe ich alles mit. Alltäglich sei der Wahnsinn.

Die Statistik hab ich mir angesehen. Alle Jubeljahre Flieder: Sie wird mitgeloggt seit 2014 ein paar Tools herein kamen, wie Schnee von gestern. A Flock Of Seagulls. High in the Sky.  Ich liste kurz die meistgelesenen Artikel auf, interessehalber.

  1. Video: Martin Grubinger spielte perkussive Traumkadenzen – 59.212 Abrufe
  2. Essentials: Was Udo Lindenberg über Drogen sagt – 37.939 Abrufe
  3. Nachruf: Der deutsche Schlagersänger Bernd Clüver starb … – 28.036 Abrufe
  4. Positionen: Gibt es ein Comeback der gif-Dateien – 23.103 Abrufe
  5. Notizen aus der Provinz: Was Christopher sagt – 20.009 Abrufe
  6. CD Review: Silly veröffentlichte „Alles Rot“ – 19.388 Abrufe
  7. Nachruf: Erinnerungen an Pete W. Bender – 16.115 Abrufe
  8. Leseempfehlung: Was Dur und Moll, und was Musiker auf ihrem Klo – 15.605 Abrufe
  9. Video: Phil Spector, Max Buskohl, A Chord & das Tapetenkleister … – 14.960 Abrufe
  10. Trends: Die beste Background-Sängerin Deutschlands heißt… – 13.986 Abrufe

Das Blatt hat sich gewendet. Der früher meistgelesene namens „Die beste Background-Sängerin Deutschlands heißt….(wie heißt sie denn?) wurde überrollt von Martin Grubingers Traumkadenzen und Udo Lindenbergs kompletter Jahrhundertbeständigkeit – Durch all die schweren Zeiten. Er lässt sich bei MTV Unplugged 2 gerade grenzenlos gut von Svenson Suite des Berliner Filmemachers und Spreeblick-Johnnys Bruder Sven – Oh, Svennie! (The Big Light) – früher: Trouble is) begleiten. Wie schön. Da sind Sentimente drin, die wie Sedimente am Elbgrund mit ihrem Schlamm sein hadern.

Mir persönlich ist der zu frühe, plötzliche Tod des Pete Wyoming Bender am nächsten und bewegt mein Herz noch heute, wenn ich an Pete denke. Ich habe diesen Mann geliebt, wie man sein Schicksal spürt und gibt. Oder so ähnlich.

Wer von Euch sich genauer für diese Top Ten der meistgelesenen Artikel hier interessiert, reüssiert mit dem Suchen-Fenster am Knopf und dem so genannten Tab Browsing. Man sucht etwas und das Suchergebnis öffnet man in einem neuen Tab. So entstand er ja der Begriff: Tabletts. Ist fast so was wie die Ikettes, nur nicht so heiß. Bleibt dran.

Ein Leben lang, was heißt das schon? Wie Wasser läuft die Zeit davon.

555/11: Nachruf: Der deutsche Schlagersänger Bernd Clüver starb in der Nacht vom 27./28.07.11

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Pickel, Pomade, Pubertät – #tragende Säulen der Dreifaltigkeit der Siebziger

Als bestünde der Sinn des Lebens darin, Nachrufe auf versterbende Musiker, Sänger und Popikonen zu verfassen, rafft die Zeit gestern, heute und morgen diejenigen hin, denen wir einst gern gelauscht haben. Tja, „die Zeit macht nur vor dem Teufel halt!“ (Barry Ryan). Als er auf die große Bühne der deutschen Hitparade kam, waren alle Mädchen in ihn verknallt. Der „Junge mit der Mundharmonika“ Bernd Clüver, Jahrgang 1948, verstarb in der Nacht an den Folgen eines häuslichen Unfalls.

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281/10: Legenden: Moden + Strömungen speisen sich nicht aus dem Erscheinungsdatum, sondern aus meiner Bereitschaft, die Realität Revue passieren zu lassen.

Das ist der Unterschied: Mitte der Vierziger des vergangenen Jahrhunderts hatten die Menschen die Stalinorgel gesehen! Mitte der Siebziger wurde sie durch bunte Lichtorgeln und Stroboskope (Psycholights) ersetzt. Dazu konnte, wer mochte, tanzen. Dies war die Banalisierung des Bedeutungslosen der Siebziger Jahre. Dabei war das Herbeischaffen und der Einsatz von Stalinorgeln alles andere als bedeutungslos: die Sowjetunion hatte den „Vaterländischen Befreiungskrieg“ losgeschlagen. Mit gutem Erfolg: das mörderische Biest namens Hitler wurde vernichtend geschlagen! Die Seventies waren möglich geworden! (gewagte These) 

Ich weiß nicht, wie es Euch geht? Mir geht es so und darüber denke ich gerade nach.

Zuerst habe ich die Musik „wider Willen“ aufgedrückt bekommen. Da lief was im Schwarz-Weiß-Fernsehen, namens Hitparade mit Dieter Thomas Heck. Schon bald switchten wir auf Farbe um. Nun sah ich Rex Gildo, Jürgen Marcus, Cindy & Bert, Bernd Clüver, Udo Jürgens und viele andere mehr, darunter auch Katja Ebstein oder Mary Roos. Zuerst war ich ein Fan von Chris Roberts, der sang die bedeutungsschwangeren Worte „Ich bin verliebt in die Liebe, sie ist oley hey für mich….“. Das sprach mich gleich an.

Irgendwann machte es ratsch und ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann das war? Meiner Erinnerung nach war ich bei einem Freund zu Besuch, dessen Eltern ihm schon eine ganz beträchtliche,  moderne und wohl teure, weiße Schleiflack-Stereoanlage gekauft hatten. Mein Freund, genauso alt wie ich, legte eine Platte auf den Plattenteller. In seinem Zimmer hatte der Vater bereits auch eine Lichtorgel installiert, bestehend aus drei bunten Scheinwerfern, die ein Grundlicht zur Verfügung stellten und sobald die Musik begann, zuckten die Lichter im Takt der Musik.

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