1494/17: Positionen: Zum Tod von Gerrit Meijer – Von H.P. Daniels (Gastbeitrag)

H.P. Daniels

H.P. Daniels

Am Freitag, dem 17.2.2017, ist völlig unerwartet der Berliner Musiker und Autor, mein Freund Gerrit Meijer, an einem Herzinfarkt gestorben.

Samstagnacht hab ich von Gerrit geträumt: Er war gut gelaunt, sprach von seinen Plänen, was er in der nächsten Zeit tun wolle … neue Songs aufnehmen, noch ein paar Lesungen machen aus seinem gerade erschienen Buch “Berlin. Punk. PVC”. Er hat sich gefreut, als ich ihm sagte, dass mir seine Lesung neulich im “Pinguin” gut gefallen hat. Und er hat mir eine Menge seiner lustigen Geschichten erzählt … was er gemacht hat, was er erlebt hat … über Menschen, die ihm begegnet sind. In seiner typischen Art, ruhig, zurückhaltend … und sehr witzig. Er hat gelacht und war guter Dinge … Es geht ihm gut, dachte ich nach diesem Traum … wie schön.

Vor zehn Jahren (so lang ist das jetzt auch schon wieder her!) hab ich zu “3o Jahre Punk in Berlin, 30 Jahre PVC” ein kleines Porträt über Gerrit Meijer für den Tagesspiegel geschrieben.
Anlässlich seines Todes hier nun noch einmal die Geschichte in der bisher unveröffentlichten, ungekürzten Originalversion:

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719/12: Historische Schmachtfetzen: „FLIEGENPILZ“, 30 Jahre früher, Gorleben und Visionen von einer besseren Welt

Banner Legenden: Historische Schmachtfetzen

„Fliegenpilz“ 1982, Open-Air Festival „Tanz auf dem Vulkan“ im Landkreis Lüchow-Dannenberg, vor ca. 6000 Atomkraftgegnern: Nachdem der Tag recht stressig verlaufen war, morgens Demo vor dem Zwischenlager Gorleben, massiver Einsatz der Polizeikräfte, übliches „Katz und Maus“-Spiel, Einsatz von Wasserwerfern, abends auf dem Festival-Gelände der Versuch, „Sandkorn im Getriebe“ der Allmachtsfantasien des Staates zu sein. Der Song „Unser Land“ wurde von Olaf Maske im Jahre 1978 geschrieben. Die gehörte Version ist allerdings der Titelsong der gleichnamigen „Fliegenpilz“-LP aus dem Jahre 1983 . (Statements von Olaf Maske, redigiert)

Ein denkwürdiges Ereignis goes 30: „Ich möchte gern die Schrankwand da in schleiflackbraun, bitte gemasert, gibt es die auch weniger zerfasert?“ – Während die notorischen Spießer inzwischen wegen „Gelsenkirchener Barock“ die Einrichtungshäuser Deutschlands leerkauften, spielte die Band FLIEGENPILZ aus Berlin-Charlottenburg, geschäftsansässig Am Bahnhof Westend 2, Songs von einem besseren Leben ohne Potpourrischlager, Pimmelkult und Plüschgardine – im Deutschland Numero Zwo, West. Fest stand: Die Politik war damals „durch den Wind“. „Nackt im Wind“ sang Deutschland daher für Afrika. Und Olaf Maske? – Das kommt später. Der Reihe nach.

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FotoPodcast: Interessant: Stattcafé in Berlin-Charlottenburg

Ohne Voranmeldung – einfach hingehen, nach Auskunft von Claudia (Tresen) stets gut besucht. Rubrik Singer Songwriter Jazz Gedichte – auch mit Schlagzeug (aber eher dezent gespielt), Heavy Doom Metal eher weniger!
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