1424/16: Positionen: Blümchentapete, Rocktöpfe, Übungsräume und Schlagzeuger in #Berlin #Proberaum – eine Situationstragik

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Wie versifft? Der Raum ist vintage. #Redensarten

Sie hätten es nicht weit gebracht, hätten sie nicht einen Proberaum bekommen, und auch wenn er mit Blümchentapete tapeziert war: Die Beatles haben Musikgeschichte geschrieben. Der Grund: Sie konnten miteinander ausprobieren, was sich lohnt darzubieten. Erst in einem guten Proberaum entsteht headroom. Operation freier Kopf. Aber bitte in einem halbwegs gepflegten, urbanen Ambiente. Was gehört dazu?

Allein über das Thema Proberaum kann man ganze Bücher verfassen. Historienrückblick: Wir haben uns schon in den Achtziger Jahren im alten Westberlin damit redlich geplagt. Sogar ein großes Benefizkonzert in der Berliner Waldbühne haben wir damals veranstaltet. Johnny & The Drivers spielten, UKW (Sommersprossen), Interzone (RIP Heiner Pudelko, Gott am Gesang), die Insisters und viele, viele mehr. Der 1. Berliner Rocktopf war eine Benefizveranstaltung im ganz großen Stil. Schirmherr war ein Berliner Verein von Musikern, dem ich als Vorstand vorstand, und gängig wurde das sowieso nur, weil der damalige Rockbeauftragte des Berliner Senats Bernd Mehlitz mit seinem Mitarbeiter Uwe Sandhop (Sandy Hobbs, Bassist der Beatitudes) betonte: „Der Senat hat die Absicht, der Berliner Musikszene beim Beschaffen von Übungsräumen zu helfen.“ Ganz anders als Walter Ulbricht. Der hat eine Mauer ziehen lassen, da nahmen die Ostberliner Musiker den Wessis keine Räume weg, Interzone strich sie schwarz an und stemmte sich dagegen, als Jim Rakete den Auslöser drückte. Das Foto machte Geschichte. Mein Gott, Walter: Das war aber so nicht abgesprochen.

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595/11: Gigs, Preview: Playmobeat (3 Drummer), das Quasimodo, Lord Knut & der Bundespräsident!

Playmobeat am 22.09. im Quasimodo

Playmobeat am 22.09. im Quasimodo

Illustre Ärsche haben drauf gesessen, aber nun ist das vorbei: Ein Stück Berliner Zeitgeschichte geht zu Ende. Der Drumhocker im Quasimodo hat jetzt das Zeitliche gesegnet und wird ausgetauscht gegen einen neuen. Ob das an diesen tierischen Drummern liegt, war bei Redaktionsschluss noch nicht zuverlässig recherchiert und wird daher aus der Gerüchteküche nicht entlassen. In jedem Fall aber scheint dies ja wohl mal was ganz Besonderes zu sein, oder? Erkundigt Euch!

Titel: Playmobeat (3 Drummer auf freiem Fuss)
Ort: Quasimodo
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Beschreibung: 3 Schlagzeuger, noch auf freiem Fuß. Der Aushang (das Foto) stammt aus dem Drumland in der Pariser Str.. Verkäufer Bodo Spliteser (Tresenfachkraft) sagt dazu: „Das sind echt gute Jungs, die haben u.a. alle bei der Blue Man Group getrommelt.“ Man darf also gespannt sein. Um es mit einem geflügelten Wort sinnentsprechend zu sagen, das einst den Berliner Radiomoderator aus dem Sender fliegen ließ: „Ich habe nichts gegen die Männerbewegung, solange sie rhythmisch ist.“ Dem schließen wir uns an und trinken ein Bier, pflegen den Schenkelclap und lieben ansonsten die rhythmischen Zuckungen, die auf der Bühne!

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