1748/18: Video: Vom Berliner Konnakol als Gebrauchsschlagzeuger erzählt Ulf Fischbeck im Auftrag von Mikel John Winter, der in Frieden ruht

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In Fortführung der konsequent bei der Sache bleibenden Berichterstattung über Persönlichkeiten der Berliner Musikszene zeigen wir hier rund 23 Minuten aus dem Rickenbacker-Mikel-John Winter-Gedächtnisevent ihm zu Ehren. Das Wort hinter den Tama Superstar-Töpfen und Deckeln (Schlagzeug) führt Ulf Fischbeck vom früheren Büro Fischbeck, Schlagzeugschüler von Mikel-John und früher auch Manager des Berliner Bass Balletts.

Am 13.11.2018 veröffentlicht

EmWe (Mikel) Winter ist gegangen. Am 4. Oktober 20918 haben einige Weggefährten, Freunde, Familie mit einer Rock’n‘ Roll Trauerfeier, einen für jede(n) TeilnehmerIn nochmal sehr persönlichen Abschied gefeiert, so wie es EmWe würdig war.

Friend4EmWe hatten Anfang April einen „Mut-mach-Song“ produziert, den Mikel noch gehört hat, das Video hat er auch gesehen. Das war der letzte Song, den er gehört hat. Das ist das Live-Video zu diesem und noch zwei anderen Songs, Ain’t no sunshine und Knockin‘ on heaven’s door.
RIP Mikel

(Ulf Fischbeck, Sprecher hinter Schlagzeug)

Wumms. Klatsch. Bumm bumm tschak, so geht das Berliner Konnakol für Drummies: „Wenn ich was nicht sagen kann, kann ich es auch nicht spielen.“ – Klopf klopf an die Himmelstür. Gedächtnismoment.

Weiterführend

1728/18: Gigs, Preview: Berlins wahrscheinlich größter Trommler ist gegangen. Um Ta Um Um Ta – 4/4 Takt – Ein Nachruf von Ulf Fischbeck

Am Donnerstag, den 04.10.2018 findet am Abend im Rickenbackers (Link unten) eine Veranstaltung zur Erinnerung an Mikel John Winter statt. Über Mikel haben wir hier häufiger  berichtet. Weitere Beiträge sind verlinkt. Unser Gastautor Ulf Fischbeck, mit dem mich seit ca. 1985/6 persönliche Bekanntschaft verbindet, war früher ein aktiver Kulturattaché. So managte er ein kongeniales Berliner Bass Ballett aus vier Bassisten und einer tollsten Schlagzeugerin namens Anette Kluge, heute in Hamburg. Hach. – Themenwechsel: Der Anlass am 04.10. ist eine Art kontemplativ, spirituell gedachtes Beisammensein im Sinne des Verstorbenen und nur ihm zu Ehren. Ulf, Du hast das Wort, ich danke Dir für diesen Beitrag, Dein Tommy. Zugleich auch im Namen aller Anderen, die am kommenden Donnerstag ins Rickenbackers kommen werden.

EmWe – Mikel John Winter war mit seinen gefühlten 2m wahrscheinlich der größte Trommler Berlins.

Unsere Wege kreuzten sich das erste Mal 1978. Aus irgendeinem Grund hatte sich ein Freund mit mir bei Mikel verabredet. Mikel erzählte, er sei Drummer.

Wie er Udo Bekemeier, seinen Gitarristen, im Musikhaus Fechner, angesprochen hat, der Gitarren testete. Das war 1974.

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1126/14: AudioPodcast: Christoph Rinnert, Nähkästchen-Talk und das ‚Auge des Tigers‘: Wovon leben Musiker heute? #Erfahrungen

Audiotipp

Frank Zeller, Autor des Audiopodcasts (mit Dank)

Frank Zeller, Autor des Audiopodcasts (mit Dank)

F.O.X. 'Das Auge des Tigers' - Single von Christoph Rinnert, früher

F.O.X. ‚Das Auge des Tigers‘ – Single von Christoph Rinnert, früher (via rockinberlin.de)

[audio:http://www.stichwortdrehbuch.de/sites/stichwortdrehbuch.de/files/podcasts/2012-06-16_musik-in-den-zeiten-der-piraterie_304.mp3]
Musiker in den Zeiten der Piraterie – Ein AudioPodcast mit Frank Zeller und Christoph Rinnert (Bitte den Player einschalten! – Sendedauer: 36 Minuten)

(Zu) Anspruchsvolle musikalische Früherziehung 2.0: Papa, was ist ein ‚download‘? – Das, mein Sohn, ist ‚Du holst Dir einen runter und musst dafür bezahlen‘. – Papa? – Ja, mein Sohn? – Muss man denn bezahlen? Kann man sich einen runterholen, ohne dafür zu bezahlen? Oh Sohn, das eben nicht. Das ist das ‚Purgatorio‘ von Dantes Göttlicher Komödie, im Läuterungsbereich der Musikindustrie, dem Vorhof zur Hölle – Papa? Könnte man das eigentlich auch mit ganz einfachen Worten…., Papa? (Witzeentwurf für Spezialistengruppe: Musikerwitze auf facebook, Abteilung Weltkulturbeflissenes)

Die Sprache des anzuhörenden Beitrags ist uneitel und zielorientiert. Es geht um die Klärung unscharfer Verhältnisse, um Vergleiche früher zu heute, Amerika zu Deutschland, um Selbstmord, „Kulturflatrate“ oder „fairplay“-Experimente und fairen Handel mit Musikalischem. Um die verbesserungswürdige Selbstdarstellung der GEMA, Zukunft und wie es weiter geht, und geht es denn weiter? Ist in fünf Jahren alles vorbei? Christoph Rinnert war bereits Ende der Siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts stadtweit bekannt als Gitarrist und Musiker verschiedener, bekannter Bands.

Später ging er von der Bühne „hinter die Kulissen“ und widmet sich noch heute erfolgreich den musikalischen Gesichtspunkten des Lebens, hier zum Beispiel oder dort zum Beispiel.

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1111/14: Rekord: Die Schnapszahl des Artikels, Fernet Branca, Pannach & Kunert und das Sozialgeschnatter auf facebook

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Pannach und Kunert: Fluche, Seele, Fluche Fluche (1980, erschienen 1981 auf „Fluche, Seele, fluche!“) – Musik: Sallmann/Kunert, Text: Mühsam/Pannach (nach Erich Mühsams Gedicht: „Weiter, weiter unermüdlich“)

Pannach und Kunert waren und sind meine besten Freunde. Wir hatten immer viel Spass zusammen. Im Flöz gab es spezielle Biergläser für die beiden, während sie ihr „Totenschiff“ versucht haben, zu vertonen. Legendär sind ihre „Heiliger Strohsack“ immer um Weihnachten rum. U.a. mit Manfred Maurenbrecher und so … (Susanne Lämmerhirt auf facebook)

Das ist der 1.111te-Artikel hier, eine Schnapszahl, darum geht es also. Und um „Sozialgeschnatter 2.0“: Wenn Christoph Rinnert zu einem guten Abendessen eingeladen wird, „Es gab Gänsebraten, legga“, freuen sich diejenigen gleich mit, die Christoph für einen guten Musiker und Produzenten handeln. Das ist berechtigt. Zweitens nennt man das sozial netzwerken. Aus Solidarität. Oder aus Hunger. Oder wegen beidem. Ist ja auch egal. Freiheit, Freibier & Frieden! – Damit kommen wir zum zweiten Teil dieser Sache an sich.

Aus dem „Haus Lämmerhirt“ erfahren wir, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen: Die guten Freunde und Musiker Gerulf Pannach und Christian Kunert hätten Fernet Branca gern getrunken. Das sei ihr Lieblingsgetränk gewesen. Wir halten dieses Detail fest, danken im übrigen Franz de Byl (nicht: debil!, darauf legt er Wert) fürs Flöz früher und für alles, was Franz gemacht hat und erinnern, welch wichtiges Lokal es damals in der Nassauischen Str. in Berlin-Wilmersdorf war. Tja, wer die Gastro ehrt. Darauf einen Fernet!

(Nak! Nak! Den Begriff „Sozialgeschnatter“ habe ich von Peter Jebsen aus Hamburg und finde ihn klasse.)

1036/14: Lied des Tages: Rudy Nielson „Dass du das kannst“

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Rudy Nielson „Dass Du das kannst“

„Rudy Nielson ist zweifellos einer der renommiertesten deutschen Musiker und Sänger. Als professioneller Studiomusiker hat er seit dem Start seiner Karriere mit zahllosen Bands zusammengearbeitet. 1978 begann der gebürtige Hamburger als Sänger und Gitarrist in Deutschlands erster Punk-Band „Big Balls And The Great White Idiot“, 1983 kam er nach Berlin, wurde Sänger bei „Bel Ami“. Dann stieg er ein in die „Fabrik Rakete“. Er arbeitete für „Cosa Rosa“, „Nena“, „Spliff“ und „Die Ärzte“, textete und komponierte für „Alphaville“ und „Ulla Meinecke“. Mit „Alphaville“ stand er bei deren Revival-Tour 2004 mit auf der Bühne. Und in Nenas Band spielte Nielson so häufig mit, dass man ihn zur Stammbesetzung zählt.“ (Berliner Morgenpost)

Gerüchteweise gehört er zu denjenigen „Altmusikern“, mit denen der Umgang nicht immer leicht sein soll. Ich würde ihm allerdings sofort bedenkenlos meine Tatoos zeigen. Denn seine sind natürlich platzgreifender, eindrücklicher und konsequenter. So wie vieles in seinem Leben, von dem wir alle viel wissen, weil er gern Geschichten erzählt.

Alles wissen wir nicht. Denn nur was er uns freiwillig erzählt, ist bekannt. Unbekannt bleiben jene geheimnisvollen Seiten seinerseits, die er uns verschweigt, indem er uns einfach andere Stationen seines Lebens wie warme Schlagsahne auf frischem Kuchen auftischt. Wohl bekomms: Der soziale Kontakt zu ihm gehört zu den süßesten, klebrigsten und herzallerliebsten. Auf facebook lieben es die Menschen, immer hübsche, kleine, in sich abgeschlossene Kurzgeschichten zu lesen, das bedient er. Es hagelt Herzchen, Komplimente und Rückversicherung, Liebe, Zuneigung und eigentlich weiß der Mann, dass er das alles kann. Manche sagen „tragisch“, aber das stimmt nicht.

Herrschaften, seine Reden sind voll Schwung und Sinnlichkeit, werden auf facebook gern gelesen und wenn er selbst wen doof findet, blockiert er den. Ich gehöre in dieser Funktion nicht zu seinem Freundeskreis im sozialen Netzwerk. Herrschaften, wir sind nicht kleinlich: Hört mal hin. Schöner Song. In diesem Sinne, Herrschaften, best!

_link Lotse

(Der obige Text ist eine Widmung ihm zu Ehren! Soll es ihm noch lange gut gehen.)

654/12: Gigs, Review: Immer wieder Donnerstag gibt´s den „55 Arts Club“ in der Hauptstr. in Berlin-Schöneberg #FotoPodcast

Collage "Lucky Peterson, 08.03.12 @www.55artsclub.com"

(aufs Bild klicken) Collage "Lucky Peterson, 08.03.12 @www.55artsclub.com"

Und es war was los wieder: Das Gerücht, Hardy Krüger befände sich unter den Gästen, ist meinerseits selbstverschuldet. Er war es nicht. Dafür sah man nicht gerade wenige Gesichter, die man kennt. Unter den Zuschauern u.a. Lutz Halfter (hier), Gudrun Arndt, eine der besten Szenefotografinnen Berlins in musikalischer Hinsicht und Christoph Rinnert, früher Wednesday-Gitarrist, heute Studioinhaber. Andreas Hommelsheim war gutgelaunt, der Club war gut besucht und das Publikum war aus dem Häuschen.

Dös war gestern abend scho a weng „der Hammer“. Ein Bluesact der internationalen Spitzenklasse. Darüber bei Gelegenheit mehr. Der Donnerstag mausert sich in der Berlin-Schöneberger Hauptstr. 30-31 im „Havanna Club“, wo „in house“ jeweils der Donnerstag dem 55 Arts Club vorbehalten ist. So sah übrigens die Bühne kurz vor dem Konzert aus. Schick, oder?