1839/19: Filmempfehlung: Gundermann von Andreas Dresen

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Die Seilschaft „Keine Zeit mehr“ (Bayerischer Filmpreis 2019)

Gerald Angerer hat Gundermann geschaut.
28. Juli um 16:49

Filmempfehlung (läuft auf #Netflix)
Gerhard #Gundermann — Kommunist, Liedermacher, Idealist, Baggerfahrer, wollte „was bewegen“, von der Stasi instrumentalisiert u ausgebeutet. Ein unrühmliches Drama.

Tolles Skript, toller Cast, tolle Umsetzung.
Und #AlexanderScheer in der Hauptrolle, großartig.

Der berührende Film von #AndreasDresen legt den Finger in die Wunde, offenbart anhand der Hauptfigur die zerstörende Perfidität der DDR-Spitzel-Kultur. Was für ein bewegendes Porträt.

Starke Schlussszene: Das Outing, nach der Wende auf einer Konzert-Bühne: „Leute, ich muss euch was sagen. Ich hab mich mit der DDR eingelassen.“ Sein Publikum hat es ihm nachgesehen.
Gundi starb mit 43 an einem Schlaganfall. Am Tag der Sommersonnenwende.

(Text: Gerald Angerer, mit herzlichem Dank, Gerald)

Das hatte mich neugierig gemacht. Ich berichte wie folgt aus eigenem Erleben viel weiter:

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1721/18: Positionen: Zu #Chemnitz heute Abend – Ein Gastbeitrag von Dirk Zöllner, Die Zöllner – Die Integration der Ostdeutschen ist nicht gelungen.

Dirk Zöllner #Wirsindmehr

Dirk Zöllner #Wirsindmehr

Ich trete heute in Chemnitz auf. Mit meiner bunten Band. Für meine bunte Chemnitzer Familie. Für die Stadt, die mir zweimal eine große Liebe geschenkt hat. Eine davon hat mir wiederum meine malerische Tochter Mimi geschenkt. Und meine große Tochter Rubini steht mit mir auf der Bühne. Sie ist 26 und hat einen etwas dunkleren Teint und ist damit in allerjüngster Zeit zum ersten mal auf unangenehme Art und Weise konfrontiert worden.

Das macht mich als Vater natürlich irre!

Irre macht mich allerdings auch, dass man die enttäuschten und ängstlichen Menschen so schnell in die Naziecke stellt, anstatt sich ihrer anzunehmen. Ja, es stimmt: die Integration der Ostdeutschen ist nicht gelungen! Wir wurden mit einer gestandenen Lobby konfrontiert, in der kein Platz für ostdeutsche Innovation war. Gefragt waren wir nur als Kunden. Viele hängen an der Zitze des Staates und sind auf der Sinnsuche. Opfer des überbordenden Kapitalismus.

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