1684/18: Positionen: Nach dem Echo-Aus: Quo vadis? – Nach dem Aus täte eine Fusion mit dem Preis für Popkultur nicht schlecht

Gut, das war jetzt auch wirklich richtig. Der Echo ist totgemacht worden.

Ich habe Sympathie mit der deutschen Musikwirtschaft und glaube, es tut dort vielen Menschen leid, wie es gelaufen ist. Das ist so hundselendig, so peinlich, so schlecht, perfide, grottig und darf sich so nicht wiederholen.

Ich habe einen ganz einfachen Vorschlag, der mir heute seltsam deutlich vor die eigenen Füße fällt:

the Deutsche Musikwirtschaft goes to Preis für Popkultur!

Bitte – einigt Euch! – der Preis für Popkultur, ursprünglich sollte er Tonio heißen, ist bereits einigermaßen gut eingeölt. Setzt Euch mit dem Vorstand zusammen, deutsche Musikwirtschaft, und baut diesen Preis zum richtigen, neuen aus, der den Echo endgültig ersetzt. Das ergibt auch ganz klare Zeitvorteile. – Die Frage dürfte sein: Kann man da Schnittmengen bilden und ist man bereit aufeinander zu hören. Der Preis für Popkultur verstand und versteht sich ja als Gegenveranstaltung zum Echo. Das war schon visionär, diesen Preis kürzlich gegründet zu haben. Weitblick.

Noch einmal: Großer Respekt. Dass der Echo jetzt getötet wurde, um neu anzufangen, ist gut und verdient Respekt, nicht Schadenfreude.

Wir haben heute auf facebook in der Spezialistengruppe Musikerwitze Kippa getragen, aber nicht Kippe geraucht:
Denn Deutschland ist und bleibt anständig, selbst wenn es ein paar Dummköpfe nicht schaffen nachzudenken und AfD wählen, weil sie vollkommen verhuscht sind. Selbst wenn Battel-Rapper wie Kollegah und Farid Bang Stuss rappen, dass es einem weh tut. Weiter gehts, die Demokratie, die kann sich wehren.

Weiterführend

1683/18: Positionen: Der deutsche Musikpreis ECHO ist abgelaufen, es wird ihn so nicht mehr geben. #BreakingNews

An Stelle einer eigenen Berichterstattung hier eins zu eins, was dazu als Stellungnahme zu bekommen gewesen ist. Bis dato. Also sprach die Musikwirtschaft. Kategorie Breaking news.

NEUANFANG FÜR DEN DEUTSCHEN MUSIKPREIS

Den „ECHO“ wird es nicht mehr geben. Das hat der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie gestern in einer außerordentlichen Sitzung in Berlin beschlossen. Der ECHO sei viele Jahre ein großartiger Preis und zugleich zentrales Branchenevent mit vielen bewegenden Momenten und herausragenden Künstlerinnen und Künstlern gewesen. Auch steht für den Vorstand außer Frage, dass Deutschland als drittgrößter Musikmarkt der Welt zur genre- und generationsübergreifenden Auszeichnung von Künstlerinnen und Künstlern weiterhin Musikpreise mit Leuchtturm-Charakter braucht. Man wolle jedoch keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen wird. Das um den diesjährigen ECHO herum Geschehene, wofür der Vorstand sich entschuldigt habe, könne zwar nicht mehr rückgängig gemacht werden, man werde aber dafür sorgen, dass sich ein solcher Fehler in Zukunft nicht wiederhole.

Die Marke ECHO sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, der auch eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach sich ziehe. In dieser Überzeugung nennt der Vorstand bereits erste konkrete Schritte: Er wird die drei Preise in eine eigene Struktur überführen. Im Zuge dessen werden auch die bisher involvierten Gremien ihre Tätigkeit einstellen. Die Kriterien der Nominierung und Preisvergabe werden dabei vollständig verändert. Wie beim ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ, die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken.

Für die Konkretisierung der Änderungen wird sich der Vorstand die erforderliche Zeit nehmen. Mit dem erklärten Ziel, den neuen Preis im Sinne aller Künstler sowie der gesamten Branche zu gestalten, soll es im Juni einen Workshop geben, um möglichst viele Ideen und Erwartungen aus der Branche beim Prozess der Neugestaltung einzubeziehen. Gleichzeitig ist der BVMI bereits an Institutionen herangetreten, um die gesellschaftlich notwendige Debatte über die Kunstfreiheit und ihre Grenzen mitzugestalten.

Ausführliche Informationen zu den Verleihungen in den Bereichen Jazz und Klassik folgen in Kürze. Die Jazz-Preise werden am 31. Mai in Hamburg in kleinerem Kreis ohne TV-Inszenierung verliehen. Im Fokus stehen die Künstlerinnen und Künstler und ihre Musik.

Quelle

1675/18: Video: Der deutschen Musikwirtschaft das Lied des Tages #Echoes #Echo2018


Provided to YouTube by Pink Floyd

Overhead the albatross
Hangs motionless upon the air
And deep beneath the rolling waves
In labyrinths of coral caves
An echo of a distant time
Comes willowing across the sand
And everything is green and submarine
And no one called us to the land
And no one knows the where’s or why’s
Something stirs and something tries
Starts to climb toward the light
Strangers passing in the street
By chance two separate glances meet
And I am you and what I see is me
And do I take you by the hand
And lead you through the land
And help me understand
The best I can
And no one called us to the land
And no one crosses there alive
No one speaks and no one tries
No one flies around the sun
Almost everyday you fall
Upon my waking eyes
Inviting and inciting me
To rise
And through the window in the wall
Come streaming in on sunlight wings
A million bright ambassadors of morning
And no one sings me lullabys
And no one makes me close my eyes
So I throw the windows wide
And call to you across the sky

Das heutige Lied des Tages widmen wir dem gescheiterten #Echo2018 und erinnern damit an eine Zeit, in der das Wort noch abgewogen wurde, bevor man es auf schwarze Rohlinge presste, die dann die Welt ein Stück verbesserten. Atom Heart Mother, this one is fucking psychedelic: Sing man tau, sing man tau, von Herrn Pastor sein Kaujaujau….

Ihr erinnert Euch noch? Das Lied des Tages auf blackbirds.tv – Bitte entschuldigt: Schöne Musikstücke, das war damals länger als 2:45. Wer sich so lange nicht mehr konzentrieren kann, kann inzwischen ja das Privatfernsehen anschalten und sich Werbeunterbrechungen ansehen. Wen interessiert schon, was gerade in Syrien läuft?`Leute! Läuft! Liebe Grüße.

Songwriter: Dave Gilmour / Nick Mason / Rick Wright
Songtext von Echoes © Warner/Chappell Music, Inc
Veröffentlicht: 05.11.1971

Weiterführend