1854/19 #Nachruf: Edward „Edo“ Zanki (* 19. Oktober 1952 Zadar, Jugoslawien; † 1. September 2019) deutscher Musiker, Sänger und Produzent.

Icon #Nachruf

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Trauerkerze (ani/gif)

Edo Zanki (Copyright: Brother Records Foto: Ivo Kljuce)

Edo Zanki (Copyright: Brother Records Foto: Ivo Kljuce)


Edo Zanki Dass Du mir gehörst

Edward „Edo“ Zanki (* 19. Oktober 1952 in Zadar, Jugoslawien; † 1. September 2019) war ein deutscher Musiker, Sänger und Produzent.
Der deutsche Pate des Soul starb nach kurzer, schwerer Krankheit.

Seine Zusammenarbeit mit der Musikszene der Welt war grenzenlos, sein Erfolg unterschiedlich groß und seine Meinung häufig umstritten. Auf jeden Fall war er, was wir einen begnadeten Musiker nennen. Ein Original.

Nachdem ich ihn lange Zeit aus den Augen verloren hatte, lief er mir virtuell auf Facebook über den Weg. Es ist so ein Typ, von dem man einmal hört und den man dann nie wieder vergisst. Es war mir eine Ehre, dass er Mitglied in meiner Spezialistengruppe Musikerwitze auf Facebook war. Wie ich schon andeutete, war ich häufig nicht seiner Meinung, meinte aber häufig auch mit meiner Meinung zurückstehen zu dürfen. Es ist das Recht der Älteren, dass man sie nicht stört, wenn sie granteln. Granteln konnte er. Mein Respekt vor seiner Lebensleistung war stets höher, als mich in Opinioncontrol zu verlieren. Deutschland hat Edo Zanki musikalisch sehr viel zu verdanken. Ich erspare uns das übliche Namedropping und bitte, Google bei Interesse näher zu befragen.

Das Leben kennt kein Happyend, singt er.
Recht hat er.

Ruhe in Frieden, Edo.

In Liebe für Dich,

der Berichterstatter

1769/19: Erinnerungen: Vom Stolz italienischer Frauen: Verliebt, verloren, verbrannt. – Hey, halt die Zeit an! Und sieh hinter Dich!

Freier deutscher Tulip #FdT

Freier deutscher Tulip #FdT


Ulla Meinecke – Alles dreht sich (ZDF Menschen 04.01.1985) (VOD)

In Deutschland Ost (DDR) wurde mittels Bandübernahmeabkommen ein Tonband überliefert und damit im Auftrag von Amiga für DDR-Bürger anhörbar gemacht, ohne die Radiokanäle mit Frequenzen zu fluten. Die ganze Band Richtung Osten geschickt haben zu wollen, ist nicht überliefert. Egal: Politisch hätte das sogar klappen können. Herwig Mitteregger gehörte früher zur den links führenden Schlagzeugerschaft Deutschlands, zur politischen Boheme im besten Sinn. Das direkte Kulturerbe der Lokomotive Kreuzberg, im besten Sinne Altlinker. Neues aus Kalau: Der freie deutsche Tulip lässt grüßen. Mit Liebe unten dran. Ilka Posin erinnert: Ulla in Deutschland Ost hören, das war heimlich und galt als uncool.“ Alle Wessis so: Nööööö!! Ulla? Extremst kuhl.

Ulla war eine ganze Zeit meines Lebens durchaus ein Schwerpunktthema. Wunderbar „Der Stolz italienischer Frauen“ – Jim Rakete hat mir mal über Ulla gesagt: „Sie kann machen, was sie will, sie ist immer für mindestens 100 bis 150 TSD verkaufte Schallplatten gut.“ Sie hat musikalisch Gold an ihren Fingern, ihre Texte treffen tief, maximalintensiv, oder nennen wir es invasiv. In der Auswahl ihrer Musiker hat sie gute, beste Händchen. Mitteregger gehörte dazu, George Kochbeck, aber auch the german Zanki, Edo, der streitbare Husare. Sie war „die Tänzerin im Sturm“, ein „Kind auf dünnem Eis“. ich warf zu Ulla „mit Liebe nur so um mich.“

Hey, halt die Zeit an… ♪♫

Ulla, ich hab Dich lieb, ich würde Dir ohne Bedenken, ein paar schönste Kacheln aus meinen Öfen der Erinnerung schenken. Es ist komplett Jugendstil. Vor etlichen Jahren saß ich mal in der Junction Bar in Kreuzberg im Kellergewölbe und hab vergessen, wer spielte. Da kamst Du rein, Ulla, und hast dich hinten hin gesetzt und der Band zugehört, geklatscht und was getrunken. Ich hab dich nicht angesprochen. Jeder hat ein Recht auf private Unversehrtheit. Du auch. Aber ich brannte lichterloh.

Du bist für mich eine der Größten. Daran wird sich nichts ändern. Auf Facebook mache ich sehr gern in letzter Zeit eine Serie mit Songs aus meiner Vergangenheit und überschreibe diese Beiträge gern mit „Scheiß Song: Ich muss dann immer weinen“. Mir wurde gerade klar: Bei vielen Deiner Songs habe ich mich zutiefst ergriffen gefühlt. Du hast mich immer abgeholt, dabei bin ich doch nur ein Typ.

Die Uhr an deinem Bett zeigt Sommerzeit und draußen liegt schon Schnee.
Das Jahr ist fast vorbei. Ein Rad, das sich zu schnell dreht.
Du jagst das Leben vor dir her und atmest niemals aus.
Du wünschst dich über’s Meer und da willst du dann nach Haus.
Und wieder legst du Fallen aus, stiehlst Blicke wie ein Dieb.

Hey, halt die Zeit an und sieh‘ hinter dich!
Hey, halt die Zeit an ! Lass dich nicht selbst im Stich !
Hör‘ auf dich zu dreh’n und du wirst seh’n,
alles dreht sich um dich. Alles dreht sich um dich.

Du rennst los bevor der Startschuss fällt ? einer der ins Feuer fliegt.
Du hast oft zu schnell bezahlt weil du Geschenke übersiehst.
Bei dir ist’s immer höchste Zeit. Du kommst nie auf den Grund
und redest dich in Sicherheit mit deinem wehrlosen Mund.
Und wieder legst du Fallen aus, stiehlst Blicke wie ein Dieb.

Hey, halt die Zeit an und sieh‘ hinter dich!
Hey, halt die Zeit an ! Lass dich nicht selbst im Stich !
Hör‘ auf dich zu dreh’n und du wirst seh’n,
alles dreht sich um dich. Alles dreht sich um dich.

Und wieder legst du Fallen aus, stiehlst Blicke wie ein Dieb.
Hey, halt die Zeit an und sieh‘ hinter dich!
Hey, halt die Zeit an ! Lass dich nicht selbst im Stich !
Hör‘ auf dich zu dreh’n und du wirst seh’n,
alles dreht sich um dich. Alles dreht sich um dich.

In Liebe für Dich.

Ulla Meinecke - Foto: Ilka Posin © mit Genehmigung (2019) Wenn schon nicht für immer...

Ulla Meinecke – Foto: Ilka Posin © mit Genehmigung (2019) Wenn schon nicht für immer… (Für größere Ansicht aufs Bild klicken.)

Der Berichterstatter

Weiterführend

* Ulla Meinecke: In Berlin
* Ulla Meinecke: Die Tänzerin

1182/15: Lied des Tages: „Dimitri“ von Hattler – 50.410 Klicks sind nicht genug! Schaut!

_icon.Tageslied

Hattler-drink

Ersma n´Kaffee! Und Musik! Hattler trinkt.


HATTLER – Dimitri – Live 2010 (HD)“>HATTLER – Dimitri – Live 2010 (HD)

Bass: Hellmut Hattler (Kraan, Tab Two)
Drums: Oli Rubow (De Phazz, Netzer)
Guitars: Torsten de Winkel (Pat Metheny Group, New York Jazz Guerrilla)
Vocals: Fola Dada (Joy Denalane, Edo Zanki)
Live sound: Chris Gajny
Visuals & Light: Pete Delgado
Cameras: Thierry Miguet, Jan Karst

Danke, Thierry Miguet, für diesen Film.

iTunes: http://itunes.apple.com