1494/17: Positionen: Zum Tod von Gerrit Meijer – Von H.P. Daniels (Gastbeitrag)

H.P. Daniels

H.P. Daniels

Am Freitag, dem 17.2.2017, ist völlig unerwartet der Berliner Musiker und Autor, mein Freund Gerrit Meijer, an einem Herzinfarkt gestorben.

Samstagnacht hab ich von Gerrit geträumt: Er war gut gelaunt, sprach von seinen Plänen, was er in der nächsten Zeit tun wolle … neue Songs aufnehmen, noch ein paar Lesungen machen aus seinem gerade erschienen Buch “Berlin. Punk. PVC”. Er hat sich gefreut, als ich ihm sagte, dass mir seine Lesung neulich im “Pinguin” gut gefallen hat. Und er hat mir eine Menge seiner lustigen Geschichten erzählt … was er gemacht hat, was er erlebt hat … über Menschen, die ihm begegnet sind. In seiner typischen Art, ruhig, zurückhaltend … und sehr witzig. Er hat gelacht und war guter Dinge … Es geht ihm gut, dachte ich nach diesem Traum … wie schön.

Vor zehn Jahren (so lang ist das jetzt auch schon wieder her!) hab ich zu “3o Jahre Punk in Berlin, 30 Jahre PVC” ein kleines Porträt über Gerrit Meijer für den Tagesspiegel geschrieben.
Anlässlich seines Todes hier nun noch einmal die Geschichte in der bisher unveröffentlichten, ungekürzten Originalversion:

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1287/15: Positionen: Die Nachrichtenlage der Welt ist getürkt. #LiedDesTages

_icon.Tageslied

Atemlos.Geschichte

Im Fall des Abschusses eines russischen Bombers über dem Gebiet der Türkei (einerseits behauptet) bzw. auf syrischem Gebiet (anderseits entgegnet) ist höchstes Misstrauen angesagt: Und zwar gegen beide beteiligte Parteien. Denn es ist ebenso gut vorstellbar, dass die Familie des türkischen Präsidenten Erdogan aktiv in Ölgeschäfte mit dem IS verstrickt ist, wie es denkbar ist, dass die dazu präsentierten Fakten von Rußland schönfärberisch getürkt wurden. Der Ort dieses Weltgeschehens legt es auch sprachlich nahe: Die Gesamtlage ist getürkt. Was wir zu lesen bekommen, sind gedankliche Fehlfarben.

Der Globus quietscht und eiert. Wir sind mitten im Krieg.

PC-War, nicht politically correct, sondern vor dem Personal Computer: Die einen fernsteuern aus Milwauckee und von anderswo Kampfdrohnen. Die anderen schießen Flugzeuge ab, so wie Bomber Einsätze fliegen, für oder gegen den Islamistischen Staat. Der schickt Attentäter nach Paris, um Vergeltung zu üben. Was gerade in Los Angeles passiert ist, ist noch nicht richtig aufgeklärt. Währenddessen sitzen wir, die privaten Helden unseres Alltags als Weltbevölkerung vor unserem privaten Rechner, der längst gesamtüberwacht ist, wie als hätten wir Fäustlinge auf den Händen, während wir navigieren, stolpernd mit Mausklicks durch das social net.

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464/11: Positionen: Im Schrifttum dieser Website ist ein Fehler aufgetreten. #Bugs #Echo 2011

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Die Fehlermeldung, die ich erhielt, war eine gewöhnliche, die von der Benutzung des Microft Internet Explorers gern einmal vermeldet wird. Denn heute kam der Echo Musikpreis 2011 über uns, am Abend wird er in Berlin verliehen. Und Verleihen, das kommt von zurück geben, von ausleihen und was dann? Mich trieb die Frage an, warum in meiner Eingangspost die Einladung dazu ausgeblieben sei? War ich am Ende ein unbedeutendes Würstchen, ignoriert von musikalischen Vegetariern, die meine Beobachtungen der Berliner Musikszene einfach nur widerwärtig fänden?

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