928/14: Nachruf: Erinnerungen an Pete Wyoming Bender – * 14. September 1943 – † 15. Februar 2014

Kerze (animiert)

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Jeder Tod ist anders. Beim Tod von Pete W. Bender gab es eine wirre Nachrichtenlage, die sich widersprach. Ein paar seiner Familienmitglieder aus USA wussten weniger schnell Bescheid, als es auf sozialen Netzwerken die Runde machte. Im Nachhinein ist auch das genaue Todesdatum im Moment noch Spekulation und wird wohl noch korrigiert werden müssen. Entscheidend ist: Inzwischen bestätigt sich die Nachrichtenlage. Berlin hat einen großen Musiker verloren.

Was einige so über ihn sagten. Manche taten ihn ab, „ein Schlageraffe“. Mitnichten war er einer.

Pete Wyoming Bender, Jahrgang 1943, konnte mit Worten umgehen wie kein anderer. Ein deutschsprachiger, wortgewaltiger und akzentfreier Amerikaner in Deutschland. Als wir uns letztes Jahr näher kamen, begrüßte ich ihn mit einer Umarmung und erschrak über mich selbst. Ich hatte ihn einfach so wie einen Teil meines Lebens in den Arm genommen. So vertraut war er mir, dass ich gar nicht überlegte, es war so in mir angelegt. Ein ganz alter Bekannter, Pete W. Bender. Ich glaube, er erschrak nicht minder, hatte nicht mit dieser Umarmung gerechnet. Doch ich kannte ihn schon mindestens fünftausend Jahrhunderte. Oder noch länger? Wer Pete W. Bender einmal singen gehört hatte, sollte ihn nie wieder aus seinem Kopf bekommen. Wow.

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656/12: Gigs, Review: Lucky Peterson spielte seinen gut eingespielten Blues am 08.03.2012 im „55 Arts Club“

Bitte anstellen, zum "Kuhfladen werfen"

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LineUp: Lucky Peterson (voc., org, g.),  Shawn Kellerman (g), Tim Waites (b) und Raul Valdes (dr) – Und wie eine Karriere in Gang kam: „Peterson’s father, bluesman James Peterson, owned a nightclub in Buffalo called The Governor’s Inn. The club was a regular stop for fellow bluesmen such as Willie Dixon. Dixon saw a five-year-old Lucky Peterson performing at the club and, in Peterson’s words, „Took me under his wing.“ Months later, Peterson performed on The Tonight Show, The Ed Sullivan Show and What’s My Line?. Millions of people watched Peterson sing „1-2-3-4“, a cover version of „Please, Please, Please“ by James Brown.“ (engl. Wikipedia hier)

Apropos: So warf sozusagen der Vater von Lucky Peterson seinen ersten Kuhfladen. Und der Rest ist Geschichte. Ein Konzert mit Lucky Peterson und dessen äußerst könnerhafter, professioneller Begleitband muss man sich wie eine Superlative vorstellen, vielleicht so ungefähr so:

Erst kommt diese dreiköpfige Crew (Gitarre, Bass, Schlagzeug) wie eine neunschwänzige Katze auf die Bühne, stürmt die Bretter und wir denken an Loriot und „Früher war mehr Lametta“, die wärmen die Bretter an, machen sie und sich selbst heiß, richtig bereit für den großen Auftritt.  Gitarrist Shawn Kellermann ist da der große Hero des Augenblicks, bedankt sich im Voraus für die noch folgenden Salbungen und erzählt, er sei letztes Jahr hier gewesen: mit Wishbone Ash. „At the Quasimodo“, sagt er, he was. Und dann kommt der Bluesmaster himself auf die Bühne. Plötzlich ist er da und er ist tatsächlich „omnipräsent“. Er hat genug Körperfülle dafür, sofort sind Erinnerungen an B.B. King da, doch im Unterschied zu Lucky Peterson hat ja B.B. King immer nur die Lucille gequält. Seine Gitarre.

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654/12: Gigs, Review: Immer wieder Donnerstag gibt´s den „55 Arts Club“ in der Hauptstr. in Berlin-Schöneberg #FotoPodcast

Collage "Lucky Peterson, 08.03.12 @www.55artsclub.com"

(aufs Bild klicken) Collage "Lucky Peterson, 08.03.12 @www.55artsclub.com"

Und es war was los wieder: Das Gerücht, Hardy Krüger befände sich unter den Gästen, ist meinerseits selbstverschuldet. Er war es nicht. Dafür sah man nicht gerade wenige Gesichter, die man kennt. Unter den Zuschauern u.a. Lutz Halfter (hier), Gudrun Arndt, eine der besten Szenefotografinnen Berlins in musikalischer Hinsicht und Christoph Rinnert, früher Wednesday-Gitarrist, heute Studioinhaber. Andreas Hommelsheim war gutgelaunt, der Club war gut besucht und das Publikum war aus dem Häuschen.

Dös war gestern abend scho a weng „der Hammer“. Ein Bluesact der internationalen Spitzenklasse. Darüber bei Gelegenheit mehr. Der Donnerstag mausert sich in der Berlin-Schöneberger Hauptstr. 30-31 im „Havanna Club“, wo „in house“ jeweils der Donnerstag dem 55 Arts Club vorbehalten ist. So sah übrigens die Bühne kurz vor dem Konzert aus. Schick, oder?

 

612/11: Gigs, Review: Erste vollkommen unmusikalische Konzertkritik der Welt #Musiker-Stammtisch

Der erste Musiker-Stammtisch war ein voller Erfolg, recht gut besucht und kurz gesagt noch ausbaufähig. Ob er sich zu einer festen Institution ausbaut, hängt von den nächsten, weiteren Terminen ab. Die lustigste Frage im Rahmen der persönlichen Vorprüfung stellte Tommi Stumpff, er fragte via facebook: „Gibt´s WLAN im Yorkschlösschen?“ Auf die Antwort „JA“ bemerkte er dann: „Gut. Dann komme ich vielleicht doch mal vorbei.“ – Kam allerdings dann nicht.

Vorab nur soviel: Es ist nicht richtig, dass Musiker eigentlich nichts zu sagen haben, denn sie machen ja Musik. Das war gestern Abend im Yorkschlösschen zu erfahren. Der erste Musiker-Stammtisch, wir hatten ihn angekündigt. Aus Gründen der journalistischen Sorgfaltspflicht haben wir den ersten Stammtisch besucht, um ein paar eigene Eindrücke zu gewinnen. Hier ein nicht repräsentativer, subjektiver Bericht. Und die Empfehlung, am nächsten Musiker-Stammtisch (am 07.11.11) teilzunehmen!

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189/10: FotoPodcast: Irgendwo in Berlin haben welche den Zehlendorf-Blues und Gudrun ist dabei…

(c) Gudrun Arndt, Zehlendorf Blues

(c) Gudrun Arndt, Zehlendorf Blues

(c) Gudrun Arndt, Zehlendorf-Blues

(c) Gudrun Arndt, Zehlendorf-Blues

Und Gudrun Arndt macht eindrucksvolle Bilder, die gefallen. Herzliche Grüße aus Zehlendorf an Gudrun Arndt und danke für diese Erklärung und eine Vorstellung davon, wie es aussieht, wenn Zehlendorf den Blues hat…

Gudrun Arndt, Fotografin

Gudrun Arndt, Fotografin

blackbirds.tv wünscht schönes Wochenende! Ausgehtipp: Ins „Jrüne“, Zehlendorf keine schlechte Location! Mit Emma uff de Banke sitzen….Krumme-Lankerich sein!

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