1676/18: Video: Fleisch ist ihr Gemüse – ENGL TV – „InZENity“ by Jen Majura / Evanescence

Mann und Frau (gif)

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ENGL TV – „InZENity“ by Jen Majura / Evanescence

Jetzt kommen Sammelsurien von dummen Sprüchen über Frauen in der Rockmusik. Am abgegriffensten ist Heavy Mädl, ätschebätsche: Sie ist die vielleicht energetisch positivste Musikerfrau, die ich weltweit in Deutschland (…) kenne. Also auf der Suche nach Superlativen. Wenns schee iss…? – Jemand postete auf Facebook: Wenn ich mir die Welt so ansehe, dann muss ich immer an Grönemeyer früher denken: Kinder an die Macht! Und dann wird mir klar: Die hören jetzt Kollegah & Co. und das geht ja mal gar nicht.

Aus historischen Gründen oben noch ein Bewegtbildchen, aus dem Ihr die Rollenverteilung klar erkennen könnt. So war es mal gewesen. Plusquamperfekt. Präsens: Als sie mir zuerst auffiel mit Präsenz, es war auf einer Bühne, da war sie als Sideman – pardon – Sidewoman gebucht, offenbar. Linda Elektrogitarrista, so in etwa: War es in Wacken, Ihr Spacken? Es war Knorkator. Geile Meile. Klasse Weib, dachte ich, so soll man öffentlich nicht reden, das gibt Minuspunkte. Sie selbst sagt von sich, Fleisch sei ihr Gemüse. Also habe ich mal nachgeschaut, stimmt. Schaut am besten selbst. Fruchtfliege, Fruchtfleisch …oder Frankreich, funkreich bzw. Fluchtfleisch? Summserum. Roaaarrrr……den Engl voll auf und sie so voll drauf.

Eine atemberaubende Frau: Wow superwow, und ich kann hinzufügen, dass ich diese Art Musik nicht schätze. Sie ist eine Ausnahme, aus Gründen. Bisserl ergebnisromantisch verklärt: Die Sache hat sich geändert. Inzwischen gang und gäbe, sind Frauen fester Bestandteil der Musikszene. Ich kann versichern, ich glaube fest daran: Es sind noch zu wenige. So wie Grönemeyer, nur anders: Frauen an die Macht. Die jedenfalls hören nach meiner persönlichen Kenntnis keine „Ich hab aber einen dicken Oberarm“-Battle-Raps wie den von Kollegah und Co. Und auch wenn der Raps jedes Jahr aufs neue ins Kraut schießt: Am Ende wird gemäht. Mähdelz?

Das Lied des Tages heißt InZENity und ist von der amerikanischen Band Evanescence, der Jen Majura aus Stuttgart inzwischen seit längerem angehört. Unglaublicher Vorgang. Weiter so, Jen, Du heller Stern am Musikerfirmament! Meine Verneigung. 

Weiterführend

1672/18: Video: Die Übersetzung von Attitüden aus genreübergreifender Sicht.

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Swedish Metal Aid – Give A Helpin‘ Hand (1985)

Aber ist es nicht auch erschreckend anzusehen, wie uniform diese Menschen alle sind und dabei doch denken, sie wären jetzt was Besonderes. Null Individualität. Hätte gern unterschiedliche Frisuren. Wenigstens das. Wenn es schon für metallartige Großartigkeit offensichtlich nicht ausreicht.

Ein Verriss folgt.  Together we can change the world: Die spinnen, die Schweden. Jedenfalls 1985.

Und machen mit beim weltumspannenden Einheitsbrei. Statt im Metal für etwas zu stehen, die Masse der schwedischen Langhaarträger wohltuend aus der klebrigen Sänger- und Sängerinnenriege eines Quincy Jones und von Michael Jackson herauszuheben, erfolgt eine helfende Hand metallerseits aus Schweden, die es einem gruselig werden lässt. Der Haarlack ist ab.

Alles fein säuberlich entlarvt, im Jahre 2018. Siehste, das habt Ihr falsch gemacht. Hat sich niemand an Euch erinnert.
Nur Youtube: Die haben es säuberlich verwaltet. Es wird einen Grund haben, warum nur so wenig Klicks drauf sind.

Sowas kriegt man anzusehen, wenn man auf Facebook in die Spezialistengruppe: Musikerwitze beitritt. Ich möchte Euch nicht linken. Ver-.

Viel Spaß.

Jimi Hendrix: "Knowledge speaks, but wisdom listens"

1013/14: Linktipp: Was Jimmy Page über die Erinnerungen an Led Zeppelin zu sagen hat

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Stratocaster.Gitarre

Ich wehre mich immer gegen den Begriff Heavy Metal. Was bedeutet schon heavy? Ich würde unseren Sound eher als sehr intensiv bezeichnen. Letztlich war Led Zeppelin eine chemische Reaktion; so viel Virtuosität hatte es noch nicht in einer Rockband gegeben! Punkt. So etwas kann man nicht planen, aber geträumt hatte ich schon von einem kolossalen Inferno. Wenn wir in Fahrt kamen, klangen wir wie ein startendes Flugzeug. War das heavy? Keine Ahnung. Aber es war genau das, was ich erhofft hatte. Jimmy Page in der „ZEIT“

Kurz, komisch, kenntnisreich. Die klassischen drei „K“ eines Interviews mit einem der besten seines Fachs: Jimmy Page. Heutzutage, den alten Tagen entrückt, aus jener ZEIT geflossen, verstünden wir „Led“ (Verballhornung von „Lead“) Zeppelin wie als ginge es um die Komprimierung von Licht, ähnlich mp3 als Komprimierung von Klang zu Tubenware: LED steht für Strom sparen. Die Bedeutungen verkehren sich mit dem Wandel der Technologien. MP3 hört man heute bei LED-Licht. Doch jetzt was Musikalisches.

Schwer ist ein solches Interview nicht zu führen. Denn eine Legende berichtet subsummierend, zusammenfassend und analysierend über das „HowTo“ become a Rockstar. Alles fließt sozusagen von selbst, man braucht es nicht einmal anzustupsen. Stupsen, das tun die Menschen auf facebook. Wenn´s schö is?

Was wir uns allerdings merken: Es sind alte Marktregeln und Prämissen. Heutzutage hören die Menschen abgespecktes Zeugs vom Urschleim, die nicht enden wollende Wiederkehr des nochmal durch den Wolf gedrehten Haferschleims. Jimmy Page weiß auch dazu etwas zu sagen: „Komprimierte Dateien sind in Mode, und Led Zeppelin kommt auch in diesem Format explosiv rüber. Aber für mich kommt das nicht infrage.“

Jaha, das trifft es. Der #Linktipp

903/13: Linktipp: „Out Of Eindhoven“, ein geplanter Film über Eindhoven, die Heavy-Metal-Universität und Trash Metal #Spiegel

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Metallica vor Auftrittsbeginn: Songpartituren

Metallica vor Auftrittsbeginn: Songpartituren

Diese Website namens blackbirds.tv geriert sich selten nur als Gewährsträger für erquickliche Klickzahlen des bürgerlichen Bildungsfernsehens oder sagen wir von Spiegel Online. Um so vergnüglicher war zu lesen, was gerade in Eindhoven abgeht. Der Artikel ist nämlich doch, allen Gurrlauten zum Trotze, ein ganz großes Kino der Populärmusik.

Und Heavy Metal (nicht „Heavy Mädel“) ist populär. Das wissen wir aus eigenen Feldrecherchen. Wenn da nur nicht das „unsaubere Gespiele“ seiner  Protagonisten wäre. Präzision, Timing und das, was man für Wohlklang in dieser Musiksparte erachtet, haben es uns vielfach angetan. Ja, da darf und da kann man noch bisschen üben. Hüben wie drüben. Gesagt, getan: Eindhoven in Holland wird jetzt zum Nabel der Welt.

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116/10: Netzfundstück: Heavy Metal für biertrinkende Verlierer, Schweineblut und Guttenbergs Haargel

Es ist noch nicht so lange her, da galt Heavy Metal als das schmuddelige Kellerkind im Musikgeschäft. Mal abgesehen von Konsens-Krachmachern wie Guns N’Roses oder AC/DC, zu denen heute auch Freiherren wie Karl-Theodor zu Guttenberg ihren adeligen Gel-Kopf schütteln, genossen die Schwermetaller den zweifelhaften Ruf, Soundtracklieferanten für biertrinkende Verlierer zu sein. Dabei ging und geht ein wenig unter, dass der Beinhart-Rock zuverlässig Millionenumsätze macht und eines der wenigen krisenresistenten Musikgenres ist. Das sollte Selbstbewusstsein schaffen. Doch vielen Heavy-Metal-Bands reicht es nicht mehr, sich auf der Bühne mit Schweineblut zu übergießen und die Verstärker auf den „Taub“-Modus hochzudrehen – sie wähnen sich in anderen künstlerischen Sphären. So wie Tobias Sammet aus Fulda, der mit seinem Musikprojekt Avantasia eine mehrteilige Metal-Oper komponierte. Das Ganze klingt, als hätte man Richard Wagner Speed gegeben und eine E-Gitarre in die Hand gedrückt. Wir geben uns da lieber konservativ, folgen musikalisch dem Freiherrn und bevorzugen den guten alten „Highway To Hell“.

Schreibt der Stern hier und unterlegt seine eigenen Gedanken mit einer Bilderserie dazu, wobei sich der Stern dann durchaus in allen weiteren Musikgefilden schreibend einen Eigenüberblick verschafft. Amüsant.