Jimi Hendrix: "Knowledge speaks, but wisdom listens"

1013/14: Linktipp: Was Jimmy Page über die Erinnerungen an Led Zeppelin zu sagen hat

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Stratocaster.Gitarre

Ich wehre mich immer gegen den Begriff Heavy Metal. Was bedeutet schon heavy? Ich würde unseren Sound eher als sehr intensiv bezeichnen. Letztlich war Led Zeppelin eine chemische Reaktion; so viel Virtuosität hatte es noch nicht in einer Rockband gegeben! Punkt. So etwas kann man nicht planen, aber geträumt hatte ich schon von einem kolossalen Inferno. Wenn wir in Fahrt kamen, klangen wir wie ein startendes Flugzeug. War das heavy? Keine Ahnung. Aber es war genau das, was ich erhofft hatte. Jimmy Page in der „ZEIT“

Kurz, komisch, kenntnisreich. Die klassischen drei „K“ eines Interviews mit einem der besten seines Fachs: Jimmy Page. Heutzutage, den alten Tagen entrückt, aus jener ZEIT geflossen, verstünden wir „Led“ (Verballhornung von „Lead“) Zeppelin wie als ginge es um die Komprimierung von Licht, ähnlich mp3 als Komprimierung von Klang zu Tubenware: LED steht für Strom sparen. Die Bedeutungen verkehren sich mit dem Wandel der Technologien. MP3 hört man heute bei LED-Licht. Doch jetzt was Musikalisches.

Schwer ist ein solches Interview nicht zu führen. Denn eine Legende berichtet subsummierend, zusammenfassend und analysierend über das „HowTo“ become a Rockstar. Alles fließt sozusagen von selbst, man braucht es nicht einmal anzustupsen. Stupsen, das tun die Menschen auf facebook. Wenn´s schö is?

Was wir uns allerdings merken: Es sind alte Marktregeln und Prämissen. Heutzutage hören die Menschen abgespecktes Zeugs vom Urschleim, die nicht enden wollende Wiederkehr des nochmal durch den Wolf gedrehten Haferschleims. Jimmy Page weiß auch dazu etwas zu sagen: „Komprimierte Dateien sind in Mode, und Led Zeppelin kommt auch in diesem Format explosiv rüber. Aber für mich kommt das nicht infrage.“

Jaha, das trifft es. Der #Linktipp

903/13: Linktipp: „Out Of Eindhoven“, ein geplanter Film über Eindhoven, die Heavy-Metal-Universität und Trash Metal #Spiegel

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Metallica vor Auftrittsbeginn: Songpartituren

Metallica vor Auftrittsbeginn: Songpartituren

Diese Website namens blackbirds.tv geriert sich selten nur als Gewährsträger für erquickliche Klickzahlen des bürgerlichen Bildungsfernsehens oder sagen wir von Spiegel Online. Um so vergnüglicher war zu lesen, was gerade in Eindhoven abgeht. Der Artikel ist nämlich doch, allen Gurrlauten zum Trotze, ein ganz großes Kino der Populärmusik.

Und Heavy Metal (nicht „Heavy Mädel“) ist populär. Das wissen wir aus eigenen Feldrecherchen. Wenn da nur nicht das „unsaubere Gespiele“ seiner  Protagonisten wäre. Präzision, Timing und das, was man für Wohlklang in dieser Musiksparte erachtet, haben es uns vielfach angetan. Ja, da darf und da kann man noch bisschen üben. Hüben wie drüben. Gesagt, getan: Eindhoven in Holland wird jetzt zum Nabel der Welt.

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116/10: Netzfundstück: Heavy Metal für biertrinkende Verlierer, Schweineblut und Guttenbergs Haargel

Es ist noch nicht so lange her, da galt Heavy Metal als das schmuddelige Kellerkind im Musikgeschäft. Mal abgesehen von Konsens-Krachmachern wie Guns N’Roses oder AC/DC, zu denen heute auch Freiherren wie Karl-Theodor zu Guttenberg ihren adeligen Gel-Kopf schütteln, genossen die Schwermetaller den zweifelhaften Ruf, Soundtracklieferanten für biertrinkende Verlierer zu sein. Dabei ging und geht ein wenig unter, dass der Beinhart-Rock zuverlässig Millionenumsätze macht und eines der wenigen krisenresistenten Musikgenres ist. Das sollte Selbstbewusstsein schaffen. Doch vielen Heavy-Metal-Bands reicht es nicht mehr, sich auf der Bühne mit Schweineblut zu übergießen und die Verstärker auf den „Taub“-Modus hochzudrehen – sie wähnen sich in anderen künstlerischen Sphären. So wie Tobias Sammet aus Fulda, der mit seinem Musikprojekt Avantasia eine mehrteilige Metal-Oper komponierte. Das Ganze klingt, als hätte man Richard Wagner Speed gegeben und eine E-Gitarre in die Hand gedrückt. Wir geben uns da lieber konservativ, folgen musikalisch dem Freiherrn und bevorzugen den guten alten „Highway To Hell“.

Schreibt der Stern hier und unterlegt seine eigenen Gedanken mit einer Bilderserie dazu, wobei sich der Stern dann durchaus in allen weiteren Musikgefilden schreibend einen Eigenüberblick verschafft. Amüsant.