9.5.1981 - Ideal Konzert (alle Fotos: Helge Haselbach, mit Dank)

1446/16: Video: Ideal + Neonbabies: Zwei mal zwei „Blaue Augen“ im Vergleich #LiedDesTages

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Ideal Blaue Augen Open Air St Gallen 1982

Sie hatten den damals einzigartigsten Schlagzeuger Deutschlands der Welt: Ideal. Der Volker Kriegel-Percussionist Hansi Behrendt spielte auf eine unerreichte Art und Weise Schlagzeug.

Apropos:

Weils gerade so heiß ist heute: Liebe Kinder, vor vielen Jahren gab es eine deutsche Musiklegende namens Ideal.

Der Song und alles was damals vor sich ging, nannte Helmut Kohl mit anderer Bezugnahme mal die Gnade von der späten Geburt. Er nannte es ein Glück, zu jung gewesen zu sein, um Gräueltaten mit deutschen Nationalsozialisten gemeinsam begehen zu können. Kohl meinte, ab einem gewissen Jahrgang jenseits von 1900 konnte man nicht mehr als Täter durchgehen.

Anders herum galt die Neue Deutsche Welle und was damals in Deutschland passierte als Gnade der späten Geburt. Rechtzeitig um 1980, 1981 herum schwappte alles bedeutende Musikalische in Deutschland erstmals vernünftig an den Hitparadenstrand.

Großes Kino.

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863/13: Positionen: „Wenn man sagt, die achtziger Jahre sind ein Reinfall gewesen, ist das noch ziemlich geschmeichelt.“

Von Laabs Kowalski

Header Legenden - Früher war´s  und besser...?

(Auszug aus dem Buch: „Rock Around The Clock – Die Wahrheit über 60 Jahre Pop & Rock und nichts als die Wahrheit“.)

Wenn man sagt, die achtziger Jahre sind ein Reinfall gewesen, ist das noch ziemlich geschmeichelt. Sie stellen vielmehr ein Jahrzehnt der Verfehlungen dar, gelenkt und ruiniert von Figuren wie Reagan, Thatcher und Kohl. Was zählte, war das Durchsetzen eigener Interessen, und das bedeutete: Geld machen, in möglichst kurzer Zeit so viel Kohle abgreifen wie möglich. Auf der anderen Seite waren die Achtziger rücksichtslos albern. Die Frauen staffierten sich wie Nutten aus und trugen Ohrgehänge aus grellfarbigem Plastik. Männer zwängten sich in Anzüge und Bundfaltenhosen und fielen in Ohnmacht, sobald ihre Bügelfalte an Schärfe verlor.

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71/10: Gigs/Preview: Am Montag, den 29.03.10 spielen Mezzoforte im Quasimodo! Leider ohne Björk!

screenshot Mezzoforte

Also sprach Zarathustra, äh Zerathul7 via Youtube

Es gehe darum, nicht gierig zu werden, sagt Loftsson. „Wenn du Maß hältst, kannst du ewig weitermachen.“ (Hauke Goos, SPIEGEL 7/2010, Seite 104, über den isländischen Walfänger Kristján Loftsson und die 125 Finnwale, die Loftsson letzten Sommer vor Island getötet hat) – Stichwort: maßvolles Sterben

Praxistipp: Ein Preview, das ist eine Vorankündigung. Obwohl das Wort Review nur einen Buchstaben weniger vor sich herträgt, bedeutet es das Gegenteil: Nachlese, Nachschau und Nachbetrachtung, eventuell eine Kurzkritik, die auch länger ausfallen kann. Wer über das Suchfeld Gigs, Preview sucht wird fündig. Wer über das Suchfeld Gigs, Review sucht, findet auch Previews. Das ist das Nervige an Suchfenstern. Also ist man mit Kategorien besser gesegnet. Wer „Gigs“ und „Review“ sucht, findet ausschließlich Reviews. Wer hätte das gedacht?

Gigtipp: Am kommenden Montag spielt die „Bigband“ Mezzoforte (feat. Sebastian Studnitzky, tp, keyb., Berlin) im Quasimodo, und da kann man sehr gut hingehen. Am Ende dieses Previews ist ein Video (via Youtube) aufgeführt, und wer von „uns Ahnungslosen“ (immerhin war Berlin mal rundum eingemauert, zumindest teils) Mezzoforte nicht kennt, sich aber die „leichtgängige Mühe“ macht, das Video von A-Z nach hinten durchzusehen, macht übrigens Spaß, der erkennt dann das „One hit wonder“ dieser Band. Niemand, niemand, behaupten wir, kennt diesen Song nicht, außer vielleicht diejenigen, die „die Gnade der späten Geburt“ geltend machen (Quelle und Inspiration aber: hier, also jetzt immer noch?)

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Legenden: Die Rock´n Roll Laundry von Hans-Jürgen Topf in Ludwigshafen (Linktipp)

Welcher Mann hat nicht schon mal davon geträumt, Britney Spears, Pink oder Madonna an die Wäsche zu gehen? Für Hans-Jürgen Topf ist dieser Traum in Erfüllung gegangen. Der passionierte Musikfan betreibt in Ludwigshafen die „Rock´n´Roll Laundry“. Und wie in so vielen Fällen hat auch hier der Zufall das Schicksal mitbestimmt.“ (Zitat Wie alles begann, Firmenwebsite, hier)

Hans-Jürgen Topf kommt nicht aus Berlin, aber aus Ludwigshafen. Das kennen wir deswegen, weil ein früherer Kandisbunzler Bundeskanzler namens „Mr. Vegetable“ dort wohnt. Inzwischen trägt Hans-Jürgen Topf die Haarpracht schütterer als früher und ist in die Jahre gekommen. Eine Art Initialzündung geschah 1982, als der unerbittliche und etwas härtere Gitarrist Ted Nugent nach Deutschland kam, um hier zu touren. Nugent war mal ein wichtiger Musiker und hat heute in Deutschland etwas an Bedeutung verloren. Hans-Jürgen Topf aber offenbar nicht, da scheint es umgekehrt gewesen zu sein.

Hans-Jürgen Topf hat ein prallgefülltes Nähkästchen namens Wäschesack und plaudert jetzt „mal unter uns gesagt“ u.a. folgende wesentlichen Erkenntnisse über ein fast dreißigjähriges Dienstjubiläum als Chef der Rock´n-Roll-Laundy, einer Art „Backstage-Wäscherei“ für Rockstars, aus:

Unter uns, nach zwei Stunden auf der Bühne riechen die Socken keiner Band nach Blumenwiese im Frühling.“ (über Slipknots Fußbekleidung)

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