1504/17: Foto des Tages: Von Promo-Bernhard, Frizz und dem Untergang des musikalischen Abendlands

Lindgren (Foto: Frizz Feick, via Instagram)

Lindgren (Foto: Frizz Feick, via Instagram)


Frizz Feick – Famose lezzte Worte [OFFICIAL VIDEO]

Lohnt die ganze Katzbuckelei mit dem Musik machen noch? Oder fragen sich nicht insgeheim viele, ob es das mit dem Musik machen jetzt war? Weil Musik nicht mehr richtig bezahlt wird. Weil Musiker aus der Wertschöpfungskette rausfliegen? Ja, schön, toll, dass Du Musik machst. Mach bloß weiter, ist wichtig. Zahlen? Ha, das ist soooo gestern…

Das Foto sagt uns, wir haben eine Vorahnung.

Irgendwas wird blühen: Frühlingsgefühle? Frizz Feick macht Musik und lebt und wohnt in Ratzeburg, Bückeburg oder irgendwo anders in Deutschland. Und hat sehr funktionierende, stetige Verbindungen nach Berlin. Hier trat er zuletzt im Zimmer 16 in Pankow auf. Dort darf der Interpret, ja die aufspielende Band allerdings auch nicht zu laut sein. Die Hausherren sagen: No drums, please. Zu laut für Berlin.

Jaja, der Schallschutz. Die lieben Nachbarn. Wenn Kultur, dann leise. Einer Art Zimmerlautstärke angepasst.

Das alles macht gar nichts: Feick kann alle Stilfragen bedienen. Gibt er großes Besteck, kommt aus Hamburg die wunderbarste Berliner Schlagzeugerin der Siebziger/Achtziger Jahre Berlins angekarrt: Annette Kluge, früher Schlagzeugerin von Straßenköter in Berlin. Oder Tourschlagzeugerin des Schlagzeugers, den alle die Ahnung haben, als großartigsten (und Multiinstrumentalist) kennen, der inzwischen in Hamburg lebt: Herwig Mitteregger, früher Nina Hagen-Band und Spliff, die deutsche Musikgeschichte geschrieben haben. Oder den großartigen Ausnahmekeyboarder George Kochbek. Das wäre das große Besteck, die FEICK OPEN sozusagen.

Oder klein, fein, leise. Der Feick kennt sie alle: die guten Begleitmusiker, die Stile und die kühnsten Wortwendungen, die schönsten Saxophonsoli und pi pa po. Und ist ein sehr wunderbarer, empfindsamer und feinschichtiger Musiker. Mit einem Promo-Bernhard namens Lindgren, der jetzt dazu aufruft: Kauft mehr Musik vom Feick. Jeder weiß, es gibt 20% auf alles, außer Tiernahrung. Wir haben rudimentäres Halbwissen dieser Website verlinkt folgend, um der Idee Basis und Inspiration zu bieten: Leute, kauft Feick, das Lindgren was zu essen hat. Wie wunderbar. Und wie folgerichtig.

Famose letzte Worte. Bis zum nächsten Mal….irgendwas wird blühen, diesen Frühling, und Ihr werdet ihn wiederfinden. Und gebt zu: Es ist eine Zeit der Zerstreuung, und Ihr habt an 80% gedacht. Nur nicht an Tiernahrung.

Entscheidungsgeholfen

1253/15: Lied des Tages: Sirius (Spliff, 1984) – Zu Spliff, Spliff reloaded und den guten alten Zeiten! Und die gif-Datei des Tages.

Spliff.reloaded_Banner

Helloween-Musiker (gif)

gif-Datei des Tages

Ein Fremder kommt und lässt mich grüßen
Von einer fernen Frau
Weiße Augen sagen Dinge
Die ich kenn‘ von meinem Traum
Weht ein Wüstenwind herein
Bringt den Hauch von einer Fee
Und sie dreht sich zu mir um
Ich muss auf den Weg

„Liebes, komm wir gehn
Und sagen dieser Welt adieu
Schon lange bist du unterwegs
Jetzt wird es schon“

Ist die Reise vorbei,
Sind wir zwei allein
In Sirius

Unsichtbare Dinge wandern mir in mein Gehirn
Millionen kleine Sterne fliegen still vorbei
Und verglühn

Wir liegen stumm im Eis
Und schicken unsre Träume ins Exil,
Bis die sanfte Stimme sagt:
„Wir sind am Ziel“
(Text „Sirius“, Spliff, 1984)

Ach 1984, Jahr des drohenden Horrors. 1948 hat der Engländer George Orwell das Jahr 1984 beschrieben und die komplette Gedankenüberwachung mit Televisoren und Überwachungs-Geheimdiensttechniken vorausgesagt. Um ein paar Jahre vertat sich der Visionär, der auch im spanischen Bürgerkrieg herum zog, um Seite an Seite mit den Spaniern für die Befreiung zu kämpfen. Daraus wurde nichts. Dafür haben wir 2015 in etwas abgemilderter Form vieles von dem, was George Orwell vorausgesagt hatte. Auch, dass die Kontinente alle miteinander im Krieg liegen, und lassen wir dahingestellt, ob es Handels-, Wirtschafts- oder Politikkriege sind: Genug Waffen gibt’s, selbst wenn die Amis bei Saddam Hussein keine fanden. Man kann ja mal irren.

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1226/15: Lied des Tages: Herwig Rudolf Mitteregger, „Rudi“

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Herwig Mitteregger – Rudi from timmi x on Vimeo.

Herwig Rudolf Mitteregger (born 1953) is an Austrian musician who lives in Hamburg. He became famous with the Nina Hagen Band and he was also a member of German rock band Spliff.
‚Rudi‘ is taken from his first solo album ‚Kein Mut. Kein Mädchen, released in 1983.

1060/14: Video: LOKOMOTIVE KREUZBERG – „Menschen, Mäuse & Moneten“ (April 1975)


LOKOMOTIVE KREUZBERG – „Menschen, Mäuse & Moneten“ (April 1975)


Lok Kreuzberg: Arbeitslos

Single-Veröffentlichung: 1976
Andi Brauer, Uwe Holz, Jutta Kausch, Herwig Mitteregger, Bernhard Potschka, Manfred Praeker † 2012, Kalle Scherfling

1053/14: Literatur: Nina Hagen „Bekenntnisse“

Nina Hagen Bekenntnisse

Erst mal Ufo, dann Shiva, und jetzt noch Jesus. Also, was ich so nicht gewusst habe, dass Nina ein unglaublich liebenswürdiger Mensch ist, ein Mensch, der so voller Liebe ist, wie ich das im Grunde genommen eigentlich selbst erlebt habe. (Bernhard Meuser, Verleger ihres Buchs „Bekenntnisse“) – Nina Hagen ist bekennende Christin. Die Sängerin und Schauspielerin ist berühmt für schrille Outfits, markante TV-Auftritte und ihre imposante Stimme. Sie hat viel erlebt, auch viel probiert und legt nun in ihrer Autobiographie ganz persönliche „Bekenntnisse“ nieder. Auf dem Ökumenischen Kirchentag in München und bei ihrer Lesung in Friedberg begleitete Bibel TV-Redakteurin Anna Dressel die frischgetaufte Nina Hagen.

Ausgerechnet „bibel.tv“, das sagt ja schon alles, ist man schnell daher mit irgendeinem krassen Schnellurteil. Doch der Film ist sehr gut gelungen und ziemlich nahe dran an einer  liebenswerten, charismatischen und geschichtsträchtigen Frau der deutschen Zeitgeschichte: an Nina Hagen dran bleiben, kein leichtes Unterfangen.

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970/14: Video: Nina Hagen Band – 1978 – „Fisch im Wasser“

Nina Hagen Band – TV Auftritt (1978)

Eine seltene TV performance von „Fisch im Wasser“ vom Debutalbum der NINA HAGEN BAND.

Nina Hagen (Vocals)
Reinhold Heil (Keyboards)
Herwig Mitteregger (Drums)
Berhard „Potsch“ Potschka (Guitar)
Manfred „Manne“ Praeker (Bass)

734/12: Historischer Schinken: „Der Mann mit dem goldenen Ohr“ und wie es zum Bandnamen „SPLIFF“ kam #Videos


Höre: Warum die Band „SPLIFF“ Spliff hieß! – Ein Erklärungsversuch!

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SPLIFF feat. JIM RAKETE – Der Mann mit dem goldenen Ohr Teil 1 (via youtube)

Part 1 von 2! Ein lustiges Promovideo von SPLIFF, formerly known as the NINA HAGEN BAND. „The Spliff Radio Show“ auf der „1. Berliner Rocknacht“ am 15. August 1981. SPLIFF-Manager Jim Rakete und DJ Rik de Lisle, der alte Amy, kommen zu Wort. LineUp: Reinhold Heil (Keyboards, Vocals), Herwig Mitteregger (Drums, Vocals), Bernhard „Potsch“ Potschka (Guitars, Vocals), Manfred „Manne“ Praeker (Bass, Vocals)

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689/12: Trendbarometer: Wohin wandert das Uhrheberrecht? Und ist es nicht ohnehin bewölkt über unseren Köpfen?

The Rotten Recordings - performed by Tommy Tulip & Soundcloud
The Rotten Recordings – performed by Tommy Tulip & Soundcloud

Diese ganze Urheberrechtsdebatte treibt schon skurrile Blüten. Aktuell lässt ein Musiker seine Auftrittsvideos „post embeddem“ (nach deren Einbindung auf einer weiteren, der hiesigen Website) löschen, weil er im Nachhinein glaubt, dabei schlecht weggekommen zu sein. Dabei war er gut weggekommen. Ein tiefer künstlerischer, ja laienhafter Anfänger-Fehler, wie sich noch herausstellen wird. Man biegt sich die „verdammte Presse“ nicht zurecht und degradiert sie zu Handlangern des Marketings. Denn das Imperium kann auch zurückschlagen, no doubt! Getroffen ist die Redaktionsehre!

Vielleicht sind wir alle schon meschugge oder wenigstens ein bisschen „plem plem“, oder wie man so sagt. Wenn man was sagt. Bzw. was zu sagen hat. So genau weiß das niemand. Ich habe jetzt schon eine Weile Soundcloud am Start und ich finde „das Gerät“ haptisch, visuell und bedienungsmäßig sehr gut gemacht. Ähnlich wie ein Großbauer kann ich nun meine persönliche Landluft-Wolke (neudeutsch: Cloud) über mir wabern lassen. Oder über anderen. Auf den Gedanken, dass wer eine Cloud betreibt, auch klaut, komme ich erst nach stärkerem Nachdenken. Dies allerdings ist gewiss: Qualität ist immer das Ergebnis angestrengten Nachdenkens. So wie bei Lorenz Meyer, Großmeister des Sheng Fui, Wohnsitz: im Herbst in Peking und sonst auch.

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357/10: Legenden: Dieter Bohlen der Warteschleife, Melodien für Telefonhörer, SPLIFF & Co.


Telefonterror – Spliff – via Youtube

Es ist egal, was du machst,
oder dir vorgenommen hast,
hak’s ab,
denn es ist schon zu spät.
Ein kleiner Wicht will das nicht
was du auch tust, er unterbricht,
er steht versessen in der Ecke rum und blääät:
Ruf doch mal nicht an!!!

Laß den Telefon-Terror
ruf mich bitte nicht mehr an,
es gibt gar nichts auf der Welt,
was jetzt so wichtig sein kann.
Wenn ich dich brauch‘, greif ich auch mal
zum Telefon und wähl‘ deine Nummer,
doch dann gehst du nicht ran.
Dein Automat ist am Draht
und informiert mich knüppelhart,
dass du jetzt Ruhe brauchst und gibt mir einen Rat:
Ruf dochmal nicht an!!!

Laß den Telefon-Terror… (Spliff, 85555)

Um mit einer altbekannten Berliner Band der späten Siebziger und frühen Achtziger zuvorderst zu beginnen und dem Sendeauftrag dieser Website unbedingt gerecht zu werden. Es war die vormalige Lok Kreuzberg, die dann (leider nur) übergangsweise die vielversprechendste Rosskastanie der deutschen Nation, Nina Hagen, begleitete, um dann schließlich ein komplettes Morphing zu durchleben. Diese Band hieß: „SPLIFF“ und gehörte ganz ohne jeden Zweifel zu den weltbewegendsten Bands im gesamtdeutschen Sprachraum. Tja, sabber, geifern, zeter, zipp zipp: Die Jahre sind vorbei.

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194/10: MSP: Vom Umgang unter Musikern und miteinander, von Chemie und offenen Antennen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Hör ma Rudi hör ma, lass es sein mit der Gitarre. Du haust hier wieder Dinge raus….Da kam mal einer an und sagte: Alter, biste nicht, ich sagte nein!“ (Herwig Mitteregger, Rudi)

Das erste Kennenlernen von Musikern miteinander ist ein zartes Pflänzlein und muss äußerst vorsichtig gehegt und gepflegt werden. Zu unterscheiden ist zunächst und auf der „obersten Ebene“, ob das Kennenlernen einer Profession dient, oder ob das gemeinsame Musizieren als „Funfaktor“ geplant ist. Denn die Profis unterscheidet von den Nichtprofis, dass sie ihre eigenen Einstellungen, Wertungen und Scheugrenzen im Zaun halten (müssen). Es geht um etwas Professionelles: um Geld verdienen. Alles andere ordnet sich dem unter.

Allerdings ist der größte aller Profis, der Rock-, Pop- oder Schlagerstar oder der aus Funk und Fernsehen bekannte Comedian in gewisser Weise auch unprofessionell, nicht so sehr darauf angewiesen, dass es jemand bestimmtes für ihn tut. Der Star kann es sich leisten, Personal nach „eigenem gusto“ auszuwählen und mehr (oder minder) Einfluss auf Form, Mitwirkungsrechte und Individualität seiner MitspielerInnen zu nehmen.

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