Odessa, Scan aus Rock City (Ausgabe 1981)

1428/16: Historie: Rock´n Roll-Heaven, die Berliner Band ‚Odessa‘ und Lömels Fortkommen #Tulipleaks #Odessa #Berlin #Historie

Odessa, Scan aus Rock City (Ausgabe 1981)

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Odessa – Odessa (full album) 1981

Veröffentlicht am 28.05.2016
A1 Land Of Rock’n Roll 5:16
A2 Gipsy 4:20
A3 Don’t Waste Away 5:51
A4 Heavenwards 5:16
B1 Robots 5:12
B2 What A Life 4:15
B3 Theft Without A Thief 3:32
B4 Warmonger 4:20
B5 Madagaskar 2:30

Die Berliner Band Odessa taucht in den Archiven dieser Website (Tulipleaks) tatsächlich erstmals 2011 auf. Damals ging es um eine Neuveröffentlichung ihres früheren Keyboarders Uwe Fahrenkrog-Petersen, der mit Modern Talking-Sänger Thomas Anders eine neue Platte veröffentlichte. Der Artikel ist hier abrufbar.

Der Rest ist Geschichte. Neu ist die Verfügbarkeit eines Tonträgers der Band Odessa aus dem Jahre 1981 via YouTube. Aktuell erinnert sich der Mitmusiker der Band Jürgen Dehmel (Bass) gestern am 60ten Geburtstag des seit längerem verstorbenen Mitmusikers Andreas Römer genannt Lömel. Er feiert virtuell #LömelDay.

Römer, Baujahr 1956, der Lömel so klangfarben chinesisch genannt wurde: Lüstig, sein Gitarrenspiel und staatstlagend, elgleifend, H.p. Daniels schrieb über ihn im Tagesspiegel 2008: „Ein gut aussehender Typ, sehr groß, sehr schlank, sehr lockig. Und er konnte Gitarre spielen! Er hatte seinen ganz eigenen Ton. Egal, was für eine Gitarre er spielte, auch die billigsten Instrumente klangen gut in seinen Händen, sein unverwechselbarer Ton. Wer wollte, hörte Ähnlichkeiten mit Jimi Hendrix oder Peter Green, Mick Taylor, Brian May. Und Keith Richards, dessen hohe Kunst der nicht gespielten Töne er beherrschte.“

Ja, Erinnerungen bleiben. Andreas Römer ist schon lange beim Chef ganz oben in der Chefetage. Jimi H. aus Seattle, den er regelmäßig und so oft er will treffen kann. Wie schön, Rock´n Roll Heaven. Dabei wird auch dieser Irrtum nun aufgeklärt: Dieses piefige Heaven´s In The Back Seat Of My Cadillac, Irrtum, Hot Chocolate, it´s in Heaven, Hangar forty seven. True lies. Aber doch schön, oder? In Hangar 46 lässt derweil John Lennon das Flugzeug starten aus Back In The U.S.S.R. – You know, You´re lucky You are boy….♪♫♪ – und Farrokh Bulsara schmettert derweil sein deutlichst zu hörendes „Barcelona“! Da oben ist was los, Freunde.

Weiterführend
Wie kein Zweiter: H.p. Daniels hat im Tagesspiegel Andreas Römer feinsinnig, nuanciert und bewunderswürdig gedacht (Nachruf vom 20.06.08)

996/14: Video: Ton Steine Scherben „Macht kaputt was Euch kaputt macht!“ (1970)

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Ton Steine Scherben – Macht kaputt was Euch kaputt macht!

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937/14: Historie: Erinnerungen an eine Rockband namens „Anyone´s Daughter“ und das Hesse-Stück „Piktors Verwandlungen“

Hermann.Hesses.Verwandlungen


Teil 1: Piktors Verwandlungen – Anyone´s Daughter (via Youtube)
– 01 Piktor
– 02 Erstes Vorspiel
– 03 Erster Teil der Erzaehlung
– 04 Purpur
– 05 Zweites Vorspiel

Hesse: „Piktors Verwandlungen“

Einst besaß ich eine Platte dieses Namens. Damals waren Platten schwarz. Heute spielt man Musik in einer Grauzone mit irreführenden Warnhinweistafeln ab: Die GEMA! Doch das ist eine andere Geschichte.

Die deutsche Band „Anyone´s Daughter“ berührte mich ein-, zweimal in meinem Leben, weil ich ihre Aufführung dessen live erleben konnte. Und die Band war saugut. Hammer.

Die Geschichte auch. Ich erwarb sie für schmale Taler.

Und dann kam das CD-Abspielgerät. Die Platte verschimmelte irgendwo im Keller, wie so vieles, im Orkus meiner Geschichte. Heute fiel mir die Geschichte wieder ein. Ich hab einfach die Verwandtschaft gefragt: Tante Gugel war relativ auskunftswillig. Die Geschichte geht so, man muss allerdings bisschen Zeit mitbringen, sie zu lesen:

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862/13: Positionen: Was W.R. Frieling zu den „Lords“ erinnert #Linktipp

Header Legenden - Früher war´s  und besser...?

»The Lords« spielten als Vorgruppe großer Bands wie »The Who« und »Casey Jones« und hoben – in hellblaue Anzüge gewandet – im Gleichschritt stets das linke, dann das echte Bein. (Prinz Rupi, Zitat des Tages) – via Amazon, Link unten

Eigentlich, so besagt es die Legende, müsste „Prinz Rupi“ Ehrenvorsitzender auf Leidenszeit werden, nur fehlt dazu ein willfähriges Wahlgremium. Denn W.R. Frieling, wie er wirklich kurz gesagt heißt, schreibt Texte mit Wohlfühlvermutung. Ausdrucksstark (‚das poppt‘) wie ein Stahlbesen, geharnischt wie ein Riegel Mars bzw. zuträglich wie die Jahresdurchschnittsrendite echter Geldhäuser, ein Eloborat des Erlesenen. – Wir aber grüßen Alt-Schlagzeuger Lord Knutsch, den Erfinder der raubeinigen Wortzote. Auf ihn geht zurück: „Ich habe nichts gegen die Frauenbewegung, so lange sie rhythmisch ist.“ Richard von Weizsäcker hat ihn nicht gefeuert beim RIAS, alles Gerüchte.

Was die „Lords“ mal waren, verstehen nur die Älteren unter den Kulturbeflissenen, wenn Prinz Rupi, bekennender Beatnick jener Jahre, auf Amazon rezensiert. Aber sofort ist ein Bild da, dessen man mit einer „inneren Kopfnickerei“ zustimmend gedenkt.  The beatnick thought: „I´ve had an inner headnick!“ – keine Kopfschmerzen! Ja, das waren die „Lords“, so waren sie gewesen. Die Jüngeren, die diesen Artikel möglicherweise versehentlich angeklickt haben, werden Rätsel raten, warum das lustig sein soll? Es ist kein Bestandteil ihrer eigenen Kultur. Wir nicht, wir wissen es ganz genau. Und verlinken daher auf das lesenswerte Kulturtomatenmark als #Lesetipp bei #Amazon. Gut gedacht.

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825/13: Historie: Fünf Jahre im Leben von David Bowie (Film: 1 Stunde 30 Minuten)

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Erinnerungen an früher müssen würdig sein und dürfen nichts glorifizieren, übertreiben und blümerant schimmern lassen. Diese Erinnerung hier ist für „Couchpotatoes“, die dafür Zeit einplanen müssen, denn niemand hat nur schnell mal die Absicht, solch ein Ding anzugucken.

Wie alt die  Leser einer Website wie dieser sind, „iss Wurscht“. Denn erstens spielt es keine Rolle und zweitens ist es nicht wichtig. Weder „youngsteraffin“ (die verstehen´s auch nicht alle), noch barrieregerecht für „Silver Surfer“ (graumelierte Seniorenhäsinnen) eingerichtet. Nein, die Website ist einfach nur für alle da. FSK -/+Doppelnull ist unser Meridian. Wie wild das Leben es mal trieb, seinerzeit. Dass heute vieles anders geworden ist, was früher …ach, bullshit, …

David Bowie war mal sehr wichtig, früher. Jetzt ist er ruhiger. Es kommt jetzt die Phase C der Wieder- und Wertschöpfungskette, Phase A hieß Karriere, B hieß Zwischenzeit und C beschreibt den „elder statesman“ von früher. Dazu steuert er selbst Liedchen bei, eins davon war hier schon mal Lied des Tages, kürzlich. Nett.  Es schadet Youngstern nicht, von Art Blakey, Ginger Baker, David Bowie, den Beatles und dem Rest sintflutlicher Musikzeiten zu hören. Diese hier hießen „die Originale“.  Die heutigen dagegen sind ….

737/12: Historie: Das gab es schon mal, dieses „Du bist Deutschland“, morgen ist Jahrestag!

Verbot des Niggerjazz
Am 12. Oktober 1935 verkündet Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky – einen Monat nach dem Erlass der so genannten Nürnberger Rassegesetze: „Mit dem heutigen Tag spreche ich ein endgültiges Verbot des Nigger-Jazz für den gesamten deutschen Rundfunk aus.“

Original Wortlaut:
(…) Nachdem wir heute zwei Jahre lang aufgeräumt haben und Stein an Stein fügten, um in unserem Volke das versammelte Bewußtsein für die deutschen Kulturwerte wiederum zu wecken, wollen wir auch mit den noch in unserer Unterhaltungs- und Tanzmusik verbliebenen zersetzenden Elementen Schluß machen. Mit dem heutigen Tage spreche ich ein endgültiges Verbot des Nigger-Jazz für den gesamten Deutschen Rundfunk aus. Ich muß dabei betonen: Dieses Verbot ist, auch wenn man es hundertmal im Ausland dazu umlügen sollte, kein Symptom für eine irgendwie geartete Auslandsfeindschaft des deutschen Rundfunks. Der deutsche Rundfunk reicht allen Völkern zum freundschaftlichen Kultur- und Kunstaustausch die Hand. (…)

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677/12: Rätsel: Die Geschichte der Bilderrätsel ist lang, hier ist noch eins, Freunde! #Muttertagsrätsel

2012 kam das legendär gewordene Album „Atom Heart Homelands“ der psychedelischen Band „Tommy Tulip & The Famous Mushrooms“ heraus, indem die Band ihre Erlebnisse mit dem Rückbau des Kernkraftwerks Rheinsberg (hier: http://tinyurl.com/8yfvzq3) musikalisch auf unvergessliche Art und Weise verarbeitet hatte. Das berühmte Vorbild für dieses CD-Cover hatte Jahrzehnte zuvor eine britische Psychedelic-Band veröffentlicht. Wisst Ihr das Ursprungscover, auf dem diese Adaption hier basiert? #Muttertagsrätsel für Erwachsene

Hier ist jenes berühmte Plattencover. Das berühmt geworden wäre, wenn die Platte erschienen wäre. Widrige Umstände, brennende Autos, unrhythmisch auftretende Percussionisten, harmonieverliebte Steuerberater und ein Blindenhund auf Gassiführung. So wird das nun mal nichts, Freunde. Der Spargel schießt ins Kraut und die Champignons in die Hitparaden.

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604/11: Historie: In den Achtzigern lebte John Thomas in Berlin & führte „Johnny & The Drivers“

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      Banjo the Band of the Bush

The Drivers (2008) – Banjo the Band of the Bush (CD) – Hörauschnitt ca. 1:30 Minute

John Thomas, geboren in Sydney, Australien, geht 1963 nach Melbourne. Dort gründet er die Band The Telstars. 1964 formiert er die „Flies“, die schon bald als „enfant terrible“ der dortigen Musikszene gelten. 1965 supported die Band die Rolling Stones und Roy Orbison bei ihren dortigen Konzerten. Nach einigen wilden, weiteren Experimenten verzieht es John Thomas nach London. In London gründet er die Band „Rust“ und spricht mit der EMI in Köln und nimmt ein Album namens „Underground“ auf. Nachdem Rust sich trennt, nimmt er mit der RCA in London weitere Alben auf als „Creepy John Thomas“ (Name des Erstlings) und „Brother Bat Bone“, daraus die Singleauskopplung „Ride a Rainbow“. Der inzwischen verstorbene Conny Plank nimmt die Alben mit John Thomas auf.

Das war zum Teil schon die Geschichte, jedenfalls bis dahin: Der Australier John Thomas kam auf Umwegen nach Berlin und blieb gleich hier. Für eine ganze Weile. Hier war er eine feste Institution, hier gründete er die Band „Johnny & The Drivers“. Das war in den Achtzigern und ist jetzt Geschichte. Inzwischen lebt John Thomas in London und macht immer noch Musik. Johnny Driver heißt er da, immer noch, und das letzte Album von 2008 heißt „Runnin´, Jumpin´, Standin´, Still. Aber damals, da hörte sich Johnny & The Drivers noch ganz anders an.

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73/10: Historie: Die Geschichte des Krautrock (BBC 4 Dokumentation) – „Die englische Sicht!“

Die Geschichte des Krautrock

Update 15.10.14: Eine Weile nicht mehr nachgesehen, datiert die Erstveröffentlichung dieses Artikels und insbesondere der verlinkten Seite mit der BBC-Dokumentation aus dem Jahre 2010. Sehr häufig angeklickt, fand das Thema offenbar Interesse. Allerdings: Immer wieder zerbomben Urheberrechtsansprüche solche Fleißarbeiten und legen im digitalen Weltkrieg Webseiten in Trümmer. Tröstlich: Davon stirbt niemand. Die Arbeit allerdings ist dahin. Das wurde heute noch einmal nachgearbeitet, denn die Seite ist wichtig. Punkt.

Das ist das Schöne an der Englischsprachigkeit: Im Gegensatz zum amerikanischen Englisch, dem ein „noodlewood between both teeths“ (Pidgeon-Englisch) anhaftet oder ein Chewinggum, handelt es sich bei dem british Englisch um weniger anarchistische Sprachfetzen. Sie sind verständlich, wer Schulenglisch genossen hat, mag vieles davon ohne Simultanübersetzer gut verstehen. Es ist ein „englischer Blick“ auf Deutschland, mit starken Tendenzen zu vereinfachen und zusammenzufassen.

Hinzu kommt:

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