928/14: Nachruf: Erinnerungen an Pete Wyoming Bender – * 14. September 1943 – † 15. Februar 2014

Kerze (animiert)

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Jeder Tod ist anders. Beim Tod von Pete W. Bender gab es eine wirre Nachrichtenlage, die sich widersprach. Ein paar seiner Familienmitglieder aus USA wussten weniger schnell Bescheid, als es auf sozialen Netzwerken die Runde machte. Im Nachhinein ist auch das genaue Todesdatum im Moment noch Spekulation und wird wohl noch korrigiert werden müssen. Entscheidend ist: Inzwischen bestätigt sich die Nachrichtenlage. Berlin hat einen großen Musiker verloren.

Was einige so über ihn sagten. Manche taten ihn ab, „ein Schlageraffe“. Mitnichten war er einer.

Pete Wyoming Bender, Jahrgang 1943, konnte mit Worten umgehen wie kein anderer. Ein deutschsprachiger, wortgewaltiger und akzentfreier Amerikaner in Deutschland. Als wir uns letztes Jahr näher kamen, begrüßte ich ihn mit einer Umarmung und erschrak über mich selbst. Ich hatte ihn einfach so wie einen Teil meines Lebens in den Arm genommen. So vertraut war er mir, dass ich gar nicht überlegte, es war so in mir angelegt. Ein ganz alter Bekannter, Pete W. Bender. Ich glaube, er erschrak nicht minder, hatte nicht mit dieser Umarmung gerechnet. Doch ich kannte ihn schon mindestens fünftausend Jahrhunderte. Oder noch länger? Wer Pete W. Bender einmal singen gehört hatte, sollte ihn nie wieder aus seinem Kopf bekommen. Wow.

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561/11: Gigs, Preview: Im August ist im Rickenbacker´s in der Bundesallee, Berlin-Wilmersdorf Musik!

Banner Gigs, Preview - oben rechts "Konzerttermine"

Häng die Gitarre nicht an den Nagel. Spiel deine Lieder nur für mich allein! #Schlagerschmonzette der Siebziger #Gaby Baginski

Im Rickenbacker´s sind ein paar Menschen emsig dabei, ein adäquates, kontinuierliches und bemühtes, ja ambitioniertes Liveprogramm auf die Bühne zu stellen und das klappt gut. Für Livemusik-Freunde unten das Veranstaltungsprogramm für den Monat August. Da wir nicht alle Gigs einzeln eintragen möchten, der Einfachheit halber der Flyer. Besonders hinweisen möchten wir auf diverse Sessions unter Anleitung, das ist für Musiker, die selbst Hand anlegen möchten, interessant. Menschen wie Friedemann Benner, Micha „Gitarre“ Brandt, Axel Kottmann, George Kranz, aber auch Pete Wyoming Bender, Joey Albrecht, Zam Johnsohn, Paul Schwingenschoegl sind unseren Lesern bestens aus der Vorberichterstattung bekannt. Dafür „Chapeau“, das Programm klingt vielversprechend, Rickenbackers!

443/11: Video: Karthago spielten sich 1976 den Arsch ab, oder? – We give you everything you need!


Karthago – We give you everything you need (via Youtube)

What´s the colour of magic? A little bit of phaser in the soundmix of drums!

Es waren einfach andere Zeiten. Man spielte sich den Arsch ab. Und auch wenn das nicht fein klingt, so war es. Karthago war eine Supergruppe aus dem Schmelztiegel Westberlin. In dieser Zeit, als es noch zwei funktionierende Stadthälften gab, mit einer Mauer mittendrin. Eine funktionierende Stadtmauer mittendrin. Udo Lindenberg hatte noch nicht einmal „Mädchen aus Ostberlin“ komponiert.

Joey Albrecht kann singen! Zeitungsausriss

Joey Albrecht kann singen! Zeitungsausriss

Banner FotoCreditsJoey Albrecht, Homepage

Es war eine Art Insellage. Insulares Bewusstsein. Ach, dit war (auch) schön! Echt! Nicht wegen der 8%-igen Berlin-Zulage….is ja klar, oder?