1655/18: Lese- bzw. Zeitzeichen: Die Bilder einer Ausstellung von Emerson, Lake & Palmer #remastered

Carl Palmer, ELP (gif)

 


Emerson, Lake & Palmer – Pictures at an Exhibition (Full) Live 1970 – Remastered

Recorded at the Lyceum Theatre in December 1970
1. „Promenade“ Mussorgsky
2. „The Gnome“ Mussorgsky/Palmer
3. „Promenade“ Mussorgsky/Lake
4. „The Sage“ Lake
5. „The Old Castle“ Mussorgsky/Emerson
6. „Blues Variation“ Emerson/Lake/Palmer
7. „Promenade“ Mussorgsky
8. „The Hut of Baba Yaga“ Mussorgsky
9. „The Curse of Baba Yaga“ Emerson/Lake/Palmer
10. „The Hut of Baba Yaga“ Mussorgsky
11. „The Great Gates of Kiev / The End“ Mussorgsky/Lake
Keith Emerson – Hammond C3 and L100 organs, Moog modular synthesizer (ribbon controller), clavinet ( R.I.P.)
Greg Lake – bass guitar, acoustic guitar, vocals ( R.I.P. )
Carl Palmer – drums, percussion
Audio & Video Remastered by BrunoSamppa, 2016

Angesichts der Tatsache, dass wir 1969 die Einführung des Moog Syntesizers bei der Hand hatten und derartiges Gerät heutzutage ohne Probleme in kleinste Smartphones passt, mit virtuellen Instrumenten, dass die Heide wackelt, erinnert uns das doch an die legendären Emerson, Lake & Palmer, von deren zweimaligen Dahinscheiden (Keith Emerson, Greg Lake) hier zu gegebenem traurigen Anlass berichtet wurde. Immer wieder war auch ELP als damalige Supergroup der Seventies hier im Fokus.

Über das Werk von Modest Petrowitsch Mussorgski, dem Emerson Lake & Palmer 1970 einen äußerst hippyesken Anstrich geben, oder sagen wir eine Conotation in glitterblauem Ganzkörperkondom (!), habe ich in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre Schulreferate im Fach Musik gehalten und eine Eins dafür kassiert. Ich war – was diese Musik anging und noch ein paar andere, wie bspw. Pink Floyd und Deep Purple – zum Schulstreber avanciert, nur im Fach Musik, aber Hallo.

Ich habe auch hier schon über diese Platte von ELP berichtet. Und immer wieder ärgert es einen, wenn Youtube aus Gründen vermeintlicher Urheberrechtsverletzungen Videos im Nachhinein sperrt, die fester Bestandteil einer engagierten Berichterstattung gewesen sind. Aus die Maus, ab der Faden. Alles nochmal auf vorn. Rücksichtslos die Wahrheit: YouTube hat inzwischen seine Schularbeiten gemacht.

Weiterführend

1468/16: Nachruf: From The Beginning of my Youth – Erinnerungen an Greg Lake (ELP)


Greg Lake – Lucky Man

Gregory Stuart „Greg“ Lake (* 10. November 1947 in Poole, England; † 7. Dezember 2016 in London) war ein britischer Bassist, Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent. Er wurde bekannt als Mitglied der Progressive-Rock-Bands King Crimson und Emerson, Lake and Palmer. Seine wohl bekannteste Komposition ist die Akustik-Ballade Lucky Man, die er noch während seiner Schulzeit schrieb.

Von Anfang an bekam ich in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine ziemlich genaue Vorstellung davon, dass über die Schlagermusik eines Dieter Thomas Heck (Hitparade) hinaus noch eine dunkle Seite des Mondes existierte. Mit Lichtorgel, verdunkeltem Zimmer, Flokatiteppichen und Hubschraubern, die stereo flogen, von links nach rechts. Es war The Dark Side of the Moon jener Pink Floyd und sie waren nur der Anfang. Ich selbst war zu spät geboren, um von Anfang an Led Zeppelin, Deep Purple oder The Nice in mein Morgenkulturgebet einzuschließen.

Darauf kam ich erst durch den Musikunterricht in der Schule meiner Musiklehrerin Frau Gerds in Berlin-Dahlem. Die „alte Grachtel“ war uns allen äußerst unangenehm. Im Nachhinein verstehe ich das nicht mehr. Sie fragte herum, wer von uns ein Instrument spielt? Ich verschwieg, was ich tat, aber Frau Gerds wusste es aus anderem Zusammenhang: Tommy, Du spielst doch jetzt Schlagzeug. Warum sagst Du denn das nicht? Es war mir unangenehm gewesen.

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1370/16: Nachruf: Keith Noel Emerson (* 2.11. 1944; † 10.03.16) – ‚Ich war nie ein Rockstar. Alles was ich will, ist Musik machen.‘

Kerze (animiert)


Keith Emerson – His Finest Hour

Music: Abaddon’s Bolero by Keith Emerson ;
Beyond The Stars by Keith Emerson

Sein war meine so ziemlich erste Eintrittskarte ins Kopfkino weltbewegender klassischer Musik. Ihm verdanke ich die Eins, die ich einstrich, so kenntnisreich als möglich über die Bilder einer Ausstellung zu berichten, die sich mit dem Hexenhut von Baba Jaga befasste. Pictures At An Exibition – Mussorskys Klassik, gewandet in ein bravourös eingekleidetes, zeitgenössisches Rockmusikgewand der drei Epigonen Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer, uhh, what a lucky man I was?

Mit 71, so heißt es, sei er mit einer Waffe in der Hand und einer zielsicheren Kopfverletzung in Santa Monica von seiner Lebensgefährtin aufgefunden worden. Er habe sich vermutlich selbst gerichtet. Es steht fest: Er war ein empfindsamer, sensibler Mensch, der so schön Musik machte und so die Welt bewegend.

Ein großer Held meiner ersten Entdeckungen ernsthafter Musik. Unvergessen eine Dokumentation über die Auftritte und Bandproben der Band Emerson, Lake & Palmer namens The Manticore Special zur Welttournee 1973, den ich nachfolgend aus Anlass seines Todes hier folgend zeige.

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435/11: Nachruf: Gary Moore, britischer Gitarrist der Sonderklasse, ist tot. #Update Keith Emerson


Gary Moore – Still got the blues (via Youtube)

„Was hast Du, was andere nicht haben?“: „Wenn ich vor 1000 Leuten spiele, jubeln alle. Wenn Du das tust, jubelt keiner.“ Gary Moore konnte auf eine Bühne gehen und das Publikum für sich einnehmen. Es war nicht nur seine unglaubliche Virtuosität, sondern er hatte diese Gabe, Menschen spontan beeindrucken zu können.“ Volkmar Kramarz im Gespräch mit der ZEIT über Gary Moore, Link unten

RIP – Gary Moore. Zu früh. Nicht zu ändern!

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